Ashwagandha - die Königin des Ayurveda

Information, Wirkung, Mangel, Dosierung, Nebenwirkungen

Inhalt

Ashwagandha wird in der indischen Heilkunde seit 5000 Jahren zur Stärkung der Lebenskraft verwendet. Es verleiht innere Ruhe und Stärke, reduziert Angst, steigert Energie, Vitalität und Leistung, ist ein natürliches Aphrodisiakum, verjüngt Körper und Geist und fördert die Langlebigkeit.

Was ist Ashwagandha?

Ashwagandha (Withania sominifera) ist eine Heilpflanze der indischen Heilkunde Ayurveda. Ashwagandha wird auch als Schlafbeere, Indischer Ginseng oder Winterkirsche bezeichnet. Es handelt sich um eine Pflanze der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).[1]

In Sanskrit bedeutet Ashwagandha, der indische Name für Withania Sominifera, „Geruch des Pferdes“ und stammt wahrscheinlich von dem Geruch der Wurzeln, die an den eines nassgeschwitzten Pferdes erinnern.[2]

Ashwagandha wird auch „Indischer Ginseng“ genannt, den man in Indien so verwendet, wie man auch Ginseng in der traditionellen chinesischen Medizin benutzt, um eine große Bandbreite von Erkrankungen beim Menschen zu behandeln.

In Ayurveda wird Ashwagandha als „Rasayana“-Kraut betrachtet, ein Heilmittel, das auf unspezifische und umfassende Weise wirkt und die Gesundheit und Langlebigkeit fördert.[3]

Es wird außerdem als „Adaptogen“ angesehen, ein natürliches Heilmittel, das durch einen Ausgleich bei einer Unausgewogenheit des neuroendokrinen Systems und des Immunsystems physiologische Funktionen normalisiert, welche durch chronischen Stress verursacht werden.

Obwohl man es in Indien seit Jahrhunderten als Breitbandheilmittel benutzt und als die Königin des Ayurveda bezeichnet, wird Ashwagandha erst seit einigen Jahrzehnten intensiv unter Laborbedingungen untersucht.[4]

Ashwagandha Wirkung

Wenn Sie Ihre Energie steigern, jünger aussehen und gesund bleiben möchten, dann könnte Ashwagandha die Heilpflanze sein, die Sie suchen. Wie Sie gleich sehen werden, sind die Gesundheitsvorteile von Ashwagandha beeindruckend.

Ashwagandha ist ein in der ayurvedischen Heilkunde beliebte, adaptogene Heilpflanze, die sehr gute Resultate bei der Senkung des Cholesterinspiegels und bei der Herstellung des Gleichgewichts der Schilddrüsenhormone zeigte.

In Indien ist Ashwagandha auch zur Stärkung des Immunsystems nach Krankheiten verwendet.

Ashwagandha wird auch Indisches Ginseng genannt aufgrund seiner Eigenschaften, die Ausdauer zu steigern und Stress äußerst effektiv zu mildern.

Es gibt mehr als 200 Studien über die Wirkung von Ashwagandha:

  • Verbesserung der Schilddrüsenfunktion
  • Behandlung adrenaler Ermüdung
  • Linderung von Angst und Depressionen
  • Bekämpfung von Stresserscheinungen
  • Steigerung der Ausdauer und Widerstandsfähigkeit
  • Vorbeugung und Behandlung von Krebs
  • Verminderung der Hirnzellendegeneration
  • Stabilisierung des Blutzuckers
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Förderung des Immunsystems

Hier werden wir die Vorteile von Ashwagandha hinsichtlich der Heilung der Schilddrüse und Adrenaldrüsen, der Verbesserung der Stimmung und des Energiepegels, der Krebsvorbeugung und der Förderung der Gesundheit des Gehirns besprechen.

Ashwagandha und die Schilddrüse

Ashwagandha ist ein Superstar bei der Verbesserung der Gesundheit der Schilddrüse. Wissenschaftler wissen nicht genau, auf welche Weise Adaptogene wirken, aber wir wissen, dass sie bei der Herstellung des hormonellen Gleichgewichts extrem effektiv sein können.

Einer der unglaublichsten Aspekte einer adaptogenen Heilpflanze wie Ashwagandha ist der, dass es Personen mit Schilddrüsenunter- und überfunktion helfen kann. Es wurde auch gezeigt, dass es sowohl Menschen mit Schilddrüsenentzündung helfen kann, die mit Hashimoto diagnostiziert wurden, als auch Personen mit Morbus Basedow, einer überaktiven Schilddrüse.

Adaptogene Kräuter arbeiten mit dem Körper zusammen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen, ob es sich nun um niedrige oder hohe Werte handelt.

Tierstudien haben gezeigt, dass Ashwagandha das Gleichgewicht der Schilddrüsenhormone wiederherstellt. Bei einer 20-tägigen Studie wurde Mäusen Ashwagandha verabreicht und ihre T3- und T4-Werte zusammen mit der Lipidperoxidation (Schutz durch Antioxidantien) analysiert. Es wurden signifikante Steigerungen des Serum T4 gefunden, was darauf hinweist, dass diese Heilpflanze Schilddrüsenunterfunktion helfen kann.

Ashwagandha könnte zudem die Schilddrüsenfunktion verbessern, da es in hohem Maß die Lipidperoxidation reduziert, indem es freie Radikale beseitigt, die Zellschäden verursachen. Diese Ergebnisse beweisen, dass Ashwagandha bei der Behandlung von Schilddrüsenunterfunktion nützlich sein kann.

Es gibt zurzeit Millionen Menschen, die unter Schilddrüsenproblemen leiden (viele wissen es nicht einmal), und Ashwagandha könnte die Lösung darstellen, nach der sie suchen.

Ashwagandha und die Revitalisierung der Nebenniere

Ashwagandha hat sich ebenfalls als wirksam bei der Nebennierenfunktion erwiesen, indem es bei der Ermüdung der Nebenniere und bei chronischem Stress hilft.

Die Adrenaldrüsen sind endokrine Drüsen, die für die Ausschüttung von Hormonen zuständig sind (Cortisol und Adrenalin) als Reaktion bei Stresseinwirkung auf den Körper.

Wenn die Adrenaldrüsen überbeansprucht werden aufgrund übermäßigen emotionalen, physischen und mentalen Stresses, kann das zu einem Zustand führen, der als Nebennierenschwäche bekannt ist. Wie man auf der unteren Tabelle sehen kann, kann die Ermüdung der Nebenniere auch die anderen Hormone beeinträchtigen einschließlich des Progesterons, was zu Unfruchtbarkeit und zu einem niederen DHEA-Wert führen kann, was wiederum den Alterungsprozess beschleunigen kann.

Medizinische Studien haben gezeigt, dass Ashwagandha die Cortisolwerte verbessert, die Insulinsensibilität steigert und auf natürliche Weise für ein hormonelles Gleichgewicht sorgt. In einer Studie wird von dem Fall einer 57-jährigen Frau mit untypischer adrenaler Hyperplasie berichtet. Sie wurde sechs Monate lang mit Ashwagandha behandelt und danach zeigte sie Besserungen bei vier Adrenalhormon-Markern einschließlich KortiKosteron und 11-deoxycortisol, wo eine Abnahme um 69 Prozent bzw. 55 Prozent verzeichnet wurde – eine bedeutende Verbesserung! Diese hormonelle Verbesserung fand zugleich mit einem auffälligen Rückgang des Haarausfalls statt.

Ashwagandha ist ein Antioxidans

Ashwagandha (Glycowithanolides) ist ein wirksames Antioxidans. Ashwagandha repariert oxidative Schädigungen, die bei Ratten durch Streptozotocin verursacht wurden.[5]

Die chemoprotektive Wirkung von Ashwagandha könnte auf seine antioxidativen und entgiftenden Eigenschaften zurückzuführen sein.[6]

Ashwagandha spielt eine antioxidative Rolle bei der Linderung von Nierenschäden, die durch oxidative Belastung verursacht wurden.[7]

Bei einer einmaligen, täglichen Einnahme über 21 Tage hinweg bewirkte Ashwagandha eine Steigerung der Superoxiddismutase (SOD), der Katalase und der Glutathionperoxidase bei Ratten.[8]

Ashwagandha ist entzündungshemmend

Man fand heraus, dass Ashwagandha die Aktivität des Immunsystems anregt und die Zellaktivität der natürlichen Killerzellen bei Mäusen steigert.[9]

Ashwagandha Extrakt unterstützte die Proliferation der Lymphozyten, der Knochenmarkzellen und der Thymianzellen bei Mäusen.[9]

Ashwagandha steigerte die Th1-Zytokine und die stressbedingt verminderte T-Zellpopulation bei chronisch belasteten Mäusen.[10]

Ashwagandha unterdrückte myeloide Suppressorzellen (MDSC) und mit Tumor assoziierte Macrophagen (TAMs).[11]

Ashwagandha Extrakt bewirkte eine Steigerung der Makrophagen-Aktivität.[9]

Ashwaganda bei Angst und Stress

Es gibt nun eindeutige Hinweise, dass Ashwagandha bei der Behandlung von Angstzuständen und Depressionen helfen kann. Eine Studie zeigte sogar, dass die Wirkung mit den gängigen pharmazeutischen Mitteln Lorazepam und Imipramin vergleichbar waren, aber ohne deren Nebenwirkungen.[12]

In einer 12-wöchigen Kontrollstudie wurden 87 Teilnehmern mit Angstzuständen zweimal täglich 300 mg Ashwagandha Extrakt oder zwei Placebo-Tabletten verabreicht. Die Gruppe mit der Ashwagandha-Behandlung konnte wesentlich größere Verbesserungen bei den Angstzuständen, aber auch bei der Konzentration verzeichnen, sie zeigte auch weniger Stress und geringere Müdigkeit als die Placebo-Gruppe.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil von Ashwagandha ist das Fehlen unerwünschter Reaktionen bei der Einnahme, verglichen mit Antidepressiva und Medikamenten gegen Angstzustände, die schlimme Nebenwirkungen haben können.

Ashwagandha wird gezielt als Stärkungsmittel zur Beruhigung der Nerven verwendet (nervenstärkend).

Ashwagandha Wirkung beim Menschen

Ashwagandha Extrakt könnte bei der psychiatrischen Behandlung von Angststörungen hilfreich sein.[13]

Hochkonzentrierter Ashwagandha Extrakt erhöhte auf gefahrlose und wirksame Art die Widerstandsfähigkeit bei Stress und bewirkte dadurch eine verbesserte Selbstbewertung der Lebensqualität bei Personen.[14]

Ashwagandha sorgte für eine signifikante Abnahme des Kortisolspiegels und eine Stressminderung im Vergleich zu einem Placebo.[14] Kortisol, das körpereigene Stresshormon, trägt zu Muskelschwund und Schwäche, Falten und kognitiven Störungen bei.

Ashwagandha Extrakt verbesserte das audio-verbale Arbeitsgedächtnis bei Personen mit bipolaren Störungen.[15]

Ashwagandha Wirkung bei Tieren

Ashwagandha ist ein Stimmungsstabilisator bei Angst und Depressionen und beim Verhalten von Ratten, das durch soziale Isolation hervorgerufen wurde.[16] [17]

Ashwagandha Extrakt war erfolgreich bei der Behandlung von Zwangsstörungen (OCD) bei Mäusen.[18]

Ashwagandha erwies sich bei Mäusen als wirksam bei der Behandlung von Schlaflosigkeit und dem damit verbundenen oxidativen Stress.[19]

Ashwagandha hatte eine signifikante stressmildernde Wirkung bei Versuchen mit Ratten und die behandelten Tiere zeigten eine verbesserte Stresstoleranz.[20]

Ashwagandha Extrakt verminderte chronische, stressbedingte Magengeschwüre erfolgreicher als das Medikament Ranitidin, steigerte den Geschlechtstrieb sowie kognitive Beeinträchtigungen (Rattenversuche).[21]

Ashwagandha verdoppelte die Schwimmleistung bei Ratten und verhinderte die Abnahme von Adrenalcortisol und Ascorbinsäure (bei der Belastung durch Schwimmen).

Mechanismus

Ashwagandha besitzt GABA-mimetische Eigenschaften.[13]

Ashwagandha hat durch einen GABAergen Mechanismus eine schlaffördernde Wirkung.[22]

Ashwagandha unterstützt die Gehirnfunktion

Ashwagandha gehört zu einer Untergruppe der „Rasayanas“ (oder Elixir), die als „Medhya-Rasayanas“ bekannt sind (Medhya bezieht sich auf die geistige und mentale bzw. intellektuelle Fähigkeit).[23]

Ashwagandha besitzt eine kognitionsfördernde Wirkung. Es ist hilfreich bei Kindern mit Gedächtnisschwäche und verhindert den Gedächtnisverlust bei alten Menschen.[12]

Entspannung, hervorgerufen durch die stressabwehrenden Effekte von Ashwagandha, verbessert ebenfalls das visuelle Langzeitgedächtnis.[24]

Ashwagandha bekämpft Infektionen

Ashwagandha (Withania sominifera Glycoprotein) erwies sich als wirksam gegen die meisten getesteten phytopathogenen Pilze und Bakterien.

  • Antimykotikum

  • Ashwagandha hemmte das Pilzwachstum durch die Unterdrückung der Sporenbildung und des Wachstums der Hyphen.

    Ashwagandha zeigte wirksame antimykotische Aktivitäten bei Aspergillus flavus, Fusarium oxysporum und Fusarium verticilloides.

  • Antibakterikum

  • Ashwagandha wird häufig zur Behandlung von Tuberkulose verwendet.

    Ashwagandha zeigte antibakterielle Wirkung gegen Clavibacter michiganensis subsp. michiganensis.

    Ashwagandha bekämpfte Staphylococcus aureus (SA) und methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA).

    Ashwagandha Extrakt hemmte den Wuchs der gramnegativen Neisseria gonorrhoea.

    Die orale Einnahme des Ashwagandha Extrakts heilte erfolgreich Salmonelleninfektionen bei Mäusen.

  • Virostatikum

  • Es zeigte sich, dass Ashwagandha bei Patienten mit akuter viraler Hepatits wirksam war.

    Ashwagandha war wirksam bei Zellkulturen des Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1).

    Ashwagandha Extrakt zeigte antivirale Eigenschaften bei Zellkulturen infektiöser Bursitis.

    Ashwagandha wird bei HIV/AIDS-Patienten als Beruhigungsmittel verwendet.

    Ashwagandha könnte helfen, die mit HIV-1 assoziierten, neurokognitiven Störungen zu mildern.

  • Antiparasitikum

  • Ashwagandha hilft bei der Behandlung von Leishmaniase.

    Ashwagandha Extrakt wird zur Behandlung von Malaria verwendet.

    Ashwagandha zeigte eine antiparasitäre Wirkung bei malariaverseuchten Nagetieren.

Ashwaganda und Krebs

In Studien wurde gezeigt, dass Ashwagandha Extrakt bei der Vorbeugung und Behandlung von Krebserkrankungen vielversprechende Wirkungen erzielt. In bestimmten Studien fanden Wissenschaftler heraus, dass Ashwagandha Extrakt einen äußerst effektiven, tumorhemmenden Einfluss hat.[23]

Das Extrakt hilft bei der Unterdrückung der Ausbreitung von Krebszellen, besonders bei Brust-, Lungen-, Magen- und Darmkrebszellen, die zu den verbreitetsten Krebsarten weltweit gehören.

Man glaubt, dass Ashwagandha den Wuchs von Krebszellen verhindert, vorwiegend durch seine Fähigkeit, das Immunsystem zu fördern und durch seine antioxidativen Eigenschaften. Ergänzungsmittel mit Ashwagandha stehen in Korrelation zu einem Anstieg der weißen Blutkörperchen, was wiederum ein Zeichen dafür ist, dass das Immunsystem besser in der Lage ist, den Körper vor Krankheiten und schädlichen Einflüssen zu schützen.[25]

Eine weitere Art der Krebsvorbeugung durch Ashwagandha besteht darin, die Blutgefäße um die Krebszellen daran zu hindern, das Wachstum von Tumoren zu unterstützen.

Zusätzlich zu den Eigenschaft, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen, haben Studien gezeigt, dass Ashwagandha in Verbindung mit Chemotherapie bei der Behandlung einer bereits vorhandenen Krebserkrankung sehr hilfreich sein kann.

Die Einnahme des Extrakts scheint dafür zu sorgen, dass das Immunsystem aufgrund der Chemotherapie nicht unterdrückt wird. Ashawagandha kann einem der größten Probleme der Chemotherapie entgegenwirken, der Abnahme der weißen Blutkörperchen, was bei Krebspatienten zu einer wesentlich höheren Infektionsgefahr führt.

Viele Krebsexperten empfehlen jetzt Ashwagandha Extrakt, sowohl zur Vorbeugung von Krebs als auch zur Unterstützung bei herkömmlichen Krebsbehandlungen. In der Tat haben Studien gezeigt, dass bei einigen Patienten die Krebssymptome sogar verschwanden, wenn sie anstatt anderer Behandlungsformen nur Ashwagandha erhielten.[23]

Krebshemmende Wirkung von Ashwagandha

Ashwagandha wirkt bei krebsverursachter Ermüdung und trägt zudem zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

Ashwagandha ist ein effektiver und relativ sicherer Radiosensitizer bzw. chemotherapeutischer Wirkstoff.

Ashwagandha steigert die Anzahl der weißen Blutkörperchen (WBC) und deren Funktion, die bei der chemotherapeutischen Behandlung von Krebs vermindert wird.

Ashwagandha sorgte für eine Zunahme der Anzahl der weißen Blutkörperchen  (WBC) der durch Paclitaxel induzierten Neutropenien (abnormal niedrige Konzentration der Neutrophile) bei Chemotherapie.

  • Brustkrebs

  • Ashwagandha (Withaferin A) hemmte den Wuchs und die Zellmigration von Brustkrebszellen bei Personen.

    Ashwagandha Extrakt sorgte für eine signifikante Reduktion der Anzahl von Zellteilungen bei Brustkrebs.

    Ashwagandha (Withaferin A) hemmte die Aktivierung von STAT3 bei menschlichen Brustkrebszellen.

  • Darmkrebs

  • Ashwagandha (Withaferin-A) ist wirksam bei Darmkrebs (unterdrückt Notch-1).

    Alkoholextrakt von Ashwagandha-Blättern zeigte eine Wuchshemmung der Darmkrebs-Zelllinien (HCT-15) um 98 Prozent.

  • Gehirntumor

  • Ashwagandha-Blätter (Withaferin A, Withanon, Withanolid A) bewirken eine Wachstumshemmung und Differenzierung in Hirnzellen und helfen bei der Behandlung von Glioblastoma.

    Ashwagandha besitzt eine krebshemmende Wirkung bei Neuroblastomzellen (IMR-32).

  • Magenkrebs

  • Die Ashwagandha Wurzel (Withanolide sulfoxide) verhindert das Wachstum der Magenkrebs-Zelllinien bei Menschen.

  • Prostatakrebs

  • Ashwagandha hat eine krebshemmende Wirkung auf Prostatsakrebs-Zelllinien.

    Ashwagandha (Withaferin A) unterdrückt Tumor-Proteasome bei menschlichen Prostatakrebs-Zellkulturen.

  • Lungenkrebs

  • Ashwagandha hat sich als wirksam gegen urethan-induzierte Lungenadenoma bei Mäusen erwiesen.

    Ashwagandha (Withaferin A) verhinderte das Wachstum und die cytotoxische Aktivität bei menschlichen Lungenkrebs-Zelllinien (NCI-H460).

  • Nierenkrebs

  • Ashwagandha (Withaferin A) verhinderte das Wachstum menschlicher Nierenkrebs-Zelllinien.

  • Hautkrebs

  • Ashwagandha bewirkte den Zelltod melanomer Zellen beim Menschen (durch die Bildung von ROS).

    Ashwagandha war bei der Behandlung des menschlichen Plattenephitelkarzinoms in Kopf und Hals wirksam.

    Eine Langzeitbehandlung mit Ashwagandha brachte das Dermatofibrosarkom unter Kontrolle.

    Ashwagandha hat sich als wirksam bei der Verhütung von Hautkrebs bei Tieren erwiesen, die UVB-Strahlung ausgesetzt waren.

    Ashwagandha (Withaferin A) verhinderte die Krebsgenaktivierung und die mitochondriale Dysfunktion bei epidermalen Zellen.

  • Bauchspeicheldrüsenkrebs

  • Ashwagandha (Withaferin A) zeigte eine krebshemmende Wirkung bei pankreatischen Zelllinien (das Ziel ist Hsp 90).

  • Gebärmutterhalskrebs

  • Ashwagandha (Withaferin A) ist wirksam bei der Behandlung und Verhütung von Gebärmutterhalskrebs.

    Ashwagandha (Withaferin A) verminderte die Wirksamkeit von HPV-Krebsgenen, was das Absterben von Gebärmutterhalskrebszellen zur Folge hatte.

  • Sonstiges

  • Ashwagandha hat eine Schutzwirkung gegen Dalton’s aszitisches Lymphom (DAL).

    Ashwagandha hat eine krebshemmende Wirkung auf das Chinese Hamster Ovary (CHO)- Zellkarzinom.

Wirkungsweise:

Ashwagandha vermindert Nf-kB, unterdrückt TNF und potenziert die Apoptose bei Krebszelllinien.

Ashwagandha verlangsamt das Tumorwachstum und verlängert die Überlebenszeit.

Ashwagandha stimuliert die Bildung cytotoxischer T-Lymphozyten, um das Tumorwachstum zu hemmen.

Ashwagandhablätter-Extrakt (Withanone) verursacht die selektive Abtötung von Krebszellen durch die Induktion von ROS (reaktive Sauerstoffspezies).

Ashwagandha ist neuroprotektiv

Ashwagandha (Metaboliten der Bestandteile) fördert das Nervenwachstum bei einer Einnahme über sieben Tage.

Ashwagandha fördert die Bildung von Dendriten.

Ashwagandha ist zudem wirksam bei der neuromuskulären Koordination.

Ashwagandha spielt eine potentielle neuroprotektive Rolle bei akutem Stress in Ratten.

Das Extrakt von Ashwagandha-Blättern schützt menschliche Neuroblastomzellen vor glutamat-induzierter Excitotoxizität.

Ashwagandha Wurzel könnte bei der Behandlung von drogen-induzierter Dyskinesie helfen (abnormaler oder gestörter Bewegungsablauf).

Ashwagandha bewirkte eine Neurit-Erweiterung bei normalen und geschädigten kortikalen Nervenzellen.

Ashwagandha war wirksam bei scopolamin-induzierter Amnesie in Versuchen mit Mäusen und mit Hirnzellkulturen.

Ashwagandha erwies sich als nützlich bei neurodegenerativen Krankheiten wie Parkinson, Huntington und Alzheimer.

Es gibt verschiedenen Studien, die belegen, dass Ashwagandha Neuritenatrophie und Synapsenverlust verhindert, rückgängig macht oder beseitigt.

Ashwagandha und Alzheimer

Ashwagandha machte Verhaltensdefizite und die Pathologie rückgängig, die bei Versuchen mit der Alzheimer-Krankheit beobachtet wurden.

Ashwagandha (Withanoside IV) könnte, wenn es oral eingenommen wird, die neuronale Dysfunktion mindern.

Ashwagandha zeigte eine signifikante Umkehrung der von Ibotensäure induzierten kognitiven Schädigungen bei Studien der Alzheimer-Krankheit.

Ashwagandha und Parkinson

Ashwagandha verbessert Katecholamine, oxidative Schädigungen und physiologische Anomalien, die bei Studien zur Parkinson-Krankheit mit Mäusen beobachtet wurden.

Der Ashwagandha Extrakt bewirkte eine Besserung des Verhaltens sowie der anatomischen und biochemischen Fehlbildungen bei Mäusen mit Parkinson.

Ashwagandha und Chorea Huntington

Ashwagandha hat eine neuroprotektive Wirkung auf das Verhalten, die biochemischen und mitochondrialen Dysfunktionen bei einem Tierversuch zu Chorea Huntington.

Ashwagandha und Schizophrenie

Ashwagandha ist bei schizophrenen Patienten wirksam.

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHD)

Ein pflanzliches Kombinationspräparat mit Ashwagandha kann Aufmerksamkeit und Impulskontrolle bei Kindern mit ADHD bewirken. Der Effekt von reinem Ashwagandha ist noch unklar.

Ashwagandha fördert die Herzgesundheit

Ashwagandha-Komponenten haben erwiesenermaßen eine vorteilhafte „kräftigende“ Wirkung auf das Herz.

Es zeigte sich, dass eine Behandlung mit Ashwagandha die Herzfrequenz erhöht und die Kontraktionsfähigkeit und die Entspannung fördert.

Ashwagandha senkt den Blutdruck (durch die automatische Blockierung der Ganglien).

Ashwagandha hat einen tiefgreifenden Effekt bei der Senkung des Cholesterinspiegels und verhindert die Verhärtung der Arterien.

Ashwagandha Pulver zeigt bei der Einnahme von 0,75 bis 1,5 Gramm pro Tag in Ratten mit hohem Cholesterinspiegel eine signifikante Abnahme der Triglyceride (31,25 % bis  44,85 %).

Es wurde in verschiedenen Versuchen gezeigt, dass Ashwagandha das Herz vor Belastungen und Schädigungen schützt.

  • Ashwagandha verbesserte die kardiorespiratorische Ausdauer bei Spitzensportlern.
  • Ashwagandha schützte gegen oxidative Schäden von isoprotenalin-induzierten (ISO) Herzinfarkten bei Ratten.
  • Ashwagandha Extrakt schützt das Herz vor der durch Doxorubicin bewirkten Toxizität.
  • Ashwagandha zeigt eine schützende Wirkung bei ischämischen Schlaganfällen in Ratten.
  • Ashwagandha hat erwiesenermaßen eine schützende Wirkung bei isoprotenalin-induzierten Schlaganfällen in Ratten.
  • Die höchste Wirksamkeit hat sich in Ratten bei der funktionalen Wiederherstellung des Herzens mit einer Dosierung von 50 mg/kg gezeigt.
  • Ashwagandha-Ergänzungsmittel mit Milch werden bei der Behandlung von stressorientierter Hypertonie empfohlen.

Ashwagandha ist ein Antidiabetikum

Ashwagandha verbessert die Glukosewerte in Blut und Urin, Glykohämoglobin (HbA1C) und die Leberenzyme bei Ratten mit Diabetes.

Die Ashwagandha Wurzel kann niederen Blutzucker bei Menschen mit Typ-II-Diabetes hervorrufen.

Ashwagandha reduziert die Blutzuckerwerte bei alloxan-induzierter Diabetes bei Ratten.

Ashwagandha normalisiert zu hohe Blutzuckerwerte bei Ratten mit Typ-II-Diabetes (durch die Verbesserung der Insulinsensibilität).

Ashwagandha zusammen mit dem „Shilajit“-Extrakt reduziert bei Versuchspersonen signifikant die Symptome in Zusammenhang mit Diabetes, die durchschnittlichen Blutzuckerwerte beim Fasten und den Cholesterinspiegel.

Ashwagandha senkt bei Ratten mit Typ-II-Diabetes den Blutzuckerspiegel, verhindert überhöhte Insulinwerte und verbessert die Glukosetoleranz.

Ashwagandha verbesserte diabetes-induzierte Funktionsstörungen der Hoden in vorpubertären Ratten.

Ashwagandha konnte glykation-induzierte Diabetes verhindern.

Eine zweimonatige Anwendung von Ashwagandha war bei der Behandlung einer schmerzhaften, diabetischen Neuropathie bei Ratten hilfreich.

Ashwagandha zeigt erwiesenermaßen effektive Eigenschaften, freie Radikale unschädlich zu machen und hilft, den Antioxidationszustand bei Ratten mit Typ-II-Diabetes zu verbessern.

Withaferin A ist teilweise für die antidiabetische Aktivität von Ashwagandha verantwortlich.

Ashwagandha reduziert Schmerzen und ist fiebersenkend

Ashwagandha ist ein Schmerzmittel, welches bei Schmerzreaktionen beruhigend auf das Nervensystem wirkt.

Ashwagandha (1000 mg/kg/oral) bewirkte bei einem Versuch mit Ratten auf einer Heizplatte eine signifikante Schmerzlinderung.

Ashwagandha wirkt auch fiebersenkend.

Ashwagandha für Frauen

Ashwagandha lindert Symptome des Klimakteriums. Es stimuliert die Hormondrüsen und unterstützt die Regulierung der Hormonausschüttung während des Klimakteriums.

Ashwagandha ist ebenfalls effektiv bei der Reduzierung von Symptomen wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Angst.

Ashwagandha Extrakt regt die Schilddrüsenaktivität an und fördert die Anti-Peroxidation des Lebergewebes.

Ashwagandha entspannt die Psyche, lindert Angstzustände und stabilisiert dadurch die Stimmungslagen bei

Patienten mit Verhaltensstörungen einschließlich der Stimmungsschwankungen während des Klimakteriums.

Polyzystisches Ovariensyndrom (PCOS)

Ashwagandha war eine der Komponenten eines multipflanzlichen ayurvedischen Präparats namens „Testo“ (bei einer Konzentration von 25 mg), das bei Patienten mit polyzystischem Ovariensyndrom eine signifikante Linderung bewirkte.

Amenorrhoe

Ashwagandha ist die beste Behandlung bei Amenorrhoe (das abnormale Ausbleiben der Menstruation).

Kontrolle uteriner Fibroide

Eine Langzeitbehandlung mit Ashwagandha reguliert uterine Fibroide (gutartige Wucherungen, die sich in den muskulären Uteruswänden entwickeln).

Ashwagandha steigert die Fertilität

Ashwagandha wird bei Ayurveda zur Behandlung von Oligospermie angewandt, welche bei männlichen Mäusen Unfruchtbarkeit verursacht.

Ashwagandha kann bei Herstellung des der Hormongleichgewichts helfen und durch Entspannung und Stressmilderung die Fruchtbarkeit steigern.

Ashwagandha steigert den Hormonspiegel von Lutropin (LH) auf normale Werte bei unfruchtbaren Männern.

Bei unfruchtbaren Personen stieg nach einer Behandlung mit Ashwagandha der Testosteronspiegel (T) an.

Ashwagandha verbessert die Funktion der Schilddrüse, die für die Regulierung der reproduktiven Hormone verantwortlich ist.

Ashwagandha ist bei der Behandlung von Männern mit Hypogonadismus wirksam.

Ashwagandha ist ebenfalls effektiv bei der Wiederherstellung der männlichen Zeugungskraft. Es verbessert die Samenqualität und die Sexualhormone bei unfruchtbaren Männern.

Durch die 60-tägige Einnahme von Ashwagandha (Withania somnifera) wurde das Gewicht der Hoden und der zusätzlichen Sexualorgane bei männlichen Ratten signifikant verbessert.

Ashwagandha ist effektiv bei der Wiederherstellung der Spermien bei Mäusen.

Ashwagandha bekämpfte erwiesenermaßen die Bildung von ROS (reaktive Sauerstoffspezies) bei unfruchtbaren Männern.

Ashwagandha Extrakt war wirksam bei der Steigerung sexueller Leistungen männlicher Ratten.

Ashwagandha ist (aufgrund der pflanzlichen Heilwirkung) eines der besten Gegenmittel bei arsen-induzierter reproduktiver Toxizität in männlichen Ratten.

Ashwagandha ist ebenfalls effektiv bei Samenmetaboliten in unfruchtbaren Männern.

Ashwagandha zeigte jedoch bei Männern mit Erektionsstörungen auf psychologischem Hintergrund keine Verbesserung.

Ashwagandha bei männlicher Unfruchtbarkeit

Ashwagandha (Withania somnifera Dunal) wird traditionsgemäß in der ayurvedischen Medizin als Aphrodisiakum verwendet, um männlicher Sexualdysfunktion und Unfruchtbarkeit zu behandeln.

Studien unterstützen die Annahme, dass es bei Menschen den Testosteronspiegel erhöht. Versuche haben auch bewiesen, dass Ashwagandha die Spermatogenese bei Ratten induzieren kann.

Männer und Frauen leiden gleichermaßen unter der Last menschlicher Unfruchtbarkeit, obwohl die Ätiologie bei etwa der Hälfte der unfruchtbaren Männer unbekannt ist. Die Hauptursache reduzierter Fruchtbarkeit besteht jedoch in der Oligospermie.1

Außerdem unterziehen sich viele Männer mit sexuellen Dysfunktionen alternativen Therapien, wodurch ein Bedarf an Wirkstoffen entsteht, die sowohl sicher als auch effektiv sind. Die Anwendung von Ashwagandha mit seiner positiven Wirkung bei Stress und auf die psychische Gesundheit sowie die Beeinflussung gewisser Grundprobleme männlicher Unfruchtbarkeit könnte signifikant vorteilhafte Auswirkungen auf Paare haben, die mit Unfruchtbarkeit konfrontiert sind.

An einer 90-tägige Pilotstudie, die in Unfruchtbarkeitszentren in Mumbai, Indien, durchgeführt wurden, nahmen 46 Männer zwischen 22 und 40 Jahren teil, die an Oligospermie litten (mit einer Spermienzahl > 20 Millionen Spermien pro ml Samenflüssigkeit).

Alle Männer wiesen eine Vorgeschichte regelmäßiger sexueller Beziehungen mit einer gesunden Partnerin auf, die nicht an Unfruchtbarkeit litt. Die Männer wurden nach dem Zufallsprinzip einer Behandlung mit der kompletten Bandbreite des Ashwagandha Extrakts zugeteilt und erhielten pro Dosis 225 mg dreimal täglich, die Vergleichsgruppe erhielt dreimal täglich Placebo-Kapseln. Am Ende der Behandlung wurden Spermaparameter und Serum-Hormonspiegel gemessen.

Am Ende der 90-tägigen Behandlung wurde bei den Männern, die Ashwagandha erhalten hatten Folgendes festgestellt:

  • 167 % Zunahme der Spermienzahl
  • 53 % Zunahme der Spermienmenge
  • 57 % Zunahme der Spermienmotilität
  • 17 % Zunahme der Serum-Testosteronwerte

Alle Verbesserungen waren statistisch signifikant im Vergleich zu einer nur minimalen Verbesserung aller Werte in der Placebo-Gruppe. Fast 70 % der Ashwagandha-Gruppe bezeichneten die Therapie als „ausgezeichnet“ im Vergleich zu 12 % der Placebo-Gruppe.

Die Wissenschaftler kamen zu folgendem Schluss: „Die Ergebnisse der aktuellen Studie liefern den Nachweis für die Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit der Behandlung mit Ashwagandha Extrakt.“

Ashwagandha reduziert Krankheiten des Immunsystems

Ashwagandha Pulver hat einen präventiven Effekt auf Mäuse mit systemischem Lupus erythematodes (SLE).

Ashwagandha Pulver reduziert Entzündungen bei pristan-induziertem systemischem Lupus erythematodes.

Ashwagandha fördert die Knochengesundheit

Ashwagandha regt die Knochenbildung an und ist zugleich ein Mittel zum Knochenaufbau.

Ashwagandha-Ergänzungsmittel verbesserten die Kalziumretention und Knochenkalzifikation.

Ashwagandha wirkte sich positiv und ohne nachteilige Auswirkungen auf das Tibiacalcium und den Phosphorgehalt bei Legehennen aus .

Ashwagandhablätter verhinderten Knochenverlust bei Mäusen (sowohl durch Resorptionsinhibition als auch Stimulation neuer Knochenbildung vor Beginn einer Osteoporose).

Ashwagandha Extrakt hatte eine schützende Wirkung bei adjuvant-induzierter Arthritis in Ratten.

Ashwagandha verbesserte die Knochenkalzifikation bei Ratten mit Kalziumdefizit ohne Ovarien.

Ashwagandha unterdrückte Gichtarthritis bei Ratten.

Der Extrakt der Ashwagandha Wurzel hat knochenschützende Auswirkungen bei Osteoarthritis.

Hormonelle Wirkungen von Ashwagandha

  • Testosteron

  • Der Testosteronspiegel (T) bei unfruchtbaren Personen stieg nach einer Behandlung mit Ashwagandha an.

  • Östrogen

  • Ashwagandha wirkt als Anti-Östrogen bei menschlichen Brustkrebszellen, aber bei normalen Zellen ist dies nicht unbedingt der Fall.

  • Luteinisierendes Hormon

  • Ashwagandha sorgte für einen Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) auf Normalwerte bei unfruchtbaren Männern.

  • Follikelstimulierendes Hormon

  • Die Werte des follikelstimulierenden Hormons (FSH) stiegen bei unfruchtbaren Männern nach einer Behandlung mit Ashwagandha an.

  • Schilddrüsenhormon

  • Ashwagandha stimuliert die Funktion des Schilddrüsenhormons bei weiblichen Mäusen.

    Ashwagandha kann nur die T4 (Thyroxin)-Konzentration bei weiblichen Mäusen steigern.

    Ashwagandha Extrakt regte die Schilddrüsenaktivität bei erwachsenen männliche Mäusen an.

    Ashwagandha verbesserte metformin-induzierte Schilddrüsenunterfunktion bei Mäusen mit Typ-II-Diabetes.

    Ashwagandha ist bei einer 20-tägigen Einnahme eine effektive Behandlungsmethode bei Schilddrüsenunterfunktion.

    Ashwagandha verhindert außerdem Kropfbildung (eine vergrößerte Schilddrüse).

    Ashwagandha schützt die Leber

    Ashwagandha steigert signifikant den Gallensäuregehalt der Leber bei Ratten mit hohen Cholesterinwerten.

    Ashwagandha senkte die Leberenzyme beim Stoffwechsel (Glucose-6-Phosphatase), Glykogen und brachte sie bei alloxan-induzierten Ratten mit Diabetes wieder auf normale Werte.

    Ashwagandha verhindert durch ionisierende Bestrahlungen induzierte Lebertoxizitätsstörungen bei Ratten.

    Ashwagandha schützt die Leber von Ratten gegen Schwermetalle.

    Ashwagandha ist gesund für den Darm

    Bei Darmgeschwüren, Reizdarm und rektalen Blutungen werden Einläufe mit Ashwagandha Extrakt verschrieben.

    Das Extrakt der Ashwagandha Wurzeln stellt bei Ratten mit entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) die Schleimhaut wieder her.

    Ashwagandha verhindert Verstopfung.

    Ashwagandha wird bei der Vorbeugung und Behandlung von Hämorrhoiden verwendet (geschwollene Venen um den Anus oder den Enddarm).

    Ashwagandha schützt die Pankreaszellen

    Ashwagandha (Withaferin A) könnte als unterstützende Behandlung eingesetzt werden, um das Resultat einer Pankreastransplantation zu verbessern.

    Ashwagandha schützt vor der Schädigung der Pankreaszellen bei Ratten mit Typ-II-Diabetes.

    Ashwagandha schützt die Nieren

    Ashwagandha Extrakt schützt die Nieren vor gentamycin-induzierter Toxizität.

    Ashwagandha kurierte wirksam Nierenkorpuskel bei carbendazim-induzierter Schädigung.

    Ashwagandha beugt Atemwegserkrankungen vor

    Purifizierte Polysaccharide aus Ashwagandha wirkten bei Meerschweinchen hustenlindernd.

    Dreimal täglich zwei Teelöffel Ashwagandha sorgen für eine schnelle Genesung bei Bronchitis.

    Ashwagandha für die Haut

    Ashwagandha (eine Paste aus gekochten Blättern) wird häufig zur Heilung von Wunden, Krätze, Ringelflechte, Leukoderma, Lepra und Akne eingesetzt.

    Ashwagandha (Withaferin A) verhindert weiße Hautflecken (Vermeidung des Risikos der Hypopigmentierung der Haut).

    Ashwagandha Extrakt bewirkte eine Dunkelfärbung der Haut bei Melanophoren der Mauereidechse.

    Ashwagandha kann Morphinabhängigkeit verringern

    Ashwagandha kann dabei helfen, eine Morphinabhängigkeit zu verringern.

    Ashwagandha unterdrückte Morphin-Entzugserscheinungs-Sprünge – ein Zeichen der Entwicklung von Morphinabhängigkeit.

    Ashwagandha bei genetischen Krankheiten

    Ashwagandha erwies sich bei der Behandlung der genetischen Krankheit „Adrogenitales Syndrom“ (übermäßiges Wachstum der Nebenniere) bei einer 57-jährigen Frau wirksam.

    Ashwagandha ist ebenfalls wirksam bei der Behandlung von Symptomen des Down-Syndroms.

    Ashwagandha unterstützt das Muskelwachstum

    Bei Ratten, die mit Ashwagandha behandelt wurden, konnte im Vergleich zur Kontrollgruppe eine signifikante Zunahme des Körpergewichts beobachtet werden.

    Ashwagandha-Ergänzungsmittel bewirkten eine signifikante Zunahme der Muskelmasse und Kraft bei jungen Männern und könnte in Verbindung mit einem Widerstandtraining von Nutzen sein.

    Ashwagandha war wirksam bei der Behandlung von Patienten mit Sarkopenie (der Verlust von Muskelmasse und Kraft aufgrund des Alterungsprozesses).

    Ashwagandha scheint risikofrei zu sein und stärkt die Muskelaktivität.

    Ashwagandha für Langlebigkeit

    Blätterextrakte von Ashwagandha (i-Extrakt) besitzen alterungshemmende Eigenschaften.

    Es soll zudem stark aphrodisierende, verjüngende und lebensverlängernde Eigenschaften haben.

    Ashwagandha verhindert Krampfanfälle

    Ashwagandha wird seit Jahrhunderten benutzt, um Krampfanfälle zu behandeln.

    Ashwagandha unterdrückte durch PTZ (Pentetrazol) verursachte Krampfanfälle in Tieren bei Ethanol-Entzug.

    Ashwagandha ist ebenfalls eine Komponente des „Siotone“-Granulats, das signifikanten Schutz vor Krampfanfällen bietet, die durch Pentetrazol, schwere Elektroschocks und Strychnin verursacht wurden.

    Ashwagandha reduziert altersbedingten grauen Star

    Ashwagandha kann die Bildung des grauen Stars in den Zellen verlangsamen.

    Ashwagandha-Pflanzenextrakt verhindert ebenfalls „diabetischen grauen Star“, der durch chronisch hohe Blutzuckerwerte bedingt ist.

    Ashwagandha bietet optimalen Schutz vor selenit-induzierter, oxidativer Linsenschädigung.

    Ashwagandha wird häufig zur Behandlung von Bindehautentzündungen verwendet.

    Ashwagandha schützt vor industriellen Toxinen

    Ashwagandha Blätterextrakt schützt normale menschliche Zellen vor der Toxizität der Methoxyessigsäure (ein wesentlicher industrieller Metabolit).

    Ashwagandha hat sich ebenfalls als wirksam gegen Dieselabgase, Schwermetalle und Pestizide erwiesen, welche die verschiedenen Organsysteme des Körpers schädigen.

    Der Effekt von Ashwagandha auf die Blutkörperchen

    Ashwagandha (Withaferin A) löst einen suizidalen Blutzelltod aus.

    Ashwagandha (die Blätter) heilte erfolgreich Anämie, eine verbreitete Krankheit bei indischen Frauen in ländlichen Gebieten.

    Ashwagandha besitzt außerdem das Potential zur Vermehrung der roten Blutkörperchen.

    Ashwagandha Extrakt kann erwiesenermaßen die Anzahl der weißen Blutkörperchen steigern. Eine Injektion von Ashwagandha mit Milch führte zu einer Zunahme der weißen Blutkörperchen in Tieren mit niederen Werten.

    Ashwagandha ist ein wirksames Antiserum

    Die äußere Anwendung des Pflanzenextrakts wirkt als Gegenmittel bei Schlangenbissen in ländlichen Teilen Indiens.

    Ein purifiziertes Glycoprotein aus Ashwagandha hemmte die Hyaluronidase der Gifte der Kobra (Naja Naja) und der Viper (Daboi russelii).

    Ashwagandha Wurzel in Kombination mit anderen Mitteln werden gegen Schlangengift und Skorpionstiche verschrieben.

    Ashwagandha Kombinationen

    Ashwagandha zusammen mit Aloe Vera senkten den Blutzuckerspiegel bei Mäusen mit Diabetes, die durch Streptozotocin (STZ) verursacht wurde.

    Ashwagandha wirkt bei Ratten synergistisch mit Diazepam beim Schutz gegen isolations-induziertes Verhalten.

    Ashwagandha wirkt zusammen mit Vitamin D (1,25 (OH)2 D3), um die Calciumretention und Knochenkalzifikation zu fördern.

    Eine Kombination aus dem Maitake-Pilz gewonnenen Glucan und Ashwagandha Extrakten hat starke biologische Auswirkungen für ein gesundes Immunsystem und die Stressmilderung.

    Ashwagandha in Verbindung mit Medikamenten gegen Tuberkulose und Chyawanprash (ein pflanzliches Präparat aus vielen natürlichen Zutaten) waren bei der Behandlung von Lungentuberkulose wirksam.

    Ashwagandha Bestandteile

    Die Ashwagandha Wurzel gilt als Stärkungsmittel, Aphrodisiakum, Betäubungsmittel und Diuretikum, es wirkt antiparasitär, adstringierend, thermogen und stimulierend. Sie ist ein wichtiger Bestandteil bei mehr als 200 Rezepturen traditioneller Medizin wie Ayurveda, Siddha und Unani.

    Die Blätter schmecken bitter und haben einen charakteristischen Geruch. Sie werden bei Fieber und schmerzhaften Schwellungen empfohlen.

    Die Blüten haben eine astringierende, reinigende, harntreibende und aphrodisierende Wirkung.

    Die Samen enthalten einen antiparasitären Wirkstoff.

    In Ayurveda werden Beeren und zarte Blätter verschrieben, die dann äußerlich auf Tumore, tuberkulöse Drüsen, Karbunkel und Geschwüre aufgetragen werden.

    Andere nutzbringende Bestandteile sind die Stängel, Früchte und die Rinde.

    Aktive chemische Komponenten

    Die biologisch-aktiven chemischen Komponenten sind Alkaloide (Isopelletierin, Anaferin), Steroid- Lactone (Withanolide, Withaferine).

    Andere Komponenten sind Saponine (Sitoindosid VII und VIII) und Withanolide (Sitoindosid IX und X).

    Ashwagandha ist auch bekannt dafür, eine große Bandbreite sekundärer Metaboliten mit geringem Molekulargewicht zu strukturieren wie Terpenoide, Flavonoide, Tannine, Phenole und Resine.

    Im Blätterextrakt findet man Kohlehydrate, Glycoside-Zucker, Proteine und Aminosäuren. Es ist zudem eine ergiebige Eisenquelle.

    Ashwagandha Dosierung und Einnahme

    Eine typische Dosis Ashwagandha sind täglich 3-6 Gramm der Trockenwurzel oder 300-500 mg des Extrakts. Die beste Wirkung erzielt man bei regelmäßiger Einnahme über mehrere Monate.

    Zusätzlich sind auch Rezepturen wie ein milder Sud, ein alkoholischer Extrakt gemischt mit Butterfett oder Honig oder Öl zur äußeren Anwendung effektiv.

    Bei Ratten, die über 6 Monate oral bis zu 1.500 mg pro Kilo erhielten, war Ashwagandha Extrakt risikofrei.

    Ashwagandha Extrakt von 2.000 mg pro Kilo Körpergewicht, der täglich eingenommen wurde, zeigte bei Ratten keine negativen Wirkungen und kann daher als nicht toxisch eingestuft werden.

    Ashwagandha Nebenwirkungen

    Ashwagandha ist im Allgemeinen ungefährlich und hat keine Nebenwirkungen, wenn es in der empfohlenen Dosierung eingenommen wird.

    Große Mengen Ashwagandha Pulver können Bauchschmerzen und Durchfall verursachen.

    Ashwagandha Gegenanzeigen

    Ashwagandha sollte nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden, da große Mengen zu Fehlgeburten führen können.

    Da Ashwagandha als mildes Beruhigungsmittel auf das Gehirn wirkt, sollten Patienten die Einnahme von Alkohol, Sedativa und anderen angstlösenden Medikamenten vermeiden, solange sie Ashwagandha einnehmen.

    Da Ashwagandha die Schilddrüsenhormonwerte steigern kann, sollten es Personen mit Schilddrüsenüberfunktion nicht einnehmen.

    Ashwagandha und das Gehirn

    Emotionale, physische und chemische Belastung können das Gehirn und das Nervensystem schädigen. Jüngste Forschungen haben gezeigt, dass Ashwagandha mehr als nur ein Mittel gegen Stress ist; es schützt auch das Gehirn vor Degeneration und mildert die Auswirkungen von Alzheimer, Depressionen und Angst.

    Einer der Hauptgründe für die hohe Wirksamkeit von Ashwagandha bei der Heilung des Gehirns sind die leistungsstarken Antioxidantien, die freie Radikale zerstören, die für den Alterungsprozess verantwortlich sind. Eine Studie, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Phytotherapy Research“ veröffentlicht wurde, erklärt diese Vorteile:

    „Mehrere Studien haben gezeigt, dass natürliche Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C und Beta-Carotin bei der Zerstörung freier Radikale helfen können, die am Anfang und beim Fortschreiten der [Alzheimer helfen können. Aber wir fanden heraus, dass die hemmende Wirkung der Lipidperoxidation wirkungsvoller war, als die anderer handelsüblicher Antioxidantien.“

    Wissenschaftler des National Brain Research Centre fanden heraus, dass Mäuse mit Alzheimer Gelerntes nicht behalten konnten, aber nach einer 20-tägigen Behandlung mit dem Ergänzungsmittel Ashwagandha wurde eine signifikante Verbesserung beobachtet. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten eine Verminderung der Amyloid-Plaques (welche Hirndegeneration verursachen).

    Ashwaganda für Ausdauer und Durchhaltevermögen

    Studien haben gezeigt, dass Ashwagandha durch erhöhte Gehirnfunktion und Reduzierung körperlichen Schmerzes die Ausdauer bei physischer Aktivität steigern kann. Dank der positiven, beruhigenden und gleichzeitig energiefördernden Wirkung auf das Gehirn und der Fähigkeit, Stresshormone zu reduzieren, konnten in Studien verbesserte Konzentration, Motivation und Ausdauer bei der Gabe von Ashwaganha beobachtet werden.

    Eine spezielle Studie zeigte, dass Laborratten, die Ashwagandha erhielten, zweimal so lange schwimmen konnten als dieselbe Rattenart, die kein Ergänzungsmittel erhalten hatte.[23]  Wissenschaftler glauben, dass sich ähnliche Effekte auch beim Menschen zeigen aufgrund der Eigenschaft des Extrakts, Nebennierenhormone, die bei physischer Aktivität eine Rolle spielen, im Gleichgewicht zu halten.

    Der Extrakt hatte ebenfalls eine schmerzmindernde Wirkung auf Muskeln und Gelenke, während gleichzeitig der Energiepegel gleichmäßig aufrechterhalten wurde; ein weiterer Grund für die Annahme, dass dies ein vielversprechendes Ergänzungsmittel für Athleten sein könnte oder für Personen, die aufgrund von Schmerzen Probleme haben, körperlich aktiv zu sein.

    Ashwagandha fördert die Telomerase-Aktivität

    Ashwagandha (Withania somnifera Dunal) wurde seit Tausenden von Jahren in Ayurveda als „Rasayana“ oder auch „Lebensverlängerer“ angewandt. Wissenschaftler untersuchen Möglichkeiten der Verlängerung einer gesunden Lebenszeit und studieren zugleich einige physiologische Faktoren, die den Alterungsprozess beschleunigen könnten, besonders den Abbau der Telomere.

    Es wird zwar angenommen, dass Ashwagandha die Lebensdauer verlängern kann, aber es gibt nur begrenzte wissenschaftliche Belege, die diese Behauptung stützen. Könnte die Wirksamkeit von Ashwagandha bei der Verlangsamung des Alterungsprozesses zum Teil seiner Eigenschaft zuzuschreiben sein, die Telomerase-Aktivität zu fördern?

    Die Verkürzung der Telomere beim Älterwerden ist bekannt, während Telomerase, die benötigt wird, die Länge der Telomere durch Replikation aufrechtzuerhalten, für ein gesundes Leben eine wesentliche Rolle spielt.1 Verschiedene Faktoren einschließlich Stress beschleunigen den Alterungsprozess durch die Verkürzung der Telomere.2

    Da Ashwagandha stressmildernde Eigenschaften hat, weist seine Fähigkeit, die Telomerase-Aktivität zu fördern darauf hin, dass es in der Tat durch die Unterstützung der natürlichen, körperlichen Prozesse als „Lebensverlängerer“ fungieren könnte.

    Parameter der Studie:

    Menschliche HeLa-Zellen wurden in dem Nährmedium DMEM aufbewahrt und mit 10 % fetalem Kälberserum in einem befeuchteten Inkubator ergänzt. Die Zellen (40 % - 60 % Konfluenz) wurden mit verschiedenen Konzentrationen - 10 μg, 50 μg, 100 μg, 500 μg, 5 mg – Ashwagandha Extrakt behandelt. Die Zellen wurden gesammelt und zentrifugiert und auf Telomerase-Aktivität untersucht und unter der Verwendung der auf der Polymerase-Kettenreaktion basierenden quantitativen Bestimmung der Aktivität des Enzyms Telomerase (TRAP-Methode) analysiert.

    Ergebnis der Studie:

    Ashwagandha Extrakt bei einer Konzentration von nur 10 μg bis 50 μg steigerte die Telomerase-Aktivität um 45 % bei 72 Stunden Exposition.

    Man konnte eine dosierungsabhängige Zunahme der Telomerase-Aktivität bis zu 50 μg/ml beobachten, danach begann die Aktivität abzunehmen, da es sich bei dem Präparat um eine Pulversuspension handelt.

    Die Telomerase-Aktivität war zwischen 50 ng und 5 μg Gesamtprotein-Zellextrakt am höchsten, wobei 2 μg die ideale Proteinkonzentration bei dieser Studie darstellte.

    Wissenschaftler kamen zu folgendem Schluss: „Ashwagandha Extrakt kann die Telomerase-Aktivität fördern“, und sie schlagen zur Analyse der ganzheitlichen Schutzwirkung eine Auswertung bei verschiedenen beginnenden Krankheitszuständen von Erwachsenen vor.

    Ashwagandha und sexuelle Störungen bei Frauen

    Viele Frauen leiden unter sexueller Dysfunktion mit Problemen beim Orgasmus und beim Geschlechtsverkehr. Ashwagandha (Withania somnifera) wurde traditionsgemäß in Ayurveda als Adaptogen angewendet, um den Körper vor Stress zu schützen und sexuelle Funktionsstörungen bei Männern und Frauen zu behandeln. 

    Kann die Einnahme eines hochkonzentrierten Ashwagandha Extrakts weibliche sexuelle Dysfunktion (FSD) durch eine stressreduzierende Wirkung oder durch Aufhebung eines Androgenmangelsyndroms lindern?

    Es wird vermutet, dass bis zu zwei Drittel aller Frauen von sexueller Dysfunktion (FSD) betroffen sind, und es leiden hauptsächlich Frauen darunter, die emotionale oder stressbezogene Probleme haben. 1 

    Darüberhinaus weiß man noch wenig über die Ursachen, und die Behandlungsoptionen sind unzureichend, obwohl ein vielseitiger Ansatz die beste Lösung zu sein scheint.2 In dieser Studie reduzierte Ashwagandha in Kombination mit einer Therapie den Stress und steigerte die Testosteronwerte, Faktoren, die beide FSD bewirken könnten. Die Wissenschaftler stellten jedoch fest, dass Ashwagandha nicht als Aphrodisiakum angesehen werden sollte, da das Ergänzungsmittel das sexuelle Verlangen nicht beeinflusste.

    Parameter der Studie:

    Eine randomisierte Doppelblind-Pilotstudie mit einer Placebo-Kontrollgruppe wurde im „Trupti Hospital“ und dem „Santati Fertility Center“, Thane in Maharashtra in Indien durchgeführt. Insgesamt 50 Frauen im Alter zwischen 21 und 50 Jahren, die sich seit über einem Jahr in einer festen heterosexuellen Beziehung befanden und bei denen weibliche sexuelle Dysfunktion (FDS) diagnostiziert worden war, erhielten acht Wochen lang zweimal täglich 300 mg Ashwagandha oder ein Placebopräparat und nahmen zugleich an einem Beratungsprogramm teil. 

    Die sexuelle Funktion wurde unter Verwendung zweier psychometrischer Skalen beurteilt: dem „Female Sexual Function Index (FSFI)“-Fragebogen und der „Female Sexual Distress Scale (FSDS)“ sowie durch die Gesamtanzahl des Geschlechtsverkehrs als auch der Anzahl der erfolgreichen sexuellen Erfahrungen.

    Ergebnis der Sudie:

    Nach acht Wochen konnte bei Frauen, die Ashwagandha erhielten, Folgendes verzeichnet werden:

    • ein Anstieg des Gesamtdurchschnitts des FSFI-Wertes, was auf eine beachtliche Verbesserung der FSD hinweist
    • die durchschnittlichen Erregungs- und Lubrikationsbereiche von FSFI waren im Vergleich zur Placebo-Gruppe signifikant angestiegen
    • eine signifikante Verbesserung sowohl beim Orgasmus als auch bei der sexuellen Befriedigung

    Es gab keinen Unterschied bei der sexuellen Aktivität beider Gruppen, es konnte jedoch bei der behandelten Gruppe nach acht Wochen eine signifikante Verbesserung beim Sexualverkehr verzeichnet werden.

    Die Wissenschaftler kamen zu folgendem Schluss: „Ashwagandha Extrakt könnte bei der Behandlung von FSD hilfreich sein und das Fehlen unerwünschter Wirkungen weist darauf hin, dass das Extrakt gefahrlos eingenommen werden kann.“

    Ashwagandha für die kardiorespiratorische Belastbarkeit

    Ashwagandha ist ein bekanntes Adaptogen und wird dafür geschätzt, Vitalität, Energie, Ausdauer und Durchhaltevermögen zu steigern, was darauf hinweist, dass es die körperliche Leistung steigern könnte. Es stellt sich die Frage, ob eine hohe Konzentration Ashwagandha Extrakt die kardiorespiratorische Belastbarkeit fördern und die Lebensqualität (QOL) bei gesunden, sportlichen Erwachsenen verbessern kann.

    Da Erwachsene gerne bessere Resultate bei ihren sportlichen Betätigungen erhalten möchten, sorgt eine Verbesserung der VO2max, oder der maximalen Sauerstoffaufnahme des Körpers, die man während eines Trainings verwerten kann für bessere Muskeleffektivität und Leistung.1 Weiterhin sind die Werte der Lebensqualität entscheidend dabei, dass sportliche Betätigung sowohl physische als auch psychische Messungen verbessert. 2 

    Ayurvedische Rezepturen, auch bekannt als Rasayana, wie zum Beispiel Ashwagandha wurden als Heilmittel bei allgemeiner Schwäche als auch zur Verbesserung der Vitalität und der Ausdauer eingesetzt; es waren jedoch Untersuchungen nötigt, um die klinische Effektivität zu beweisen. 

    Die Studie zeigt, dass Ashwagandha sowohl die kardiorespiratorische Belastbarkeit als auch die Lebensqualität bei gesunden, sportlichen Erwachsenen steigert.

    Es wurde ein prospektiver, randomisierter Doppelblind-Versuch mit einer Placebo-Kontrollgruppe in „Hyderabad Spine Clinics“, Secunderabad, in Indien durchgeführt. Insgesamt 50 gesunde Erwachsene im Alter zwischen 20 und 45 Jahren und einem normalen Body-Mass-Index (BMI) erhielten 12 Wochen lang zweimal täglich 300 mg Ashwagandha oder ein Placebo. 

    Die Effektivität wurde durch einen 20-minütigen Shuttle-Run-Test ab dem Ausgangswert durchgeführt, Woche 8 und Woche 12 mit der Feststellung des Sauerstoffverbrauchs bei höchster physischer Leistung (VO2max) und einer Selbstbewertung der Lebensqualität durch den Fragebogen der „World Health Organization-QOL“.

    Im Verlauf und am Ende der Studie wurde bei Erwachsenen mit einer Einnahme von Ashwagandha Folgendes festgestellt:

    • VO2max war um 4,91 % nach acht Wochen und um 5,67 % nach 12 Wochen gewachsen.
    • Die Messwerte der Lebensqualität (QOL) wurden ebenfalls positiv beeinflusst mit 9,46 %, ab dem Ausgangswert um 7,6 % und Teilbereiche des physischen Wohlbefindens ab dem Ausgangwert.
    • Einwirkungen der Umwelt auf QOL waren am Ende der Studie ebenfalls signifikant höher.
    • Es wurden keine Veränderungen bei grundlegenden Parametern wie der Herzschlagfrequenz, dem Blutdruck oder der Atmung im Ruhezustand beobachtet.
    • Alle Veränderungen waren im Vergleich zur Placebogruppe statistisch signifikant.

    Die Wissenschaftler stellten fest: „Hochkonzentriertes Breitband-Ashwagandha Extrakt verbessert die Widerstandfähigkeit einer Person gegen Stress und dadurch gleichzeitig die Selbstbewertung der Lebensqualität.“

    Verbindung zwischen Stress und Gewichtskontrolle

    Ashwagandha (Withania somnifera Dunal) hat eine lange Geschichte der Verwendung als Aadaptogen und hilft bei der Bekämpfung negativer Auswirkungen von Stress auf den Körper. Es wurde in vorklinischen Studien gezeigt, dass verschiedene bioaktive Substanzen in Ashwagandha die Cortisolwerte beeinflussen und anxiolytische Eigenschaften haben.

    Da frühere Untersuchungen eine Verbindung zwischen Stress, Angstzuständen und Gewichtszunahme zeigten, stellte sich die Frage, ob Ashwagandha Extrakt das allgemeine Wohlbefinden verbessern und physiologische Stress-Marker, die mit Adipositas assoziiert wurden, reduzieren würde sowie den Appetit zügeln und stressabhängiges Essverhalten verringern könnte, um das Gewicht zu beeinflussen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

    Ein Drittel aller Erwachsenen geben an, unter extremem Stress zu leben, und fast die Hälfte aller Erwachsenen sagen laut dem „American Institute of Stress“, dass der Stress in den vergangenen Jahren zugenommen hätte. Chronischer Stress wird mit negativen gesundheitlichen Auswirkungen auf Herz, Gehirn und das Immunsystem1 und in jüngster Zeit auch mit Gewichtszunahme in Verbindung gebracht. 

    Tatsächlich zeigen die Ergebnisse einer Studie, die im Februar 2017 veröffentlicht wurde, dass bei über 2.500 Männer und Frauen diejenigen, die die höchsten Werte des Stresshormons Cortisol aufwiesen, einen größeren Taillenumfang sowie ein höheres Gewicht und einen höheren BMI hatten; adipöse Personen zeigten einen besonders hohen Cortisolspiegel. 2 

    Die Verwendung einer natürlichen Lösung wie Ashwagandha Extrakt, um durch die Kontrolle der Cortisolwerte die Stress-Gewicht-Verbindung zu mildern, könnte signifikante Auswirkungen auf die Kosten des Gesundheitswesens und das persönliche Glücksgefühl haben.

    Eine achtwöchige prospektive klinische Studie im Studienzentrum in Pune, Indien, untersuchte 52 Männer und Frauen zwischen 18 und 60 Jahren, die einen Wert auf der „Perceived Stress Scale (PSS)“ über 20 aufwiesen, was auf chronische Stresssymptome hindeutet, sowie einen Body-Mass-Index (BMI) zwischen 25 und 39,9. 

    Es handelte sich um einen randomisierten Doppelblind-Versuch mit einer Kontrollgruppe und der Gabe von Placebos. Die Personen erhielten zweimal täglich ein Breitband-Ashwagandha Extrakt mit einer Dosis von 300 mg oder zweimal täglich Placebotabletten. 

    Primäre Ergebnisse wurden mit dem PSS-Wert und dem „Food Cravings Questionnaire-Trait (FCQ)“ gemessen und sekundäre Ergebnisse mit Gewicht, BMI, Serum-Cortisolspiegel und Glücksgefühl in Verbindung gesetzt.

    Nach Ablauf der acht Wochen wiesen die Personen, die Ashwagandha erhalten hatten, folgende Ergebnisse auf:

    • 22% Abnahme des durchschnittlichen Serum-Cortisolspiegels
    • 3% Gewichtsabnahme im Vergleich zu nur 1,4 % bei der Placebo-Gruppe

    Beim primären Ergebnis und der Messung durch den PSS-Wert zeigten Personen, die Ashwagandha nahmen, eine ausgeprägte Reduktion des Durchschnittswerts, der von 20,3 auf 13,6 abfiel, was eine deutlich größere Verbesserung im Vergleich zur Placebo-Gruppe darstellte.

    Die FCQ-Durchschnittswerte für Planung, positive Verstärkung, negative Verstärkung, Kontrollmangel, Emotion und Umwelt hatten sich in der Ashwagandha-Gruppe alle statistisch signifikant verringert, was darauf hinweist, dass die Versuchspersonen es ablehnten, Nahrungsmittel als Methode zur Stressbewältigung zu verwenden.

    Die Wissenschaftler kamen zu folgendem Schluss: „Ashwagandha Extrakt kann Patienten, die unter chronischem Stress stehen, bei der Gewichtskontrolle helfen.“

    Ashwagandha Studien und Referenzen

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