Melatonin - alles über das Schlafhormon!

Information, Mangel, Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen

Für Millionen Menschen könnte Melatonin die Lösung bei Schlafstörungen sein. Wir alle wissen, dass Schlaf für optimale Gesundheit und Vitalität von entscheidender Bedeutung ist. Aber was ist Melatonin?

Eigentlich ist es ein Hormon, das für die Regulierung unseres Schlaf-Wach-Zyklus verantwortlich ist. Wichtig für seine Wirkung ist aber die richtige Dosierung und der Einnahmezeitpunkt.

Nach einer neuen Studie des Centers for Disease Control and Prevention fehlt es einem von drei Erwachsenen regelmäßig an ausreichendem Schlaf.[1] An der Spitze der Liste der häufigen Anwendungen von Melatonin steht auf jeden Fall die Unterstützung einer guten Nachtruhe, da es als natürliches Schlafmittel wirkt.

Melatonin wird verwendet, um Schlafprobleme oder Schlaflosigkeit zu behandeln sowie bei Jet-Lag. Die wissenschaftliche Forschung hat gezeigt, dass es Krebspatienten helfen kann, speziell denjenigen, bei denen Brust- oder Prostatakrebs diagnostiziert wurde. Dies sind zwei an Hormone gebundene Krebserkrankungen. Es macht also durchaus Sinn, dass ein Hormon wie Melatonin eine entscheidende Rolle bei deren Behandlung spielen kann.[2]

Melatonin wird von unserem Körper gebildet, aber Koffein, Alkohol, Tabakkonsum, Stress und Nachtschichten können den Melatoninspiegel im Körper senken. Das Schlafhormon Melatonin kann diesen Personen helfen, ihren Schlafrhythmus wieder zu normalisieren.

Was ist Melatonin?

Melatonin (N-Acetyl-5-Methoxytryptamin) ist ein Hormon, das von der Zirbeldrüse im Gehirn ausgeschieden wird. Die Zirbeldrüse befindet sich direkt über der Gehirnmitte und besitzt die Größe einer Erbse.

Synthese und Freisetzung von Melatonin werden durch Dunkelheit angeregt und durch Licht unterdrückt. Das Schlafhormon Melatonin wird aber auch von vielen anderen Organen im Körper hergestellt, besonders im Magen.[3] [4]

Melatonin ist dafür verantwortlich, den Biorhythmus im Körper aufrechtzuerhalten. Der Biorhythmus ist der moderne Begriff für die innere Uhr, die auch über einen 24-Stunden-Rhythmus verfügt, ebenso wie der Tag. Diese innere Uhr spielt eine entscheidende Rolle dabei, wann wir einschlafen und wieder aufwachen.

Melatonin Wirkung

Wenn es dunkel ist, wird mehr Melatonin von der Zirbeldrüse abgegeben. Wenn es hell ist, sinkt die Produktion von Melatonin. Aus diesem Grund können Blinde oder Personen, die nachts arbeiten, Probleme mit ihrem Melatoninspiegel haben. Für jeden Menschen gilt jedoch, dass ein Mangel an Lichtexposition während des Tages oder helles Licht am Abend die normalen Melatonin-Zyklen des Körpers stören kann.

Wenn man Licht ausgesetzt sind, stimuliert dies einen Nerv, der von der Netzhaut im Auge zu einem Bereich im Gehirn verläuft, der Hypothalamus genannt wird. Dort befindet sich der Suprachiasmatische Nucleus und dieser veranlasst die Aktivierung der Zirbeldrüse.

Die Melatoninausschüttung erfolgt nach dem zirkadianen Rhythmus als Reaktion auf den Tages- und Nachtkreislauf. Tatsächlich werden die Enzyme, die Melatonin im Körper synthetisieren, durch Dunkelheit aktiviert bzw. durch Licht unterdrückt. Diese zeitgesteuerte Eigenschaft bedeutet, dass Melatonin als chronobiotische Verbindung eingestuft wird.

Sobald der Suprachiasmatische Nucleus die Zirbeldrüse aktiviert, wird Melatonin in den Blutkreislauf abgegeben. Die Vorstufe von Melatonin ist Serotonin, ein Neurotransmitter, der aus der Aminosäure Tryptophan abgeleitet wird. In der Zirbeldrüse wird Serotonin zu Melatonin verarbeitet.

Die Melatoninbildung steht eng mit den Lichtsensoren im Auge in Verbindung. Die Zirbeldrüse beginn in der Regel um ca. 21 Uhr mit der Produktion von Melatonin. Der Melatoninspiegel erhöht sich dadurch und man beginnt, sich schläfrig zu fühlen. Wenn der Körper normal funktioniert, bleibt der Melatoninspiegel während man schlafen erhöht, insgesamt etwa 12 Stunden lang. Der Melatoninspiegel sinkt etwa um ca. 9 Uhr morgens auf ein kaum nachweisbares Niveau ab, das über den Tag beibehalten wird.[5]

Die Melatoninkonzentration erreicht zwischen 2 und 4 Uhr nachts seinen Höhepunkt und fällt gegen Morgen wieder ab. Gleichzeitig steigt der Cortisolspiegel im Blut an, welcher am Morgen dafür sorgt, dass man aufwacht. Am Abend fällt der Cortisolspiegel wieder ab und der Melatoninspiegel steigt an.

An trüben Wintertagen, wenn es nur wenig Licht gibt, wird die Melatoninproduktion tagsüber nicht vollkommen gestoppt, wodurch man sich auch tagsüber müde, und sogar depressiv fühlen kann.

Körperliche Betätigung am Tag und Lichtexposition fördern den normalen Biorhythmus von Melatonin und gewährleisten einen höheren Melatoninspiegel während der Nacht.

Kleine Kinder besitzen das höchste Niveau an nächtlichem Melatonin. Viele Forscher sind davon überzeugt, dass der Melatoninspiegel im Alter abnimmt.[6] Wenn das stimmt, könnte dies erklären, warum ältere Menschen schlechter schlafen als jüngere Personen.

Melatonin ist eine neurotransmitter-ähnliche Verbindung, die ein Derivat von Serotonin ist und hauptsächlich in der Zirbeldrüse im Gehirn produziert wird. Die Rolle von Melatonin ist die Normalisierung des biologischen Rhythmus und die zeitliche Anpassung des Körpers an verschiedene biologische Prozesse.

- Melatonin Rezeptoren

Melatonin wirkt durch Wechselwirkung mit zwei Rezeptorproteinen, MT1 und MT2.[7]

MT1- und MT2-Rezeptoren kontrollieren verschiedene Phasen des Schlafes: MT1 kontrolliert den Tiefschlaf oder REM-Schlaf, und MT2 steuert die Schlafphase vor dem Träumen.[7]

Diese Rezeptoren sind in einer Vielzahl von Organen und Immunzellen vorhanden, was darauf hindeutet, dass Melatonin auch die Funktion des Immunsystems und anderer Systeme im ganzen Körper kontrolliert.[8]

Melatonin Vorteile für unsere Gesundheit

Jeder weiß, dass guter Schlaf für die Aufrechterhaltung der Gesundheit wichtig und insbesondere bei der Abwehr akuter und chronischer gesundheitlicher Probleme eine Rolle spielt.[9] Nach einer neuen Studie des Centers for Disease Control and Prevention fehlt es einem von drei amerikanischen Erwachsenen regelmäßig an ausreichendem Schlaf.

Melatonin beeinflusst den Schlaf und den zirkadianen Rhythmus. Dieser ist wie die Uhr des Körpers. Es ist eine eingebaute Funktion, die biologische Prozesse in einem etwa 24-Stunden-Zyklus steuert.[10]

Diese zentrale Uhr befindet sich im SCN (Suprachiasmatischer Kern) des anterioren Hypothalamus im Gehirn. Es kontrolliert den zirkadianen Rhythmus des Körpers. Der zirkadiane Rhythmus hilft dabei, den Schlaf-Wach-Zyklus, die Körpertemperatur und die Hormonproduktion zu kontrollieren.[10]

Licht aus der Umgebung beeinflusst die vom SCN gesendeten Signale. Unter der Kontrolle des zirkadianen Rhythmus produziert und sondert die Zirbeldrüse Melatonin ab. Unter normalen Bedingungen wird Melatonin während der Nacht ausgeschieden. Bei Tageslicht befinden sich nicht nachweisbare Mengen im Blut.

Während die meisten Wissenschaftler glauben, dass Melatonin die zirkadiane Rhythmusphase umstellen und den zirkadianen Rhythmus mit einschließen kann, ist diese Eigenschaft von Melatonin strittig.[11]

Außer dem Schlaf- und dem zirkadianen Rhythmus hat Melatonin viele wichtige gesundheitliche Vorteile, da es ein starkes Antioxidans und ein entzündungshemmendes Hormon ist. Weiters hat es viele Vorteile für die Gesundheit des Gehirns, des Darms und für die Fruchtbarkeit ist.

Wissenschaftliche Forschungen haben gezeigt, dass es auch Krebspatienten zugutekommen kann, speziell denjenigen, bei denen Brust- oder Prostatakrebs diagnostiziert wurde.[12]

Beides sind an Hormone gebundene Krebserkrankungen. Es macht also durchaus Sinn, dass ein Hormon wie Melatonin eine entscheidende Rolle bei deren Behandlung spielen kann.[13] [14]

Melatonin ist auch von entscheidender Bedeutung für eine gesunde weibliche Fortpflanzungsfunktion, da es eine wichtige Rolle bei der Kontrolle des Zeitpunkts und der Freisetzung von weiblichen Fortpflanzungshormonen spielt. Es entscheidet, wann die Menstruation einer Frau beginnt sowie über die Häufigkeit und Länge der Menstruationszyklen und über den Zeitpunkt, zu dem die Menstruation vollständig zum Erliegen kommt (Menopause).

Melatonin hat viele wichtige Funktionen im Körper, darunter:

  • beeinflusst es den zirkadianen Rhythmus
  • hilft dem Immunsystem
  • hilft der Augenfunktion
  • reduziert oxidativen Stress
  • fördert den Schlaf
  • hat Einfluss auf die weiblichen Fortpflanzungshormone
  • steuert viele zelluläre Ereignisse, einschließlich der Synthese wichtiger Moleküle
  • schützt vor Strahlung

Melatoninmangel - warum?

Verschiedene Gründe können dazu beitragen, dass die Melatoninausschüttung in der Nacht nicht hoch genug ist, wodurch es zu einer Störung des Wach-Schlafrhythmus und Schlafproblemen kommen kann.

  • Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger Melatonin, weil die Zirbeldrüse mit der Zeit verkalkt. Durch den Melatoninmangel nimmt die Schlafdauer und Schlafqualität ab, weshalb etwa 40% der älteren Menschen häufig über Schlafstörungen (Insomnia) klagen. Diese Schlafprobleme können von Einschlafstörungen zu Durchschlafstörungen und verminderter Schlafqualität reichen.

  • Elektrisches Licht sowie blaues Licht von Bildschirmen (Fernseher, Computer, Telefon etc.) kann die Ausschüttung von Melatonin verringern. Daher sollte man darauf achten, im Schlafzimmer alle Lichtquellen zu vermeiden, darunter auch Lichtpunkte von diversen Elektrogeräten, die auf Stand-By sind.

  • Personen, die nachts arbeiten, haben tagsüber oft Schlafprobleme, weil die Zirbeldrüse morgens aufgrund des Bio-Rhythmus nicht genügend Melatonin für einen erholsamen Schlaf ausschüttet.

  • Bei Personen, die sich tagsüber in einer dunklen Umgebung aufhalten oder schlafen, kann der zirkadiane Rhythmus und somit die Melatoninausschüttung gestört sein.

  • Anhaltender Stress und intensiver Sport am Abend reduzieren ebenfalls die Ausschüttung von Melatonin.

  • Der Konsum von Koffein, Alkohol und Nikotin kann die Melatoninausschüttung ebenfalls verringern.

  • Die Einnahme vom Medikamenten könnte die Melatoninausschüttung reduzieren. Dazu zählen Betablocker, Cortisonpräparate oder ASS.

  • Bei Personen mit bestimmten Krankheiten (z.B. Morbus Addison, Autismus) und bei Blinden kann die Melatoninausschüttung ebenfalls herabgesetzt sein.

  • Serotoninmangel kann auch zu einer verminderten Bildung von Melatonin führen.

Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel

Melatonin wird in verschiedenen Formen angeboten: als Melatonin Kapseln, Melatonin Tabletten, Melatonin Tropfen und Melatonin Lutschtabletten (die sich unter der Zunge auflösen).

Kann man Melatonin überdosieren?

Wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel oder Medikament ist es natürlich möglich, zu viel Melatonin einzunehmen. Die meisten Ärzte und Forscher empfehlen, nicht mehr als 5 Milligramm pro Tag einzunehmen, aber die Empfehlungen können von Person zu Person und je nach Indikation variieren.

Melatonin Tabletten sind besonders gängig, vor allem die sublingualen Melatonin Lutschtabletten, welche eine schnelle Aufnahme des Melatonin in den Körper bewirken.

Es gibt derzeit keine empfohlene Dosis für Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel. Es ist wichtig zu wissen, dass Menschen auf die Einnahme von Melatonin unterschiedlich reagieren. Bei Menschen, die sehr empfindlich sind, scheinen niedrigere Dosierungen besser zu wirken.

Melatonin und Schlafstörungen

Die Einahme von Melatonin hat das Potenzial, Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmuses und andere Schlafstörungen zu korrigieren.

Studien haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Melatoninspiegel und Schlaf gibt. Mit zunehmendem Alter sinkt der Melatoninspiegel erheblich, was eine negative Auswirkung auf die Qualität und Dauer des Schlafs hat.

Die schlaffördernde Eigenschaft von Melatonin wird über den Suprachiasmatischen Kern im Hypothalamus gesteuert, welcher das Kontrollzentrum für die Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers ist. Aufgrund von Lichtreizen über die Netzhaut aktiviert oder drosselt der Suprachiasmatischen Kern die Melatoninausschüttung über die Zirbeldrüse.

Diese Systeme nutzen hauptsächlich den Neurotransmitter GABA, um eine inhibitorische Kontrolle über die Aktivierungssysteme während des Schlafs auszuüben. Nach dem Schlaf werden aktivierende Neurotransmitter wie Noradrenalin und Actylcholin freigesetzt, um dem Schlaf entgegenzuwirken und den Wachheitszustand zu erzwingen.

Klinische Tests zeigen, dass Melatonin als Chronobiotikum – eine Substanz, die den biologischen zeitlichen Rhythmus bestimmt - bei der Verbesserung der Schlafqualität helfen kann.[11] Außerdem kann die Einnahme von Melatonin die Zeit zwischen Wach- und Schlafphasen erheblich verringern und auch die Qualität des Schlafs verbessern.

Melatonin kann bei einer Vielzahl von Schlafstörungen vorteilhaft sein, inklusive folgender:

  • Melatonin kann bei primären Schlafstörungen oder sonstigen Schlafstörungen helfen, die durch Betablocker oder andere Medikamente verursacht werden.
  • Die Einnahme von Melatonin kann bei Fällen von Narkolepsie, einer chronischen neurologischen Störung von ausgeprägter Tagesschläfrigkeit, helfen.

Melatonin als natürliches Schlafmittel

Der Einsatz von Melatonin als natürliches Schlafmittel ist bei weitem die bekannteste Nutzung. Bei Schlafproblemen beinhaltet eine konventionelle medizinische Behandlung in der Regel Arzneimittel, aber diese Medikamente führen häufig zu langfristiger Abhängigkeit und sind mit einer langen Liste an möglichen Nebenwirkungen verbunden. Aus diesem Grund sind viele auf der Suche nach einem natürlicheren Produkt, das ihnen zu einer erholsamen Nachtruhe verhilft.

Die Forschung legt nahe, dass das Schlafhormon Melatonin Menschen mit einem gestörten Biorhythmus helfen kann, beispielsweise Personen, die in der Nachtschicht arbeiten und Menschen, die an Jet-Lag leiden. Eine Melatonin-Supplementierung kann auch Personen zu einem besseren Schlaf verhelfen, die einen chronisch niedrigen Melatoninspiegel haben, wie etwa Menschen mit Schizophrenie, die unter schlechter Schlafqualität leiden.

Eine 2012 veröffentlichte Studie in Drugs & Aging analysiert die Auswirkungen einer verlängerten Freisetzung von Melatonin bei der Behandlung von Schlaflosigkeit bei Patienten ab einem Alter von 55 Jahren.

In der Europäischen Union ist eine um 2 Milligramm verlängerte Freisetzung von Melatonin für die Behandlung von primärer Insomnie zugelassen, die durch schlechte Schlafqualität gekennzeichnet ist.

Bei der randomisierten doppelblinden Studie fand man heraus, dass zwei Milligramm Melatonin PR ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen im Vergleich zu einem Placebo zu signifikanten Verbesserungen der Schlafqualität und Dauer, einer besseren Wachheit am Morgen und einer auf die Gesundheit bezogenen besseren Lebensqualität führen.

Die Studie ergab auch, dass, ganz gleich ob die Melatonin Dosis (2 Milligramm) kurz- oder langfristig war, es zu keinen Symptomen von Abhängigkeit, Verträglichkeitsproblemen, Rebound-Effekten bei Schlaflosigkeit oder Entzugserscheinungen kam.[15]

Wie Sie Ihren Melatoninspiegel optimieren können

Wenn Sie sich nachts künstlichem Licht aussetzen, schaltet der Körper die Eigenproduktion eines bedeutenden Hormons namens Melatonin ab.

Melatonin spielt eine Rolle in der Krebsvorsorge, der Stärkung Ihres Immunsystems und kann sogar das zelluläre Altern drosseln; tatsächlich ist es das Thema der präklinischen Forschung von über 100 verschiedenen Krankheitsanwendungen. Es ist der „Superheld in der Nacht“ für Ihren Körper und Licht ist seine bevorzugte Nemesis.

Seit dem vergangenen Jahrhundert oder so haben die Industrienationen ein offenes Experiment an sich durchgeführt, indem sie die Tage verlängern und ihre Nächte verkürzten, um eine rund um die Uhr produktive Gesellschaft zu schaffen.

Die durch moderne Technologien erzeugte Lichtverschmutzung hat jedoch eine gravierende biologische Auswirkung auf den Menschen.

Zwei Faktoren, die den Schlaf erschweren können, sind Lichtverschmutzung und Temperatur. Die folgenden Vorschläge können Ihre Schlafhygiene verbessern und Ihnen dabei helfen, Ihre Melatoninproduktion zu optimieren.

  1. Vermeiden Sie Fernsehen oder die Verwendung des Computer am Abend, mindestens eine Stunde bevor Sie zu Bett gehen. Diese Geräte geben blaues Licht ab, das Ihr Gehirn austrickst, sodass es denkt, es sei noch Tag. Normalerweise beginnt Ihr Gehirn zwischen 21 und 22 Uhr Melatonin zu sekretieren und diese Geräte emittieren Licht, das diesen Prozess ersticken kann.
  2. Vergewissern Sie sich, dass Sie regelmäßig heller Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Ihre Zirbeldrüse produziert Melatonin, indem sie sich tagsüber an dem Kontrast der hellen Sonneneinstrahlung und nachts an der vollständigen Dunkelheit orientiert. Wenn Sie sich den ganzen Tag in der Dunkelheit aufhalten, kann sie sich nicht orientieren und Ihre Melatoninproduktion nicht optimieren.
  3. Schlafen Sie in vollständiger Dunkelheit oder so dunkel wie möglich. Sogar das geringste Licht in Ihrem Schlafzimmer kann Ihre biologische Uhr und die Melatoninproduktion Ihrer Zirbeldrüse stören. Selbst der kleinste Lichtschein aus Ihrem Radiowecker könnte Ihren Schlaf beeinflussen, deshalb decken Sie am besten Ihr Radio oder Wecker nachts ab oder verbannen sie ganz aus dem Zimmer. Stellen Sie alle elektrischen Geräte mindestens drei Meter von Ihrem Bett entfernt. Es wäre zudem vorteilhaft, Ihre Fenster mit Gardinen oder Verdunkelungsvorhänge zu versehen.
  4. Installieren Sie eine schwache, orangefarbene oder rote Glühbirne mit geringer Wattzahl, wenn Sie nachts eine Lichtquelle benötigen. Licht in dieser Bandbreite senkt die Melatoninproduktion nicht so stark wie das weiße und blaue Licht. Salzlampen sind praktisch für diesen Zweck.
  5. Halten Sie die Temperatur in Ihrem Schlafzimmer nicht höher als 21 C. Viele Menschen halten ihre Häuser zu warm (vor allem ihre Schlafzimmer im Obergeschoss). Studien zeigen, dass die optimale Raumtemperatur für den Schlaf zwischen 15 und 20 C Grad liegt.
  6. Nehmen Sie ein heißes Bad 90 bis 120 Minuten vor dem Schlafengehen. Dies erhöht Ihre Körperkerntemperatur, und wenn Sie aus dem Bad herauskommen, fällt sie plötzlich ab und signalisiert Ihrem Körper, dass Sie bereit sind zu schlafen.
  7. Vermeiden Sie laute Wecker. Jeden Morgen grob aus dem Schlaf gerissen zu werden, kann sehr stressig sein. Wenn Sie genügend regelmäßigen Schlaf bekommen, benötigen Sie vielleicht keinen Wecker mehr.
  8. Tanken Sie morgens Sonne, so früh wie möglich. Ihr zirkadianes System braucht helles Licht, um sich zurückzusetzen. 10 bis 15 Minuten morgendliches Sonnenlicht sendet eine starke Botschaft an Ihre interne Uhr, dass der Tag angefangen hat und es weniger wahrscheinlich ist, von den schwächeren Lichtsignalen während der Nacht durcheinandergebracht zu werden. Je älter Sie werden, desto mehr Sonneneinstrahlung benötigen Sie. Um das Beste daraus zu machen, lassen Sie die Sonnenbrille zu Hause und vermeiden Sie künstliches Licht am frühen Morgen.
  9. Achten Sie auf elektromagnetische Felder in Ihrem Schlafzimmer. EMFs können Ihre Zirbeldrüse und ihre Melatoninproduktion stören und noch weitere negative biologische Effekte haben. Ein Gaussmeter ist erforderlich, wenn Sie EMF-Werte in verschiedenen Bereichen Ihres Hauses messen möchten.
  10. Nehmen Sie Melatoninergänzungen ein. Wir empfehlen ca. 0,5 mg pro Tag. Aber nehmen Sie die richtige Sorte, denn wenn Sie Melatonin oral einnehmen, wird es in der Leber zersetzt. Das Meiste davon wird nie Ihren Blutkreislauf erreichen. Daher ist es wichtig, eine sublinguale Tablette zu verwenden. Sie sind leichter zu absorbieren und wirken schneller. Das ist der effektivste Weg für die Einnahme von Melatonin.

Melatonin - ein starkes Antioxidans

Mehrere gesundheitliche Vorteile von Melatonin stammen aus seinen starken antioxidativen Eigenschaften, sowohl direkt als auch indirekt.[16] Die Verabreichung von Melatonin steigert die zelluläre Produktion von antioxidativen Enzymen (Superoxiddismutase, Glutathionperoxidase und γ-Gamma-Glutamyl-Cystein-Synthase,) die wiederum Antioxidantien wie Glutathion vermehren können.[17] [6] [18]

Diese Enzyme helfen, die Zellen, Mitochondrien und den Blutkreislauf von schädlichen reaktiven Sauerstoffspezies zu reinigen.

Darüber hinaus kann das Melatoninmolekül sich selbst an reaktive Sauerstoffspezies (ROS) und reaktive Stickstoffspezies (RNS) binden, wodurch sie weniger schädlich sind.[6] Damit kann Melatonin mehrere Gewebe und Organsysteme vor oxidativen Schäden schützen. Gewebe, die Melatonin produzieren und sich auf Melatonin zu diesem Zweck verlassen, sind der Darm, Eierstöcke, Hoden, Linse, Knochenmark und das Gehirn.[19]

Die meisten Moleküle (Metaboliten), in die sich Melatonin verwandelt, behalten auch die Fähigkeit, schädliche Sauerstoff– und Stickstoffspezies zu binden, was Melatonin und seine Produkte zu einem hochwirksamen Schutz macht.[6]

Ein einziges Melatoninmolekül kann bis zu 10 ROS und RNS Moleküle neutralisieren.[20] Es blockiert außerdem ein Enzym namens Stickoxidsynthase, welche reaktive Stickstoffspezies produziert und Entzündungen verursacht.[21]

Melatonin schützt die Mitochondrien

Mitochondrien sind Teil der Energie erzeugenden Zelle. Sie haben ihre eigene DNA. Als Energiefabriken sind sie entscheidend für das Überleben. Der Zellkern und die Mitochondrien sind die Bereiche, die am meisten Melatonin enthalten.[22]

Die Energieproduktion durch Mitochondrien führt zur Herstellung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und reaktiven Stickstoffspezies (RNS). ROS und RNS schädigen mitochondriale DNA und Proteine, wodurch sie keine Energie mehr erzeugen können. Dieser Schaden kann auch dazu führen, dass die Mitochondrien auslaufen, was zum Zelltod führen kann (Apoptosis).[6]

Melatonin unterstützt daher die Organe, die am stärksten von den Mitochondrien abhängig sind, einschließlich des Nervensystems und Herzens.

Melatonin schützt die Mitochondrien vor Giftstoffen

Mehrere Giftstoffe stören die mitochondriale Funktion, was zu Symptomen von neurodegenerativen Erkrankungen führen kann. Labortiere, die von diesen Toxinen vergiftet wurden, werden als Modelle verwendet, um solche Krankheiten zu untersuchen.

Melatonin schützt vor oxidativen Schäden, die durch diese Giftstoffe verursacht wurden und hilft bei der Wiederherstellung normaler zellulärer Funktionen, einschließlich:

  • Rotenon, ein Giftstoff zur Nachahmung der Parkinsonkrankheit bei Ratten.[23]
  • MPTP (1-Methyl-4-Phenyl-1,2,3,6-Tetrahydropyridin), ein weiterer Giftstoff, der Symptome der Parkinsonkrankheit nachahmt.[24] Bei Mäusen verhindert Melatonin nach einer MPTP-Injektion die Schädigung der Fett– und DNA-Moleküle in vielen Regionen des Gehirns. Es fördert zudem viele wichtige Proteine, damit sie wieder in ihren normalen Zustand zurückkehren können.[25]
  • 3-NPA, das ist ein Giftstoff der von den Pilzen abstammt die Zuckerrohr infizieren. Es gab Fälle von Kindern, die verunreinigtes Zuckerrohr aßen und einen Zustand entwickelten, der der Huntington-Krankheit ähnlich war. Bei Ratten, denen dieses Gift verabreicht wurde, verhindert Melatonin den Verlust von Nervenzellen, korrigiert schädliches Verhalten, verhindert Protein– und Fettmolekülschäden und stellt die Dopaminwerte wieder her.[26]
  • Zyanid ist ein extrem tödliches Gift, das den massiven Tod von Nervenzellen verursacht, Krampfanfälle auslöst und schließlich zum Tod führt.[27] [28] Es beschädigt zusätzlich die Mitochondrien der Nervenzellen. Bei Mäusen, die Zyanid-Injektionen erhielten, reduzierte die vorherige Behandlung mit Melatonin die Schwere der Anfälle, die durch das Gift verursacht wurden.[27] Melatonin schützt außerdem die mitochondrialen DNA vor Schäden, die durch Kaliumzyanid in Mäusen und deren Züchtung verursacht wurde.[28]

Melatonin und Jetlag

Jet-Lag ist eine temporäre Schlafstörung von Flugreisenden, die schnell mit dem Flugzeug über mehrere Zeitzonen reisen. Dies geschieht als Folge der langsamen Anpassung der inneren Uhr des Körpers an die Zeit des Zielorts, was dazu führt, dass der Schlaf- und Wachrhythmus mit der neuen Umgebung nicht synchron ist.[10]

Die Einnahme von Melatonin kann helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus sozusagen zurückzusetzen, wenn man am gefürchteten Jet-Lag leidet.

Eine wissenschaftliche Beurteilung einer großen Anzahl von Versuchen und Studien zu Melatonin und Jet-Lag stellt fest, dass Melatonin „bemerkenswert wirksam bei der Verhinderung oder Verringerung des Jet-Lag ist und eine gelegentliche kurzfristige Einnahme sicher zu sein scheint“.

Die Forschungen brachten zutage, dass in neun von zehn Studien, wenn Melatonin zeitnah zur Schlafenszeit am Zielort eingenommen wurde (22 Uhr bis Mitternacht), ein Rückgang des Jet-Lag beim Überqueren von fünf oder mehr Zeitzonen auftritt.

Die Forscher beobachteten auch, dass tägliche Dosen von Melatonin zwischen 0,5 und fünf Milligramm ähnlich gut funktionierten, doch schliefen die Probanden schneller ein und schliefen auch besser nach der Einnahme von fünf Milligramm im Vergleich zu 0,5 Milligramm.

Wenn eine Melatonin-Dosierung über 5mg verabreicht wurde, hat dies keine besseren Ergebnisse erzielt. Eine weitere wichtige Schlussfolgerung ist, dass der Zeitpunkt einer Melatonin-Dosis ganz entscheidend ist, denn wenn diese zu früh eingenommen wird, kann es die Anpassung an die neue Zeitzone verzögern. Das Auftreten anderer Nebenwirkungen der Melatonin-Dosierung war gering.[29]

Melatonin und Schlaf bei älteren Menschen

Auf Melatonin basierende Schlafmittel wurden ebenfalls bei älteren Menschen gründlich untersucht.[30] Sie neigen stark dazu, von Melatonin gegen Schlaflosigkeit zu profitieren, da die Produktion der Melatoninhormone während des Alterns allmählich abnimmt. Diese Tatsache hat dazu geführt, dass Melatonin auch als Anti-Aging-Ergänzung untersucht wurde.

Ältere Personen leiden mehr unter den Nebenwirkungen, wie z. B. Schläfrigkeit am Morgen, obwohl sie eher von einer Verabreichung von Melatonin profitieren. Daher sollte am Anfang immer eine niedrige Dosierung, wie 0,1 bis 0,3 Milligramm eingenommen werden, anstelle von größeren Dosierungen. Es hat sich gezeigt, dass diese geringen Mengen in der Regel genauso effektiv sind wie größere Dosierungen sind und weniger Probleme verursachen.

Melatonin für Schlaf ist ein gut erforschtes Thema. Während die Langzeiteffekte von Melatonin noch nicht zur Gänze bekannt sind, wurde Melatonin bereits in hohen Dosierungen bis zu 3 Jahre lang mit fast ohne Probleme sicher angewandt.

Melatonin bei Schlafstörungen, Angstzuständen, Depression und bipolaren Störungen

Melatonin kann helfen, die bei Angstzuständen und Depression gleichzeitig auftretenden Schlafstörungen zu behandeln. Depression und andere Stimmungsstörungen sind oft mit Schlafstörungen gekoppelt und benötigen Mittel, die sowohl eine sedative, als auch beruhigende Wirkung haben. Medikamente, die MT2-Rezeptoren aktivieren und binden, sind potenzielle therapeutische Mittel für solche Erkrankungen.[31]

Abnorme Tag- und Nachtkonzentrationen von Melatonin sind Marker einer schweren Depression.[32]

Melatonin hilft bei der Schlafregulierung und Depression bei Patienten mit verzögertem Schlafphasensyndrom.[33]

Bei Ratten lindert Melatonin eine durch chronischen Stress induzierte Depression und verändert wesentlich die Hirndynamik dieser Tiere.[34]

Die Behandlung mit Melatonin bei Brustkrebspatienten reduziert das Risiko einer Depression.[35]

Die Melatoninsynthese wird auch bei Patienten mit bipolarer Störung beeinträchtigt. Melatonin und Medikamente, die auf Melatoninrezeptoren, wie Ramelteon und Tasimelteon, abzielen, können auch eine vorteilhafte Therapie für bipolare Störung sein. Da die bipolare Störung auch mit der Schlaf– und Stimmungsderegulierung verbunden ist, verbessert Melatonin den Zustand bei Patienten mit diesem Problem.[36]

Melatonin schützt den Magen

Melatonin hat eine bemerkenswerte heilende und magenschützende Wirkung auf Magengeschwüre, die durch Aspirin oder durch Helicobacter pylori verursacht wurden.[37]

Der Mechanismus der magenschützenden Wirkung von Melatonin kann der Verbesserung der gastralen Durchblutung, sowie seiner entzündungshemmenden Eigenschaften zugeschrieben werden.

Studien haben gezeigt, dass die tägliche Einnahme von Melatonin die Heilung von Magengeschwüren unterstützen kann, die durch Aspirin oder dem Bakterium Helicopter pyroli hervorgerufen wurde. In einer Studie erfolgte ein erheblicher Anstieg der Heilungsrate von mit Helicopter pyroli infizierten Geschwüren im Vergleich zur Standardbehandlung (Omeprazol) allein.

Es hat sich auch gezeigt, dass Melatonin magenschützend ist, wenn es gemeinsam mit Aspirin eingenommen wird. Dies weist darauf hin, dass es die Entstehung von aspirin-induzierten Magengeschwüren vorbeugen kann.

Melatonin wirkt heilend bei Magengeschwüren

Die Melatoninkonzentration im Magengewebe ist 10 bis 100 mal höher als im Blut. Die Konzentrationen im Darm sind 400 mal höher als die im Gehirn.[38]

Das im Magen produzierte Melatonin wird anders kontrolliert als das Melatonin, das im Gehirn hergestellt wird. Diese Konzentration ist mittags am höchsten, nicht nachts.[39] Im Magen reagiert es meistens auf eingehende Nahrung.[40] Das im Magen produzierte Melatonin kontrolliert zudem das Verhalten von Darmbakterien.[41]

Melatonin und sein Vorläufer, L-Tryptophan, können helfen, Magengeschwüre beim Menschen zu heilen. Sie schützen gegen Läsionen, die durch die Einnahme von Aspirin und H. Pylori-Infektionen verursacht wurden. Die Verabreichung von Melatonin beschleunigt außerdem die Heilung der Geschwüre.[42]

Das Schlafhormon Melatonin stärkt die Darmbarriere durch die Reduzierung von oxidativem Stress bis zu 88%.[43] Die Vorbeugung von stressinduzierten Magenschäden ist dosisabhängig und erhöhte die Effizienz von Medikamenten, die Magengeschwüre behandeln, wie Ranitidin und Omeprazol. Melatonin reduzierte die freien Radikale bei Ratten um 88%.

Die antioxidativen Eigenschaften können helfen, Entzündungen im Magen zu stoppen. Diese Effekte unterstützen den Schutz vor Störungen wie Colitis, Reizdarmsyndrom und sogar verschiedene Krebsarten.[42].

Melatonin hilft außerdem, den Tod von Schleimhautzellen im Magen aufgrund von Vergiftungen zu verhinder.[44].

In einer Studie erlebten ausgehungerte Ratten eine Belastung des Magens. Eine einwöchige Behandlung mit Melatonin verbesserte den Zustand der Magenschleimhautzellen.[45]

Weiters linderte Melatonin die Magenschmerzen von Reizdarm-Syndrom-Patienten.[46]

Melatonin hilft bei der Behandlung von Säurereflux

Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist auch als Säurereflux bekannt. Es ist ein Zustand, der zustande kommt, wenn Magensäure und ihre Inhalte die Speiseröhre hochkommen. Symptome beinhalten Sodbrennen, Übelkeit, Schmerzen in der Brust und Aufstoßen.[47]

In einer Studie von 36 GERD-Patienten konnte die Melatoninergänzung die GERD-Symptome verringern. Melatonin senkt den Ösophagus-Druck und verhindert Verletzungen, wenn es alleine oder in Verbindung mit Omeprazol verwendet wird.[47]

Allerdings zeigte Omeprazol, ein Medikament, das GERD behandelt, bessere Ergebnisse, wenn es allein verabreicht wird als in Kombination mit Melatonin. Obwohl Melatonin fähig ist, GERD-Symptome zu behandeln, ist es nicht die beste Option für die Behandlung von Säurereflux.[47]

Melatonin und psychische Störungen

Die Hauptwirkung von Melatonin ist es, den biologischen Rhythmus durch die Förderung der Synchronisierung und Stabilisierung von verschiedensten Prozessen zu erhalten.

Es gibt zunehmende Hinweise darauf, dass Störungen in diesen biologischen Rhythmen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von psychischen Störungen wie Depressionen, bipolarer Störungen und jahreszeitlich bedingter Depression spielen.

Zur Zeit laufen Studien, welche die Lichttherapie als eine Behandlung zur Wiederherstellung des Schlaf-Wach-Rhythmus bei Patienten mit ernsthaften psychischen Störungen, wie Depression, untersuchen.

Die Lichttherapie zielt auf die Steigerung der Melatoninproduktion ab und könnte für Verbesserungen der zirkadanen Rhythmus und der gesamten Gehirnfunktionen bei Personen mit psychischen Störungen sorgen.

Zusammengefasst bietet Melatonin theoretisch eine neue Methode zur Behandlung dieser Störungen, basierend auf der Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Daher wird Melatonin auf ihre mögliche antidepressive Wirkung getestet.

Melatonin und Anti-Aging

Bei älter werdenden Menschen sinken die Melatoninspiegel. Oxidativer Stress und dessen Schäden tragen zu dem Alterungsprozess bei. Melatonins antioxidative Effekte können helfen, oxidative Schäden zu stoppen. Melatonin kann aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften bei der Minderung von Alterserscheinungen helfen.

Melatonin kann reaktive Sauerstoffspezies (ROS) neutralisieren, die bei der Theorie der freien Radikalen in Bezug auf die Alterung eine Rolle spielen. Diese schädliche ROS, welche hochreaktive Verbindungen sind, können direkt eine Reihe von wichtigen biologischen Strukturen in den Körperzellen schädigen.

Der Alterungsprozess wird mit der Entstehung von Krebs, Arthritis, Neurodegeneration und Diabetes in Verbindung gebracht, die alle mit oxidativem Stress und den daraus resultierenden oxidativen Schäden zusammenhängen.

Durch seine ROS-neutralisierenden Eigenschaften kann Melatonin direkt den Schäden entgegenwirken, die diese freien Radikalen potenziell verursachen könnten. Melatonin hat auch indirekte antioxidative Eigenschaften aufgrund seiner Fähigkeit, die Aktivität verschiedener antioxidativ wirksamer Enzyme, wie Superoxiddismutase, zu erhöhen.

Superoxiddismutase spielt eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Zellen gegen die schädlichen Auswirkungen von Sauerstoffradikalen, wobei ihre Aktivierung zur Unterdrückung von Zellschäden beiträgt.

Übrigens, die Haut bildet ihr eigenes Melatonin. Deshalb scheint die Einnahme von Melatonin-Präparaten eine neue Methode gegen frühzeitige Hautalterung zu bieten. Melatonin kann die Haut auch vor Umweltschäden schützen wie jene, welche durch UV-Strahlen verursacht werden.

Melatonin schützt vor UV-induzierter Hautalterung beim Menschen. Die antioxidative Aktivität von Melatonin in topischen Anwendungen unterstützt die Haut. Die orale Verabreichung ist allerdings nicht von sehr großem Vorteil für die Haut.

Bei alternden Ratten half diätetisches Melatonin, den altersbedingten Knochenverlust zu stoppen. Die Ergänzung verstärkte das Knochenvolumen und Steifheit, was die Gesundheit der Knochen verbesserte.

Melatonin und das Immunsystem

Die Forschung zeigt, dass Melatonin starke antioxidative Wirkung besitzt und helfen kann, das Immunsystem zu stärken. In einer wissenschaftlichen Beurteilung aus dem Jahr 2013 wird Melatonin als „Immunpuffer“ bezeichnet, da es unter immunsuppressiven Erkrankungen als Stimulans zu wirken scheint. Darüber hinaus wirkt es auch als entzündungshemmende Verbindung, wenn es zu einer verstärkten Immunantwort kommt, wie im Falle einer akuten Entzündung.[8]

Melatonin reduziert Entzündungen und fördert die gesunde Immunfunktion

Melatonin-Rezeptoren sind in einer Vielzahl von Immunzellen vorhanden.[8] Es ist immunmodulatorisch, was bedeutet, dass es eine übermäßige Immunfunktion während entzündlichen Zuständen reduziert und die Immunfunktion bei immungeschwächten Menschen verstärkt.

Melatonin kann die Produktion von entzündlichen Zytokinen einschließlich IL-6, IL-8 und TNF-alpha herabsetzen.[48]

Darüber hinaus kann Melatonin durch die Reduzierung der freien Radikale in der Mikroglia (Immunzellen, die spezifisch für das Gehirn sind) Hirnentzündung durch verringerte NF-kB minimieren.[49]

Bei Menschen und Nagetieren kann Melatonin eine gesunde Immunantwort fördern und eine Unterdrückung des Immunsystems durch Alterung, Steroidmedikamente, Blei und chemische Exposition rückgängig machen.[8]

Melatonin, Fibromyalgie und Linderung chronischer Schmerzen

Zu den Symptomen einer Fibromyalgie gehören langfristige und weit verbreitete Schmerzen in Muskeln und Bindegewebe ohne spezifische Ursache. Bei einer randomisierten, placebo-kontrollierten Studie mit 101 Patienten mit Fibromyalgie wurde die Wirksamkeit von Melatonin zur Verringerung der Symptome untersucht.

Es wurde festgestellt, dass die Patienten eine deutliche Verringerung ihrer Symptome hatten, wenn sie eine Dosis Melatonin allein oder in Verbindung mit dem Antidepressivum Fluoxetin (Prozac) einnahmen.

Die Gruppe, die nur Melatonin einnahm, erhielt eine tägliche Dosis von 5 mg Melatonin, während die andere Gruppe 3 Milligramm Melatonin und 20 Milligramm des Antidepressivums einnahm.[50]

Andere Studien deuten darauf hin, dass Melatonin in der Lage sein könnte, bei anderen chronischen Schmerzzuständen zu helfen, wie beispielsweise bei Migräne.

Melatonin schützt das Herz

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass Melatonin einen schützenden Effekt auf das Herz hat. Konkret zeigen die Forschungen, dass bei kardiovaskulären Problemen Melatonin eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung entfaltet.[17]

Es kann auch den Blutdruck verringern und bei erhöhtem Cholesterin helfen. Als direkter Fänger freier Radikale scheint es kardioprotektive Eigenschaften zu besitzen. Insgesamt kann die Schutzwirkung von Melatonin helfen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfälle und Herzinfarkt reduzieren.[51]

Melatonin und Schlaganfall

Die Untersuchung in den Mausmodellen ergab, das Melatonin bei einem Schlaganfall in der Lage war, die Freisetzung von Cytochrom C (eine Substanz, die den Zelltod verursachen würde, wenn sie aus den Mitochondrien entweichen würde) und von Mitochondrien, die den Zelltod als Folge der Verletzung (R) wirksam verhinderten, zu blockieren.

In einem anderen Rattenmodell eines Schlaganfalls blockiert Melatonin die Aktivität von entzündlichen Zytokinen IL-1β und TNF-α, und Zelltodproteinen BAD und BAX (R). Diese Proteine lösen Entzündungen und Nervenzelltod aus, nachdem die Arterie, die zum Gehirn führt, blockiert wurde (R).

Melatonin senkt den Blutdruck

Melatonin spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks. Die Aktivierung seiner Rezeptoren, MT1 und MT2, erweitern die Blutgefäße, was den Blutdruck senkt.[52]

Wie der Schlaf hat der Blutdruck einen zirkadianen Rhythmus. Er steigert sich am Morgen und sinkt in der Nacht. Melatonin steigt nachts und sinkt am Morgen. Dies deutet darauf hin, dass es eine Verbindung zwischen Melatonin und Blutdruck geben kann.[52] Bestimmte Arten von Hypertonie (hoher Blutdruck) weisen eine Unterversorgung von Melatonin auf.[52]

Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes wurden die Blutdruckwerte mit 5 mg Melatonin gesenkt. Allerdings gibt es nicht genügend Informationen darüber, wie Melatonin den Blutdruck senkt, um festzustellen, ob es als Therpaie zur Blutdrucksenkung wirksam sein könnte. Es kann jedoch als unterstützende Therapie bei hypertensiven Patienten verwendet werden.[53]

Melatonin und Tinnitus

Als Tinnitus bezeichnet man unerklärbare Geräusche in den Ohren, wovon viele Menschen betroffen sind, wie z.B. ältere Menschen, jene mit Hörbehinderungen oder als Folge bestimmter Medikamente.[54] [55].

Melatonin war 150 mal effektiver im Vergleich zu anderen Medikamenten, die Tinnitus mit nachlassenden Tinnitus-Symptomen behandeln.[55]

Bei älteren Patienten mit Tinnitus ist der Melatoninspiegel sehr niedrig. Dies kann darauf hindeuten, dass diese Werte mit der normalen Aktivität der Ohren verbunden sind.[54]

Melatonin und die Augen

Die Zellen des Auges, besonders die Netzhaut, stellen Melatonin her.[56] Licht beeinflusst die Melatoninproduktion, während die auf Licht reagierenden Zellen Melatonin erzeugen. Je mehr Licht vorhanden ist, desto weniger wird Melatonin in den in den Augen befindlichen Zellen produziert.[57]

Die Störung der MT-Rezeptoren führt zum Tod von Zapfenzellen, die dem Auge helfen, Farben zu erkennen.[57]

Melatonin ist außerdem wichtig für die normale Entwicklung der Augen. Zum Beispiel zeigten Mäuse, denen einer der Melatoninrezeptoren fehlte - MT1 - einen Rückgang der spezifischen Sehzellen, die für die Sehkraft entscheidend sind.[58]

Zusätzlich zeigte sich, dass die menschlichen Zellen, die Augenpigmente produzieren, vor dem Zelltod geschützt werden.[59]

Melatonin schützt die Nervenzellen in den Augen

Melatonin verhinderte außerdem in einem experimentellen Modell der Sehnerventzündung bei Ratten den Tod von Nervenzellen. Opticusneuritis ist eine Krankheit, die den Tod von Sehnervenzellen verursacht, die für die Sehkraft verantwortlich sind.[60]

Ferner ist es vorteilhaft für die refraktäre zentrale seröse Chorioretinopathie, eine Erkrankung, welche die Augen der Diabetiker betrifft.[61]

Die Ergänzung mit Melatonin-Tropfen im Kleinkindalter und bei älteren Patienten ist potenziell für den Schutz der Augen von Vorteil.[62]

Melatonin und Glaukom

Des Weiteren senkte Melatonin den erhöhten Druck im menschlichen Auge. Darüber hinaus führt die Entfernung von MT1 bei Mäusen zu einer Steigerung des Drucks im Auge und zum Tod von Nervenzellen.[63]

Die Störungen der Melatoninfunktion können eine der Ursachen des Glaukoms sein.[64] Melatonin und 5-MCA-NAT (ein Molekül ähnlich Melatonin) sind vielversprechende Mittel zur Behandlung von Glaukom, eine Augenerkrankung, die durch erhöhten Druck verursacht wird.[65]

Melatonin und Parkinson

Die Entwicklung der Parkinsonkrankheit stört den Schlaf.[66] Es gibt mehrere Studien, die zeigen, dass Melatonin den Schlaf bei Patienten mit dieser Erkrankung verbessert, aber es verbessert nicht die anderen damit verbundenen Symptome.[67]

Die im Tiermodell von Parkinson durchgeführte Untersuchung ergab, dass Melatonin den Zelltod und die damit verbundene Hirnschädigung verhindern kann.[17]

Melatonin und Alzheimer

Melatonin hilft, Symptome, die der Alzheimer- und Parkinsonkrankheit ähnlich sind, bei Mäusen und Ratten zu lindern.[68] Die Verwendung von synthetischen Melatoninanaloga oder Molekülen, die mit Melatonin verwandt sind, zur Blockierung der Stickoxidsynthase wird für die Behandlung von neuralen Erkrankungen, die von Schlaganfall zu Alzheimer und Parkinsonkrankheit reichen, ausgewertet.[68]

Bei Menschen sind sowohl MT1 als auch MT2-Werte niedrig bei älteren Patienten mit Alzheimer.[69]

In den Nervenzellen der Maus verhindert Melatonin den Zelltod, der durch Amyloid Beta25-35 verursacht wird, eine Substanz, die einen Alzheimer-ähnlichen Zustand verursacht.[70]

Die Abnahme der Melatoninaktivität und -synthese kann zum Teil die Störung des Schlafes und die Probleme bei der Verarbeitung von Informationen, die bei den Alzheimer-Patienten beobachtet wurden, erklären.[71]

Die Behandlung von älteren Patienten, die an der Alzheimerkrankheit (AD) leiden, mit hellem Licht am Morgen und Melatonin in der Nacht, verbesserte ihren Schlaf und die allgemeine Ruhe.[72]

Eine ähnliche Studie, die für mehrere Jahre in den Niederlanden durchgeführt wurde, zeigte, dass die kombinierte Behandlung eines AD-Patienten mit hellem Licht und Melatonin sowohl für Ruhe als auch für psychische Probleme von Vorteil war.[73]

Melatonins antioxidative Wirkungen waren effizienter als Vitamin C bei der Behandlung des Tiermodells der Alzheimerkrankheit. Es reduzierte den oxidativen Stress besser als Vitamin E.[17]

Melatonin könnte vor Diabetes schützen

Melatonin fungiert als eine Uhr und ändert den Insulinspiegel gemäß der Tageszeit.[74] Melatonin ist für die Balance von Insulin sehr wichtig, da eine Störung in diesem System die Reaktion der Zellen auf Insulin und Glukose untauglich machen kann.[75]

Bei Patienten und Ratten mit Typ-2-Diabetes sind die Konzentrationen von Melatonin, sowohl bei Tag als auch bei Nacht, niedriger im Vergleich zu gesunden Probanden.[76]

Sogar eine schlaflose Nacht kann eine Insulinresistenz verursachen. Es kann außerdem den Stoffwechsel stören. Die Störung des Gleichgewichts von Melatonin kann all diese Probleme verursachen.[77] [78] [79]

Bei Ratten mit Diabetes verbessert die langfristige Behandlung mit Melatonin diabetische Auswirkungen auf Muskel-, Leber– und Fettgeweben.[80]

In einer zellbasierten Studie schützte Melatonin die Muskelzellen vor einem Gift, das Insulinresistenz verursacht, und verbesserte den Glukosetransport in die Zelle.[81]

Melatonin half auch, den Zustand der Leber und ihre Aktivität bei diabetisch übergewichtigen Ratten zu verbessern.[82] Darüber hinaus schützt es Insulin produzierende Zellen in der Bauchspeicheldrüse vor dem Zelltod. Es stellt zusätzlich ihre Funktion wieder her.[83]

Medikamente, die den Melatoninspiegel korrigieren (und zwar Epifamin und Melaxen) können Diabetes bei Ratten verbessern.[84]

Agomelatin, ein Antidepressivum, das die Melatoninrezeptoren anspricht, verbessert die chronischen Schmerzen im Zusammenhang mit Diabetes. Agomelatin wirkt noch dazu gegen Depressionen bei Patienten mit Diabetes und dient zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels.[85] [86]

Studie verbindet Diabetes Typ-2 mit niedrigem Melatoninspiegel

Niedrige nächtliche Sekretionswerte von Melatonin sind mit einem erhöhten Risiko der Entwicklung von Typ-2-Diabetes verbunden. Aktuelle Forschung von Brigham und der Frauenklinik (BWH) hat rausgefunden, dass die Menge an Melatonin, die eine Person während des Schlafes ausscheidet, das Risiko einer Erkrankung von Typ-2-Diabetes voraussagen kann.

„Dies ist das erste Mal, dass eine unabhängige Assoziation zwischen nächtlicher Melatoninsekretion und dem Typ-2-Diabetes-Risiko bestätigt wurde“, sagte Dr. Ciaran McMullan, ein Forscher in der renalen Abteilung und dem klinischen Institut für Nierenforschungen an der BWH. „Hoffentlich wird diese Studie künftige Forschung anregen und untersuchen, was die Melatoninsekretion einer Person beeinflusst und welche Rolle Melatonin bei der Veränderung des Glukosestoffwechsels und das Risiko von Diabetes in einer Person spielt.“

Für diese Studie identifizierten Forscher 370 Frauen, die Diabetes während der Teilnahme an der Nurses Health Study entwickelt hatten und 370 Kontrollpersonen des gleichen Alters und Rasse. Als die beiden Gruppen verglichen wurden, fanden Forscher heraus, dass die Studienteilnehmer mit niedrigem Werten der nächtlichen Melatoninsekretion etwa das doppelte Risiko hatten, Typ-2-Diabetes zu entwickeln, als die Teilnehmer mit einem hohen Wert an nächtlicher Melatoninsekretion.

Die Studie wies andere gut etablierte Risikofaktoren für Diabetes nach, wie Body-Mass-Index, familiärer Hintergrund von Diabetes und Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung, Rauchen und Schlafdauer und stellten fest, dass Melatoninsekretion immer noch als ein erheblicher Risikofaktor bestehen blieb.

Melatonin und Fruchtbarkeit

Melatonin kann die allgemeine Bewegung der Spermien verbessern. Es kann auch den Zelltod im Sperma hemmen. Es verbessert die allgemeine Spermaqualität und erhöht so die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung.[87]

Reaktive Sauerstoffspezies können die Reifung der Oozyte (Eizellen) hemmen. In einer Übersicht minimierte die orale Verabreichung von Melatonin beim Menschen die Oxidationsschäden an den Oozyten und trieb die Befruchtungsraten in die Höhe. Da die Studie jedoch keine Kontrollgruppe hatte, ist dies kein ausreichender Beweis für die Vorteile von Melatonin.[87]

Alterung kann zu einem Rückgang der Fruchtbarkeit führen. Eine Behandlung mit Melatonin bei weiblichen Mäusen verzögerte eine altersbedingte Unfruchtbarkeit.[88]

Die Verabreichung von Melatonin (10 mg/kg über 6 und 12 Monate) bei Mäusen steigerte außerdem die Menge und Qualität der Oozyten (Eizellen). Dies kann auf die Unterdrückung von oxidativem Stress durch Melatonin zurückzuführen sein.[88] Allerdings können höhere Dosierungen von Melatonin Oozyten– und Embryo-Zellkulturen schädigen.[87]

Reaktive Sauerstoffspezies und oxidative Schäden können sich negativ auf den Erfolg von Unfruchtbarkeitsbehandlungen auswirken. Melatonins antioxidative Aktivität kann den Ergebnissen der In-vitro-Fertilisation helfen.[87]

Die Verabreichung von Melatonin kann die weibliche Fortpflanzungsfähigkeit bei alternden Mäusen aufrecht erhalten. Allerdings gibt es nicht genug Studien über Menschen, um diese Ergebnisse zu unterstützen. Es sind weitere Versuche erforderlich, um die Vorteile von Melatonin bei der Verzögerung der Geburt zu bestätigen.[88]

Melatonin schützt das Gehirn

Melatonin hilft nicht nur, oxidativen Stress und Entzündungen im Gehirn zu reduzieren, sondern erhöht auch BDNF und stärkt die Blut-Hirn-Schranke. Es wurde als Behandlung für mehrere Gehirn- und neurologische Erkrankungen vorgeschlagen.

Melatonin zeigte eine antioxidative Wirkung im Gehirn, Rückenmark, Sehnerv und weiße Substanz des Rückenmarks und schützt zusätzlich die Nervenzellen.[17]

Melatonin hilft bei der Regeneration des Gehirns und Neuroplastizität

Melatonin aktiviert die vom Gehirn gewonnenen neurotropischen Wachstumsfaktoren (BDNF), ein Protein, das für das Wohlergehen und die Regeneration der Nervenzellen verantwortlich ist.

Melatonin stärkt die Blut-Hirn-Schranke

Melatonin stärkt die Barriere zwischen Gehirn und Blut.[89] Eine undichte Blut-Hirn-Schranke kann kognitive Dysfunktion (Hirnnebel), Alzheimer, verursachen und kann ebenso zu psychiatrischen Erkrankungen wie Angst und Depression beitragen.

Melatonin hilft bei traumatischen Hirnverletzungen

Melatonin hilft bei Hirntrauma.[90] Die Behandlung von Ratten mit Melatonin nach Hirnverletzungen kann die nachfolgende Schwellung verschiedener Hirnregionen reduzieren.[91] [92]

Melatonin in der Menopause

Es hat sich gezeigt, dass Melatonin-Nahrungsergänzungen Schlafstörungen während der Menopause verbessern können. Bei einer Studie mit perimenopausalen und menopausalen Frauen im Alter von 42 bis 62 Jahren und einer täglichen Dosis Melatonin über einen Zeitraum von sechs Monaten, berichteten die meisten Frauen eine allgemeine Verbesserung ihrer Stimmung und eine deutliche Abschwächung von Depressionen. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass Melatonin-Nahrungsergänzungen bei perimenopausalen und Frauen in der Menopause zu einer Wiederaufnahme der Funktion von Hypophyse und Schilddrüse hin zu einer jugendhaften Hormonregulierung führen können.[93]

Dies ist positives Ergebnis, denn es zeigt, dass Melatonin sowohl die Symptome der Peri-Menopause und der Menopause, wie beispielsweise Schlafprobleme, verringern kann.

Melatonin entspannt die glatte Muskulatur

Melatoninergänzungen kommen einigen Leuten zugute mit der Fähigkeit, „glatte“ Muskeln zu entspannen. Das unterscheidet sich von den meisten muskelentspannenden Mitteln, die oft dazu beitragen, Skelett-Muskeln zu entspannen – wie Rückenmuskulatur oder Schultermuskulatur - die man bewusst kontrollieren kann. Glatte Muskeln dagegen sind Muskeln, über die man unter den meisten Umständen wenig oder gar keine Kontrolle hat.

„Unerwartete Verbesserungen wurden im Zusammenhang mit dem ösophagealen Reflux, Magen-Darm-Symptome von Colitis ulcerosa, zystische Fibrose und chronische Diarrhöe gesehen. Es erscheint daher, dass Melatonin einige noch unklare Funktion im Magen-Darm-Trakt hat.“

Einer der weniger bekannten Vorteile von Melatonin sind die Auswirkungen auf die glatten Muskeln des Verdauungstraktes. Es kann helfen, diese Muskeln in dem Ausmaß zu entspannen, dass es sich als Vorteil bei dem Reizdarmsyndrom, ösophagealer Reflux und anderen Problemen, die mit einer gereizten Verdauung zusammenhängen, erwiesen hat.

Das macht Sinn, da Melatonin nicht nur in der Zirbeldrüse produziert wird, sondern auch im Magen-Darm-Trakt. Es ist möglich, dass dies ein adaptiver Mechanismus ist, um Reizbarkeit und Entzündungen aufgrund von Stress zu vermeiden.

Melatonin und Krebs

Einige Wissenschaftler meinen, dass der längere Aufenthalt in künstlichem Licht (Lichtverschmutzung) ein möglicher Grund für die dramatische Zunahme von Krebsraten in der westlichen Welt sein könnte.

Es wird vermutet, dass künstliches Licht den Tag-Nacht-Rhythmus und andere biologische Prozesse stört, die von Natur aus über die innere biologische Uhr gesteuert werden. Dafür sprechen Studien, die gezeigt haben, dass Nachtschichtarbeiter häufiger an Krebs erkranken als Personen, die einen geregelten Tagesrhythmus haben.

Nachtschichtarbeiter sind für lange Zeitabschnitte dem künstlichem Licht bei Nacht und danach dem natürlichen Sonnenlicht während des Tages ausgesetzt.

Die erhöhte Lichteinwirkung hat ein Melatoninausschüttungs-Profil zur Folge, welches sich nicht richtig anpassen kann. Dies führt zu einer insgesamt reduzierten Ausschüttung von Melatonin, was vermutlich der Grund für die erhöhte Krebsverbreitung sein könnte.

Aktuelle Forschungen über die Wirkung von Melatonin gegen Tumore zeigen, dass es die Auslösung und die Progression von Tumoren einschränken kann. Es ist auch erwiesen, dass Melatonin eine Wirkung gegen die Metastasierung verschiedener Krebsgeschwüre, Melanome und Leukämie hat.

Insbesondere eine Meta-Analyse hat gezeigt, dass die tägliche Einnahme von Melatonin erheblich die Sterberate bei Patienten mit soliden Krebstumoren nach einem Jahr gesenkt hat.

Obwohl weitere Forschungen über die Wirkung und Unbedenklichkeit von Melatonin als therapeutisches krebshemmendes Mittel erforderlich sind, scheinen die Auswirkungen vielversprechend zu sein.

Die aktuelle Krebsforschung im Bereich der Melatonin-Therapie befasst sich derzeit mit folgenden Themen:
  • Klinische Studien über die Wirkung von Melatonin für die Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs.

  • Melatonin spielt eine Rolle bei Prostata- und Dickdarmkrebs durch die Vermeidung der Wucherung und Differenzierung von Karzinomen.

  • Die Wirkung und Terminierung von Melatonin-Injektionen bei der Tumorbehandlung wird derzeit untersucht.

  • Die Verabreichung von Melatonin scheint Krebspatienten dabei zu helfen, die Chemotherapie besser zu vertragen.

Melatonin kann die Vorbeugung und Behandlung von Krebs unterstützen

Melatonin kann eine Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung von verschiedenen Krebsarten spielen. Brust-, Prostata– und Darmkrebs-Patienten hatten einen niedrigen Melatoninspiegel im Vergleich zu gesunden Patienten.[17]

Das Hinzufügen von Melatonin blockierte krebsähnliche Tumoren in artifiziellen Sphären, die von Brust- und Krebszellen entnommen wurden. Dies entstand, weil Melatonin die Östrogenrezeptoren, die den Krebs verursacht haben, blockierte.[94]

Die Behandlung der Zellen mit Melatonin steigerte die Produktion des krebsunterdrückenden Proteins E-Cadherin . Es verringerte zudem die Werte von OCT4 und N-Cadherin , die den Tumorzellen helfen, zu überleben und in andere Organe einzudringen.[95]

Es wirkt ebenso gegen Krebsstammzellen, die Art von Zellen, die sich unkontrolliert teilen und den Krebs widerstandsfähiger gegen eine Behandlung machen. Melatonin reduziert die Aggressivität und Lebensfähigkeit von Krebszellen.[95]

Melatonins Antikrebswirkung ist auf die Fähigkeit, die Immunfunktion zu verbessern, zurückzuführen (R). Es stimuliert verschiedene Arten von Immunzellen, wie TH2-Zellen und natürliche Killer.[96] [97]

Auch bei Mäusen mit Magenkrebs unterdrückte die Melatoninbehandlung die Aktivität regulatorischer T-Zellen.[98]

Die Hauptfunktion der regulatorischen T-Zellen ist die Aktivität anderer Immunzelltypen zu blockieren. Tumoren unterstützen die regulatorischen T-Zellen, da sie die Krebszellen vor dem Töten durch das Immunsystem schützen. Melatonin blockiert T-Zellen, die zu Krebszelltod führen können.[98]

Eine konstante Melatoninbehandlung reduzierte die Menge und Größe der Brusttumoren bei Patienten.[17]

Eine Melatoninergänzung stabilisierte die Gesundheit von Patienten mit Lungen-und Darmkrebs. Es verringerte die Ausbreitung von Tumoren und erhöhten Krebszelltod.[17]

In Zellkulturen stört Melatonin die Energieprozesse der Krebszellen. Durch diesen Effekt blockiert es das Krebszellwachstum und begrenzt ihre Fähigkeit, einzudringen.[99]

Allerdings können Melatonininjektionen das Tumorwachstum stimulieren, wenn sie am Morgen gegeben werden. Sie müs9]]sen vorsichtig bei der Zeitwahl der Melatoninverabreichung sein.[17]

Melatonin bei Brust- und Prostatakrebs

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass niedrige Melatoninspiegel mit dem Brustkrebsrisiko in Zusammenhang gebracht werden können.

Um die Wirksamkeit von Melatonin bei einer Unterbindung des Tumorwachstums zu ermitteln, untersuchte eine Gruppe von Forschern die Wirkung der Melatonin-Dosierung auf das Wachstum von Brusttumoren in vitro (unter Verwendung von menschlichen Krebszellen) und in vivo (unter Verwendung von Mäusen).[100]

Die Forscher fanden heraus, dass Melatonin das Tumorwachstum und die Zellproduktion sowie die Bildung neuer Blutgefäße bei Östrogen-Rezeptor-negativem Brustkrebs hemmen kann. Diese Studie aus dem Jahr 2014 zeigt das Potenzial von Melatonin als therapeutisches Mittel bei Brustkrebs.

Eine weitere Studie befasste sich mit Frauen, die das Chemotherapeutikum Tamoxifen gegen Brustkrebs einnahmen, bei denen jedoch keine Verbesserung eintrat. Durch eine Zugabe von Melatonin zu deren Therapie, fanden Forscher heraus, dass sich bei mehr als 28 Prozent der Frauen die Tumore leicht verkleinerten.[101]

Studien zeigen auch, dass Männer mit Prostatakrebs einen niedrigeren Melatoninspiegel als gesunde Männer besitzen. Bei einer in Oncology Reports veröffentlichten Studie sollte bewertet werden, ob Melatonin das Wachstum von Androgen-abhängigen Prostatatumorzellen verändern kann. Die Ergebnisse zeigten, dass Melatonin in der Lage ist, die Ausbreitung von Prostatakrebszellen signifikant zu hemmen.[102]

Zusammen zeigen diese Studien das vielversprechende Potenzial von Melatonin für eine ergänzende natürliche Behandlung von Krebs.

Melatonin Dosierung für Erwachsene

Melatonin ist in Form von Tabletten, Kapseln, Tropfen oder Sublingualtabletten erhältlich. Abhängig vom Alter und dem beabsichtigten Nutzen kann Melatonin von 0,5 bis 10 mg pro Tag dosiert werden.

Die Vorteile von Melatonin wurden intensiv erforscht und die Ergebnisse zeigten, dass es als Hilfe gegen Schlaflosigkeit in fast allen Altersgruppen, von Kindern bis hin zu älteren Menschen, wenig Probleme bereitet. Es scheint jedoch, dass es in verschiedenen Dosierungen anders wirkt und dass eine höhere Dosierung nicht unbedingt besser bei Schlaflosigkeit hilft.

Die Dosierung von Melatonin scheint nicht unterschiedlich für Erwachsene oder für ältere Menschen zu sein. Melatonin als Schlafmittel in einer Dosierung von 0,1 bis 20 mg haben effektiv Schlafmuster-Probleme wiederhergestellt.

Eine Studie fand, dass Dosierungen von 0,1 mg - dies ist nur ein Zehntel von einem Milligramm - sehr gute Verbesserungen bei Schlafproblemen erzielten und verglichen daher diesen Melatoninspiegel im Blut mit jener von gesunden Menschen ohne Schlafprobleme. Sie fanden, dass eine solch geringe Dosis nicht nur für den Schlaf wirksam war, sondern auch den Melatoninspiegel im Blut erhöhte, bis zu dem gleichen Bereich wie der von gesunden Menschen ohne Schlafprobleme.

In der Tat, als Melatonin zuerst von MIT (Massachusetts Institute of Technology) Wissenschaftlern entdeckt wurde, hat die Universität Dosierungen zwischen 0,3 mg und 1 mg patentiert, weil sie nie gedacht hätten, dass die Menschen eine dreimal so hohe Dosis nehmen würden als die „physiologische Dosis“ von 0,3 mg. Um diese Patente zu umgehen, fingen deshalb ironischerweise andere Unternehmen an, höhere Dosierungen herzustellen. Es ist also nicht so, dass höhere Dosierungen besser sind, man wollte mit höher dosierten Produkten nur das Patent umgehen.

Bedenken Sie - Melatonin ist ein Hormon. Wenn Hormone eingenommen werden, anstatt die durch den Körper selbst produzierten Hormone zu nutzen, wendet der Körper eine Rückkopplungsschleife an und hört oft auf, diese Hormone selbst herzustellen. Das ist der Grund, warum es oft keine gute Idee ist, mehr als die kleinste effektive Dosis einzunehmen, wenn es sich um Hormone wie Melatonin handelt.

Eine höhere Melatonin Dosierung ist nicht unbedingt besser und kann sogar noch schlechter sein als die winzige Dosierung von 0,1 mg. In einer Studie von älteren Menschen mit Schlafstörungen, verbesserte eine Dosierung von 0,3 mg (entspricht 300 mcg Melatonin) deutlich den Schlaf, aber eine Dosierung von 3 mg, die 10 mal höher war, war in der Tat nicht sehr wirksam.

In einer anderen Studie war ein Blinder mit Einschlafproblemen nicht in der Lage, seinen Schlaf mit 10 mg zu verbessern, obwohl die restlichen Mitglieder einer Gruppe mit demselben Problem keine Schwierigkeiten damit hatten. Sie erhöhten seine Dosis auf 20 mg ohne jede Verbesserung. Aber wenn sie seine Melatonin-Dosierung auf 0,5 mg verringerten, verbesserte sich sein Schlaf deutlich.

Dies bedeutet also, dass eine kleine Melatonin Dosierung von 0,1 mg bis 3 mg in der Regel genauso effektiv, und manchmal effektiver, ist als höhere Dosierung. Obwohl es praktisch keinen Grund gibt, sich Gedanken um eine Melatonin-Überdosierung oder Melatonin-Sucht durch höhere Dosierungen zu machen, sind diese einfach nicht notwendig.

Melatonin bei Jet-Lag: Eine orale Gabe von 0,5 bis fünf Milligramm Melatonin eine Stunde vor dem Zubettgehen am endgültigen Zielort wurde in mehreren Studien eingesetzt. Eine weitere Möglichkeit ist, 1 bis 5 Milligramm eine Stunde vor dem Zubettgehen zwei Tage lang vor dem Abflug und zwei bis drei Tage lang nach der Ankunft am Zielort einzunehmen.[103]

Melatonin für durch den Biorhythmus bedingte Schlafstörungen bei Menschen mit und ohne Sehstörungen: Eine orale Einzeldosis von 0,5 bis 5 Milligramm vor dem Schlafengehen oder als tägliche Dosis für ein bis drei Monate.

Melatonin beim verzögerten Schlafphasensyndrom: 0,3 bis 6 Milligramm oral (5 Milligramm werden am häufigsten eingesetzt) täglich vor dem Zubettgehen über zwei Wochen bis drei Monate.

Es gibt viele andere Vorschläge zur Dosierung von Melatonin für verschiedene Gesundheitsprobleme, die auf wissenschaftlicher Forschung, traditioneller Verwendung und kompetenter Beratung basieren.[104]

Wann sollte man Melatonin einnehmen?

Weil Melatonin ein Hormon ist, das von Natur aus vom Körper nachts produziert wird, um den Schlaf zu fördern, sollte es ohne Ausnahme nur abends etwa eine 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Melatonin macht müde, denn das ist genau das, was es tun soll. Dies ist also keine „Nebenwirkung von Melatonin“, wie manche Leute meinen, sondern eine Wirkung. Wenn Sie Melatonin einnehmen, bereiten Sie sich bitte darauf vor einzuschlafen und nehmen Sie es nur vor dem Schlafengehen, wenn es Ihnen möglich ist, volle 8 Stunden durchzuschlafen.

Vermeiden Sie folgende Fehler bei der Einnahme von Melatonin:

- Bei der Einnahme von Melatonin für einen guten Schlaf nehmen Menschen häufig eine Tablette zu früh vor dem Schlafengehen ein, merken dann, dass es nicht schnell genug wirkt und nehmen noch eine weitere Tablette.

- Einige wachen auch während der Nacht auf und nehmen eine weitere Melatonin-Dosis ein. Obwohl dies möglicherweise keine ernsthaften Probleme verursacht, ist dies nicht der richtige oder sicherste Weg, Melatonin zu verwenden; denn je mehr Sie davon nehmen, desto eher können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wie Müdigkeit am Morgen.

Hinweis: Wenn Sie an Krebs leiden, sollten Sie immer Ihren Arzt konsultieren, bevor Sie Melatonin einnehmen.


Haben massive Melatonin Dosierungen Nebenwirkungen?

Verschiedene Melatonin Dosierungen haben unterschiedliche Wirkungen. Eine Untersuchung, in der Melatonin in sehr hohen Dosierungen von bis zu 300 mg pro Tag für mehrere Monate verabreicht wurde, sowie Dosierungen von 75 mg für 3 Jahre, haben keine Probleme gezeigt.

Niedrigere Melatonin Dosierungen zeigen bessere Wirkung

Es empfiehlt sich die Verwendung der geringstmöglichen Dosis von Melatonin mit einer sofortigen Freisetzungsformulierung für ältere Erwachsene, die von 0,3 mg (die bereits wirksam ist) bis zu einem Maximum von 1 oder 2 mg, vorzugsweise 1 Stunde vor dem Schlafengehen. Dies imitiert den physiologischen zirkadianen Rhythmus von Melatonin am besten und vermeidet einen lang anhaltenden Blutspiegel über dem physiologischen Niveau.

Weiters hat sich gezeigt, dass höhere Dosierungen von oral eingenommenem Melatonin einen länger anhaltenden erhöhten Melatoninspiegel verursachen. Gooneratne et al. [5] zeigte, dass eine höhere Dosis in einer 75%igen Formulierung mit verzögerter Freisetzung (4 mg) im Vergleich zu einer niedrigeren Dosis (0,4 mg) eine wesentliche Verlängerung der erhöhten Melatoninspiegel während der Morgenstunden und während des Tages verursachte.

Auch Zhdanova et al. hat festgestellt, dass die Melatoninspiegel in der hoch dosierten Gruppe (3 mg) länger als in den niedrig dosierten Gruppen (0,1 und 0,3 mg) über einer eingestellten Schwelle gehalten wurden. Dies bedeutet, dass eine höhere Dosierung das Risiko einer Verlängerung der supraphysiologischen Ebenen bei älteren Erwachsenen während des nächsten Tages trägt. Dies könnte zu Problemen mit Nebenwirkungen wie Schwindel, Schläfrigkeit oder ein unruhiges Gefühl beim Aufwachen führen, trotz der geringen Toxizität von Melatonin.[105]

Studien untersuchten auch zusätzliche Effekte der Verabreichung von Melatonin auf andere Ergebnisse wie Schlaf und Körperkerntemperatur. Oral eingenommenes Melatonin wirkte sich positiv auf die Schlafparameter aus. Einige Studien zeigten, dass mit höheren Dosierungen und Verlängerung der supraphysiologischen Ebenen, Melatonin seine Wirksamkeit auf Schlafparameter verliert und mit niedrigeren Dosierungen seine Wirksamkeit wiedererlangt.

Melatonin für Kinder - ist das eine gute Idee?

Melatonin ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse und im Verdauungstrakt produziert wird, wenn man der Dunkelheit ausgesetzt ist, damit man schlafen kann. Während natürlich produziertes Melatonin absolut sicher ist, ist die Einnahme von Melatonin auch für Kinder eine gute Idee?

Die meisten Kindern produzieren selbst genug Melatonin und benötigen normalerweise kein zusätzliches Melatonin. Es gibt aber einige Kinder, die selbst nicht genug Melatonin produzieren können und Studien zeigen, dass Kinder mit bestimmten Erkrankungen von Melatonin profitieren können.

Während es nur wenige „doppelblinden placebo-kontrollierten“ Studien gibt, gibt es viele „offene“ und „Cross-over-Studien“ von Kindern mit

  • Entwicklungsstörungen
  • Autismus
  • Neurologischen Problemen
  • ADHS
  • Asperger-Syndrom
  • Schweren Schlafstörungen
  • Blindheit
  • Zerebralparese

Es wurde nicht für die Verwendung bei Fibromyalgie in Kindern untersucht, aber da eine der definierenden Symptome von Fibromyalgie eine veränderter Schlaf/Wach-Rhythmus ist, könnte es auch bei diesen Kindern wirksam sein.

Es gab eine beträchtliche Anzahl von Studien mit Melatonin und Kindern. Bei fast jeder einzelnen Studie wurde festgestellt, dass Melatonin wirksam bei der Behandlung von Schlafstörungen dieser Kinder war, mit wenigen bis keinen Nebenwirkungen. Es ist so sicher, dass sogar recht hohe Dosierungen verabreicht wurden. Es stellte sich heraus, dass es auch Verbesserungen für kritisch kranke neugeborene Babys zeigte, die auf Beatmung angewiesen waren. Daran erkennt man, wie sicher Melatonin für Kinder ist.

Melatonin Dosierung für Kinder

Bei den meisten Melatonin Studien mit Kindern wurde eine Melatonin-Dosierung von 1 bis 6 mg am Abend gegeben. Aber einige Studien mit Erwachsenen und Berichte über Melatonin für Kinder zeigen, dass sogar so wenig wie 0,1 mg (1/10 von einem Milligramm) genauso effektiv sein kann und möglicherweise weniger Probleme mit der Schläfrigkeit am Morgen oder Albträume verursacht.

Während es sich nicht nach viel anhört, gab es Fallstudien von Erwachsenen, die zeigen, dass höhere Dosierungen ineffektiv waren, während niedrigere Dosierungen mehr Wirkung zeigten. Obwohl es fast unmöglich ist, Melatonin überzudosieren, ist es immer klug, Melatonin für Kinder mit der niedrigsten Dosis zu geben, und zwar spät am Abend oder kurz vor dem Schlafengehen.

Insgesamt scheint Melatonin für Kinder eine effektive und erstaunlich sichere Therapie gegen Schlafstörungen, egal welcher Ursache, zu sein. Darüber hinaus haben Kinder mit Verdauungsproblemen Verbesserungen durch die Wirkung von Melatonin als Entspannungsmittel für glatte Muskeln gezeigt.

Melatonin Nebenwirkungen für Kinder

Unter den wenigen Nebenwirkungen, waren die meisten mit der Schläfrigkeit am Morgen verbunden. Eine sehr kleine Zahl litt über vorübergehenden Kopfschmerzen, Albträume oder etwas häufiger unter Bettnässen.

Ansonsten gab es über das letzte Jahrzehnt der Melatoninergänzung bei der FDA sehr wenige Berichte über Probleme. Weil das Defeat Autism Now-Protokoll auch Melatonin bei Kindern mit Schlafproblemen empfiehlt, haben Tausende von autistischen Kindern Melatonin als sicheres Schlafmittel für längere Zeit mit wenigen gemeldeten Problemen eingenommen.

Ist Melatonin sicher bei Kindern mit Krampfanfällen?

In mindestens einer Studie gab es einen Bericht eines entwicklungsbehinderten Kindes, das nach dem Beginn der Melatonin-Studie einen ersten Anfall hatte. Also werden Ärzte eher davon abraten, Melatonin einem Kind zu verabreichen.

Aber es gibt tatsächlich auch iele Berichte über Krampfanfälle, die sich verbessert haben, nachdem den Kindern Melatonin verabreicht wurde, und es gibt mindestens eine Studie, die Melatonin effektiv als Behandlung für Krampfanfälle bei Kindern eingesetzt hat, die so schwere Anfälle hatten, dass kein anderes Medikamente gewirkt hat!

Trotz des einen Berichts des Kindes, das den Krampfanfall nach Beginn der Behandlung hatte, schlagen Berichte und Studien vor, dass Melatonin wirklich vorteilhaft für Kinder mit Krampfanfällen sein kann.

In jedem Fall scheint es keinen Grund zu geben, einem Kind kein Melatonin für Schlafstörungen zu geben, nur weil es eine Anfallsstörung hat oder man sich Sorgen macht, das Melatonin einen Anfall verursachen könnte. Es scheint nur wenig bis gar keine Rechtfertigung für diese Warnung zu geben, wenn es sicher von Tausenden von Kindern mit Autismus und Entwicklungsstörungen jedes Jahr verwendet wird.

Jedoch können höhere Dosen Melatonin bei jungen Menschen Krampfanfälle verursachen. Es stört auch die Entwicklung in der Pubertät wegen der möglichen Auswirkungen auf die Hormone. Bevor Sie einem Kind Melatonin verabreichen, sollten Sie daher immer vorab einen erfahrenen Arzt konsultieren.

Melatonin und Kinder mit Autismus

Die Forschung hat gezeigt, dass Melatonin Kindern mit Entwicklungsproblemen wie Autismus helfen kann. Dies ist vor allem wichtig, da Autismus auf dem Vormarsch ist.

Eine wissenschaftliche Beurteilung aus dem Jahr 2011, die in Developmental Medicine and Child Neurology veröffentlicht wurde, bewertete 35 Studien mit Melatonin-bedingten Erkenntnissen zu Störungen des Autismus-Spektrums, einschließlich der autistischen Störung, dem Asperger-Syndrom, dem Rett-Syndrom und anderen gängigen Entwicklungsstörungen.

Nach Prüfung der zahlreichen Studien kamen die Forscher zu dem Schluss, dass eine Melatonin-Supplementierung bei Störungen des autistischen Spektrums mit besseren Schlafparametern, verbessertem Verhalten während des Tages und nur minimalen Nebenwirkungen verbunden ist.[106]

Hat Melatonin Nebenwirkungen?

Nur sehr wenige Menschen haben Probleme mit Melatonin und es ist so sicher, dass es sogar kritisch kranken, neugeborenen Babys und autistischen Kindern verabreicht wird, mit erstaunlich wenig Problemen. Trotz der großen Anzahl von Personen, die in den USA Melatonin einnehmen, wurden der FDA nur einige Nebenwirkungen gemeldet.

Melatonin ist ziemlich sicher, wenn es für kurze Zeit eingenommen wird. Es kann auch für manche Personen sicher sein, es langfristig zu nehmen. Melatonin wurde problemlos über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren eingenommen.

Melatonin hat eine geringe Toxizität und wird im Allgemeinen gut vertragen. Trotzdem kann es bei sensiblen Personen zu folgenden Nebenwirkungen kommen:
  • lebhafte Träume oder Alpträume
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Schläfrigkeit während des Tages
  • kurzfristige Gefühle von Depression
  • Magenkrämpfe
  • Reizbarkeit
  • verminderte Libido

Schwangere oder stillende Frauen sollte Melatonin nicht einnehmen. Melatonin ist ein Hormon; wenn Sie also hormonell bedingte Gesundheitsprobleme haben oder hatten, sollten Sie Melatonin nur unter der Aufsicht eines Arztes verwenden.

Fünf Stunden nach der Einnahme von Melatonin sollte kein Kraftfahrzeug gelenkt oder Maschinen bedient werden.

Wenn Sie absichtlich oder aus Versehen eine Überdosis Melatonin einnehmen, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

• Morgendliche Schläfrigkeit

Müdigkeit am Morgen ist wahrscheinlich eine der am häufigsten Nebenwirkungen von Melatonin und kann bei höheren Dosierungen ausgeprägter sein. Es ist kein Symptom einer Überdosierung, da es extrem schwierig ist, eine Melatonin-Überdosierung zu verursachen. In der Tat sind diejenigen, die versucht haben, eine Überdosis von Melatonin zu erzeugen, gescheitert. In Studien wurden bis zu 6 Gramm Melatonin jeden Tag über 30 Tage verabreicht, ohne Symptome einer Überdosierung zu bemerken.

Wenn Sie nach der Einnahme von Melatonin für den Schlaf übermäßig müde sind, dann sollten Sie bei der nächsten Einnahme diese zwei Dinge beachten:

1) Vergewissern Sie sich, dass Sie volle 8 Stunden durchschlafen können: Die überwiegende Mehrheit der Personen, die sich über Müdigkeit am nächsten Morgen beschweren, hatten einfach keine 8 Stunden Schlaf. Natürlich ist man morgens müde sein, wenn man Melatonin als Schlafmittel einnimmt und sich aber nicht erlaubt, eine volle Nacht durchzuschlafen.

2) Nehmen Sie eine niedrigere Dosierung an Melatonin ein: Einige Studien zeigten tatsächlich, dass eine niedrigere Melatonin Dosierung besser wirken könnte als höhere Dosierungen. Die durchschnittliche Melatonin Dosierung beträgt zwischen 1 bis 3 Milligramm. Aber schon so wenig wie 1/10 von einem Milligramm war in Studien wirksam, Personen beim Schlafen zu helfen. Für manche Personen war die niedrigere Dosierung sogar hilfreicher für den Schlaf und sie waren am Morgen weniger müde.

• Schläfrigkeit und Erschöpfung

Da Melatonin ein Schlafverstärker ist, sind die meisten berichteten Nebenwirkungen von Melatonin Schläfrigkeit. Obwohl dies eher eine Wirkung und nicht eine Nebenwirkung ist, beschweren sich einige Leute darüber und erleben sie oft als Erschöpfung statt Schläfrigkeit.

Es sollte beachtet werden, dass Melatonin abends eingenommen werden sollte, denn das ist die Zeit, in der es normalerweise im Körper produziert wird. Und da es den Anwendern hilft einzuschlafen, fühlen sich einige Personen am Morgen zerschlagen und müde, sogar den ganzen Tag über.

Dies gilt besonders für diejenigen mit chronischem Schlafentzug, die endlich wieder gut schlafen konnten. Wenn Sie endlich wieder schlafen können, sich aber tagsüber extrem müde fühlen, egal wie viel Schlaf Sie bekommen haben, ist das ein Zustand der „Hypersomnolenz“ heißt. Das ist kein Problem, sondern ein Signal, dass sich die Dinge für Sie ändern.

Wenn Sie Hypersomnolenz erleben, stellen Sie die Einnahme von Melatonin ein, bis Sie ein paar Tage freihaben und nehmen Sie es direkt vor dem Schlafgehen am Wochenende. Planen Sie einfach ein, den größten Teil des Wochenendes zu schlafen.

Wenn Sie sich am Ende des Wochenendes nicht besser fühlen, dann brechen Sie die Einnahme von Melatonin ab und wiederholen es am nächsten Wochenende.

Ihr Körper „holt auf“ bedingt durch den langfristigen Schlafentzug und es kann bis zu einem Monat oder zwei Wochenenden dauern, um dies zu beheben.

Wenn Sie das als Heilung, und nicht als Nebenwirkung von Melatonin sehen, dann wird es Ihnen leichter fallen. Hypersomnolenz ist kein Problem, wenn Sie wissen, was es ist und wie Sie es kontrollieren können. Es ist tatsächlich ein notwendiger Bestandteil einer guten Nachtruhe für diejenigen, die an chronischer Schlaflosigkeit gelitten haben.

• Sexuelle Nebenwirkungen

Ein sehr kleiner Prozentsatz an Personen hat sich über einen verringerten Sexualtrieb beklagt und interessanterweise über Unfruchtbarkeit. Der Grund für den niedrigen Sexualtrieb könnte sehr gut mit der Aufnahme von Melatonin zur falschen Tageszeit, bei Hypersomnolenz odr einer zu hohen Melatonin Dosierung verbunden sein.

Es kann einfach nur Erschöpfung und Schläfrigkeit sein, anstatt ein echtes Problem mit der Libido, und wenn die Hypersomnolenz sich auflöst, dann ist die niedrige Libido wahrscheinlich auch so gut wie verschwunden.

Allerdings ist eine der interessanteren Nebenwirkungen von Melatonin die ausreichende Änderung der hormonellen Balance, die zu Unfruchtbarkeit bei Frauen und Männern führen kann, wenn es in massiven Dosierungen genommen wird.

Während dies als nachteilig erscheint - denn es scheint eine vorhersagbare und reversible Antwort auf sehr hohe Dosis Melatonin zu sein - haben einige versucht, diese Nebenwirkung von Melatonin zu nutzen, um ein sichereres weibliches Verhütungsmittel zu schaffen!

Daher sollten Paare, die versuchen, schwanger zu werden oder Frauen, die schwanger sind oder stillen, Melatonin aus diesem Grund vermeiden.

Ist Melatonin sicher?

Die Sicherheit von Melatonin ist gut dokumentiert. In den letzten zehn Jahren, in denen Melatonin als Ergänzung verwendet wurde, hat es eine erstaunlich geringe Menge an Berichten über Nebenwirkungen von Melatonin gegeben – auch bei hohen und sogar extrem hohen Dosierungen!

Es hat sich gezeigt, dass eine Überdosierung von Melatonin extrem schwer erzeugt werden kann – auch bei der Anwendung von Melatonin für Kinder.

In der Tat ist es extrem schwer, jemandem mit Melatonin zu vergiften, dass Wissenschaftler, die versuchen, eine Toxizität in Mäusen zu erzeugen, es nicht tun konnten.

Wissenschaftler, die vorläufige Studien über Stoffe durchführen, um die Niveaus der Toxizität herauszufinden, haben eine Zahl namens LD 50 entwickelt. Die LD 50 ist die Dosis, die konsequent die Hälfte der Mäuse töten, denen die Substanz verabreicht wurde.

Die Wissenschaftler, die auf der Suche nach Melatonins LD 50 waren – dies ist jene Dosis, die für 50 Prozent der Tiere, denen sie verabreicht wird, tödlich ist – konnten keine Konzentration erzeugen, die stark genug war um eine Maus zu töten. Dies bedeutet, Melatonin hat kein LD 50, egal welche Dosierung verabreicht wurde.

Und als Wissenschaftler Testpersonen 6 Gramm (6.000 mg) Melatonin jede Nacht einen Monat lang verabreichten, waren Magenbeschwerden und etwas verbleibende Schläfrigkeit die einzig gemeldeten Nebenwirkungen.

Es gibt einen Bericht von 3 Personen, die versuchten, Selbstmord zu begehen, indem sie eine Überdosis von Melatonin einnahmen. 2 der Leute nahmen je 20 Tabletten von 3 Milligramm und die andere Person nahm 50 Tabletten von je 3 Milligramm. Allen 3 ging es gut, sie hatten fast keine Nebenwirkungen von Melatonin, keine Symptome und benötigten keine medizinische Behandlung!!!

Die Personen, die versucht hatten, Selbstmord zu begehen, haben eine niedrigere Dosierung zu sich genommen als die tägliche Dosierung, die an freiwilligen Testpersonen in mehreren verschiedenen Studien verabreicht wurde.

So verabreichte eine Studie Frauen 300 mg pro Tag, jeden Tag 4 Monate hindurch. Es gab überhaupt keine Probleme.

Eine Studie gab den Personen ein Gramm (1000 Milligramm), jeden Tag für einen Monat ohne Probleme. Und noch eine weitere Studie verabreichte den Leuten 6 Gramm (6000 Milligramm) jeden Tag für einen Monat mit nur etwas Schläfrigkeit am Morgen.

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