Gesundheit beginnt hier - spare 20% auf alles – Code: VITADAYS

Blog & Ratgeber

Was ist Coenzym Q10?

Alle wichtigen Aspekte zur Rolle von Coenzym Q10 im menschlichen Körper

VitaminExpress Editorial Team

11. Sept. 2026
11 Minuten
Coenzym Q10 gehört zu den bekanntesten körpereigenen Stoffen und ist gleichzeitig ein häufig diskutiertes Thema im Bereich Ernährung und Nahrungsergänzung. Doch was ist Coenzym Q10 genau, wo kommt es vor und welche Rolle spielt es im menschlichen Organismus?
Blogbeitragsbild Was ist Coenzym Q10 Symbolbild

Coenzym Q10: Definition und Funktion

Coenzym Q10 (kurz: Q10) ist ein natürlicher Bestanteil unserer Zellen und spielt eine zentrale Rolle bei der Energiegewinnung. Chemisch gehört Q10 zur Gruppe der Ubichinone. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort ubique ab, was so viel wie „überall“ bedeutet – ein direkter Hinweis darauf, dass diese Substanz in fast allen lebenden Organismen und Zellen vorkommt.

Coenzym Q10 ist ein Vitaminoid, eine organische Verbindung, die im Gegensatz zu echten Vitaminen vom gesunden menschlichen Körper selbst synthetisiert werden kann. Vitaminoide weisen in ihrer Struktur und Funktion starke Ähnlichkeiten mit Vitaminen auf.

Eine zentrale Rolle spielt Coenzym Q10 in den Mitochondrien, die häufig als „Kraftwerke der Zellen“ bezeichnet werden. Dort ist Q10 Bestandteil der sogenannten Elektronentransportkette. Dabei handelt es sich um eine Abfolge biochemischer Reaktionen, die zur Bildung von ATP (Adenosintriphosphat) führen.

Coenzym Q10 ist als vitaminähnliche Substanz ein essenzieller Cofaktor der mitochondrialen Atmungskette. Die zelluläre Relevanz basiert auf der Kopplung von Elektronentransfer und Protonengradient zur Generierung von chemischer Energie (ATP).

ATP ist der primäre Energieträger in unseren Zellen. Jede Bewegung, jeder Stoffwechselvorgang und jede Zellteilung benötigt ATP. Es wird durch die Elektronentransportkette generiert. Coenzym Q10 fungiert innerhalb der Elektronentransportkette als beweglicher Elektronenüberträger zwischen verschiedenen Enzymkomplexen.

 

Diagramm Coenzym Q10 als Teil der Zellenergiegewinnung

Die Bedeutung von Q10 liegt also vor allem in seiner Funktion als Biokatalysator für die zelluläre Energieproduktion. Ohne ausreichend Q10 wäre der Prozess der ATP-Synthese weniger effizient, was sich auf die Leistungsfähigkeit der Zellen auswirken könnte. Da Q10 in fast allen Körperzellen vorkommt, unterstreicht dies seine universelle Rolle für den Organismus.

Ubiquinon und Ubiquinol: Die beiden Formen von Coenzym Q10

Coenzym Q10 liegt im Körper in zwei chemischen Formen vor: Ubiquinon und Ubiquinol. Beide erfüllen jeweils hochspezifische, ineinandergreifende Funktionen im Rahmen des zellulären Redox-Zyklus – einem Prozess, bei dem Elektronen übertragen werden, um Energie zu gewinnen oder Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Ubiquinon ist die oxidierte Form von Q10. In dieser Form ist es besonders stabil und kann Elektronen aufnehmen. Es ist die vorherrschende Form in den meisten Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln.

Ubiquinol ist die reduzierte Form von Q10. Sie entsteht, wenn Ubiquinon Elektronen aufnimmt und ist die aktive Form, die direkt in den Mitochondrien an der Energieproduktion mitwirkt.

Der Redox-Zyklus von Coenzym Q10 (Redoxreaktion)

Während biochemischer Prozesse kann Ubiquinon Elektronen aufnehmen und wird dadurch zu Ubiquinol. Umgekehrt kann Ubiquinol Elektronen wieder abgeben und erneut in Ubiquinon übergehen. Dieser Wechsel findet kontinuierlich statt und ist ein wesentlicher Bestandteil der normalen Zellphysiologie.

Diagramm Redox Zyklus mit Ubiquinon und Ubiquinol

Der Übergang zwischen den beiden Formen ist ein reversibler Prozess (Redoxreaktion). Der Körper schaltet je nach Bedarf zwischen Ubiquinon und Ubiquinol hin und her.

Während Ubiquinon, die oxidierte Form, primär in der mitochondrialen Atmungskette Elektronen akzeptiert, fungiert Ubiquinol, die reduzierte Form, im extra-mitochondrialen Raum als hocheffizienter Elektronendonor. Der fließende Redox-Zustand definiert die molekulare Aktivität.

Die Bioverfügbarkeit von Ubiquinon und Ubiquinol

Ein intensiv diskutiertes Thema im Bereich der Ernährungswissenschaft ist die Bioverfügbarkeit. Die Bioverfügbarkeit kann von zahlreichen Faktoren beeinflusst werden, darunter die Darreichungsform, die Zusammensetzung eines Produkts, individuelle Stoffwechselunterschiede und die gleichzeitige Aufnahme von Fetten.

Ubiquinol gilt aufgrund seiner hydrophileren (wasserfreundlicheren) Eigenschaften im Vergleich zum lipophilen (fettlöslichen) Ubiquinon als leichter resorbierbar für den menschlichen Darm. Das bedeutet, dass der Körper Ubiquinol unter bestimmten physiologischen Bedingungen effizienter aufnehmen kann, insbesondere wenn die körpereigene Reduktionsfähigkeit (die Fähigkeit, Ubiquinon in Ubiquinol umzuwandeln) beansprucht oder im Alter leicht verlangsamt ist.

Allerdings können auch hochwertige Ubiquinon-Präparate eine gute Bioverfügbarkeit aufweisen, insbesondere wenn sie mit Fetten oder Ölen eingenommen werden, da Q10 fettlöslich ist. Wichtig ist dabei, dass Ubiquinon und Ubiquinol nicht als „besser“ oder „schlechter“ eingestuft werden können. Beide sind natürliche Bestandteile desselben Stoffwechselsystems und erfüllen in ihrem jeweiligen Zustand spezifische Aufgaben.

Wo kommt Q10 im Körper vor? Organverteilung und zelluläre Konzentration

Coenzym Q10 ist im gesamten Organismus verteilt und kann grundsätzlich in allen Körperzellen nachgewiesen werden. Die Konzentration ist jedoch nicht überall gleich. Besonders hohe Mengen finden sich in Organen und Geweben, die einen hohen Energieumsatz aufweisen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Herzmuskel: Das Herz ist eines der aktivsten Organe des Körpers und benötigt kontinuierlich Energie, um seine Pumpleistung aufrechtzuerhalten. Daher ist die Q10-Konzentration hier besonders hoch.
  • Leber: Als zentrales Stoffwechselorgan ist die Leber auf eine effiziente Energieversorgung angewiesen.
  • Lunge: Auch die Lunge, die für den Gasaustausch und die Sauerstoffversorgung des Blutes zuständig ist, weist eine hohe Q10-Konzentration auf.
  • Nieren: Die Nieren filtern das Blut und regulieren den Elektrolythaushalt – Prozesse, die viel Energie erfordern.
  • Skelettmuskeln: Muskeln benötigen Q10, um bei körperlicher Aktivität ausreichend ATP für die Kontraktion bereitzustellen.

Q10 im Körper - Übersicht

Diagramm Coenzym Q10 Vorkommen im Körper

Die zelluläre Konzentration von Q10 ist in den Mitochondrien am höchsten, da hier die ATP-Produktion stattfindet. Sie kann, je nach Gewebe, Altersgruppen oder individuellen Stoffwechselsituationen, variieren. Wissenschaftler untersuchen deshalb die Organverteilung von Q10 seit vielen Jahren als Bestandteil der allgemeinen Stoffwechselforschung.

Die körpereigene Synthese: Wie stellt der Körper Q10 selbst her?

Ein besonderer Unterschied zu klassischen Vitaminen besteht darin, dass der menschliche Organismus Coenzym Q10 selbst produzieren kann. Dieser Prozess wird als Biosynthese bezeichnet.

Die körpereigene Herstellung erfolgt über mehrere aufeinanderfolgende Stoffwechselschritte. Eine wichtige Rolle spielt dabei der sogenannte Mevalonatweg. Dieser biochemische Reaktionsweg dient nicht nur der Bildung von Coenzym Q10, sondern ist auch an der Synthese weiterer körpereigener Verbindungen beteiligt.

Die Coenzym Q10 Biosynthese

Als Ausgangsstoffe für die Q10-Bildung werden unter anderem die Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin benötigt. Darüber hinaus sind verschiedene Enzyme beteiligt, deren Funktion von einer ausreichenden Versorgung mit bestimmten Mikronährstoffen abhängt.

In der Fachliteratur werden insbesondere verschiedene B-Vitamine sowie Vitamin E als wichtige Co-Faktoren innerhalb der beteiligten Stoffwechselprozesse beschrieben. Diese Stoffe sind jedoch nicht als direkte Bestandteile von Coenzym Q10 zu verstehen, sondern als Faktoren, die an unterschiedlichen biochemischen Reaktionen beteiligt sein können. Fehlt es dem Körper an einem dieser Cofaktoren, kann die körpereigene Q10-Produktion ins Stocken geraten.

Diagramm Coenzym Q10 Biosynthese

Schlüsselkomponenten der Q10-Biosynthese auf dem Mevalonatweg:

  • Tyrosin und Phenylalanin: Diese Aminosäuren dienen als Ausgangsstoffe für die Q10-Produktion.
  • B-Vitamine: Vitamine wie B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B6 (Pyridoxin) und B12 (Cobalamin) wirken als Co-Faktoren und unterstützen die enzymatischen Reaktionen, die für die Synthese von Q10 notwendig sind.
  • Vitamin E: Vitamin E spielt eine Rolle als begleitender Schutzfaktor, da es als Antioxidans die Stabilität von Q10 während der Synthese fördert.

Die Biosynthese von Q10 ist ein komplexer Vorgang, der von genetischen Faktoren, dem Alter und individuellen Stoffwechselbedingungen beeinflusst wird. Deshalb kann die körpereigene Produktion zwischen verschiedenen Personen unterschiedlich ausfallen.

 

Diagramm Coenzym Q10 Biosynthese Einflussfaktoren

Ein entscheidender physiologischer Aspekt ist zudem die altersabhängige Abnahme (oder „Altersabnahme“). Die Fähigkeit des menschlichen Körpers zur Eigensynthese erreicht etwa im Alter von 20 bis 25 Jahren ihren biologischen Höhepunkt. Danach sinkt die körpereigene Produktion kontinuierlich ab. Dieser natürliche Rückgang führt dazu, dass die zellulären Q10-Spiegel im Laufe des Lebens sukzessive abnehmen.

In welchen Lebensmitteln ist Coenzym Q10 enthalten?

Unser Körper stellt Coenzym Q10 nicht nur selbst her, er nimmt es auch täglich über die Nahrung auf. Eine ausgewogene Ernährung kann tatsächlich einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung des zellulären Q10-Pools leisten.

Da Coenzym Q10 fettlöslich ist, wird es häufig zusammen mit Nahrungsfetten aufgenommen. Natürliche Q10-Quellen sind vor allem tierische Lebensmittel wie Fleisch und Fisch sowie verschiedene pflanzliche Lebensmittel, etwa Nüsse, Samen und Gemüse.

Diagramm natürliche Quellen von Coenzym Q10

Die Bioverfügbarkeit von Q10 in der Nahrung hängt maßgeblich davon ab, wie die Mahlzeit zubereitet und verzehrt wird. Da Q10 fettlöslich ist, empfiehlt es sich immer, Q10-haltige Lebensmittel oder entsprechende Nahrungsergänzungen in Kombination mit gesunden Fetten (z.B. einem hochwertigen Pflanzenöl) zu verzehren, um die Resorption im Dünndarm zu optimieren. Zu langes Erhitzen oder Kochen kann den Q10-Gehalt in Lebensmitteln zudem verringern, da die Verbindung temperaturempfindlich ist.

Natürliche Q10-Quellen - Übersicht

Lebensmittelgruppe

Erläuterung

Fleisch

Besonders Rind- und Schweinefleisch liefern nennenswerte Mengen an Coenzym Q10.

Innereien

Herz und Leber weisen aufgrund ihres hohen Energiebedarfs die höchsten natürlichen Q10-Konzentrationen auf.

Fetter Fisch

Sardinen, Makrelen und Hering zählen zu den besten marinen Q10-Quellen.

Pflanzliche Öle

Vor allem Soja-, Raps- und Olivenöl enthalten relevante Mengen des Coenzyms.

Nüsse und Saaten

Pistazien, Walnüsse und Sesam tragen ebenfalls zur Q10-Versorgung bei.

Hülsenfrüchte

Insbesondere Sojabohnen stellen eine gute pflanzliche Q10-Quelle dar.

  • Fleisch, Fisch und Innereien sind die wichtigsten natürlichen Q10-Quellen. Das dort gemessene Q10 wird meist als Ubichinon (Coenzym Q10) angegeben.
  • In frischen biologischen Geweben liegt ein Teil des Q10 natürlicherweise auch als Ubichinol vor, da beide Formen im lebenden Organismus ständig ineinander übergehen.
  • Nach der Schlachtung, Ernte, Lagerung und Verarbeitung wird ein Teil des Ubichinols jedoch leicht zu Ubichinon oxidiert, weshalb in Lebensmitteltabellen überwiegend Ubichinon erfasst wird. Dies ist auch ein Grund, warum viele Quellen schlicht von „Coenzym Q10“ sprechen, ohne die Redoxform zu unterscheiden.

Nimmt die Q10-Produktion mit dem Alter ab?

Ein biologisches Faktum, das in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben wird, ist der altersbedingte Rückgang der körpereigenen Coenzym-Q10-Synthese. Dieser Prozess setzt überraschend früh ein: Viele Untersuchungen gehen davon aus, dass bereits zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr die höchste Produktionsleistung erreicht wird. Anschließend kann die Eigenproduktion schrittweise zurückgehen.

Ab einem Alter von etwa 50 Jahren („Risikogruppe 50+“) kann sich der Rückgang in den Geweben deutlich bemerkbar machen, da die körpereigene Biosynthese die metabolische Abnutzung und den täglichen Bedarf oft nicht mehr vollständig decken kann. Gewebe wie der Herzmuskel weisen bei einem 80-jährigen Menschen oft nur noch etwa 50 bis 60 % der Q10-Konzentration auf, die im Alter von 20 Jahren vorhanden war. Individuelle Unterschiede bleiben dabei jedoch erheblich.

Ursachen für die altersbedingte Abnahme der Q10-Produktion - Übersicht

Ursachen

Erläuterung

Verlangsamter Stoffwechsel

Mit dem Alter verlangsamen sich viele biochemische Prozesse, darunter auch die Synthese von Q10.

Verminderte Aufnahme von Vorstufen

Ältere Menschen nehmen oft weniger Tyrosin, Phenylalanin oder B-Vitamine auf, die für die Q10-Produktion notwendig sind.

Erhöhte oxidative Belastung

Mit dem Alter steigt der oxidative Stress, was den Q10-Bedarf erhöht, während die Produktion gleichzeitig sinkt.

Die Folgen eines Q10-Mangels

Ein niedriger Q10-Spiegel wird mit Müdigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit und einer verminderten antioxidativen Schutzfunktion in Verbindung gebracht. Allerdings sind diese Erscheinungen unspezifisch und können auch andere Ursachen haben.

Der Begriff „Q10-Mangel“ wird zwar beispielsweise in Ratgebern oder auf diversen Seiten im Internet oft verwendet. Für die Allgemeinbevölkerung gibt es jedoch keine allgemein anerkannte Definition eines Q10-Mangels sowie der damit verbundenen Symptome und Folgen. Aussagen über individuelle Versorgungssituationen sollten grundsätzlich auf einer fachlichen Beurteilung beruhen.

Diagramm Coenzym Q10 Synthese Einflussfaktor Alter

Weitere Einflussfaktoren auf die Q10-Synthese

Neben dem rein biologischen Alterungsprozess gibt es jedoch noch weitere Faktoren, die die Q10-Konzentration im Körper stark beeinflussen können. Ein wesentlicher, in der Wissenschaft gut dokumentierter Faktor ist die Einnahme bestimmter Medikamente, insbesondere von Statinen (Cholesterinsenkern).

Statine blockieren gezielt das Enzym HMG-CoA-Reduktase im Mevalonatweg, um die körpereigene Cholesterinsynthese zu drosseln. Da dieser Syntheseweg jedoch – wie bereits beschrieben – identisch mit dem Syntheseweg von Coenzym Q10 ist, wird durch die Einnahme von Statinen unweigerlich auch die körpereigene Q10-Produktion gehemmt. Dies kann zu einem messbaren Absinken des zellulären Q10-Spiegels führen.

Diagramm Coenzym Q10 Synthese Einflussfaktoren

Q10 und Vitamin E – ein interessantes Zusammenspiel im Stoffwechsel

Im menschlichen Körper wirken zahlreiche Mikronährstoffe und körpereigene Substanzen in komplexen Stoffwechselprozessen zusammen. Ein häufig diskutiertes Beispiel ist die Wechselwirkung zwischen Coenzym Q10 und Vitamin E (Tocopherol).

Sowohl Vitamin E als auch Q10 sind primär in den lipidreichen Strukturen unseres Körpers lokalisiert. Vitamin E trägt nachweislich dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Es fängt freie Radikale ab, die andernfalls die empfindlichen Fettsäuren der Zellmembranen beschädigen würden (Lipidperoxidation).

Der Vitamin E Spareffekt

Hier kommt der so genannte Vitamin-E-Spareffekt als eine Art Recycling-Mechanismus ins Spiel: Wenn Vitamin E ein Radikal unschädlich macht, wird es selbst oxidiert und verliert vorübergehend seine Schutzfunktion. Das in der Nähe befindliche Coenzym Q10 (in seiner reduzierten Form als Ubiquinol) kann nun ein Elektron an das oxidierte Vitamin E abgeben. Dadurch wird das Vitamin E wieder regeneriert („recycelt“) und steht dem Körper erneut als Schutzfaktor zur Verfügung.

Diagramm Vitamin E Spareffekt

Biochemische Wechselwirkungen

Im menschlichen Körper arbeitet kein Mikronährstoff isoliert. Coenzym Q10 und Vitamin E interagieren in mehreren Bereichen.

Bereich

Wechselwirkung

Zellmembranen

Vitamin E ist in den Lipidschichten der Zellmembranen lokalisiert. Coenzym Q10 kommt ebenfalls in Membranen vor und wird in der Forschung im Zusammenhang mit zellulären Redoxprozessen untersucht.

Lipoproteine

Vitamin E und Coenzym Q10 sind Bestandteile von Lipoproteinen wie LDL. Ihre gemeinsame Anwesenheit wird in wissenschaftlichen Arbeiten im Zusammenhang mit oxidativen Prozessen beschrieben.

Redoxprozesse

Coenzym Q10 und Vitamin E können in biochemischen Redoxreaktionen miteinander interagieren. Dabei wird unter anderem die Regeneration von oxidiertem Vitamin E durch Ubiquinol diskutiert.

In diesem Zusammenhang beschreibt der Begriff „antioxidativer Synergismus“ das Zusammenspiel verschiedener Substanzen innerhalb komplexer Stoffwechselprozesse. Aus der Beschreibung solcher biochemischen Mechanismen lassen sich jedoch keine eigenständigen gesundheitsbezogenen Wirkungen von Coenzym Q10 ableiten.

Diagramm Coenzym Q10 und Vitamin E biochemische Wechselwirkungen

FAQ zu Coenzym Q10

Ubichinon ist die oxidierte, biologisch stabilere Form von Coenzym Q10. Ubichinol hingegen ist die reduzierte, aktive Form. Ubichinol weist aufgrund seiner chemischen Struktur eine tendenziell höhere Bioverfügbarkeit auf, da es vom Körper nicht erst umgewandelt werden muss. Beide Formen stehen im Körper jedoch in einem permanenten, dynamischen Gleichgewicht.

Da Q10 eine fettlösliche Substanz ist, sollte es idealerweise immer zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden. Die im Essen enthaltenen Fette stimulieren den Gallenfluss und ermöglichen so eine deutlich bessere Aufnahme über die Darmschleimhaut.

Für junge, gesunde Menschen reicht eine ausgewogene Ernährung in Kombination mit der körpereigenen Synthese völlig aus. Da die Eigenproduktion im Alter jedoch abnimmt, kann eine gezielte Ergänzung in späteren Lebensjahren eine sinnvolle Option sein, um die zellulären Speicher stabil zu halten.

Statine hemmen ein bestimmtes Enzym (HMG-CoA-Reduktase), um die Cholesterinsynthese zu senken. Da dieses Enzym jedoch auch für einen Zwischenschritt der körpereigenen Synthese von Coenzym Q10 benötigt wird, blockieren Statine ungewollt auch die körpereigene Q10-Produktion.

Vitamin E trägt nachweislich dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Coenzym Q10 regeneriert verbrauchtes Vitamin E im Körper (Recycling-Effekt), sodass beide Stoffe in den Zellmembranen synergistisch zusammenarbeiten.

Da die körpereigene Produktion ab dem 20. bis 30. Lebensjahr kontinuierlich abnimmt, kann eine ergänzende Zufuhr insbesondere ab dem 40. oder 50. Lebensjahr sowie bei Personen mit erhöhtem metabolischem Bedarf oder bei Einnahme bestimmter Medikamente in Erwägung gezogen werden.

Wichtige Hinweise

Die Inhalte dieses Beitrags dienen ausschließlich der allgemeinen Information und der Wissensvermittlung. Sie sind nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Prävention von Erkrankungen geeignet. Sie ersetzen weder eine medizinische Beratung noch eine individuelle ernährungswissenschaftliche, therapeutische oder ärztliche Betreuung.

Beschreibungen zu Coenzym Q10 / Ubiquinon / Ubiquinol / Vitamin E beziehen sich auf allgemein bekannte physiologische Zusammenhänge. Es wird kein therapeutischer Nutzen beschrieben oder zugesichert. Die Erwähnung von Nähr- und Wirkstoffen dient nur der Information über deren Einsatz. Dieser Beitrag wirbt nicht für verschreibungspflichtige Medikamente.

Ernährungsempfehlungen und Lebensstilfaktoren werden im Kontext eines gesunden und ausgewogenen Lebensstils dargestellt. Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene Ernährung ergänzen, jedoch keine gesunde Ernährung oder medizinische Maßnahmen ersetzen. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu behandeln, zu lindern oder zu verhindern. Die Erwähnung von Nahrungsergänzungsmitteln dient der allgemeinen Information über deren Einsatz in der Ernährung.

Bei bestehenden gesundheitlichen Beschwerden, Vorerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder der Einnahme von Medikamenten sollte vor Änderungen der Ernährung oder der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln stets eine qualifizierte Fachperson (z.B. Arzt oder Ernährungsfachkraft) konsultiert werden.

Die Autor:innen und der Betreiber dieses Beitrags übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch die Anwendung der hier bereitgestellten Informationen entstehen. Die Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko.

Ihre Gesundheit ist wichtig – handeln Sie verantwortungsvoll und informiert! Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder Ernährung wenden Sie sich bitte an:

  • Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt
  • eine:n Ernährungsberater:in
  • Ihre Apotheke

Über die Autor

V

VitaminExpress Editorial Team

Alle Artikel anzeigen

Sparen Sie 10%, indem Sie sich für unseren Newsletter anmelden.

Immer gut informiert über Produkte, Aktionen und Neuigkeiten.

Brauchen Sie Hilfe bei der Suche nach den richtigen Nahrungsergänzungsmitteln?

Machen Sie unseren Vitamin-Test