Vitamin B6 – das Multitalent der B-Vitamine

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Unter der Bezeichnung Vitamin B6 werden verschiedene Stoffe zusammengefasst, die an zahlreichen zentralen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt sind. So fungiert Vitamin B6 in seinen aktiven Formen als Coenzym und ist an rund 100 verschiedenen Stoffwechselreaktionen beteiligt.

Der Körper benötigt den essenziellen Vitalstoff zur Umwandlung und zum Einbau von Eiweißen sowie zur Verstoffwechselung von Fetten. Ebenso beeinflusst das Vitamin nicht nur das Hormonsystem und das Immunsystem, sondern trägt auch zur Bildung von Neurotransmittern im Nervensystem bei.

Ein Vitamin B6 Mangel tritt vor allem in Kombination mit anderen Vitaminmangelzuständen auf. Insbesondere Jugendliche, Schwangere, Senioren sowie Menschen mit chronischen Verdauungsstörungen oder Alkoholabhängigkeit haben ein erhöhtes Risiko für einen kombinierten B-Vitaminmangel. Ein B-Vitaminmangel kann auch durch die Einnahme von Medikamenten entstehen.

Die Folgen eines solchen Mangels sind weitreichend. Hautausschläge, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Zittern – all das sind Symptome, die bei einem Vitamin B6 Mangel auftreten können. Ein Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B6 kann zur ausreichenden Versorgung beitragen und so Mangelerscheinungen vorbeugen bzw. entgegenwirken.

Was ist Vitamin B6?

Das eine Vitamin B6 gibt es nicht. Vielmehr handelt es sich bei Vitamin B6 bzw. Pyridoxin um einen Sammelbegriff für drei chemische Verbindungen: Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin. Alle Verbindungen kommen natürlicherweise vor und können im Stoffwechsel in die jeweils andere Form umgewandelt werden.

Dem Vitamin B6 werden auch das Pyridoxalphosphat und das Pyridoxaminphosphat als aktive Formen der chemischen Verbindungen zugeordnet. Da Vitamin B6 in der orthomolekularen Medizin vor allem in Form von Pyridoxin und Pyridoxinhydrochlorid eingesetzt wird, wird das Vitamin B6 im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als Pyridoxin bezeichnet.[1]

Vitamin B6 Wirkung

In Form von Pyridoxal-5-Phosphat spielt Vitamin B6 als Coenzym verschiedener Enzyme eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel. Insbesondere im Eiweiß- und Aminosäurestoffwechsel ist das Pyridoxal-5-Phosphat aktiv. Es ist am Umbau von Aminosäuren beteiligt und bewirkt die Produktion sogenannter biogener Amine. Zu diesen gehören Neurotransmitter (Botenstoffe) wie Dopamin, Serotonin oder die γ-Aminobuttersäure.[1]

Auch die Bildung von Myelin, der Ummantelung der Nervenzellen, sowie die Produktion von wichtigen Bestandteilen der Zellmembran hängen in einem gewissen Maß von einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin B6 ab.

Darüber hinaus ist das Vitamin bei der Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin involviert. Das Hämoglobin verleiht dem Blut nicht nur seine rote Farbe, sondern transportiert auch Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Blut.

Ebenso dient Vitamin B6 dem Abbau der Aminosäure Homocystein, die in Zusammenhang mit Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Herzinfarkt und Schlaganfall bekannt ist.[2]

Seit einiger Zeit zeichnet sich zudem ab, dass der Körper das Vitamin für die Immunabwehr benötigt. Neuere Studienergebnisse zeigen, dass das Vitamin B6 längst nicht nur eine Coenzym-Funktion ausübt. Vielmehr wird vermutet, dass es direkt auf den Rezeptor, also die Bindungsstelle, von Steroidhormonen einwirkt.

Zu den Steroidhormonen gehören Sexualhormone wie Östrogen, Progesteron und Testosteron aber auch Glukokortikoide wie das Stresshormon Cortisol. Dadurch kann das Vitamin die Wirkeigenschaften der Hormone deutlich beeinflussen.[3] [4]

Zusammengefasst ist Vitamin B6 also von Bedeutung für:

  • den Aminosäurestoffwechsel
  • die Herstellung von Neurotransmittern
  • die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin
  • die Regulierung des Immunsystems
  • die Funktion des Hormonsystems
  • den Fettstoffwechsel und das Wachstum

Vitamin B6 Mangel – Ursachen und Symptome

Im Gegensatz zum Vitamin B12 Mangel, unter dem Schätzungen zufolge je nach Alter und Geschlecht bis zu 33 Prozent der Bevölkerung leiden, tritt der Vitamin B6 Mangel deutlich seltener auf.

Die Nationale Verzehrstudie II aus dem Jahr 2008 zeigt, dass 12 Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen die empfohlene Tageszufuhr des Vitamins nicht erreichen. In der Regel zeigt sich ein Mangel an Vitamin B6 (darunter werden die Verbindungen Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin zusammengefasst) jedoch nicht isoliert, sondern in Zusammenhang mit anderen Vitamin-B-Mangelerkrankungen.[5] [6]

Vitamin B6 Mangel – wer ist besonders gefährdet?

Suboptimale B6-Werte finden sich vor allem bei Risikogruppen wie:

  • untergewichtigen Personen
  • älteren Menschen, die zu wenig Nahrung zu sich nehmen
  • Menschen, die eine radikale Diät machen
  • Menschen mit hohem Alkoholkonsum oder Alkoholmissbrauch
  • Menschen, die unter einer Autoimmunkrankheit oder chronischen Entzündungen leiden

Auch Schwangere sowie Stillende und Patienten mit Nierenerkrankungen wie Niereninsuffizienz oder chronischer Urämie haben aufgrund eines erhöhten Vitaminbedarfs ein höheres Risiko für Mangelzustände. Außerdem gilt es zu beachten, dass bestimmte Arzneimittel den Bedarf an Vitamin B6 steigern können.

Daher sollten Patienten, die hydrazidhaltige Tuberkulostatika, Phenytoin, D-Penicillamin oder L-Dopa einnehmen, vermehrt auf ihre Ernährung achten, um keinen B6-Mangel zu erleiden.[7]

So äußert sich ein Vitamin B6 Mangel

Die Speicherfähigkeit des Organismus für Vitamin B6 beträgt zwischen 4 und 6 Wochen. Bereits ein leichter Mangel an dem Vitalstoff kann schwerwiegende Symptome zur Folge haben. Wie bei den anderen B-Vitaminen auch, macht sich ein Mangel an B6 zunächst vor allem durch einen Vitalitätsverlust bemerkbar.

Genau wie beim Vitamin B12 Mangel kann es auch beim B6-Mangel zu sogenannten Mundwinkelrhagaden kommen. Es handelt sich dabei um kleine und recht schmerzhafte Einrisse in den Mundwinkeln. Ebenso können Wunden oder Geschwüre in der Mundhöhle auftreten.

Menschen mit einem Mangel an Vitamin B6 können unter Durchfall, Appetitverlust, Erbrechen und Blutarmut (Anämie) leiden. Besonders häufig betreffen die Mangelerscheinungen jedoch das Nervensystem.

Bei einem schweren Mangel können die peripheren Nerven degenerieren, sodass die Bewegungsabläufe des Körpers nicht mehr richtig gesteuert werden können. Es kommt zu Lähmungen und anderen Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie). Zu den weiteren neurologischen Störungen, die als Mangelsymptome auftreten können, gehören:[8]

  • Depressionen
  • Verwirrtheit
  • Krampfanfälle

Vitamin B6 und PMS

In den Tagen vor dem Einsetzen der Menstruation leiden viele Frauen unter körperlichen und psychischen Beschwerden. Diese werden als prämenstruelles Syndrom oder PMS bezeichnet. Typische PMS-Symptome sind neben Schmerzen und Abgeschlagenheit auch Wassereinlagerungen und depressive Verstimmungen.

Schätzungen zufolge treten bei jeder dritten Frau im gebärfähigen Alter PMS-Beschwerden auf. Verschiedene Studien liefern Hinweise darauf, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin B6 diesen Beschwerden entgegenwirken kann.

Zwar reduzieren sich auch die Allgemeinsymptome, besonders deutlich beeinflusst die Einnahme von Pyridoxinhydrochlorid und anderen B6-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln aber die Stimmungsschwankungen, die im Rahmen des PMS auftreten können.

Das Vitamin hat einen nicht unerheblichen Anteil an der Produktion der Neurotransmitter Serotonin und Dopamin. Diese sind unter anderem für das psychische und seelische Wohlbefinden zuständig.

Über die Beeinflussung des Botenstoff-Stoffwechsels kann Vitamin B6 also vermutlich die Stimmung vor und während der Menstruation heben und/oder stabilisieren.[9] [10]

Insbesondere bei der kombinierten Einnahme von Magnesium und Vitamin B6 über einen Zeitraum von mindestens 2 Monate zeigt sich ein signifikanter Effekt im Hinblick auf Beschwerden wie Depressionen, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Reizbarkeit.[11]

Vitamin B6 und Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit, auch Insomnie genannt, ist immer durch zu wenig Schlaf charakterisiert. Die Betroffenen haben Probleme beim Einschlafen und/oder wachen in der Nacht mehrfach auf und liegen wach.

Ebenso können kribbelnde Beine (Restless Legs) oder Schnarchen den Schlaf stören. Eine entscheidende Rolle für die Schlaf-Wach-Regulation spielt das Hormon Melatonin. Es wird in der Zirbeldrüse im Gehirn aus dem Neurotransmitter Serotonin hergestellt. Neben Serotonin und Melatonin ist der Botenstoff Dopamin am Schlafvorgang beteiligt.[12] [13]

Vitamin B6 Mangel kann Schlafstörungen zur Folge haben

In seiner aktiven Form P5P ist Vitamin B6 an der Synthese von Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin beteiligt. Der Botenstoff Serotonin wird aus der Aminosäure Tryptophan gebildet.

Zur Umwandlung von Tryptophan in die Serotoninvorstufe 5-Hydroxy-Tryptophan (5-HTP) benötigt der Körper Folsäure. Damit aus 5-HTP wiederum Serotonin entsteht, ist Vitamin B6 notwendig.

Auch die Umwandlung von der Aminosäure L-3,4-Dihydroxyphenylalanin (L-DOPA) in Dopamin kann nur unter Einsatz von Vitamin B6 erfolgen. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 trägt deshalb zu einem ausgeglichenen Neurotransmitterhaushalt bei. Dopamin, Serotonin und Melatonin sind für das Einschlafen notwendig, erleichtern den Übergang in den Tiefschlaf und reduzieren das nächtliche Aufwachen.[14]

Vitamin B6 und das Restless Legs Syndrom

2 bis 10 Prozent der Bevölkerung leiden unter dem sogenannten Restless Legs Syndrom (RLS). Dabei handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, die durch einen Bewegungsdrang und Missempfindungen in den Beinen charakterisiert ist.

Typischerweise treten diese Beschwerden vor allem in Ruhesituationen auf und ist entsprechend eine häufige Ursache von Schlafstörungen. Die gesamte Gruppe der B-Vitamine und damit auch das Vitamin B6 spielen eine entscheidende Rolle für die Funktion des Nervensystems und können somit die Symptome der Erkrankung lindern.

Experten vermuten zudem, dass das Restless Legs Syndrom (zum Teil) durch eine Störung im Dopaminstoffwechsel hervorgerufen wird. Deshalb kommen zur Therapie der Erkrankung sogenannte Dopaminagonisten zum Einsatz, die wie der Neurotransmitter Dopamin an den Rezeptoren wirken.

Zur unterstützenden Stimulation der Dopaminsynthese kann Vitamin B6 hilfreich sein. Insbesondere Menschen, die aufgrund einer bipolaren Störung das Medikament Lurasidon einnehmen müssen, können von einer zusätzlichen B6-Einnahme profitieren. Lurasidon ist ein atypisches Neuroleptikum, das als häufige Nebenwirkung das RLS hervorruft.[15]

Vitamin B6 Dosierung

Die empfohlene tägliche Zufuhr an Vitamin B6 wird von der DGE mit 1,2 bis 1,6 mg angegeben. Die Werte schwanken je nach Geschlecht und Alter. Auch der tägliche Proteinumsatz sowie das Vorliegen von chronischen Grunderkrankungen spielen eine Rolle bei der Berechnung der Dosierung.

Bei einer pyridoxinarmen Ernährung sowie bei Symptomen, die auf einen Vitamin B6 Mangel hinweisen, empfiehlt sich eine Substitution mit einer Tagesdosis von 5 bis 25 mg für mindestens 3 Wochen. Anschließend kann täglich eine Erhaltungsdosis von rund 3 mg eingenommen werden.

Eine Vitamin B6 Substitution in Höhe von 50 bis 300 mg pro Tag kann auch zur Prophylaxe arzneimittelbedingter Mangelerscheinungen bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten wie Isoniazid, Cycloserin, Theophyllin oder Hydralazin sinnvoll sein.

Zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfiehlt die D-A-CH-Liga Homocystein schon bei leicht erhöhten Homocysteinspiegeln im Blut eine Supplementierung von rund 25 mg pro Tag.[16] [17]

Tagesbedarf nach den Empfehlungen der DGE


Laut DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung ) ist die tägliche Zufuhr folgender Vitamin B6 Mengen notwendig, um einen Mangel vorzubeugen.[18]

  • Säuglinge 0 bis unter 4 Monate: 0,1 mg
  • Säuglinge 4 bis unter 12 Monate: 0,3 mg
  • Kinder 1 bis unter 4 Jahre: 0,4 mg
  • Kinder 4 bis unter 7 Jahre: 0,5 mg
  • Kinder 7 bis unter 10 Jahre: 0,7 mg
  • Kinder 10 bis unter 13 Jahre: 1,0 mg
  • Kinder 13 bis unter 15 Jahre: 1,4 mg
  • Erwachsene 15 bis unter 19 Jahre: 1,2 bis 1,6 mg
  • Erwachsene 19 bis unter 65 Jahre: 1,2 bis 1,5 mg
  • Erwachsene 65 Jahre und älter: 1,2 bis 1,4 mg
  • Schwangere ab 4. Monat: 1,9 mg
  • Stillende: 1,9 mg

Interpretation der Richtlinien

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung richten sich in erster Linie an gesunde Menschen. Der Tagesbedarf ist so errechnet, dass bei einer gesunden Person kein Vitamin B6 Mangel entsteht.

Als Coenzym ist B6 an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und spielt unter anderem bei der Bewältigung von Entzündungen eine Rolle. Menschen, die unter einer chronischen oder akuten Entzündung leiden, haben dementsprechend einen erhöhten Bedarf an Vitamin B6.[19]

Zudem ist zu beachten, dass dem Körper nur ein Teil der aufgenommenen Vitalstoffmenge aus der Nahrung zur Verfügung steht. Vitamin B6 wird überwiegend im Dünndarm und hier vor allem im Leerdarm (Jejunum) resorbiert. Bei einem gesunden Menschen liegt die Aufnahmerate bei 70 bis 75 Prozent.

Liegen Fehlbesiedelungen oder Entzündungen im Dünndarm vor, kann sich die Aufnahmerate verringern. Ein Teil des Vitamins wird zudem von Darmbakterien hergestellt, um die verfügbare Menge an Pyridoxin zu erhöhen. Erkrankungen des Magen- und Darmtrakts wirken dieser B6-Synthese entgegen, wodurch der Bedarf an Vitamin B6 aus der Nahrung deutlich steigt.[20]

Vitamin B6 für Veganer und Vegetarier

Weltweit leben rund 75 Millionen Menschen vegetarisch und verzichten auf Fleisch und Fleischprodukte. Immer mehr Menschen entscheiden sich zudem, vegan zu leben. Die Gründe dafür sind vielfältig. So kann die Entscheidung für den Verzicht auf Fleisch und andere tierische Produkte kulturell, ethisch oder finanziell begründet sein.

Auch aus gesundheitlichen Aspekten kann eine Ernährung ohne tierische Produkte sinnvoll sein. Die vegetarische oder vegane Lebensweise kann das Risiko für die typischen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus oder Arteriosklerose reduzieren.[21]

Eine ausgewogene vegetarische oder vegane Ernährung deckt den Bedarf an Nähr- und Vitalstoffen wie Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen in der Regel gänzlich ab. Eine Ausnahme stellt lediglich das Vitamin B12 dar, das bei einer veganen Ernährung durch Nahrungsergänzungsmittel oder angereicherte Lebensmittel zugeführt werden muss. Im Gegensatz zu Vitamin B12 ist Vitamin B6 jedoch in pflanzlichen Nahrungsmitteln ebenso zu finden wie in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft.

Pflanzliche Vitamin B6 Quellen

Gute pflanzliche Vitamin B6 Quellen sind stärkehaltige Gemüsesorten wie beispielsweise Kartoffeln sowie verschiedene Früchte. Dabei stehen die pflanzlichen Vitaminquellen den tierischen Pendants im B6-Gehalt kaum nach.

Während eine Portion Rinderleber beispielsweise etwa 0,9 mg B6 enthält, weist eine Portion Kichererbsen einen B6-Gehalt von etwa 1,1 mg auf. Noch dazu ist Vitamin B6, das in Pflanzen vorkommt, relativ hitzestabil.

Insbesondere tierische Lebensmittel büßen also beim Erhitzen Vitamin B6 ein. Eine vegetarische oder vegane Ernährung stellt somit keinen Risikofaktor für einen Vitamin B6 Mangel dar.[22]

Vitamin B6 und Depression

Die Depression ist ein vielseitiges Krankheitsbild. Die Ursachen und Auslöser der psychischen Erkrankung sind nach wie vor unklar. Neben psychosozialen Aspekten wie früheren traumatischen Erlebnisse oder chronischer Überlastung stehen auch neurobiologische Aspekte wie ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter in bestimmten Hirnregionen oder Mikronährstoffmangel immer wieder in der Diskussion.

Der Zusammenhang zwischen Homocystein, Depressionen und Vitamin B6

In verschiedenen Studien fand sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem erhöhten Homocysteinspiegel im Blut und dem Auftreten einer depressiven Symptomatik. Homocystein ist eine natürlich vorkommende Aminosäure, die als Zwischenprodukt im sogenannten Methionin-Stoffwechsel entsteht.

Befindet sich zu viel Homocystein im Blut, begünstigt dies die Entstehung verschiedener Erkrankungen. Neben Folsäure und Vitamin B12 spielt Vitamin B6 eine entscheidende Rolle zur Senkung des Homocysteinspiegels. So kann Homocystein mithilfe von Vitamin B6 in die deutlich harmlosere Aminosäure Cystein umgewandelt werden. Mit der Einnahme von Vitamin B12, Folsäure und Vitamin B6 lässt sich der Homocysteinspiegel deutlich senken.[23] [24]

Vitamin B6 im Neurotransmitter-Stoffwechsel

Über den Neurotransmitterhaushalt ist Vitamin B6 stark in die Regulierung der Stimmung und auch des Gedächtnisses involviert. Das ist ein Grund, warum das Vitamin als therapeutische Unterstützung in der Behandlung von Depressionen genutzt wird. So trägt Vitamin B6 unter anderem zur Produktion der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin bei.

Bei einem Mangel an Vitamin B6 kann es zu Störungen im Neurotransmitterhaushalt und damit zu deutlichen Funktionseinschränkungen in der Nervenfunktion kommen. Auf diesem Weg kann eine unzureichende Vitamin B6 Versorgung zur Entwicklung von neurologischen und psychischen Störungen wie der Depression beitragen.

Die Studienlage legt zudem nahe, dass Vitamin B6 die Therapie mit Antidepressiva sinnvoll unterstützen kann. Die Antidepressiva schlagen bei zusätzlicher Einnahme von Vitamin B6, B12 und Folsäure nicht nur schneller an, es treten zudem seltener Rückfälle auf.[25] [26]

Widersprüchliche Studienergebnisse?

Zwar finden sich immer wieder Hinweise auf einen positiven Effekt von Vitamin B6 auf depressive Verstimmungen, nicht alle Studien können dies jedoch bestätigen. So zeigte sich beispielsweise in einer Studie aus dem Jahr 2016, dass Vitamin B6 Depressionen vor allem bei Frauen vorbeugte.

Bei Männern wirkte sich eher ein hoher Vitamin B12 Spiegel schützend aus. Der positive Effekt von Vitamin B6 auf Depressionen bei Frauen konnte in verschiedenen Studien zur Wochenbettdepression hingegen nicht bestätigt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die tatsächliche Bedeutung von Vitamin B6 in der Entstehung von Depressionen noch nicht vollständig nachgewiesen wurde. Die Studienlage deutet jedoch darauf hin, dass Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B6 oder auch Vitamin B12 und Folsäure sich zur unterstützenden Behandlung sowie zur Vorbeugung der psychischen Erkrankung durchaus eignen können.[27] [28] [29]

Vitamin B6 – Demenz und Alzheimer

Die Demenz ist ein neurologisches Krankheitsbild, das durch den fortschreitenden Verlust der geistigen Fähigkeiten charakterisiert ist. Demenzerkrankungen betreffen vor allem Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Die bekannteste und häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz (AD), die auch als Morbus Alzheimer bezeichnet wird.

In Deutschland leben rund 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, 2/3 von ihnen mit der Diagnose Alzheimer. Jedes Jahr treten 300.000 Neuerkrankungen auf – aufgrund des demografischen Wandels wird diese Zahl voraussichtlich weiter steigen.[30]

Wie entsteht die Alzheimer-Demenz?

Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es zu einem langsam fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn. Betroffen sind vor allem die Bereiche, die für das Gedächtnis, die Sprache und die Orientierungsfähigkeit zuständig sind.

Am Verlust der Nervensubstanz sind maßgeblich die 2 Proteine ß-Amyloid und Tau beteiligt, die sich zu sogenannten Plaques zusammenballen. Der Ausfall der Nervenzellen beeinträchtigt zudem die Signalübertragung im noch gesunden Hirngewebe. Gründe dafür sind eine mangelnde Produktion des Überträgerstoffs Acetylcholin und die übermäßige Ausschüttung des Botenstoffs Glutamat.

Es wird vermutet, dass Demenz im Allgemeinen und Alzheimer im Speziellen sowohl durch genetische als auch epigenetische Faktoren bedingt werden. Neben Omega Fettsäuren und den Vitaminen B12, B9, C, A und D wird auch Vitamin B6 den Faktoren zugeordnet, die das Risiko einer Demenzerkrankung verringern können.[31] [32]

Kann Vitamin B6 bei Demenz und Alzheimer helfen?

Verschiedene Studien mit älteren und an Demenz erkrankten Personen zeigen, dass die Einnahme von Vitamin B6, zumeist in der Kombination mit Vitamin B12 und Folsäure, die Symptome der neurodegenerativen Erkrankung lindern kann.

So können B-Vitamine den Gehalt der ß-Amyloide im Blut, die Hauptbestandteil der senilen Plaques und damit auch Hauptauslöser von Morbus Alzheimer und anderen demenziellen Erkrankungen sind, reduzieren.[33]

Die Einnahme von 20 mg Vitamin B6 pro Tag (in Kombination mit 0,5 mg Vitamin B12 und 0,8 mg Folsäure) zeigte in einer Studie positive Effekte auf die kognitiven Fähigkeiten. Die Vitalstoffzufuhr verlangsamte den Abbau der Gehirnsubstanz (Atrophie) und verbesserte so die Gedächtnisleistungen.[34]

Douaud et al. konnten mit ihrer Studie ebenfalls zeigen, dass die Supplementierung von B-Vitaminen die demenztypische Atrophie der grauen Masse des Gehirns verlangsamen kann.[35]

Epilepsie und Vitamin B6

Unter den Fachbegriff der Epilepsie fallen verschiedene neurologische Erkrankungen mit einem vielseitigen Symptombild. Grundsätzlich spricht man immer dann von einer Epilepsie, wenn bei einem Patienten wiederholt epileptische Anfälle auftreten.

0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Epilepsie – damit gehört die Erkrankung zu den häufigeren neurologischen Störungen. Bei einem epileptischen Anfall handelt es sich um eine spontane Entladung von Nervenzellen oder Nervenzellverbänden des Zentralnervensystems, die anfallsweise auftreten.

Im Nervensystem besteht bei einer Epilepsie ein Ungleichgewicht zwischen der Wirkung der Neurotransmitter GABA und Glutamat. Dadurch ist die Erregbarkeit erhöht und die Krampfschwelle sinkt.[36]

Vitamin B6 abhängige Epilepsien

Die Vitamin B6 abhängige Epilepsie wird auch als Pyridoxine-Dependent Epilepsy oder kurz PDE bezeichnet. Sie ist durch Krampfanfälle gekennzeichnet, die bei Babys bereits wenige Stunden nach der Geburt auftreten.

In einigen Fällen erleidet das Baby sogar schon im Mutterleib Krampfanfälle. Auch zwischen den einzelnen Anfällen weisen die Neugeborenen neurologische Auffälligkeiten auf. Ursache davon sind angeborene Defekte des Vitamin B6 Stoffwechsels oder angeborene Defekte, die mit einer Inaktivierung des Vitamins einhergehen.

Liegt der Verdacht auf eine Vitamin B6 abhängige Epilepsie vor, erhalten die Patienten 50 bis 100 mg Pyridoxin in die Vene gespritzt. Bei 85 Prozent der Neugeborenen zeigt sich eine deutliche Besserung der Symptomatik. Patienten mit einer PDE müssen ihr Leben lang Vitamin B6 substituieren.[37]

Wechselspiel zwischen B-Vitaminen und Epilepsie

Bei Patienten mit Epilepsie finden sich häufig Defizite im Vitaminhaushalt. So zeigt sich bei Epileptikern zumeist eine schlechte Versorgung mit Vitamin B12, bei Männern ist zudem der Vitamin B6 Spiegel auffällig.

Ein Grund für diese Mangelzustände ist die Medikation, die Patienten mit Epilepsie erhalten. Insbesondere der Arzneistoff Valproat kann bei längerer Einnahme die Vitalstoffversorgung negativ beeinflussen. Bei langzeitbehandelten Epileptikern sollte der Vitaminspiegel deshalb in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.[38]

Vitamin B6, Homocystein und Epilepsie

In Tierversuchen gelang es den Forschern, mit einer Injektion von Homocystein, bei Ratten epileptische Anfälle zu provozieren. Homocystein und andere schwefelhaltige Metabolite wie die Homocysteinsäure sind scheinbar in der Lage, die sogenannten NMDA-Rezeptoren zu stimulieren.

Bei einer Überstimulation dieser Glutamatrezeptoren kann ein epileptischer Anfall ausgelöst werden. Ebenso verringert Homocystein die Verfügbarkeit der Substanz Adenosin, die im Organismus als Antikonvulsivum, also als Schutz vor tonisch-klonischen Anfällen, fungiert.

Da Antiepileptika sowohl den Folat- als auch den B12- und B6-Stoffwechsel erheblich beeinträchtigen können, finden sich bei Epileptikern häufig erhöhte Homocysteinwerte im Blut. Mit der Einnahme von Vitamin B6, B12 und Folsäure lassen sich diese senken. Eine Therapie mit Vitamin B6 kann deshalb nicht nur bei der Vitamin B6 abhängigen Epilepsie, sondern auch bei anderen Formen der neurologischen Erkrankung epileptische Anfälle lindern.[39] [40] [41] [42]

Vitamin B6 und Krebs

In der Europäischen Union ist Krebs direkt nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Rund 1/5 aller Todesfälle sind auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. Jedes Jahr erkranken in Europa 2,5 Millionen Menschen neu daran.

Die Gründe dafür sind vielfältig. So können Giftstoffe, wie sie beispielsweise in Zigaretten enthalten sind, das Krebsrisiko deutlich erhöhen. Schätzungen der WHO zufolge sind bis zu 30 Prozent aller Krebserkrankungen auf eine falsche und unausgewogene Ernährung zurückzuführen. Bei Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts liegt der Anteil sogar bei 70 Prozent.[43]

Kann Vitamin B6 das Krebsrisiko reduzieren?

Eine groß angelegte Studie aus dem Jahr 2017 mit 27.853 Studienteilnehmerinnen im Alter von über 45 Jahren untersuchte den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von B-Vitaminen über die Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel und dem Brustkrebsrisiko. Eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung und über Nahrungsergänzungsmittel korrelierte dabei signifikant mit einem geringeren Brustkrebsrisiko.[44]

In anderen Studien zeigten höhere Serumwerte des Vitamins im Blut eine Korrelation mit einem geringeren Risiko für Lungenkrebserkrankungen. Auch zwischen Vitamin B6 und Darmkrebserkrankungen scheint ein signifikanter Zusammenhang zu bestehen.[45] [46]

Allerdings scheint es einen Unterschied zu machen, welche Form des Vitamins zugeführt wird. In einer Studie aus dem Jahr 2018 untersuchten Matsuo et al. den Effekt von Vitamin B6 auf das Wachstum und die Vermehrung von Melanomzellen.

Das maligne Melanom ist ein bösartiger Tumor der Pigmentzellen der Haut. In der Studie zeigte sich, dass Vitamin B6 in Form von Pyridoxal das Zellwachstum und die Zellvermehrung verlangsamen konnte. Hingegen war der wachstumshemmende Effekt von Vitamin B6 in Form von Pyridoxin eher schwach.[47]

Schäden an der DNA durch Nährstoffmangel?

Eine mögliche Erklärung für den Zusammenhang von Vitamin B6 Mangel und einem erhöhten Krebsrisiko findet sich in den Ausführungen des Molekularbiologen und Professors für Biochemie Bruce Ames. Er erforschte den Einfluss von Mikronährstoffen auf die DNA des Menschen und fand heraus, dass ein Mangel an Nährstoffen wie Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure oder auch Vitamin C zu Schäden in der DNA führt.

Bei einem Nährstoffmangel sind die Chromosomen instabiler und neigen zum Chromosomenbruch. Der Effekt von Vitamin- und Mineralstoffmangel auf die DNA ist sogar mit dem schädigenden Einfluss von Radioaktivität und verschiedenen krebserregenden Chemikalien vergleichbar.[48]

Vitamin B6 als Risikofaktor für Lungenkrebs?

Eine Studie der Ohio State University steht im Gegensatz zu den oben beschriebenen positiven Studienergebnissen. Die Forscher werteten Daten von mehr als 77000 Männern und Frauen aus und untersuchten den Zusammenhang zwischen der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und dem Krebsrisiko.

Es zeigte sich, dass die Einnahme von Vitamin B6 und Vitamin B12 bei Männern zu einem fast doppelt so hohen Lungenkrebsrisiko führte. Raucher hatten bei der Einnahme von Vitamin B6 als Monopräparat sogar ein fast verdreifachtes Risiko. Bei Frauen konnte dieser Effekt nicht nachgewiesen werden.

Die Ergebnisse der Studie sind allerdings nicht unumstritten. Zum einen gilt das erhöhte Risiko nur für Dosen von mehr als 20 mg B6 pro Tag über einen Zeitraum von 10 Jahren. Zum anderen verließen sich die Forscher bei dieser Studie lediglich auf die Aussagen der Probanden, prüften diese aber nicht nach. Welche Menge an Vitamin B6 die Studienteilnehmer wirklich zu sich nahmen, ist somit unklar.[49]

Zusammenfassung

Zwar konnte bisher noch keine konkrete Verbindung zwischen Vitamin B6 und Krebs wissenschaftlich bewiesen werden, jedoch gibt es zahlreiche Hinweise, dass sich eine gute Versorgung mit Vitamin B6 schützend auswirken kann. Es empfiehlt sich daher, auf einen ausreichenden Vitamin B6 Spiegel zu achten.

Vitamin B6 Überdosierung

Vitamine sind für den menschlichen Körper lebenswichtig. Sie unterstützen verschiedene Körperfunktionen und sind Bestandteil essenzieller Stoffwechselprozesse. Doch bei der Einnahme von Vitaminpräparaten gilt nicht das Motto „Viel hilft viel.". Bei einer Überdosierung der Vitalstoffe kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Ist eine Überdosierung auch bei der Einnahme von Vitamin B6 möglich und woran erkennt man diese?

Überdosierung nur bei Einnahme großer Mengen

Symptome einer Überdosierung von Vitaminen treten erst dann auf, wenn Vitamin B6 über einen Zeitraum von 12 bis 40 Monaten in höheren Dosen eingenommen wird. So kann es bei einer Langzeiteinnahme von 1000 mg bis 6000 mg Vitamin B6 zu neurologischen Störungen kommen.

Diese äußern sich vor allem durch Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie). Die Betroffenen bewegen sich unkoordiniert und leiden unter überschüssigen Bewegungen. Ebenso können Missempfindungen der Haut wie beispielsweise Ameisenlaufen oder Taubheitsgefühle in den Extremitäten auftreten.

Weitere Symptome einer Überdosierung sind schmerzhafte Hautläsionen sowie Magen- und Darmbeschwerden wie Übelkeit, Durchfall oder Sodbrennen. Um eine Überdosierung sicher zu vermeiden, empfiehlt das Food and Nutrition Board (FNB), nicht mehr als 100 mg Vitamin B6 pro Tag zuzuführen.[50] [2]

Vitamin B6 in Schwangerschaft, Stillzeit und Kindesentwicklung

Die Versorgung mit B-Vitaminen ist insbesondere in der Schwangerschaft wichtig. Sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit ist der Bedarf an Vitamin B6 leicht erhöht. So sollten schwangere und stillende Frauen den Empfehlungen der DGE zufolge täglich rund 1,9 mg Vitamin B6 zu sich nehmen.

Pyridoxin unterstützt nicht nur den Stoffwechsel des Ungeborenen bei der Umsetzung von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen, sondern spielt auch bei der Entwicklung des Gehirns, des Nervensystems und der Produktion der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) eine Rolle.

Vitamin B6 bei Schwangerschaftsübelkeit

Insbesondere in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten leiden viele Frauen unter Übelkeit und Erbrechen. Das Unwohlsein und die Übelkeit treten verstärkt am Morgen auf und werden häufig als äußerst belastend empfunden.

In einer Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2016 haben Forscher Arzneimittel zur Behandlung von Schwangerschaftsübelkeit zusammengefasst und ihre Wirksamkeit bewertet. Dabei fanden sich Hinweise, dass Ingwer und Vitamin B6 die unangenehme morgendliche Übelkeit lindern können.

Insbesondere bei leichter bis mittelschwerer Schwangerschaftsübelkeit empfiehlt sich in Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt eine B6-Substitution mit einer Dosierung von 3 mal 10 mg bis 3 mal 25 mg pro Tag.[51]

Gefahr für das Ungeborene durch Vitamin B6?

In der wissenschaftlichen Literatur finden sich einzelne Hinweise, dass die Einnahme von Vitamin B6 in den ersten Schwangerschaftsmonaten beim Ungeborenen zu Missbildungen führen kann. Eine ausführlichere Forschungsarbeit legt jedoch nahe, dass sich eine Einnahme von 100 mg Vitamin B6 pro Tag in den ersten Monaten der Schwangerschaft nicht negativ auf den Gesundheitszustand des Ungeborenen oder das Geburtsgewicht auswirkt.[52] [53]

Embryotox, das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin, empfiehlt eine Substitution mit Vitamin B6 in der Schwangerschaft nur, falls tatsächlich Therapieindikationen, wie beispielsweise eine Behandlung mit Isoniazid oder neuropathische Schmerzen, vorliegen.

Zur Therapie der Schwangerschaftsübelkeit sollte laut Embryotox eine Tagesdosis von 80 mg nicht dauerhaft überschritten werden. Zu beachten ist stets, dass aufgrund eines aktiven Plazentatransports die Konzentrationen beim Ungeborenen etwa doppelt so hoch sind wie bei der Mutter.[54]

Vitamin B6 kann die Milchbildung hemmen

Die Ergebnisse einiger Studien legen nahe, dass Vitamin B6 in höheren Dosen (200 bis 600 mg täglich) die Milchbildung hemmen kann. Eine Übersichtsstudie aus dem Jahr 2017 bestätigt diesen Zusammenhang jedoch nicht. Untersucht wurden 7 Studien mit insgesamt 1155 Teilnehmerinnen, von denen 271 Pyridoxin einnahmen.

Nur in 2 Studien zeigte sich ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Vitamin B6 und einer verminderten Milchproduktion. Die anderen Studien konnten keinen laktationshemmenden Effekt des Vitamins nachweisen. Bei einer üblichen Dosierung von bis zu 20 mg pro Tag sind mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Effekte auf die Milchproduktion zu erwarten.[55]

Vitamin B6 in Lebensmitteln

Vitamin B6 gehört zu den Vitalstoffen, die ubiquitär verbreitet sind. Das bedeutet, dass sie in nahezu jedem tierischen und pflanzlichen Lebensmittel vorkommen. Während das Pyridoxin vor allem Bestandteil pflanzlicher Nahrungsmittel ist, finden sich Pyridoxal, Pyridoxamin und die dazugehörigen Phosphorsäureester insbesondere in Lebensmitteln tierischer Herkunft.

Vitamin B6 Vorkommen in Lebensmitteln (angegeben in mg pro 100 g)


Fleisch
  • Huhn: 0,50
  • Rindfleisch: 0,50
  • Gans: 0,58
  • Schweineleber: 0,59
Milch, Milchprodukte und Ei
  • Buttermilch: 0,04
  • Joghurt: 0,05
  • Speisequark: 0,08
  • Ei: 0,12
Gemüse
  • Gurke: 0,04
  • Spargel: 0,06
  • Wirsing: 0,20
  • Feldsalat: 0,25
  • Kartoffeln: 0,30
  • Möhren: 0,30
  • Rosenkohl: 0,30
Fisch
  • Heilbutt: 0,42
  • Sardine: 0,97
  • Hummer: 1,18
  • Lachs: 0,98
Getreideprodukte
  • Haferflocken: 0,16
  • Weißbrot: 0,02
  • Naturreis: 0,28
  • Kleie: 0,73
Hülsenfrüchte
  • weiße Bohnen: 0,41
  • Erbsen: 0,12
  • Kichererbsen: 0,54
  • Linsen: 0,60
  • Sojabohnen: 1,00
  • [56]

Während das B6 aus Pflanzen relativ hitzestabil ist, betragen die Kochverluste bei dem Vitalstoff aus tierischen Lebensmitteln bis zu 45 Prozent. Auch bei der Sterilisierung von Milch muss mit Vitaminverlusten von rund 40 Prozent gerechnet werden.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass Pyridoxal und Pyridoxamin sowie die Phosphorsäureester gegenüber UV-Licht äußerst empfindlich reagieren. So reduziert sich der Vitamin B6 Gehalt in einer Klarglasflasche Milch, die dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, innerhalb von wenigen Stunden um die Hälfte.

Grundsätzlich gilt: Auch bei einer schonenden Behandlung der Lebensmittel und sachgerechter Lagerung muss ein Verlust von rund 20 Prozent eingerechnet werden. Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse und einer ausgewogenen Zusammensetzung der Mahlzeiten mit verschiedenen Zutaten deckt dennoch in der Regel den empfohlenen Tagesbedarf.[57]

Nebenwirkungen von Vitamin B6

Bei Einhaltung der entsprechenden Dosierungsvorschriften sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Bei einer langfristigen Anwendung von Tabletten oder Kapseln in zu hoher Dosierung können Übelkeit, Erbrechen sowie neurologische Symptome auftreten. In Einzelfällen ist die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Die Gabe hoher Dosen Vitamin B6 kann bei Säuglingen zu gesteigerter Schläfrigkeit, Luftnot und Apathie führen.[58]

Vitamin B6 Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Vitamin B6 weist Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten auf, die den Vitamin B6 Spiegel beeinflussen.

Wechselwirkungen mit dem Arzneimittel Cycloserine

Das Breitbandantibiotikum Cycloserine, das vor allem zur Behandlung der Tuberkulose eingesetzt wird, geht mit einer vermehrten Ausscheidung von Vitamin B6 über die Niere einher. Es wird vermutet, dass der Verlust des Vitamins über die Niere für die Neurotoxizität des Medikaments zumindest zum Teil verantwortlich ist. Eine Substitution von Vitamin B6 während der Einnahme des Antibiotikums kann Nebenwirkungen entgegenwirken.[59]

Vitamin B6 und Antiepileptika

Medikamente gegen Epilepsie mit den Wirkstoffen Valproat, Carbamazepin und Phenytoin können den Vitamin B6 Spiegel im Blut senken und zugleich den Homocysteinspiegel erhöhen. Dadurch erhöht sich das Anfallsrisiko für Epileptiker deutlich.[60]

Theophyllin und Vitamin B6

Theophyllin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiasthmatika, der zur Behandlung von Asthma bronchiale und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) eingesetzt wird. Patienten, die mit einem theophyllinhaltigen Arzneimittel behandelt werden, weisen eine niedrigere Konzentration von Vitamin B6 im Blut auf. Dadurch kann es im Rahmen der Arzneimitteleinnahme zu neurologischen Störungen kommen.[61]

Vitamin B6 und orale Kontrazeptiva

Rund 6 Millionen Frauen nehmen allein in Deutschland regelmäßig die Anti-Baby-Pille ein. Die Hormonpräparate enthalten je nach Präparat verschiedene Kombinationen aus Östrogenen und Gestagenen. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass die Verhütungsmittel für Frauen zu Defiziten in den Mikronährstoffen führen.

Besonders betroffen sind neben Vitamin B6 auch die Vitamine B2, B12, C sowie Magnesium und Zink. Es wird vermutet, dass der Verlust von B6 auf einem erhöhten Verbrauch von B6-abhängigen Enzymen beruht. Möglicherweise basieren die niedrigen B6-Werte auch auf akuten Entzündungsvorgängen, die durch die Pille ausgelöst werden.

So weisen Frauen, die orale Kontrazeptiva einnehmen, häufig erhöhte Entzündungswerte im Blut auf. Der östrogeninduzierte B6-Mangel kann zu Störungen im Neurotransmitterstoffwechsel führen und die Funktion des Zentralnervensystems negativ beeinflussen. Dies kann sich durch Depression, Nervosität oder Reizbarkeit äußern. Alle 3 Symptome sind häufige Nebenwirkungen der oralen Kontrazeptiva.

Eine randomisierte, Placebo-kontrollierte Interventionsstudie von Fäth-Neubauer et al. wies nach, dass die Supplementierung von Nährstoffen die Lebensqualität von Frauen, die die Pille nehmen, subjektiv verbessern kann. Diese Selbsteinschätzung der Frauen ließ sich auch tatsächlich mit einer messbaren Verbesserung im Vitamin- und Serotoninstatus belegen.[62]

Wechselwirkungen und Synergieeffekte mit anderen Vitaminen und Nährstoffen

Vitamin B6 reagiert und interagiert mit einer Vielzahl an Nähr- und Vitalstoffen. Zur optimalen Verwertung des einzelnen Vitamins empfiehlt es sich, Nährstoffkombinationen zuzuführen. Oftmals lassen sich so die Aufnahme und die Wirkung der einzelnen Substanzen verbessern.

Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure

Sowohl Vitamin B6 als auch die Vitamine B12 und Folsäure sind am sogenannten One-Carbon-Metabolism beteiligt. Dieser C1-Stoffwechsel umfasst verschiedene biochemische Reaktionen, bei denen chemische Verbindungen mit einem einzelnen Kohlenstoffatom übertragen werden.

Der Organismus benötigt die 3 Vitamine, um das schädliche Homocystein zu deaktivieren und so Störungen des Nervensystems und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern. Während das Vitamin B12 Homocystein durch eine direkte Methylierung vorerst unschädlich macht, sorgt die Folsäure dafür, dass dieser Zustand erhalten bleibt.

Vitamin B6 trägt ebenfalls zu einer Umwandlung in eine unschädliche Form der Aminosäure bei. Damit der C1-Stoffwechsel reibungslos funktioniert, ist also das Zusammenspiel aller 3 Vitamine nötig. Ähnliche Synergieeffekte zeigen sich bei der kombinierten Einnahme von Vitamin B6 mit anderen B-Vitaminen wie Vitamin B3 (Niacin) und Vitamin B7 (Biotin).[63]

Vitamin B6 und Magnesium

Magnesium gehört zu den essenziellen Mineralstoffen und muss dem Organismus daher von außen zugeführt werden. Der Mineralstoff ist an der Zellteilung, der Nervenfunktion und der Muskelkontraktion beteiligt. Auch der Knochenaufbau sowie die Regulation der Herztätigkeit hängen eng mit der Magnesiumversorgung zusammen.

Ein Magnesiummangel kann zu Muskelkrämpfen, Depressionen, Abgeschlagenheit, Schwindel oder Herzrhythmusstörungen führen. Für eine verbesserte Aufnahme von Magnesium aus dem Darm ins Blut und in die Körperzellen ist es ratsam, den Mineralstoff in Kombination mit Vitamin B6 einzunehmen.[64]

Vitamin B6 Test

Wenn der Verdacht auf einen Vitamin B6 Mangel besteht, empfiehlt es sich, den Vitaminspiegel im Blut testen zu lassen. Auch Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin B6 Mangel haben, sollten den Wert in regelmäßigen Abständen bestimmen lassen.

Wie wird Vitamin B6 getestet?

Um die Versorgung mit Vitamin B6 zu beurteilen, wird der Gehalt an Pyridoxalphosphat im Blut bestimmt. Die Referenzwerte schwanken je nach Labor. Zusätzlich zum Bluttest kann auch ein Urintest durchgeführt werden. Als Marker für einen B6-Mangel wird die Substanz Cystathionin im Urin gemessen.

Die Bildung und der Abbau von Cystathionin werden von Enzymen katalysiert, die Vitamin B6 als Cofaktor benötigen. Somit kann ein Anstieg von Cystathionin im Urin als deutlicher Hinweis auf einen funktionellen Vitamin B6 Mangel gewertet werden.[65]

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