Magnesium und Vitamin D – ein unterschätztes Team
Einführung: Warum diese Kombination wichtig ist
Vitamin D und Magnesium gehören zu den wichtigsten Mikronährstoffen für unsere Gesundheit – besonders für Knochen, Immunsystem und Herz-Kreislauf. Doch kaum bekannt ist, wie eng diese beiden Vitalstoffe zusammenarbeiten. Ein Magnesiummangel kann nicht nur die Wirkung von Vitamin D blockieren, sondern auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen.
Wie Vitamin D im Körper aktiviert wird
Durch Sonnenlicht (UVB-Strahlung) bildet unsere Haut Vitamin D3 (Cholecalciferol). Dieses ist jedoch biologisch inaktiv und muss in zwei Schritten in seine aktive Form umgewandelt werden:
- Schritt 1 (in der Leber): Umwandlung zu 25-Hydroxyvitamin D durch das Enzym 25-Hydroxylase
- Schritt 2 (in der Niere): Umwandlung zu 1,25-Dihydroxyvitamin D (aktive Form) durch das Enzym 1α-Hydroxylase
Beide Enzyme sind magnesiumabhängig – ohne ausreichend Magnesium funktioniert dieser Aktivierungsprozess nicht.
Magnesium – der Schlüssel zur Aktivierung von Vitamin D
Magnesium spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel von Vitamin D. Es aktiviert jene Enzyme, die für die Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form notwendig sind.
Fehlt Magnesium, bleibt Vitamin D im Körper weitgehend wirkungslos – selbst bei der Einnahme hochdosierter Präparate.
Eine aktuelle Diskussion im renommierten „Journal of the American Osteopathic Association“ beleuchtet genau diesen Zusammenhang. Sie betont die enge physiologische Verbindung zwischen Vitamin D und Magnesium und unterstreicht, dass beide Nährstoffe gemeinsam wirken müssen, um ihre vollen gesundheitlichen Vorteile zu entfalten.
Magnesium – auch entscheidend für den Vitamin-D-Transport
Vitamin D wird im Blut durch das sogenannte Vitamin-D-Bindungsprotein transportiert – ebenfalls ein magnesiumabhängiges Eiweiß.
Fehlt Magnesium, ist nicht nur die Aktivierung, sondern auch der Transport von Vitamin D stark eingeschränkt.
Vitamin-D-Resistenz durch Magnesiummangel
In Fällen von Magnesiummangel kann ein Vitamin-D-Mangel oft nicht durch hochdosierte Präparate behoben werden. Man spricht dann von einer sogenannten Vitamin-D-Resistenz.
Interessanterweise führt die gezielte Gabe von Magnesium oft auch zu einem Anstieg des Vitamin-D-Spiegels.
Wechselwirkung: Vitamin D beeinflusst auch den Magnesium-Stoffwechsel
Neuere Studien deuten darauf hin, dass auch Vitamin D die Absorption und Verwertung von Magnesium beeinflussen kann – ein weiterer Hinweis auf die enge, wechselseitige Verbindung dieser beiden Nährstoffe.
Warum Vitamin D bei Magnesiummangel sogar gefährlich sein kann
Vitamin D erhöht den Kalzium- und Phosphatspiegel im Körper – ein erwünschter Effekt zur Vorbeugung von Osteoporose.
Fehlt jedoch Magnesium, kann diese Wirkung negative Folgen haben:
- Verkalkung von Blutgefäßen
- Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle
Magnesium, Vitamin D und Kalzium – gemeinsam für gesunde Knochen
- Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme und -einlagerung in die Knochen
- Magnesium ist selbst Bestandteil der Knochensubstanz – rund 60 % des Magnesiums im Körper ist in Knochen und Zähnen gespeichert
- Kalzium ist der Hauptbestandteil der Knochen
Ein Mangel an Magnesium oder Kalzium kann Osteoporose fördern.
→ Nur das harmonische Zusammenspiel aller drei sorgt für stabile Knochen.
Studienlage: Warum viele Forschungsergebnisse irreführend sein können
In vielen Studien zu Vitamin D oder Magnesium wurde jeweils der andere Nährstoff nicht berücksichtigt:
- Magnesium-Studien ohne Erfassung des Vitamin-D-Spiegels
- Vitamin-D-Studien ohne Magnesiumstatus
Dies könnte inkonsistente Ergebnisse erklären, z. B. warum Vitamin-D-Präparate bei einigen Menschen nicht wirken.
Forscher fordern daher neue klinische Studien, die beide Faktoren gleichzeitig betrachten.
Magnesiumversorgung in der modernen Ernährung
Vitamin D wird durch Sonnenlicht gebildet – Magnesium jedoch ausschließlich über die Nahrung aufgenommen. Studien zeigen:
- Magnesiumzufuhr liegt häufig bis zu 50 % unter dem empfohlenen Tagesbedarf
- Grund: unausgewogene Ernährung mit Weißmehl, Zucker und Fertigprodukten
Eine aktuelle Studie der Universitäten Cornell und Texas (Austin) zeigt außerdem:
Bei beliebten Diäten zur Gewichtsreduktion – insbesondere bei fettreichen, kohlenhydratarmen Diäten – wiesen fast alle Testpersonen niedrige Vitamin-D- und Magnesiumwerte auf.
Fazit: Die Kombination macht den Unterschied
Das Zusammenspiel von Magnesium und Vitamin D ist entscheidend für ihre volle Wirksamkeit und für die Vermeidung gesundheitlicher Risiken.
Besonders bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollten beide Nährstoffe gemeinsam betrachtet werden.
Nur bei ausgewogener Versorgung können sie:
- den Knochen stärken
- das Immunsystem unterstützen
- das Herz-Kreislauf-System schützen
- und ihre Wirkung voll entfalten.
Häufig gestellte Fragen zu Vitamin D und Magnesium
Magnesium aktiviert Vitamin D im Körper. Ohne ausreichend Magnesium kann Vitamin D nicht richtig verwertet werden – auch wenn der Blutwert scheinbar normal ist.
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