Muskelkrämpfe

Warum Mineralien bei Muskelkrämpfen helfen können?

Mineralien spielen über unser Nervensystem eine unmittelbare Rolle bei der Muskelaktivität. Wenn Sie unter schmerzhaften Muskelkrämpfen leiden, liegt bei Ihnen eventuell ein Ungleichgewicht wichtiger Elektrolyte (Mineralien) wie Kalzium, Magnesium, Kalium und Natrium vor.

Mineralien setzen sich aus positiv und negativ geladenen Teilen zusammen, die elektrische Vorgänge in unserem Körper regulieren. Die Muskeln Ihres Körpers benötigen elektrische Impulse, um in der Lage zu sein, sich zu bewegen. Spezielle Nerven stehen überall in Ihrem Körper mit den Muskeln in Verbindung und übertragen diese elektrischen Impulse wie kurze Mitteilungen, die dazu führen, dass sich die Muskeln zusammenziehen und entspannen.

Krampft Ihre Muskulatur, ist die Versorgung mit elektrisch geladenen Mineralien in Ihrem Körper für gewöhnlich aus dem Gleichgewicht geraten und der Körper ist vorübergehend nicht in der Lage, Nervenimpulse weiterzuleiten, um die Muskeln richtig zusammenzuziehen und zu entspannen. Dadurch verliert das Nervensystem die Kontrolle über die Muskeln in Ihrem Körper und es kommt zu Krämpfen.

Damit Muskeln und Nerven im Körper richtig zusammenspielen, müssen ausreichend viele Mineralien im richtigen Gleichgewicht vorhanden sein. Die regelmäßige Nahrungsergänzung mit Magnesium, Kalzium oder Natrium wirkt sich nachweislich positiv aus, den richtigen Mineralstoffgehalt im Körper wiederherzustellen.

Symptome von Muskelkrämpfen

Muskelkrämpfe können schmerzhaft sein und treten in der Regel ohne Vorwarnung auf. Zu den Anzeichen bzw. Symptomen von Muskelkrämpfen zählen:

  • Plötzlich auftretendes, schmerzhaftes Zusammenziehen des Muskels
  • Unbeabsichtigte Verhärtung oder Versteifung eines Muskels
  • Häufiges und schweres Verkrampfen, welches die Funktion des Muskels lahm legen kann
  • Treten in der Regel auf, wenn die Muskeln nicht mehr beansprucht werden
  • Betreffen sämtliche Bereiche eines Muskels oder einen Teil der Muskulatur in Ihrem Körper

Positive Auswirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln bei Muskelkrämpfen

Ärzte haben herausgefunden, dass die Zugabe der für die Übermittlung von Nervensignalen erforderlichen Stoffe, als Ausgleich des Mineralstoffgehalts im Körper, ein wirksames Mittel ist, um Muskelkrämpfe zu vermeiden.

Obwohl die meisten Menschen über die normale Ernährung und das Trinken, von ausreichend großer Mengen Wasser, sämtliche Mineralien, die sie brauchen, aufnehmen, konnte nachgewiesen werden, dass die ergänzende Einnahme von Mineralien dazu beiträgt, deren Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten.

Zu den Nahrungsergänzungsstoffen, die Muskelkrämpfe lindern können, gehören:

Magnesium gegen Muskelkrämpfe

Bei Muskelkrämpfen, die auf einen Mineralstoffmangel zurückzuführen sind, ist bei den meisten Menschen der Magnesiumspiegel zu niedrig.

Magnesium wird in Ihrem Körper größtenteils in den Knochen gespeichert. Den Rest speichert der Körper in Muskeln und im Gewebe. In Ihren Muskeln spielt es eine entscheidende Rolle dabei, den Nerven zu ermöglichen, Signale zu übertragen, durch welche die angespannten Muskeln in Ihrem Körper wieder entspannt werden.

Magnesiummangel im Körper bedeutet, dass Nervensignale schwächer sind, wodurch sich die Muskeln häufiger zusammenziehen und krampfen.

In den meisten Lebensmitteln, die Sie essen, ist Magnesium enthalten, insbesondere in grünem Gemüse und Getreide. Meistens ist Magnesiummangel darin begründet, dass Sie zu wenig magnesiumhaltige Lebensmittel zu sich nehmen.

Aus Forschungsberichten, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, geht hervor, dass die Einnahme von magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungen, zusätzlich zur Aufnahme von magnesiumreicher Nahrung, einem niedrigen Magnesiumspiegel im Körper entgegenwirken kann.

Im Jahr 2002 haben Forscher aus dem Vereinigten Königreich an Menschen, die an chronischen Muskelkontraktionen in den Beinen leiden, eine randomisierte Studie mit Placebo-Kontrollgruppe durchgeführt. Die Teilnehmer an der Studie gaben an, dass sich die Krämpfe in ihren Beinen nach sechswöchiger ergänzender Einnahme von 300 mg Magnesium pro Tag verbessert hatten.

Magnesium Produkte können lindernd auf Muskelkrämpfe wirken, indem sie:
  • Nervenimpulse zur Steuerung der Muskulatur regulieren
  • Muskeln dabei helfen, anzuspannen und zu entspannen
  • Krampfhaftes Zusammenziehen der Muskeln verringern

Kalzium-Ungleichgewicht bei Muskelkrämpfen

Es gibt darüber hinaus Menschen, die über Ihre Ernährung nicht genügend Kalzium zu sich nehmen, was ebenfalls zu schmerzhaften Muskelkrämpfen führen kann.

Kalzium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff für Ihren Körper, der in den Knochen und Zähnen gespeichert wird und diese stärkt. Ihr Körper verwendet außerdem kleine Mengen an Kalzium dazu, Blutgefäße zusammenzuziehen und zu entspannen, die Muskeln arbeiten zu lassen und Nerven in Ihrem gesamten Körper Signale übertragen zu lassen. Dieses Kalzium nimmt sich der Körper gewöhnlicherweise aus den Knochen.

Die Rolle des geladenen Kalziums besteht darin, die Muskeln „einzuschalten“ und den Vorgang des Zusammenziehens auszulösen. Werden Muskelfasern durch einen Nervenimpuls dazu angeregt, sich zusammenzuziehen, öffnen sich spannungsabhängige Kalziumkanäle auf Muskel- und Nervenzellen, um elektrisch geladenes Kalzium in die Muskelzellen fließen zu lassen.

Kalzium arbeitet im Wechselspiel mit Magnesium: der eine Mineralstoff sorgt dafür, dass sich der Muskel zusammenzieht, der andere, dass sich dieser wieder entspannt. Ein Kalziummangel sorgt dafür, dass der Magnesiumspiegel nicht länger ausgewogen ist und dass Muskeln krampfen.

Obwohl ein Kalziummangel nicht auf eine Ernährungsumstellung zurückgeführt werden kann, geben Fachleute des US-amerikanischen National Institutes of Health an, dass der Körper bei Bedarf auf die Reserven in Knochen und Zähnen zurückgreift, was zu einem Verlust der Knochensubstanz führt.

Mit zunehmenden Alter erhöht die Entnahme von Kalzium aus dem Skelett Ihr Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Sie können Ihren Kalziumspiegel durch die Einnahme von entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln aufrechterhalten.

Kalzium Präparate können aus folgenden Gründen dazu beitragen, dass Ihr Körper besser auf Muskelkrämpfe reagieren kann:

  • Erhöhung des Kalziumgehalts in Ihrem Körper, um das Zusammenziehen und Entspannen von Muskeln in Ihrem Körper zu unterstützen
  • Die Abhängigkeit von gespeichertem Kalzium in Ihren Knochen und Zähnen verringern und dem Verlust von Knochensubstanz im Alter vorbeugen
  • Die Wirksamkeit von Magnesium bei der Linderung von Muskelkrämpfen verbessern

Natrium und Muskelkrämpfe

Natrium ist ein wichtiger Mineralstoff, den der Körper gemeinsam mit Kalium dafür benötigt, um Nervenimpulse für die Muskelkontraktion auszulösen.

Natrium aktiviert die spannungsabhängigen Kanäle der Nervenzellen, wodurch das Natrium in die Zellen fließen kann, um elektrische Impulse auszulösen, über welche die Muskeln in Bewegung gesetzt werden.

Ein niedriger Natriumspiegel in Ihrem Körper bedeutet, dass Ihre Muskeln nicht ausreichend mit Mineralien versorgt sind, um sich zusammenzuziehen und wieder zu entspannen. Die Nerven sind nicht in der Lage, richtig mit den Muskeln zu kommunizieren, wodurch der Muskel geschwächt wird und schließlich Krämpfe auftreten.

Auch wenn bislang nicht nachgewiesen werden konnte, wie genau die Wiederherstellung eines gesunden Natriumgehalts damit zusammenhängt, Muskelkrämpfe zu lösen, konnte dargelegt werden, dass die zusätzliche Einnahme von Natrium-Präparaten dabei hilft, den für die effiziente Muskelbewegung erforderlichen Natriumspiegel im Körper zu verbessern.

Natrium kann der Körper über Natriumchlorid (auch bekannt als Speisesalz) aufnehmen. Allerdings kann der Natriumgehalt in der Ernährung von Mensch zu Mensch stark schwanken. Mineralische Natrium-Präparate können Ihrem Körper bei einem Ungleichgewicht schnell helfen, die benötigten Werte wiederherzustellen.

Für wen ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gegen Muskelkrämpfe sinnvoll?

  • Für all jene Personen, die nicht ausreichend Mineralstoffe über die Ernährung aufnehmen
  • Wer regelmäßig an Muskelkrämpfen leidet
  • Erwachsene, die über lange Zeiträume Ausdauersport betreiben, wie Läufer und Radfahrer

Gibt es Nebenwirkungen?

Meta-Analysen haben ergeben, dass Magnesium-Präparate in der Regel gut verträglich sind und wenige Nebenwirkungen zeigen. Kommt es zu Nebenwirkungen, betreffen diese in der Regel den Magen-Darm-Trakt. Zu den bekannten Nebenwirkungen zählen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung.

Große Mengen Kalzium können schädlich sein. Diesbezüglich erhobene Daten legen einen signifikanten Zusammenhang zwischen hoher Kalziumaufnahme und Herzerkrankungen bei Frauen nach der Menopause nahe. Auch wenn Nebenwirkungen von Kalzium-Präparaten selten vorkommen, kann es zu Blähungen, Verstopfung und Nierensteinen kommen.

Solange Sie ausreichend viel Wasser trinken, kann Ihre Niere die erhöhte Natriumeinnahme ausgleichen. Zu große Mengen Natrium tragen jedoch maßgeblich zu Bluthochdruck bei, welcher wiederum einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen ist.

Wechselwirkungen von Mineralstoffen

Bei Einnahme von Magnesium kann es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten zur Behandlung von Osteoporose (Bisphosphonate) sowie einigen Antibiotika kommen.

Menschen, die diese Art Medikamente einnehmen, sollten vor und nach der Einnahme von Magnesium-Präparaten einige Stunden warten. Sollten Sie an Bluthochdruck leiden, sind Magnesium-Präparate ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, da es zu Wechselwirkungen mit Kalziumkanalblockern kommen kann.

Bei Einnahme von Kalzium-Präparaten kann es potenziell zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Arten von Medikamenten kommen. Dazu zählen auch einige Diuretika.

Kalzium-Präparate können auch die Aufnahme bestimmter Medikamente beeinträchtigen. So sollten Sie beispielsweise vor der Einnahme von Kalzium-Präparaten Ihren Arzt konsultieren, wenn Sie Medikamente gegen hohen Blutdruck, Osteoporose, Epilepsie, Morbus Paget oder für die Schilddrüsenfunktion einnehmen.

Natrium-Präparate haben in der Regel weniger Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, können allerdings die Wirksamkeit einiger Antibiotika wie Chlorpropamid und Cefpodoxim beeinträchtigen.

Referenzen

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Ford E. S. & Mokdad A. H., Dietary magnesium intake in a national sample of US adults, J Nutr., 2003; 133(9):2879-82

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Bolland M. J, Barber P. A, Doughty R. N et al., Vascular events in healthy older women receiving calcium supplementation: randomised controlled trial, BMJ, 2008; 336:262–6

Chrysant G. S., High salt intake and cardiovascular disease: is there a connection?, Nutrition, 2000; 16(7-8):662-664

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