Ayurveda: Kräuterextrakte mit langer Tradition
Was ist Ayurveda eigentlich?
Ayurveda – aus dem Sanskrit übersetzt „die Wissenschaft vom Leben" – ist ein traditionelles Gesundheits- und Lebenskonzept aus Indien, das über Jahrtausende hinweg weiterentwickelt wurde. Im Zentrum steht der Gedanke des Gleichgewichts: zwischen Körper, Geist und den täglichen Gewohnheiten wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und Ruhephasen. Anders als viele moderne Ansätze, die sich auf einen einzelnen Nährstoff oder ein einzelnes Symptom konzentrieren, betrachtet die ayurvedische Tradition den Alltag als Ganzes. Aus diesem Grund werden viele der bekannten ayurvedischen Kräuter nicht als kurzfristige Einzelmaßnahme, sondern als fester Bestandteil einer kontinuierlichen Routine verstanden.
Die ayurvedische Lehre unterscheidet traditionell drei sogenannte „Doshas" (Vata, Pitta und Kapha) – Grundprinzipien, die den individuellen Konstitutionstyp eines Menschen beschreiben sollen. Diese Konzepte sind Teil eines jahrtausendealten philosophischen Systems und sollten nicht mit wissenschaftlich belegten physiologischen Wirkmechanismen verwechselt werden. Wir stellen sie hier ausschließlich zur kulturellen und historischen Einordnung dar.
Die Pflanzen hinter der Tradition
Eine überschaubare Gruppe von Kräutern und Pflanzenextrakten bildet das Rückgrat der ayurvedischen Praxis. Viele von ihnen zählen heute gleichzeitig zu den am besten erforschten Pflanzenextrakten im Bereich der Nahrungsergänzung:
- Ashwagandha (Withania somnifera): Auch als „indischer Ginseng" oder Winterkirsche bekannt, wird Ashwagandha seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Tradition verwendet und dort als „Rasayana" eingestuft – eine Kategorie von Kräutern, die traditionell als tägliches Tonikum eingenommen werden. Ashwagandha zählt zu den meistuntersuchten adaptogenen Pflanzenstoffen überhaupt; europäische Behörden befassen sich derzeit jedoch noch mit einer abschließenden regulatorischen Bewertung (siehe Sicherheitshinweis unten).
- Curcumin (aus Kurkuma): Der Inhaltsstoff, der Kurkuma seine charakteristische goldgelbe Farbe verleiht. Curcumin wird traditionell sowohl in der ayurvedischen als auch in der südostasiatischen Küche und Heilkunde verwendet und ist heute vor allem in Form konzentrierter, standardisierter Extrakte erhältlich.
- Boswellia serrata (Indischer Weihrauch): Ein Harzextrakt mit langer Tradition in der ayurvedischen Praxis, der heute meist in standardisierter Kapselform angeboten wird.
Wie werden ayurvedische Nahrungsergänzungsmittel heute genutzt?
Die meisten Kundinnen und Kunden integrieren ayurvedische Pflanzenextrakte in Form von Kapseln oder Pulver in ihre tägliche Routine – häufig begleitet von einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger Bewegung und ausreichend Schlaf. Das entspricht dem ursprünglichen ayurvedischen Gedanken, den gesamten Lebensstil in den Blick zu nehmen, statt sich auf ein einzelnes Produkt zu verlassen. Wichtig zu wissen: Es handelt sich bei den hier angebotenen Produkten um Nahrungsergänzungsmittel und nicht um Arzneimittel. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder ihnen vorzubeugen, und ersetzen keine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie keine gesunde Lebensweise.
Qualität, die Sie selbst überprüfen können
Jedes Produkt in diesem Sortiment weist auf der jeweiligen Produktseite den Extraktstandard aus – etwa den Curcuminoid- oder Withanolid-Gehalt –, ebenso wie Kapselanzahl, Herkunft der Rohstoffe und Verzehrempfehlung. So können Sie Potenz und Zusammensetzung verschiedener Produkte direkt miteinander vergleichen, bevor Sie sich entscheiden.
Ein wichtiger Hinweis zur Sicherheit
Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel sind nicht automatisch für jede Person gleichermaßen geeignet. Insbesondere Ashwagandha wird derzeit von europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörden näher geprüft (siehe Sicherheitshinweis auf dieser Seite). Wir empfehlen, das Produktetikett vollständig zu lesen und vor der erstmaligen Einnahme Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker zu halten – insbesondere bei Schwangerschaft oder Stillzeit, bei Minderjährigen, bei bestehenden Vorerkrankungen (insbesondere der Leber oder Schilddrüse) sowie bei der gleichzeitigen Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Warum Ayurveda auch heute relevant bleibt
Auch wenn viele der spezifischen Wirkversprechen der traditionellen ayurvedischen Lehre wissenschaftlich noch nicht abschließend bewertet sind, bleibt der zugrunde liegende Gedanke – Ernährung, Bewegung, Ruhe und pflanzliche Routinen als zusammenhängendes Ganzes zu betrachten – für viele Menschen ein attraktiver Ansatz für den Alltag. Wer sich für ayurvedische Nahrungsergänzungsmittel interessiert, tut gut daran, sie als einen von mehreren Bausteinen einer insgesamt ausgewogenen Lebensweise zu verstehen und nicht als alleinige Lösung für ein bestimmtes gesundheitliches Anliegen.
Häufig gestellte Fragen zu Ayurveda
Damit ist ein Nahrungsergänzungsmittel gemeint, das aus einer Pflanze, Wurzel oder einem Harz hergestellt wird, die in der ayurvedischen Tradition eine lange Verwendungsgeschichte haben – etwa Ashwagandha, Curcumin oder Boswellia. Das bedeutet nicht, dass das Produkt selbst als „ayurvedisches Arzneimittel" nach EU-Recht eingestuft ist – es handelt sich um ein reguläres Nahrungsergänzungsmittel.
Nein. In der EU werden diese Produkte als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als Arzneimittel verkauft. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder ihnen vorzubeugen, und ersetzen keine medizinische Behandlung oder fachliche Beratung.
Ashwagandha hat eine lange Tradition, dennoch haben europäische Lebensmittelsicherheitsbehörden – unter anderem das BfR in Deutschland – Vorsichtshinweise veröffentlicht, insbesondere für Schwangere und Stillende, Minderjährige, Personen mit Lebererkrankungen sowie bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Schilddrüsen-, Beruhigungs-, Immunsuppressiva- oder Antidiabetika-Präparate). Bitte lesen Sie den vollständigen Sicherheitshinweis auf dieser Seite und sprechen Sie vor der Einnahme mit einem Arzt oder Apotheker.
Viele Menschen kombinieren beide Extrakte im Rahmen einer täglichen Routine, da sie aus derselben ayurvedischen Tradition stammen. Wie bei jeder Kombination von Nahrungsergänzungsmitteln gilt: Etikett jedes einzelnen Produkts prüfen und bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vorab ärztlichen Rat einholen.
Kapseln bieten eine vordefinierte, gleichbleibende Dosierung pro Portion, während Rohpulver eine flexible individuelle Dosierung ermöglicht und sich leicht in Speisen oder Getränke einrühren lässt. Den genauen Wirkstoffgehalt und Standardisierungsgrad finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.
Angaben zu veganer Eignung, Kapselmaterial und Extraktstandardisierung finden Sie direkt auf der jeweiligen Produktseite – dort sind sie immer aktuell hinterlegt.
Grundsätzlich gilt: Schwangere und Stillende, Kinder und Jugendliche sowie Personen, die verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, sollten vor der Einnahme jedes pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittels – auch ayurvedischer Kräuter – ärztlichen Rat einholen. Spezifische Hinweise zu Ashwagandha finden Sie im Sicherheitshinweis oben auf dieser Seite.
Die ayurvedische Tradition versteht diese Kräuter als Teil einer langfristigen, kontinuierlichen Routine und nicht als schnell wirkendes Mittel. Wir machen keine Angaben zu konkreten Zeiträumen oder Effekten – bitte beachten Sie die Angaben auf dem Produktetikett und sprechen Sie mit einer Fachperson über das, was für Ihre individuelle Situation realistisch ist.
Ashwagandha (Withania somnifera), auch bekannt als Schlafbeere, indischer Ginseng oder Winterkirsche, ist eine Pflanze aus der Nachtschattenfamilie (Solanaceae). Sie wird seit über 3.000 Jahren traditionell in der ayurvedischen Tradition Indiens verwendet und gilt dort als "Rasayana" – ein Tonikum zur Förderung von Vitalität und Stressresistenz.
In der ayurvedischen Tradition wird Ashwagandha als pflanzliches Adaptogen betrachtet, das dem Körper beim Umgang mit Stress helfen soll – eine Wirkung, die durch die EFSA bislang nicht zugelassen wurde. Klinische Studien liefern erste Hinweise auf mögliche Wirkungen – eine abschließende wissenschaftliche Bewertung steht für viele Anwendungsbereiche jedoch noch aus. Europäische Behörden, darunter das BfR und die EFSA, prüfen derzeit die Sicherheit und regulatorische Einordnung von Ashwagandha-Präparaten.
Europäische und nationale Gesundheitsbehörden haben Sicherheitsbedenken hinsichtlich Ashwagandha-Nahrungsergänzungsmitteln geäußert. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, September 2024) und andere europäische Stellen raten zur Vorsicht, insbesondere bei:
- schwangeren und stillenden Frauen
- Kindern und Jugendlichen
- Menschen mit bestehenden oder früheren Lebererkrankungen
- Menschen, die Schilddrüsen-, immunsuppressive, sedierende oder antidiabetische Medikamente einnehmen
Dänemark hat Ashwagandha in Nahrungsergänzungsmitteln eingeschränkt. Frankreich und die Niederlande haben offizielle Vorsichtsmaßnahmen veröffentlicht.
Quelle: BfR-Mitteilung 39/2024 · bfr.bund.de
Ashwagandha, auch bekannt als Schlafbeere, ist eine Pflanze aus der ayurvedischen Tradition, die seit Jahrtausenden verwendet wird. Warum sie diesen Namen trägt und was sie sonst noch kann, beantworten wir in unseren FAQs – plus: Hier gibt’s unseren Infoflyer mit allen wichtigen Infos auf einen Blick.