Melatonin

Melatonin kaufen - was ist zu beachten!

Melatonin ist eine natürliche Hilfe zur Behandlung von Schlafstörungen, Depressionen, Magengeschwüren und sogar einigen Krebsarten. Das Schlafhormon Melatonin ist hauptsächlich an der Regulierung und dem Erhalt des biologischen Biorhythmus des Körpers beteiligt.

Melatonin ist eine neurotransmitter-ähnliche Verbindung, die ein Derivat von Serotonin ist und hauptsächlich in der Zirbeldrüse im Gehirn produziert wird. Die Rolle von Melatonin ist die Normalisierung des biologischen Rhythmus und die zeitliche Anpassung des Körpers an verschiedene biologische Prozesse.

Die Melatoninausschüttung erfolgt nach dem zirkadianen Rhythmus als Reaktion auf den Tages- und Nachtkreislauf. Tatsächlich werden die Enzyme, die Melatonin im Körper synthetisieren, durch Dunkelheit aktiviert bzw. durch Licht unterdrückt. Diese zeitgesteuerte Eigenschaft bedeutet, dass Melatonin als chronobiotische Verbindung eingestuft wird.

Wenn Sie Melatonin kaufen, sollten Sie auf folgendes achten:

  1. Dosierung
  2. Verträglichkeit
  3. Darreichungsform
  4. Absorption (Bioverfügbarkeit)
  5. Zusatzstoffe

Was macht ein hochwertiges Melatonin Präparat aus?

1. Dosierung

Melatonin ist ein Hormon das den Schlaf fördert. Hormone wirken in kleinsten Mengen. Deshalb ist die Auswahl der richtigen Dosis der entscheidende Faktor, ob das Melatonin Präparat gut vertragen wird und den Schlaf optimal fördert.

Studien zeigen, dass Melatonin in einer niedrigen Dosierung oft sogar eine bessere Wirkung zeigt als hochdosierte Melatonin Tabletten und gleichzeitig Nebenwirkungen vermieden werden. Deshalb sollte man immer mit einer möglichst geringen Dosis beginnen um herauszufinden, welche man tatsächlich braucht.

2. Verträglichkeit

Da es sich bei Melatonin um ein natürliches Schlafhormon handelt, ist es grundsätzlich gut verträglich. Zu Nebenwirkungen kommt es eigentlich nur, wenn die Dosis zu hoch ist.

Manche Melatonin-Produkte enthalten aber unnötige Zusatzstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Tablettierungshilfsmittel, usw., welche die Verträglichkeit beeinträchtigen können.

3. Darreichungsform

Melatonin wird als Tabletten, Lutschtabletten, Kapsel und Tropfen angeboten. Es ist in all diesen Darreichungsformen wirksam.

Die meisten Melatonin-Anwender bevorzugen Tabletten oder Kapseln, weil sie optimal dosiert werden können und einfach in der Handhabung sind.

Immer mehr Personen bevorzugen Melatonin Lutschtabletten, weil sie rascher optimale Wirkung zeigen und sehr gut verträglich sind.

4. Absorption

Melatonin wirkt in allen verfügbaren Darreichungsformen. Experten empfehlen aber Lutschtabletten, um maximale Aufnahme in den Körper zu erreichen und so die Wirkung zu steigern.

Bei Lutschtabletten wird Melatonin unter der Zunge (sublingual) bzw. über die Mundschleimhaut aufgenommen. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass Melatonin direkt in den Blutkreislauf gelangt, ohne dass ein Teil davon von der Leber deaktiviert werden kann.

5. Zusatzstoffe

Melatonin Präparate sollten keine unnötigen Zusatzstoffe enthalten, damit sie gut verträglich sind und keine Allergien oder andere Nebenwirkungen verursachen.

Melatonin Wirkung

Die Melatoninausschüttung wird durch den Suprachiasmatischen Kern (SCN) gesteuert, welcher im Hypothalamus liegt. Dieser ist die “innere Uhr" des Körpers und für die Regulierung des zirkadianen Rhythmus verantwortlich, welcher die tageszeitlichen Veränderungen der Funktionen im Körper bestimmt.

Wenn es dunkel wird, erhält der Suprachiasmatische Kern ein Signal über die Netzhaut. Aufgrund dessen wird die Produktion des Schlafhormons Melatoninin in der Zirbeldrüse (Epiphyse) im Zwischenhirn angeregt und vermehrt Melatonin an das Blut abgegeben.

Dazu wird die Aminosäure Tryptophan in den Neurotransmitter Serotonin umgewandelt und in weiterer Folge daraus Melatonin hergestellt. Geringe Mengen Melatonin werden auch in der Netzhaut und im Darm gebildet.

Die Melatoninbildung steht eng mit den Lichtsensoren im Auge in Verbindung. Wenn es abends dunkel wird, erhöht sich die Melatoninproduktion aufgrund der reduzierten Helligkeit und man fühlt sich dadurch schläfrig. Die Melatoninkonzentration erreicht zwischen 2 und 4 Uhr nachts seinen Höhepunkt und fällt gegen Morgen wieder ab. Gleichzeitig steigt der Cortisolspiegel im Blut an, welcher am Morgen dafür sorgt, dass man aufwacht. Am Abend fällt der Cortisolspiegel wieder ab und der Melatoninspiegel steigt an.

Ab 9 Uhr morgens ist fast kein Melatonin mehr im Blut vorhanden, denn durch die Lichteinwirkung am Tag wird kein Melatonin gebildet. An trüben Wintertagen, wenn es nur wenig Licht gibt, wird die Melatoninproduktion tagsüber nicht vollkommen gestoppt, wodurch man sich auch tagsüber müde, und sogar depressiv fühlen kann.

Die vielen Vorteile von Melatonin für die Gesundheit

Melatonin Präparate werden hauptsächlich zur Normalisierung von unregelmäßigen Schlafmustern (Insomnia) verwendet. Insomnie ist eine häufig vorkommende Schlafstörung, zu der Schwierigkeiten beim Einschlafen oder des Durchschlafens gehören. Das Resultat ist eine schlechte Schlafqualität.

Schlafstörungen haben eine Vielzahl von negativen Auswirkungen auf den körperlichen und geistigen Zustand der betroffenen Personen. Körperliche Symptome können Ermüdung, erhöhter Muskelspannung und Tagesschläfrigkeit sein. Zu den psychischen Symptome von Schlafstörungen zählen geistige Ermüdung und Verhaltensänderungen wie Reizbarkeit, negative Stimmung und Lustlosigkeit.

Zusätzlich zu diesen Symptomen sind Menschen, die müde sind und an schlechter Schlafqualität leiden, unfallgefährdeter. Eine erhebliche Anzahl von Autounfällen sind die Folge von Ermüdung und Müdigkeit im Zusammenhang mit Schlafstörungen.

Die Einnahme von Melatonin umfasst eine Reihe von Vorteilen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden:
  • Reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus bei Schlafstörungen
  • Korrigiert Jetlag nach Reisen, die mehrere Zeitzonen umfassen
  • Verbessert die Schlafqualität in einigen Fällen von Schlafstörungen
  • Verbessert Schlafqualität bei Depressionen
  • Korrigiert den Schlaf-/Wach-Rhythmus bei Personen mit Narkolepsie
  • Hilft bei jahreszeitlich bedingter Depression
  • Unterstützt die Heilung von Magengeschwüren
  • Hat kraftvolle antioxidative Eigenschaften
  • Hat eine positive Auswirkung auf das Immunsystem
  • Ist ein Anti-Aging Hormon und verlangsamt den Alterungsprozess
  • Unterstützt die Lernfähigkeit und ein funktionierendes Gedächtnis
  • Hat eine krampflösende Wirkung bei einigen Arten von Epilepsie

Im Großen und Ganzen führen unregelmäßige Schlafmuster und schlechte Schlafqualität zu verschiedensten gesundheitlichen Problemen. Melatonin kann also nicht nur dabei helfen, den Schlaf zu verbessern, sondern vermindert auch indirekt Gesundheitsprobleme, die mit schlechtem Schlaf zusammenhängen.

Melatoninmangel - warum?

Verschiedene Gründe können dazu beitragen, dass die Melatoninausschüttung in der Nacht nicht hoch genug ist, wodurch es zu einer Störung des Wach-Schlafrhythmus und Schlafproblemen kommen kann.

  • Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger Melatonin, weil die Zirbeldrüse mit der Zeit verkalkt. Durch den Melatoninmangel nimmt die Schlafdauer und Schlafqualität ab, weshalb etwa 40% der älteren Menschen häufig über Schlafstörungen (Insomnia) klagen. Diese Schlafprobleme können von Einschlafstörungen zu Durchschlafstörungen und verminderter Schlafqualität reichen.

  • Elektrisches Licht sowie blaues Licht von Bildschirmen (Fernseher, Computer, Telefon etc.) kann die Ausschüttung von Melatonin verringern. Daher sollte man darauf achten, im Schlafzimmer alle Lichtquellen zu vermeiden, darunter auch Lichtpunkte von diversen Elektrogeräten, die auf Stand-By sind.

  • Personen, die nachts arbeiten, haben tagsüber oft Schlafprobleme, weil die Zirbeldrüse morgens aufgrund des Bio-Rhythmus nicht genügend Melatonin für einen erholsamen Schlaf ausschüttet.

  • Bei Personen, die sich tagsüber in einer dunklen Umgebung aufhalten oder schlafen, kann der zirkadiane Rhythmus und somit die Melatoninausschüttung gestört sein.

  • Anhaltender Stress und intensiver Sport am Abend reduzieren ebenfalls die Ausschüttung von Melatonin.

  • Der Konsum von Koffein, Alkohol und Nikotin kann die Melatoninausschüttung ebenfalls verringern.

  • Auch die Einnahme vom Medikamenten kann die Melatoninausschüttung reduzieren. Dazu zählen Betablocker, Cortisonpräparate oder ASS.

  • Bei Personen mit bestimmten Krankheiten (z.B. Morbus Addison, Autismus) und bei Blinden kann die Melatoninausschüttung ebenfalls herabgesetzt sein.

  • Serotoninmangel kann ebenfalls zu einer verminderten Bildung von Melatonin führen.

Wann ist die Einnahme von Melatonin empfehlenswert?

Melatonin Präparate kann sich in folgenden Situationen positiv auswirken:

  • Bei Melatoninmangel
  • Bei Schlafstörungen und Schlaflosigkeit
  • Durchschlafstörungen und leichter Schlaf
  • Schlafstörungen, hervorgerufen durch Medikamente
  • Bei Jetlag
  • Bei Narkolepsie
  • Bei Stimmungsschwankungen, um einen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus aufrecht zu halten
  • Bei jahreszeitlich bedingter Depression
  • Zur Korrektur eines Jetlags
  • Zusätzliche Hilfe bei der Behandlung einiger Arten von Tumoren
  • Zur Verzögerung einer vorzeitigen Hautalterung
  • Zum Schutz vor Magengeschwüren
  • Bei Sehbehinderten und anderen Behinderungen, bei denen die Melatoninausschüttung von Natur aus nicht ausreichend stimuliert wird

Melatonin und Schlafstörungen

Die Einahme von Melatonin hat das Potenzial, Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmuses und andere Schlafstörungen zu korrigieren.

Studien haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Melatoninspiegel und Schlaf gibt. Mit zunehmendem Alter sinkt der Melatoninspiegel erheblich, was eine negative Auswirkung auf die Qualität und Dauer des Schlafs hat.

Die schlaffördernde Eigenschaft von Melatonin wird über den Suprachiasmatischen Kern im Hypothalamus gesteuert, welcher das Kontrollzentrum für die Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers ist. Aufgrund von Lichtreizen über die Netzhaut aktiviert oder drosselt der Suprachiasmatischen Kern die Melatoninausschüttung über die Zirbeldrüse.

Diese Systeme nutzen hauptsächlich den Neurotransmitter GABA, um eine inhibitorische Kontrolle über die Aktivierungssysteme während des Schlafs auszuüben. Nach dem Schlaf werden aktivierende Neurotransmitter wie Noradrenalin und Actylcholin freigesetzt, um dem Schlaf entgegenzuwirken und den Wachheitszustand zu erzwingen.

Klinische Tests zeigen, dass Melatonin als Chronobiotikum – eine Substanz, die den biologischen zeitlichen Rhythmus bestimmt - bei der Verbesserung der Schlafqualität helfen kann. Außerdem kann die Einnahme von Melatonin die Zeit zwischen Wach- und Schlafphasen erheblich verringern und auch die Qualität des Schlafs verbessern.

Melatonin kann bei einer Vielzahl von Schlafstörungen vorteilhaft sein, inklusive folgender:
  • Melatonin kann bei primären Schlafstörungen oder anderen Schlafstörungen halfen, die durch Betablocker oder andere Medikamente verursacht werden.
  • Die Einnahme von Melatonin kann bei Fällen von Narkolepsie, einer chronischen neurologischen Störung von ausgeprägter Tagesschläfrigkeit, helfen.

Melatonin und Jetlag

Jetlag ist verbreitet bei all jenen, die aufgrund von Flugreisen mehrere Zeitzonen innerhalb eines kurzen Zeitraums überqueren. Als Folge wird die innere Uhr des Körpers im zirkadischen Tag-Nacht-Rhythmus am Bestimmungsort desynchronisiert.

Jetlag kann einen negativen Einfluss auf unser Wohlbefinden, sowie geistige und körperliche Leistung haben. Die Anzeichen eines Jetlag sind extreme Müdigkeit, Orientierungsschwierigkeiten, Konzentrationsprobleme, Gleichgewichtsprobleme und Appetitverlust.

Studien haben gezeigt, dass Melatonin nicht nur bei der Verringerung der Schwere des Jetlags am Bestimmungsort außergewöhnlich wirksam ist, sondern bei der Einnahme vor dem Flug sogar einen Jetlag verhindern kann.

Zur optimalen Anwendung von Melatonin-Präparaten zur Vermeidung bzw. Minderung eines Jetlags können folgende Richtlinien helfen:

  • Melatonin wirkt besser, je mehr Zeitzonen Sie überqueren.
  • Melatonin scheint bei Reisen in die östliche Richtung wirksamer zu sein als bei Reisen in die westliche Richtung.
  • Melatonin ist nur erfolgreich, wenn es am Bestimmungsort am Abend eingenommen wird.

Melatonin wirkt heilend bei Magengeschwüren

Melatonin hat eine bemerkenswerte heilende und magenschützende Wirkung auf Magengeschwüre, die durch Aspirin oder durch Helicobacter pylori verursacht wurden.

Der Mechanismus der magenschützenden Wirkung von Melatonin kann der Verbesserung der gastralen Durchblutung, sowie seiner entzündungshemmenden Eigenschaften zugeschrieben werden.

Studien haben gezeigt, dass die tägliche Einnahme von Melatonin die Heilung von Magengeschwüren unterstützen kann, die durch Aspirin oder dem Bakterium Helicopter pylori hervorgerufen wurde. In einer Studie erfolgte ein erheblicher Anstieg der Heilungsrate von mit Helicopter pylori infizierten Geschwüren im Vergleich zur Standardbehandlung (Omeprazol) allein.

Es hat sich auch gezeigt, dass Melatonin magenschützend ist, wenn es gemeinsam mit Aspirin eingenommen wird. Dies weist darauf hin, dass es die Entstehung von aspirin-induzierten Magengeschwüren vorbeugen kann.

Melatonin und Krebs

Einige Wissenschaftler meinen, dass der längere Aufenthalt in künstlichem Licht (Lichtverschmutzung) ein möglicher Grund für die dramatische Zunahme von Krebsraten in der westlichen Welt sein könnte.

Es wird vermutet, dass künstliches Licht den Tag-Nacht-Rhythmus und andere biologische Prozesse stört, die von Natur aus über die innere biologische Uhr gesteuert werden. Dafür sprechen Studien, die gezeigt haben, dass Nachtschichtarbeiter häufiger an Krebs erkranken als Personen, die einen geregelten Tagesrhythmus haben.

Nachtschichtarbeiter sind für lange Zeitabschnitte dem künstlichem Licht bei Nacht und danach dem natürlichen Sonnenlicht während des Tages ausgesetzt. Die erhöhte Lichteinwirkung hat ein Melatoninausschüttungs-Profil zur Folge, welches sich nicht richtig anpassen kann. Dies führt zu einer insgesamt reduzierten Ausschüttung von Melatonin, was vermutlich der Grund für die erhöhte Krebsverbreitung sein könnte.

Aktuelle Forschungen über die Wirkung von Melatonin gegen Tumore zeigen, dass es die Auslösung und die Progression von Tumoren einschränken kann. Es ist auch erwiesen, dass Melatonin eine Wirkung gegen die Metastasierung verschiedener Krebsgeschwüre, Melanome und Leukämie hat. Insbesondere eine Meta-Analyse hat gezeigt, dass die tägliche Einnahme von Melatonin erheblich die Sterberate bei Patienten mit soliden Krebstumoren nach einem Jahr gesenkt hat.

Obwohl weitere Forschungen über die Wirkung und Unbedenklichkeit von Melatonin als therapeutisches krebshemmendes Mittel erforderlich sind, scheinen die Auswirkungen vielversprechend zu sein.

Die aktuelle Krebsforschung im Bereich der Melatonin-Therapie befasst sich derzeit mit folgenden Themen:
  • Klinische Studien über die Wirkung von Melatonin für die Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs.

  • Melatonin spielt eine Rolle bei Prostata- und Dickdarmkrebs durch die Vermeidung der Wucherung und Differenzierung von Karzinomen.

  • Die Wirkung und Terminierung von Melatonin-Injektionen bei der Tumorbehandlung wird derzeit untersucht.

  • Die Verabreichung von Melatonin scheint Krebspatienten dabei zu helfen, die Chemotherapie besser zu vertragen.

Melatonin und psychische Störungen

Die hauptsächliche Wirkung von Melatonin ist es, den biologischen Rhythmus durch die Förderung der Synchronisierung und Stabilisierung von verschiedensten Prozessen zu erhalten. Es gibt zunehmende Hinweise darauf, dass Störungen in diesen biologischen Rhythmen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von psychischen Störungen wie Depressionen, bipolarer Störungen und jahreszeitlich bedingter Depression spielen.

Zur Zeit laufen Studien, welche die Lichttherapie als eine Behandlung zur Wiederherstellung des Schlaf-Wach-Rhythmus bei Patienten mit ernsthaften psychischen Störungen, wie Depression, untersuchen. Die Lichttherapie zielt auf die Steigerung der Melatoninproduktion ab und könnte für Verbesserungen der zirkadanen Rhythmus und der gesamten Gehirnfunktionen bei Personen mit psychischen Störungen sorgen.

Zusammengefasst bietet Melatonin theoretisch eine neue Methode zur Behandlung dieser Störungen, basierend auf der Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Daher wird Melatonin auf ihre mögliche antidepressive Wirkung getestet.

Melatonin und Anti-Aging

Melatonin kann aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften bei der Minderung von Alterserscheinungen helfen.

Melatonin kann reaktive Sauerstoffspezies (ROS) neutralisieren, die bei der Theorie der freien Radikalen in Bezug auf die Alterung eine Rolle spielen. Diese schädliche ROS, welche hochreaktive Verbindungen sind, können direkt eine Reihe von wichtigen biologischen Strukturen in den Körperzellen schädigen.

Der Alterungsprozess wird mit der Entstehung von Krebs, Arthritis, Neurodegeneration und Diabetes in Verbindung gebracht, die alle mit oxidativem Stress und den daraus resultierenden oxidativen Schäden zusammenhängen.

Durch seine ROS-neutralisierenden Eigenschaften kann Melatonin direkt den Schäden entgegenwirken, die diese freien Radikalen potenziell verursachen könnten. Melatonin hat auch indirekte antioxidative Eigenschaften aufgrund seiner Fähigkeit, die Aktivität verschiedener antioxidativ wirksamer Enzyme, wie Superoxiddismutase, zu erhöhen.

Superoxiddismutase spielt eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Zellen gegen die schädlichen Auswirkungen von Sauerstoffradikalen, wobei ihre Aktivierung zur Unterdrückung von Zellschäden beiträgt.

Übrigens, die Haut bildet ihr eigenes Melatonin. Deshalb scheint die Einnahme von Melatonin-Präparaten eine neue Methode gegen frühzeitige Hautalterung zu bieten. Melatonin kann die Haut auch vor Umweltschäden schützen wie jene, welche durch UV-Strahlen verursacht werden.

Melatonin Dosierung

Melatonin ist in Form von Tabletten, Kapseln, Tropfen oder Sublingualtabletten erhältlich. Abhängig vom Alter und dem beabsichtigten Nutzen kann Melatonin von 0,5 bis 10 mg pro Tag dosiert werden.

Hat Melatonin Nebenwirkungen?

Melatonin hat eine geringe Toxizität und wird im Allgemeinen gut vertragen. Trotzdem kann es bei sensiblen Personen zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Magenverstimmung
  • Albträume

Hat Melatonin Wechselwirkungen?

Obwohl derzeit die Wechselwirkungen von Melatonin mit Medikamenten noch nicht zur Gänze erforscht wurden, sollten Personen, die folgende Medikamente einnehmen, vor der Einnahme von Melatonin mit Ihrem Arzt Rücksprache halten.

  • Antidepressiva
  • Antipsychotische Medikamente
  • Medikamente gegen ADSH
  • Antibabypille
  • Medikamente gegen Diabetes
  • Medikamente, welche die körpereigene Immunreaktion unterdrücken
  • Antikoagulantien und Anti-Thrombozyten-Medikamente
  • Beruhigungsmittel
  • Blutdruckmedikamente
  • Corticosteroide
  • Magensäurehemmer, wie Omeprazol