Omega 3 - was Sie wissen sollten!

Information, Wirkung, Mangel, Dosierung, Nebenwirkungen

Omega 3 Fettsäuren gehören zu den wichtigsten Vitalstoffen unserer Zeit, da sie sich äußerst positiv auf die Gesundheit auswirken. Die Forschung zeigt, dass Omega 3 dazu beitragen kann, Herzkrankheiten vorzubeugen, den Blutdruck zu normalisieren, den Cholesterinspiegel zu senken und Gelenkschmerzen, Migräne und Depression zu lindern.

Fast jeder weiß, dass Omega 3 erstaunliche Vorteile für die Gesundheit hat. Herzgesundheit, Gelenkschutz, Gehirnfunktion, Sehkraft, Stressbewältigung... und vieles mehr! Es gibt keinen anderen Vitalstoff, der sich gleichzeitig so positiv auf so viele Bereiche unseres Körpers auswirkt.

Omega 3 Fettsäuren gehören zu den wichtigsten, zum Teil essentiellen Fettsäuren für den menschlichen Organismus. Sie sind unverzichtbare Bausteine für die Zellmembran und wirken sich positiv auf die Durchblutung, die Viskosität des Blutes sowie die Blutfettwerte aus.

Omega 3 Fettsäuren wurden in mehr als 6.000 wissenschaftlichen Studien ausgiebig erforscht und ihre Wirkung auf die Gesundheit ist verblüffend. Deshalb werden sie auch als “Wunder-Lebensmittel des 21. Jahrhunderts” bezeichnet. Die Forschung zeigt, dass die Omega 3 Fettsäuren EPA und DHA helfen, Herzkrankheiten vorzubeugen, den Blutdruck zu normalisieren, den Cholesterinspiegel zu senken und Gelenkschmerzen, Migräne, Depression, Autoimmunkrankheiten und viele andere gesundheitliche Probleme zu lindern.

Als echtes Allroundtalent schützen die lebensnotwendigen Omega 3 Fettsäuren außerdem vor Entzündungen und verschiedenen neurologischen Erkrankungen. Zudem unterstützen sie die Entwicklung des Gehirns und des Sehvermögens von Föten und Neugeborenen, sodass Omega 3 Fettsäuren sowohl für werdende als auch stillende Mütter von besonderer Bedeutung sind.

Was sind Omega 3 Fettsäuren?

  • Omega 3 Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren und müssen täglich über die Nahrung aufgenommen werden.
  • Zu den bekanntesten Vertretern zählen Eicosapentaensäure (EPA), Docosahaexensäure (DHA) und Alpha-Linolensäure (ALA).
  • Omega 3 Fettsäuren sind für einen optimalen Stoffwechsel und ein gesundes Herz-Kreislauf-System unentbehrlich.
  • Zu ihren wichtigsten Eigenschaften gehört außerdem ihre positive Wirkung auf die Haut, das Gehirn, das Muskel-Skelett-System sowie das Immunsystem.
  • Omega 3 Fettsäuren verringern die Bildung entzündungsfördernder Stoffe und stärken mentale und visuelle Fähigkeiten.
  • Hervorragende Omega 3 Fettsäure Lieferanten sind Pflanzenöle aus Leinsamen, Raps und Soja sowie fettreiche Seefische.

Omega 3 Fettsäuren Wirkung

Aufgrund ihrer ganz unterschiedlichen Wirkmechanismen besitzen Omega 3 Fettsäuren ein sehr breites Wirkungsspektrum. Zu ihren wichtigsten Eigenschaften gehört sicherlich der Schutz der Zellen gegen einen vorzeitigen Alterungsprozess.

Omega 3 Fettsäuren gelten als sehr starke Antioxidantien, die sogar die Blut-Gehirn-Schranke überwinden können.

Im Herz-Kreislauf-System senken Omega 3 Fettsäuren die Triglyceridwerte und erhöhen gleichzeitig die guten HDL-Cholesterinwerte. Außerdem verbessern sie die Durchblutung und verringern durch ihre blutverdünnende Wirkung Ablagerungen in den Blutgefäßen.

Zusätzlich reduzieren Omega 3 Fettsäuren die Bildung entzündungsförderlicher Stoffe und wirken sich damit positiv auf Rheuma, Arthritis, Psoriasis, Neurodermitis und andere entzündliche Erkrankungen aus.

Warum haben die Omega 3 Fettsäuren DHA und EPA so weitreichende Auswirkungen?

Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sind in jeder Zellmembran unseres Körpers vorhanden. Sie sind entscheidend für die Kommunikation zwischen den Zellen, z.B. im Nervensystem, wo Nachrichten schnell im ganzen Körper verbreitet werden müssen.

Omega 3 recht auch die Produktion der Prostaglandine an. Dabei handelt es sich um Hormone, welche viele Funktionen kontrollieren, wie z.B. die Entzündungs- und Immunreaktionen.

Praktisch jeder Bereich des Körpers benötigt Substanzen, die auf eine ausreichende Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren angewiesen sind. Unsere Ernährungsgewohnheiten bestimmen das Verhältnis zwischen Omega 3 und der anderen Fettsäuren in den Zellmembranen. Sie entscheiden, ob alle Körperfunktionen optimal funktionieren.

Was können Omega 3 Fettsäuren für Sie tun?

  • Omega 3 reduzieren Entzündungen im ganzen Körper. Sie werden deshalb bei Allergien, Asthma und Ekzemen empfohlen.

  • Omega 3 senkt die Triglycerid-Werte und erhöht die guten HDL-Cholesterinwerte, wodurch es das Risiko für Herzkrankheiten reduziert.

  • Omega 3 reduziert das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie für wiederkehrende Herzinfarkte besser als jedes Medikament, mit dem es bisher verglichen wurde.

  • Omega 3 ist die wahrscheinlich beste verfügbare "Medizin" zur Verhinderung des plötzlichen Herztods.

  • Omega 3 verbessert die Gesundheit der Knorpel und der Gelenke.

  • Omega 3 unterstützt die Gesundheit der Augen und unterstützt die Entwicklung der Sehkraft des heranwachsenden Kindes im Mutterleib.

  • Omega 3 spielt eine wichtige Rolle bei der Gehirnentwicklung. Eine schottische Studie an kleinen Kindern zeigte, dass Omega 3 die mentalen und visuellen Fähigkeiten verbesserte - wodurch die Kinder klüger wurden, als jene Kinder die kein Omega 3 einnahmen.

  • Omega 3 kann effektiv zur Unterstützung der Behandlung von Alzheimer eingesetzt werden.

  • Omega 3 verbessert die Gehirnleistung, erhöht den IQ und hilft dabei, Gedächtnislücken zu stopfen, welche mit dem Alter auftreten.

  • Omega 3 hilft Menschen, die unter Multipler Sklerose leiden.

  • Omega 3 reduziert die Symptome von ADHD (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) bei Kindern

  • Omega 3 erhält die Durchlässigkeit der Zellwände.

  • Omega 3 gleicht Hormone aus, was viele Vorteile hat. Einer davon ist ein viel besserer, tieferer Schlaf, damit Sie am Morgen vollkommen frisch und gestärkt aufwachen.

  • Omega 3 kann einen zu hohen Blutdruck senken. Im Unterschied zu Medikamenten, die den Blutdruck mit Gewalt in den normalen Bereich zwingen, wirken Omega 3 Fettsäuren, indem sie den Blutdruck auf ganz natürliche Weise auf ein gesundes Niveau senken. Es dauert mit Omega 3 nur etwas länger, hat dafür aber keine Nebenwirkungen.

  • Omega 3 verhindert die Verdickung der Arterien, indem es die Produktion eines auf Plättchen basierenden Wachstumsfaktors durch die Endothelzellen verringert (die Verkleidung der Arterien besteht aus Endothelzellen)

  • Omega 3 verringert das Zusammenkleben der Blutplättchen. So kann es das Risiko für Schlaganfälle reduzieren, welche durch Blutgerinnsel im Gehirn hervorgerufen werden.

  • Omega 3 verringert die Produktion von Cytokine. Diese Botenstoffe stehen mit Entzündungsreaktionen in Verbindung, die das Risiko für Arterienverkalkung erhöhen.

  • Omega 3 steigert die Aktivität von Botenstoffen (Prostaglandine), die von Endothelzellen produziert werden, welches die Arterien entspannt und erweitert.

  • Omega 3 ist ein sehr starkes Antioxidans und eines der wenigen, welche die Blut-Gehirn-Schranke überwinden können. Es ist möglicherweise das ultimative Antioxidans.

  • Omega3 verbessert den Charakter, die Laune und verringert die Entstehung von psychischen Krankheiten.

  • Omega 3 ist ein wirksames natürliches Antidepressivum.

  • Omega 3 verbessert das Verhältnis von Testosteron zu DHT (seinem Metabolit).

  • Omega 3 hilft mit, das Wachstums von Krebszellen zu verringern. Es erwies sich außerdem als effektiv zur Unterstützung bei der Behandlung von Prostata-, Brust- und Darmkrebs.

  • Da Omega 3 Fettsäuren gleichzeitig den Hormonspiegel und die Gesundheit Ihrer Gelenke verbessert, ist es das perfekte Anti-Aging Nahrungsergänzungsmittel und eine fantastische Nahrungsergänzung für Sportler, welche die Erholung nach harten Trainingseinheiten beschleunigt.

  • Omega 3 reduziert Entzündungen in der Lunge und kann auch verwendet werden, um Allergien, Asthma und Ekzeme zu behandeln.

  • Omega 3 reduziert das Risiko, fettleibig zu werden, und verbessert der Fähigkeit der Zellen, auf Insulin zu reagieren, indem die Ausscheidung von Leptin angeregt wird. Dieses Hormon reguliert die Essensaufnahme, das Körpergewicht und den Stoffwechsel, was sich in der Anzahl an Adipozyten (Fettzellen) niederschlägt.

Bei welchen gesundheitlichen Problemen wird die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren empfohlen?

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Ekzemen, Schuppenflechte, sowie trockene, juckende Haut
  • Gelenkschmerzen und Arthrose
  • Bluthochdruck
  • Huntington-Krankheit
  • Lupus
  • Migräne
  • Osteoporose
  • Konzentrationsprobleme
  • Stress
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS)
  • Bipolare Störungen
  • Depressionen
  • Alzheimer
  • Diabetes Typ 2
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Präventiv gegen Arteriosklerose, Bluthochdruck und Demenz
  • Multiple Sklerose
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Fettleibigkeit
  • Krebs

Omega 3 schützt das Herz und senkt Cholesterin

Ein Großteil der Omega 3 Forschung konzentriert sich auf seine Auswirkungen auf die Herzgesundheit. Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren das Auftreten folgender Symptome reduziert:

  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • plötzlicher Herztod aufgrund von Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Herzrythmusstörungen
  • hohen Blutfettwerten
  • hohen Cholesterinwerten
  • Bluthochdruck
  • Thrombosen und arterosklerotische Plaques, die zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können
  • kardialem Syndrom X

Medikamente sind nicht die einzige Behandlungsmethode bei Herz-Kreislauf-Beschwerden. Millionen Menschen nutzen bereits die Kraft von Omega 3, um Herz-Kreislauf-Beschwerden vorzubeugen und zu behandeln.

Forscher begannen in den 1970er Jahren zum ersten Mal Fischöle zu untersuchen, als sie feststellten, dass die Eskimos aus Grönland eine unerklärlich niedrige Anzahl an Herzkrankheiten aufwiesen, obwohl sie sich von fast einem halben Kilogramm Wal- und Seehundfleisch, inklusive Tran und Darm, pro Tag ernährten. Nicht gerade eine Cholesterin-freundliche Diät!

Sie entdeckten, dass die Einheimischen nicht nur praktisch keine Herzkrankheiten hatten, sie hatten auch kaum Arthritis oder andere chronische Entzündungskrankheiten wie Schleimbeutelentzündungen, geschwollene Gelenke, Makuladegeneration und vieles mehr.

Tatsächlich treten diese Krankheiten weltweit in Ländern, in denen die Ernährung traditionell mehr Fisch und Meeresfrüchten enthält, weniger häufig auf – ein krasser Gegensatz zur westlichen Ernährung.

FDA und Mayo-Klinik bestätigen die positiven Auswirkungen von Omega 3 auf das Herz

Die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA gab 2004 eine Erklärung heraus, in der die Rolle von Omega 3 Fettsäuren zur Verringerung von koronaren Herzkrankheiten bestätigt wurde. Tausende wissenschaftliche Untersuchungen haben zu dieser Aussage geführt, wobei auch heute noch viele Studien auf der ganzen Welt durchgeführt werden.

Omega 3 Fettsäuren und Herzkrankheiten

Omega 3 Fettsäuren erhielten aufgrund ihrer beeindruckenden Fähigkeit, die Anzahl der Todesfälle durch Herzkrankheiten, besonders den Sekundentod, zu reduzieren, viel mediale Aufmerksamkeit.

Eine Studie mit Menschen, die einen Herzinfarkt überlebt haben, zeigte, dass jene, die nur ein Gramm Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl pro Tag einnahmen, eine halb so große Sterblichkeitsrate hatten, wie Menschen, die diese Fettsäuren nicht einnahmen.

Untersuchungen in Japan und anderen Orten zeigen, dass in Regionen, in denen fast täglich Meeresfrüchte gegessen werden, sehr wenig Herzkrankheiten auftreten. Aus diesem Grund empfiehlt die American Heart Association jedem, mindestens zwei Mal pro Woche Fisch zu essen, vor allem fettige Fischarten, wie Lachs, Regenbogenforellen, Heringe, Makrelen und Sardinen.

Für Menschen, die bereits gesundheitliche Probleme haben, ist der häufigere Konsum von Meeresfrüchten oder von Omega 3 Nahrungsergänzungsmitteln ebenfalls wichtig.

Auswirkungen von Omega 3 auf die Herzgesundheit


  • Verringertes Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben

  • In westlichen Ländern fordern Herzkrankheiten mehr Menschenleben als jede andere Todesursache. Sie können Ihr Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, verringern, indem Sie regelmäßig Fisch essen oder Omega 3 Fettsäuren einnehmen.

    Diese Fettsäuren können die Wahrscheinlichkeit von unkontrollierten Herzrhythmen und tödlichen Blutgerinnseln, beide häufige Ursachen für Todesfälle durch Herzkrankheiten, verringern. Omega 3 Fettsäuren senken auch das Risiko, dass ein Herzinfarkt tödlich verläuft.

  • Verbesserter Herzrhythmus

  • Ein extrem schneller Herzschlag oder ein unregelmäßiger Herzrhythmus können tödlich sein. Omega 3 aus Fisch kann Ihnen helfen, einen stabilen Herzrhythmus beizubehalten, indem die elektrische Aktivität des Herzens positiv beeinflusst wird. Es ist somit unwahrscheinlicher, dass sich ein unregelmäßiger Herzrhythmus entwickelt.

    Instabile und unkontrollierte Herzrhythmen sind der Grund für den Sekundentod, dem fast die Hälfte aller mit dem Herzen zusammenhängende Todesfälle zuzuschreiben sind. Indem der Herzrhythmus stabilisiert wird, reduziert Omega 3 dieses Risiko.

  • Verbesserte Herzfrequenz

  • Die Herzfrequenz ist die Anzahl der Herzschläge pro Minute. Diese steigt am, um die vom Herzen ausgestoßene Blutmenge zu erhöhen. Die Herzfrequenz ist bei körperlich fitten Menschen niedriger und bei übergewichtigen Menschen höher. Die normale Herzfrequenz liegt zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute und steigt üblicherweise mit dem Alter an.

    Die Herzfrequenz passt sich an geänderte Bedingungen an – je größer die Anpassungsfähigkeit des Herzens, desto besser die Kondition. Der Konsum von Omega 3 wird mit einer niedrigen Herzfrequenz und mit einer größeren Anpassungsfähigkeit der Herzfrequenz in Verbindung gebracht. Beides sind Voraussetzungen, die zu einer besseren Herzgesundheit und einem niedrigeren Herzinfarkt-Risiko führen können.

  • Geringere Wahrscheinlichkeit, einen ersten Herzinfarkt zu erleiden.

  • Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen, die keine Anzeichen für eine Herzkrankheit aufweisen, einen ersten Herzinfarkt vermeiden können, wenn sie häufig Fisch oder Omega 3 Fettsäuren essen.

    Für Menschen, die bereits einen Herzinfarkt hatten, reduziert sich durch die Einnahme von Omega 3 das Risiko, einen weiteren zu erleiden, stark. Die regelmäßige Einnahme dieser Fettsäuren reduziert die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Blutgerinnseln, senkt leichte Entzündungen, die mit Herzkrankheiten einhergehen, und verbessert die Blutfette. All diese Wirkungen von Omega 3 reduzieren das Risiko eines Herzstillstandes.

  • Geringeres Schlaganfalls-Risiko

  • Ein Schlaganfall entsteht durch ein Blutgerinnsel in einer Arterie im Gehirn. Gerinnsel können sich direkt dort entwickeln oder von anderen Stellen des Körpers ins Gehirn transportiert werden.

    Schlaganfälle, die nicht tödlich verlaufen, können schwere Behinderungen zur Folge haben. In den meisten westlichen Ländern sind ischämische Schlaganfälle, welche durch Blutgerinnsel oder Sauerstoffmangel hervorgerufen werden, die häufigste Form.

    Mehrere Studien haben gezeigt, dass Menschen, die mindestens einmal pro Woche Fisch essen, im Vergleich zu Menschen, die weniger als einmal pro Monat Fisch essen, eine 30% niedrigere Wahrscheinlichkeit haben, einen Schlaganfall zu erleiden.

  • Verbesserte Blutfette

  • Das Blut transportiert verschiedene Arten von Lipiden, inklusive Fette und Cholesterin, durch den Körper. Hohe Blutfettwerte führen zu Ablagerungen an den Arterienwänden, welche Plaques genannt werden. Diese reduzieren den Blutfluss und verringern die Sauerstoffversorgung des Herzens.

    Hohe Omega 3 Dosierungen, welche nur durch ein Nahrungsergänzungsmittel erreicht werden können (3-4 g/Tag), verbessern die Blutfette, indem die Triglycerid- oder Fettwerte gesenkt werden, und indem der HDL-Wert („guter“ Cholesterinwert, welcher Cholesterin aus dem Blut entfernt) gesteigert wird. Sie senken allerdings nicht den gesamten LDL („schlechten“) Cholesterinwert.

    Diese Verbesserung der Blutfette ist vor allem für Menschen mit Diabetes Typ 2 wichtig, die hohe Triglyceridwerte und niedrige HDL-Werte aufweisen.

  • Verringerte Blutgerinnung

  • Eine gewisse Blutgerinnung ist lebensnotwendig, eine erhöhte Blutgerinnungs-Neigung kann allerdings das Risiko eines Arterienverschlusses erhöhen. Es kann tödlich enden, wenn ein Gerinnsel ein Blutgefäß im Herzen, der Lunge oder im Gehirn komplett verschließt.

    Omega 3 Fettsäuren reduzieren das Zusammenkleben von Blutplättchen und beeinflussen bestimmte Faktoren, was die Wahrscheinlichkeit eines Blutgerinnsels verringert. Omega 3 Fettsäuren verbessern auch den Blutfluss und machen die roten Blutkörperchen flexibler, damit diese leichter durch winzige Blutgefäße fließen können.

    Omega 3 Fettsäuren stellen nur dann eine Gefahr für die Blutgerinnung dar, wenn Sie extrem große Mengen einnehmen (ca. 10 Gramm pro Tag), oder wenn Sie bereits Blutverdünner (Antikoagulantien, Gerinnungshemmer) einnehmen und zusätzlich viel Omega 3 zu sich nehmen.

  • Reduziert Entzündungen

  • Ohne dass man es merkt, kommt es bei einer sich entwickelnden Herzerkrankung auch zu einer Entzündung der Blutgefäße. Gewisse Rückmeldungsmechanismen des Körpers auf dieses Problem steigern das Risiko von Herzkrankheiten und behindern die richtige Funktion der Blutgefäße.

    Hohe Blutwerte des CRP-Proteins werden mit bestehenden Entzündungsprozessen im Körper in Verbindung gebracht. Ein höherer CRP-Wert bedeutet daher ein höheres Entstehungsrisiko von Herzproblemen.

    Einige Studien, allerdings nicht alle, haben ergeben, dass der Konsum von Omega 3 den CRP-Wert bei Menschen mit Herzerkrankungen senkt. Omega 3 Fettsäuren sind bekannt für ihre entzündungshemmende Eigenschaft.

    Omega 3 und Cholesterin

    Omega 3 ist dafür da, die LDL-Werte (Low Density Lipoprotein) unter Kontrolle zu halten. Einige Menschen bezeichnen LDL als „schlechtes Cholesterin“. LDL transportiert Cholesterin von der Leber in verschiedene Teile des Körpers. Ein hoher LDL Cholesterinwert ist normalerweise ungesund, da er Herzkrankheiten begünstigen kann.

    Omega 3 kann auch die HDL-Werte (High Density Lipoprotein) steigen lassen, welche als “gutes Cholesterin” bezeichnet wird, und welches Cholesterin von den Arterienwänden weg transportiert. Niedrige HDL-Werte bedeuten ein höheres Risiko für Herzkrankheiten.

    Omega 3 reduziert Triglyceride

    Triglyceride sind, gemeinsam mit HDL, LDL und dem Gesamtcholesterin, ein wichtiger Bestandteil des Blutprofils. Hohe Triglycerid-Werte sind ein Anzeichen für potentielle Herzprobleme. Es hat sich gezeigt, dass Omega 3 die Triglycerid-Werte deutlich senken kann.

    Die Verbindung zwischen Omega 3 und Cholesterin wurde oft untersucht und Studien haben ermittelt, dass Omega 3 Fettsäuren ohne Probleme als Ergänzungsmittel zur Förderung der Herzgesundheit verwendet werden können.

    Omega 3 Fettsäuren können das Herz auch unterstützen, indem sie die Blutgefäße entspannen. Dadurch wird das Risiko von Blutgerinnseln in Herzarterien, anormalen Herzschlag (wie Herzrhythmusstörungen, Kammertachykardie und Flimmern) verringert.

    Außerdem können Omega 3 Fettsäuren die Verklebung der Blutplättchen verringern, was die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichem Herztods und Schlagfalls durch ein Blutgerinnsel verringert.

    Omega 3 könnte hohe Krankheitskosten einsparen

    Die Lewin Group aus den USA führte eine Studie über Omega 3 Nahrungsergänzungsmittel durch, die das Potential haben, die Gesundheit des Anwenders zu verbessern.

    Die Studie prüfte die Forschungsergebnisse kritisch und schätzte die Einsparungen der Gesundheitsausgaben, die durch die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren und dem damit zusammenhängenden verringerten Risiko, an koronaren Herzkrankheiten (KHK) zu erkranken, erzielt werden könnten.

    Die geschätzte Ersparnis an Krankenhauskosten und Arztgebühren, die aus einem Rückgang von koronaren Herzkrankheiten bei Menschen über 65 Jahren durch die tägliche Einnahme von 1800mg Omega 3 Fettsäuren in fünf Jahren (2006-2010) entstehen würden, betrugen USD 3,1 Milliarden. Geschätzte 384 Millionen Krankenhausaufenthalte aufgrund von KHK könnten so in fünf Jahren vermieden werden.

    Omega 3 reduziert Entzündungen und kann bei Arthritis helfen

    Kennen Sie jemanden, der unter Arthritis leidet? Oder haben Sie selbst Schmerzen in den Knien, den Schultern oder geschwollene Knöchel? Dies sind Symptome einer Entzündung - und wie Sie vielleicht wissen - Fischöl wirkt Entzündungen entgegen.

    Omega 3 Fischöl ist seit langem als natürliches Mittel gegen Gelenkschmerzen bekannt. Die Omega 3 Fettsäuren aus Fischölen haben entzündungshemmende Eigenschaften, die den Schweregrad von Osteoarthritis und rheumatoider Arthritis verringern, das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und den Bedarf an Schmerzmitteln senken können.

    Die optimale Dosis von Omega 3 Fischöl zur Reduktion von Arthritis-Symptomen und Gelenkschmerzen für Erwachsene liegt bei etwa 3 Gramm. Diese Menge kann nur sehr schwer durch den Konsum von Fisch aufgenommen werden.

    Die neuesten Studien zur Gelenkgesundheit und Arthritis zeigen, dass die Reduktion der Entzündungen, die zu Knie- und Gelenkschmerzen führen, die effektivste Methode sein könnte, um auch z.B. Profi- oder auch Hobbysportlern zu Höchstleistungen zu verhelfen. Denn beim Sport können Verletzungen durch Belastung und Überdehnung oder durch Entzündungen entstehen.

    Schmerzen lindern mit Omega 3 Fettsäuren

    Viele Menschen wissen über den Nutzen von Omega 3 Fischölen für die Herzgesundheit Bescheid. Doch nur sehr wenige sind darüber informiert, dass diese auch ihre Gelenke unterstützen können.

    In einer im Oktober 2006 im Journal of Rheumatology veröffentlichten Studie, reduzierten Omega 3 Fischöle bei 75% der Teilnehmer den Bedarf an nicht-steroidalen Antirheumatika.

    Eine andere, im British Journal of Nutrition veröffentlichte Studie zeigte, dass Omega 3 Fischöl die Interleukin-1 beta Produktion reduzieren kann, was zu einem signifikanten Rückgang der Morgensteifheit und schmerzhaften Gelenksymptomen bei Arthritis-Patienten führte.

    Fischöl hat als Ergänzungsmittel für die Gelenkgesundheit und zur Schmerzlinderung keine Nebenwirkungen.

    Patienten konnten die Einnahme von Schmerzmitteln komplett einstellen

    Forscher der University of Pittsburg entdeckten, dass 60% der Menschen mit Nacken- und Rückenschmerzen keinerlei Schmerzmittel mehr einnehmen mussten, nachdem Sie Ibuprofen durch eine therapeutische Dosis an Omega 3 Fischöl (1.200 mg pro Tag) ersetzt hatten.

    Chronische Gelenkschmerzen, hervorgerufen durch die zahlreichen Arten von Arthritis, können schmerzhaft und schwächend sein. Häufig auftretende Probleme, die durch Gelenkentzündungen hervorgerufen werden, wie rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis und Schleimbeutelentzündungen, betreffen Personen aller Altersstufen.

    Die häufigste Behandlungsmethode sind freiverkäufliche Schmerzmittel. Diese Medikamente helfen bei der Schmerzlinderung, indem Sie den Schmerz überdecken, sie können den Körper allerdings nicht heilen.

    Es ist wichtig, die spezifische Ursache der Gelenkentzündung zu diagnostizieren. Der darauf folgende Behandlungsplan sollte auch ein Nahrungsergänzungsmittel wie Fischöl inkludieren, welche die Entzündung reduziert, die unter anderem für die Schmerzen, Schwellungen, Steifheit und Erschöpfung verantwortlich ist.

    Eine Alternative, welche auch das Risiko, mit Schadstoffen verunreinigten Fisch zu essen, minimiert, ist die regelmäßige Einnahme von Omega 3 Fischöl als Nahrungsergänzung. Gelenkschmerzen können so mit Fischöl alleine, oder - abhängig von der Ursache der Gelenkschmerzen - in Kombination mit verschiedenen natürlichen Nahrungsergänzungen wie Collagen Type II, Glucosamin, Chondroitin und MSM, reduziert werden.

    Omega 3 - wichtig für Mutter und Kind

    Omega 3 erhöhen die Intelligenz des Neugeborenen. In einer Studie mit über 11.000 schwangeren Frauen wurde entdeckt, dass Mütter, die während der Schwangerschaft nicht genügend Omega 3 einnahmen, eine fast 50% höhere Wahrscheinlichkeit hatten, ein Kind mit einem niedrigen Verbal-IQ zu bekommen.

    Die Kinder hatten auch Probleme mit dem Sozialverhalten, weniger ausgeprägte feinmotorische Fähigkeiten und schlechtere Kommunikationsfähigkeiten. Diese verringerten Fähigkeiten konnten auch noch nach einigen Jahren festgestellt werden.

    Doch die Kinder, deren Mütter am meisten Omega 3 eingenommen hatten, erfreuten sich über:

    • bessere Gehirnentwicklung und höheren IQ
    • ruhiges, ausgeglichenes Verhalten durch optimale Bildung von Neurotransmittern im Gehirn des Babys
    • optimale Netzhautbildung für eine bessere Sehkraft
    • eine längere Aufmerksamkeitsspanne
    • weniger Asthma und Ekzeme
    • weniger Nahrungsmittel- und Umweltallergien

    Viele anderen Studien zeigen, dass Kinder, welche eine ausreichende Menge an Omega 3 erhalten, besser beim Auge-Hand-Koordinationstest abschneiden, und dass ihre Sehkraft auf einer Sehtafel durchschnittlich 1,5 Zeilen besser ist als jene von Gleichaltrigen, die nicht so viel Omega 3 eingenommen hatten.

    Omega 3 sorgt für die Gesundheit von Mutter und Kind

    Fischöl ist extrem wichtig, um die Zellen zu „schmieren“ und um Entzündungen in Schach zu halten. Omega 3 hat allerdings auch wichtige Vorteile für schwangere Frauen und ihre Babys.

    Es gibt heute bereits mehr Beweise für die positiven Effekte von pränatalem Omega 3 Konsum, als es in den frühen 1990ern für den Nutzen von pränataler Einnahme von Folsäure gab. Dennoch zeigen Studien, dass nur 2% aller schwangeren Frauen genügend Omega 3 über ihre Ernährung aufnehmen.

    Omega 3 ist ein lebensnotwendiger Baustein des Gehirns, des Nervensystems und für die Schärfung der Sehkraft, den eine schwangere Frau meist – aufgrund der Quecksilberbelastung von Fisch – nicht in ausreichender Menge über ihre Nahrung aufnimmt. Im nächsten Jahrzehnt wird Omega 3 während der Schwangerschaft so verbreitet sein wie Folsäure, aber Sie wissen ja jetzt Bescheid.

    Omega 3 Fettsäuren sorgen auch für die Gesundheit der Mutter

    Viele Studien zeigen, dass Frauen, die zusätzlich Omega 3 einnehmen
    • ein reduziertes Risiko haben, eine Blutvergiftung oder Schwangerschaftstoxikose (einen schnellen Anstieg des Blutdrucks, welcher bei 7% der Schwangerschaften auftritt) zu erleiden
    • weniger „Gehirnschwund“ aufweisen, welcher entsteht, wenn sich der Fötus durch die Nabelschnur essentielle Omega 3 Fettsäuren von der Mutter holt
    • wesentlich seltener unter Wochenbettdepression leiden
    • weniger häufig vorzeitige Wehen haben

    Der sicherste und effektivste Weg, eine ausreichende Menge an Omega 3 Fettsäuren aufzunehmen, ist die Einnahme eines qualitativ hochwertigen Omega 3 Nahrungsergänzungsmittels.

    Pränatale Vitamine enthalten oft keine Omega 3 Fettsäuren

    Die Mayo-Klinik rät schwangeren Frauen ein Omega 3 Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, um das gesunde Wachstum des Babys sicherzustellen. Grund dafür ist, dass pränatale Vitaminpräparate dieses Bedürfnis oft nicht abdecken, und dass 98% der schwangeren Fragen nicht genügend Omega 3 über die Nahrung aufnehmen. Ungeborene brauchen Omega 3 Fettsäuren für die Entwicklung des Gehirns, der Sehkraft und des Nervensystems.

    Omega 3 DHA schützt die Augen und verringert Makuladegeneration

    Die höchste Konzentration an DHA (Docosahexaensäure), einer langkettigen Omega 3 Fettsäure, die vor allem in Fisch vorkommt, befindet sich in der Netzhaut. Die DHA-Konzentration kann dort bis zu 65% betragen.

    DHA ist ein wichtiger Bestandteil der Netzhaut-Struktur. Die Fettsäure verstärkt die Entwicklung von Fotorezeptoren, spezialisierten Zellen in der Netzhaut, die notwendig für die Sehkraft sind.

    Hohe DHA-Werte sind notwendig, damit das Rhodopsin – ein Pigment in den Stäbchenzellen der Fotorezeptoren – so auf Licht reagieren kann, damit Sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen und in der Nacht sehen können. Die höchst ungesättigten Eigenschaften der DHA haben einzigartige Auswirkungen auf die Zellwände der Netzhaut, und ermöglichen es ihr, Lichtsignale sehr schnell zu übertragen.

    Mit dem Alter verschlechtert sich die Sehkraft üblicherweise, was mit Veränderungen der Netzhaut und anderen Zellen der Augen zusammenhängt. Zellwände werden weniger durchlässig, Zellstrukturen verändern sich, es entstehen Ablagerungen, Oxidation ruft Schäden hervor und Zellen sterben ab. Diese Änderungen sorgen für eine nachlassende Sehkraft im Alter.

    Bei der altersbedingten Makuladegeneration, sammeln sich gelbliche Ablagerungen (Drusen) in der Mitte der Netzhaut an. Die Zellen in der Makula funktionieren dadurch nicht mehr und die Sicht wird verzerrt und verschwommen. Es kann zu einem Verlust der Sehkraft kommen.

    Drusen können sich zu fortgeschrittenen Formen der altersbedingten Makuladegeneration weiterentwickeln, welche Ihre Sehkraft gefährden. Die häufigste Art ist die trockene Makuladegeneration. Während ihrem Fortschreiten hören die Makulazellen auf zu arbeiten. Wenn diese ihre Funktion komplett einstellen, wird das zentrale Sehen schwer gestört.

    Eine zweite Art der altersbedingten Makuladegeneration, welche feuchte oder neovaskuläre Makuladegeneration genannt wird, sorgt für 90% der Verluste der Sehkraft durch diese Krankheit. Bei der feuchten Makuladegeneration verändern sich die Blutgefäße hinter den Augen und werden brüchig, was zu Rissen und Blutungen führen kann.

    Eine fortgeschrittene altersbedingte Makuladegeneration kann entweder eines oder beide Augen betreffen, und sowohl der feuchte als auch der trockene Typ können zur Erblindung führen.

    Studien zeigen die positive Wirkung der Omega 3 Fettsäuren

    Studien zeigen, dass die altersbedingte Makuladegeneration weniger häufig bei Menschen auftritt, die mehr Fisch oder DHA zu sich nehmen. Kürzlich wurde bei einer Studie an Zwillingen der Konsum von Fisch zweimal pro Woche mit einem wesentlich niedrigeren Risiko der Makuladegeneration in Verbindung gebracht. Das Rauchen erhöhte das Risiko auf einen doppelt so hohen Wert.

    Interessanterweise wurde bei Patienten mit fortgeschrittener Makuladegeneration eine gesteigerte Einnahme von mehrfach ungesättigten Omega 3 Fettsäuren mit einem niedrigeren Risiko für die Krankheit in Verbindung gebracht, was allerdings nur galt, wenn diese wenig Omega-6 oder mehrfach ungesättigte pflanzliche Fettsäuren zu sich nahmen.

    Menschen, die mehr Pflanzenfett oder Linolsäure (eine mehrfach ungesättigte Omega-6 Fettsäure) einnahmen, entwickelten eher eine altersbedingte Makuladegeneration. Diese Beobachtungen wurden auch bei Patienten gemacht, die unter frühen oder mittleren Stadien der Krankheit litten.

    Bei Menschen, die mehr Fisch und wenig Linolsäure aßen, schritt die Krankheit wesentlich langsamer voran, als bei Patienten, die sehr viel Pflanzenfette oder Backwaren mit Pflanzenfett konsumierten.

    Diese Studien zeigen, dass die Art des Fetts, das wir zu uns nehmen, die Wahrscheinlichkeit, eine Makuladegeneration zu entwickeln, steigern oder senken kann. Eine sehr hohe Einnahme von mehrfach ungesättigten Pflanzenfetten kann die Wahrscheinlichkeit der Krankheit erhöhen und die Effekte der Omega 3 Fischsäuren zunichte machen.

    Eine erhöhte Einnahme von Fisch und Fischölen kann das Risiko, an Makuladegeneration zu erkranken, senken und den Verlauf der Krankheit verlangsamen. Wir wissen aber nicht, ob Omega 3 Fettsäuren die Krankheit verhindern können.

    Da Omega 3 vielversprechende Auswirkungen hat, führt das National Eye Institute in den USA eine große klinische Studie durch, um festzustellen, ob Omega 3 Fischöle in Kombination mit großen Mengen an antioxidativen Vitaminen und ausgewählten Mineralien den Verlauf der altersbedingten Makuladegeneration bei Menschen mit mittleren oder fortgeschrittenen Verläufen der Krankheit in einem Auge bremsen können.

    Länger jung bleiben mit Omega 3 Kapseln

    Eine neue Studie, die im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlich wurde, untersucht den Zusammenhang zwischen der Menge der langkettigen Omega 3-Fettsäuren im Blut und der Änderung der Länge der Telomere (einem Indikator für das biologische Alter).

    Forscher der University of California, San Francisco, untersuchten die Länge der Telomere, DNA Sequenzen am Ende der Chromosomen, die kürzer werden, während sich Zellen teilen und altern.

    Die empfindlichen Spitzen an den Enden der DNA

    Die Telomere offenbaren, wie alt oder jung man ist. Sie werden im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses immer kürzer. Die Omega 3-Fettsäuren scheinen den empfindlichen DNA Spitzen – den Telomeren – dabei zu helfen, länger jung zu bleiben.

    Während der Zellvermehrung stellen die Telomere sicher, dass die Chromosomen der Zelle nicht miteinander verschmelzen oder sich neu anordnen, was zu Krebs führen könnte. Elizabeth Blackburn, eine Pionierin auf dem Gebiet der Telomere der University of California, San Francisco, meinte Telomere schützen die DNA, ähnlich wie die Plastikenden von Schnürsenkeln, vor dem Ausfransen.

    Stress, Entzündungen, fehlende Bewegung, Rauchen und Übergewicht können diese Spitzen noch schneller kürzen, und somit verschiedenste altersbedingte Zellschäden begünstigen. Dadurch entstehen zusätzliche Falten, graue Haare, brüchige Knochen und sogar Herzerkrankungen und Krebs.

    Wissenschaftler vermuten, dass die Omega 3 Fettsäuren die körpereigenen antioxidativen Abwehrkräfte gegen freie Radikale, welche Telomere zerstören, aktiviert. Diese gesunden Omega 3 Fette können auch die Aktivität eines Enzyms, welches Telomere pflegt und Telomerase genannt wird, steigern.

    So kann wahrscheinlich erklärt werden, warum die Testpersonen einer kürzlich durchgeführten Studie, die unter Herzkrankheiten litten und zwischen 50 und 70 Jahre alt waren, eine so unterschiedliche Telomer-Länge aufwiesen.

    Die Forscher maßen die Länge der Telomere in Blutzellen von ambulanten Patienten mit einer stabiler koronarer Arterienkrankheit. Die Länge der Telomere wurde in den Leukozyten zu Beginn der Studie und erneut nach 5 Jahren gemessen.

    Während der 5 Jahre dauernden Studie schienen sich die Telomere bei den Menschen mit den niedrigsten Omega 3 Mengen im Blut, verglichen mit jenen mit den größten Mengen, drei Mal schneller zu verkürzen.

    Indem sie die Menge der Omega 3-Fettsäuren, der EPA (Eicosapentaensäure) und der DHA (Docosahexaensäure) mit nachfolgenden Änderungen der Telomer-Länge verglichen, entdeckten die Forscher, dass sich die Telomere der Studienteilnehmer mit den niedrigsten Durchschnittsmengen an DHA und EPA am schnellsten verkürzten. Die Telemore der Menschen mit der höchsten Durchschnittsmenge im Blut verkürzten sich am langsamsten.

    „Jede Steigerung der DHA und EPA Mengen wurde mit einer 32 prozentigen Reduktion der Wahrscheinlichkeit für Verkürzungen der Telomere in Verbindung gebracht” schrieben die Autoren.

    Das Altern und die Lebensdauer normaler, gesunder Zellen stehen mit den sogenannten Telomerase-Kürzungsmechanismen in Verbindung, welche die Teilung der Zellen auf eine fixe Anzahl beschränken.

    Mit jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere. Wenn die Telomere komplett verbraucht sind, sind die Zellen zerstört (Apoptose). Frühere Studien haben auch gezeigt, dass Telomere höchst empfänglich für oxidativen Stress sind.

    Omega 3 fördert Fettabbau und stoppt Muskelabbau

    Eine Studie in Australien konzentrierte sich auf die Auswirkungen von Fischöl auf die Bewegung wobei auf die Zusammensetzung des Körperfetts.

    Übergewichtige und fettleibige Erwachsene mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten nahmen an einer 12-wöchigen Behandlungsstudie teil, in welcher die Effekte einer täglichen Einnahme von Omega 3 Fischölen in Kombination mit mäßigen Aerobic-Übungen an drei Tagen pro Woche untersucht wurden.

    Diese Testpersonen wurden in drei Gruppen eingeteilt, die entweder Fischöl oder Sonnenblumenöl einnahmen oder Sonnenblumenöl mit Bewegung kombinierten.

    Die Teilnehmer waren nicht nur übergewichtig, sondern litten unter dem Metabolischen Syndrom. Unter diesem Begriff werden verschiedenste, mit Übergewicht zusammenhängende Symptome, wie Bluthochdruck, hohe Triglyceridwerte im Blut, Insulinresistenz oder erhöhte Insulinwerte, zusammengefasst, welche Vorzeichen für Diabetes sind.

    Durch Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA/DEXA), welche ein Bild des Köpers liefert und die unterschiedliche Dichte des Gewebes anzeigt, konnten die Forscher zwischen Fett, Muskeln und Knochen unterscheiden.

    Die Resultate zeigten, dass der gesamte Fettanteil im Körper, vor allem am Bauch, bei der FOX (Fischöl & Bewegung) Gruppe stark reduziert wurde, wobei dieser Effekt nicht auftrat, wenn nur Fischöl eingenommen wurde oder wenn nur die Aerobic-Übungen durchgeführt wurden.

    Während der Blutdruck auch mit der alleinigen Einnahme von Fischöl sank, war diese Tendenz jedoch bei der FOX-Gruppe am stärksten. FOX hatte auch eine positive Auswirkung auf die Herzfrequenz, die Triglyceridwerte und die Arterienfunktion.

    Dies waren unglaubliche Resultate in nur 3 Monaten. Dr. Howe gibt auch an, dass “Omega 3 Fischöl die Blutgefäßwände schützt, indem es deren Elastizität erhöht und die Endothel-Dilatation verbessert, was eine bessere Nährstoffversorgung der trainierenden Muskeln ermöglicht.“

    Wenn Sie also abnehmen möchten, sollten Sie nicht nur Sport machen, sondern auch Omega 3 Fischöl einnehmen.

    Omega 3 kann degenerativem Muskelabbau entgegenwirken

    Die tägliche Einnahme von Omega 3 Fettsäuren kann die Produktion von Muskelprotein bei älteren Menschen anregen und das Risiko von degenerativem Muskelabbau reduzieren, zeigen die Ergebnisse einer neuen Studie am Menschen.

    Laut Erkenntnissen, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurden, steigern 4 Gramm Omega 3 Fettsäuren pro Tag, die acht Wochen lang eingenommen werden, die Geschwindigkeit der Muskelproteinsynthese, die mit dem erhöhten Angebot an Aminosäuren und Insulin in Verbindung steht.

    „Obwohl der genaue Mechanismus, mit dem die Omega 3 Fettsäuren die Muskelproteinsynthese bei der Hyperinsulinämie-Hyperaminoazidämie anregen, erst erforscht werden muss, liefert unsere Studie überzeugende Beweise für einen Zusammenhang zwischen den Omega 3 Fettsäuren und dem Proteinstoffwechsel im menschlichen Muskel, und zeigt uns, dass die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren über ein Nahrungsergänzungsmittel eine sichere, einfache und günstige Methode zur Behandlung von Sarkopenie sein könnte“, schrieben die Forscher.

    Sarkopenie ist eine Krankheit, die die ältere Generation betrifft, und mit dem Verlust von fettfreier Körpermasse, Stärke und Funktion einhergeht.

    Bettina Mittendorfer, PhD, vom Institut für Geriatrie und Ernährungswissenschaft an der Washington University School of Medicine in Saint Louis, und eine Autorin der Studie, meinten, dass dies nach ihrem Wissen, die erste Studie ist, die die positiven Auswirkungen von Omega 3 Fettsäuren im Kampf gegen die Sarkopenie belegt.

    In den USA leiden rund 45 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre an den Symptomen von Sarkopenie. Die Muskeln einer Person in den 20ern bestehen zu bis zu 60 Prozent aus fettfreier Masse, während dieser Anteil bei einem 70-Jährigen auf unter 40 Prozent sinkt.

    “Ein Hauptgrund für den Verlust von Muskelmasse im Alter ist die Unfähigkeit der alternden Muskeln, die Geschwindigkeit der Proteinsynthese angemessen zu steigern, um auf Ernährungsreize (z.B. Aminosäuren und Insulin) zu reagieren“, erklärten die Forscher.

    Details der Studie

    Um zu testen, ob Omega 3 der Muskelgesundheit nutzen könnte, suchten die Forscher 16 gesunde Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 71 Jahren und einem durchschnittlichen BMI von 25.65 kg/m2 und unterteilten diese zufällig in zwei Gruppen, von denen eine acht Wochen lang Omega 3 und die andere Maiskeimöl einnahm.

    Die Studie testete eine tägliche Dosis von 1,86 Gramm EPA (Eicosapentaensäure) und 1,5 Gramm DHA (Docosahexaensäure).

    “Wir haben diese Dosis gewählt, da diese von der amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde zur Senkung der Triglycerid-Konzentration im Blutplasma von Hypertriglyceridämie-Patienten genehmigt wurde, und daher schon früher bewiesen hatte, dass sie für Menschen physiologisch von Bedeutung ist“, erklärten die Forscher.

    Wie die Forscher im AJCN (American Journal of Clinical Nutrition) zusammenfassten, zeigten die Resultate, dass es zwar keine Unterschiede zwischen den Gruppen gab, was “die Basalrate der Muskelprotein-Synthese” betraf, dass allerdings von einer Steigerung der “durch die Hyperaminoazidämie-Hyperinsulinämie hervorgerufenen Geschwindigkeit der Muskelprotein-Synthese” berichtet werden konnte.

    Diese Beobachtung wurde von einem erhöhten Anstieg der Aktivierung eines Signalweges, der mTOR-p70s6k genannt wird, begleitet, welcher ein „wesentlicher Kontrollpunkt für das Wachstum von Muskelzellen“ ist. Die Forscher gaben an, dass der tatsächliche Mechanismus dabei noch genauer untersucht werden muss.

    “In der vorliegenden Studie liefern wir neue Beweise dafür, dass Omega 3 Fettsäuren als Nahrungsergänzung die durch die Hyperaminoazidämie-Hyperinsulinämie hervorgerufene Geschwindigkeit der Muskelprotein-Synthese erhöhen“, schrieben Dr. Mittendorfer und ihre Kollegen. “Omega 3 Fettsäuren verringern daher wahrscheinlich den Aufbau-Widerstand und könnten bei der Behandlung von Sarkopenie hilfreich sein”, fügten sie hinzu.

    Dr. Mittendorfer bestätigte, dass die Forscher die Studie mit “mehr Teilnehmern und mehr fachlichen Resultaten” wiederholen werden.

    Die Forscher der Studie gehörten zur Washington University School of Medicine in Saint Louis und der University of Nottingham in England. Die Studie wurde von den National Institutes of Health finanziert.

    Omega 3 Mangel

    Leider isst der durchschnittliche Europäer nicht sehr viel Fisch und nimmt daher nicht genügend gehirnstärkende Omega 3 Fettsäuren für die optimale Gehirnfunktion auf.

    Viele Ernährungsberater und medizinische Experten meinen, dass die steigende Anzahl an Patienten mit Alzheimer, Depression und anderen mit dem Gehirn in Verbindung stehenden Krankheiten, mit einem Ungleichgewicht der Omega 3 Menge in unserer Nahrung zusammenhängen könnte. Da wir durch unsere Ernährung zu viel Omega 6 aufnehmen, fehlen uns die zum Ausgleich notwendigen essentiellen Omega 3 Fettsäuren, welche die Wahrscheinlichkeit, an diesen Krankheiten zu erkranken, verringern.

    Forscher der Tufts University haben entdeckt, dass Alzheimer-Patienten wenig DHA im Blutplasma aufweisen - eine der beiden essentiellen Fettsäuren, von der wir Ihnen hier berichten. Indem am Anfang der Studie die Blutproben einer Gruppe von 899 Männern, die nicht an Demenz litten, untersucht wurden, konnten die Forscher zeigen, dass jene mit höheren DHA-Mengen im Blut, im Vergleich zu den Patienten mit niedrigeren Werten, eine 47% geringere Wahrscheinlichkeit hatten, an Demenz und eine um 39% geringere Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken.

    Falls Sie oder ein Angehöriger bereits unter den kräftezehrenden Auswirkungen dieser Krankheit leiden, kann die Alzheimer-Behandlung durch Omega 3 Fischöl ergänzt werden. Forscher am Karolinska Institut in Stockholm entdeckten, dass sich der Verlauf von Alzheimer bei Patienten, die Fischöl-Kapseln mit einem hohen DHA-Anteil einnahmen, verlangsamte.

    In welchen Lebensmitteln sind Omega 3 Fettsäuren enthalten?

    Fettreiche Seefische wie Makrelen, Heringe oder Lachs besitzen einen hohen Gehalt an Omega 3 Fettsäuren. Auch Öle aus Leinsamen, Raps und Soja gelten als Omega 3 reich. Sie enthalten aber vor allem ALA Fettsäuren, welche der Körper in Omega 3 Fettsäuren umwandeln kann.

    Wie äußert sich ein Mangel an Omega 3 Fettsäuren?

    • Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Depressionen und andere neurologische Störungen
    • erhöhtes Risiko für Rheuma und andere entzündliche Erkrankungen
    • trockene, schuppige Haut
    • hoher Blutdruck
    • verminderte Sehkraft
    • geschwächtes Immunsystem
    • verminderte Durchblutung

    Warum empfehlen nur wenige Ärzte Omega 3 Fettsäuren?

    Die Forschung zeigt eindeutig den Nutzen von Omega 3 Fettsäuren zur Senkung des Todesfallrisikos aufgrund von Herzkrankheiten. Eine Steigerung der Omega 3 Zufuhr der Bevölkerung wäre mit Sicherheit nützlicher, als in allen Gemeinden Defibrillatoren zu verteilen.

    Trotz der vielen Studien, welche die positive Wirkung auf die Gesundheit und die Kostenersparnis von Omega 3 belegen, zeigt eine aktuelle Umfrage unter Hausärzten in den USA, dass diese ihren Herz-Kreislauf-Patienten viel zu selten die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren empfehlen.

    Die Umfrage wurde an zufällig ausgewählte Ärzte im Staat Washington ausgesendet. Das Resultat zeigt Folgendes:

    • 99% stimmten zu, dass die Ernährung bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wichtig ist
    • 92% stimmten zu, dass Ärzte eine wichtige Rolle bei Ernährungsempfehlungen spielen
    • 57% wussten über die positiven Wirkungen von Omega 3 für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen Bescheid
    • aber nur 17% empfehlen tatsächlich Omega 3

    Diese Umfrage verdeutlicht, dass Hausärzte trotz ihres Wissens über den Nutzen von Omega 3 und trotz ihrer positiven Einstellung zur Ernährungsberatung ihren Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, nur selten Fischöl empfehlen.

    Die Autoren der Umfrage empfehlen daher, Strategien zu entwickeln, um das Bewusstsein der Wirkung von Omega 3 zur Vermeidung von Herzkrankheiten zu stärken, und diese wichtige Information so rasch wie möglich unter den Hausärzten zu verbreiten.

    Für wen sind Omega 3 Fettsäuren besonders wichtig?

    • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose oder erhöhten Blutfettwerten
    • Schwangere und stillende Frauen
    • Menschen, die unter Rheuma, Arthritis, Morbus Crohn oder einer anderen entzündlichen Erkrankung leiden
    • Personen, die sich fast fettfrei ernähren
    • für Diabetiker
    • Menschen, die unter Hauterkrankungen leiden
    • Personen mit einem erhöhten Alkoholkonsum
    • bei Depressionen oder Alzheimer

    Veganer und Vegetarier benötigen Omega 3 und Vitamin B12

    Laut einem neuen Bericht benötigen Menschen, die sich vegan ernähren, teilweise zusätzliches Omega 3 und Vitamin B12, um das Risiko von Herzerkrankungen zu senken.

    Die Autoren des Berichts gaben an, dass Fleischesser zwar bekannt dafür ist, dass sie ein wesentlich höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben als Vegetarier. Dennoch betonten sie, dass strenge Vegetarier und Veganer nicht immun gegen das Risiko sind, da in ihrer Ernährung einige wichtige Nährstoffe kaum enthalten sind, wie z.B. Eisen, Zink, Vitamin B12 und Omega 3.

    Der im Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlichte Bericht gibt an, dass eine vegane Ernährung mit wenig Omega 3 und Vitamin B12, ein hohes Risiko für Blutgerinnsel und Arteriosklerose birgt – wobei beide Faktoren das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen. Daher erklären die Autoren, dass eine erhöhte Einnahme oder Ergänzung von mehrfach ungesättigten Omega 3 Fettsäuren und Vitamin B12 dabei helfen kann, diese Risiken zu senken.

    “Basierend auf den vorliegenden Daten, wird vermutet, dass Vegetarier und vor allem Veganer, von einer erhöhten Zufuhr von mehrfach ungesättigten Omega 3 Fettsäuren und Vitamin B12 profitieren können, da sich das Gleichgewicht zwischen Omega 3, mehrfach ungesättigtem Omega-6 und Vitamin 12 verbessert … was thrombotische Tendenzen, die das generell niedrige Risiko für Herzkrankheiten erhöhen können, verringern kann“, sagte der Autor des Berichtes, Duo Li von der Zhejiang University, China.

    Details der Studie

    Der Bericht, welcher das Ende einer 30 Jahre dauernden Studie über die Biochemie von Vegetariern darstellte, besagte, dass Fleischesser bekannt dafür sind, im Vergleich zu Vegetariern, ein wesentlich höheres Risiko für bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu haben.

    Solche Risiken inkludieren einen erhöhten Body-Mass-Index, Taille-Hüft-Verhältnis, Blutdruck, Gesamtcholesterin im Plasma, Triglycerid-Werte und Blutfett-Konzentration im Blutserum. Li gab allerdings an, dass Vegetarier und Veganer im Vergleich zu Fleischessern eine niedrigere Menge an Vitamin B12 im Blutserum und mehrfach ungesättigten Omega 3 Fettsäuren in den Gewebemembran-Phospholipiden aufweisen.

    Frühere Erkenntnisse haben gezeigt, dass Vegetarier und Veganer, die kein Vitamin B12 Ergänzungsmittel einnehmen, oft eine unnatürlich niedrige Konzentration an Vitamin B12 im Blutserum haben, welche stark mit den Homocystein-Werten im Plasma zusammenhängt.

    Li meinte, dass die Risiken, die mit niedrigen Vitamin B12 und Omega 3 Werten zusammenhängen, eine stärkere Blutgerinnung (Plättchenaggregation), erhöhte Homocystein-Werte und niedrigere Mengen an „gutem“ HDL-Cholesterin sind. Diese können alle mit einem erhöhten Thrombose- und Arteriosklerose-Risiko in Verbindung gebracht werden.

    Abschließend bemerkte Li, dass es empfohlen wird, dass Vegetarier und vor allem Veganer, ihre Zufuhr von mehrfach ungesättigten Omega 3 Fettsäuren und Vitamin B12 erhöhen. Trotz der Tatsache, dass Veganer keine Lebensmittel tierischen Ursprungs zu sich nehmen, erwähnte Li in seinen Empfehlungen mehrere tierische Quellen für Omega 3 und Vitamin B12. Er gab allerdings an, dass auch Nahrungsergänzungsmittel diese Nährstoffe liefern können.

    Was Experten über Omega 3 Fettsäuren sagen:

    Omega 3 Fettsäuren senken Risiko für plötzlichen Herztod

    Entsprechend einer Studie der Havard Medical School in Boston, mit mehr als 45000 Teilnehmern ohne vorangegangene Herzprobleme, senkt die tägliche Einnahme von 250mg EPA/DHA das Risiko für einen plötzlichen Herztod um bis zu 50 Prozent.

    Omega 3 Fettsäuren können Arteriosklerose rückgängig machen

    Wie eine klinische Studie mit 233 Teilnehmern gezeigt hat, wirken sich Omega 3 Fettsäuren auch auf bereits vorhandene Arteriosklerose aus. So haben sich laut Prof. Dr. von Schacky durch die Einnahme von 6 Gramm Fischölkonzentrat täglich über einen Zeitraum von 24 Monaten bestehende arteriosklerotische Veränderungen nachweisbar verringert.

    USFDA erkennt die Vorteile von EPA und DHA für die Gesundheit des herzens

    Die positiven Auswirkungen von Omega 3 Fettsäuren auf die Gesundheit des Herzens des Herz-Kreislauf-Systems überzeugte die amerikanische Food and Drug Administration (USFDA), folgendes Statement zu machen: "Unterstützende, aber nicht endgültige Forschung zeigt, dass die Einnahme von EPA und DHA aus Omega 3 Fettsäuren das Risiko von koronaren Herzerkrankungen reduzieren kann".

    Omega 3 Fettsäuren Einnahme und Anwendung

    Obwohl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung keine exakten Werte angegeben werden, empfiehlt sie als Richtlinie die Aufnahme von 0,5 Prozent der täglichen Energiemenge in Form von Omega 3 Fettsäuren, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Bei einer täglichen Kalorienmenge von etwa 2400 kcal würde das einem Anteil von 1,25 g Omega 3 Fettsäuren entsprechen.

    Allerdings werden von vielen Therapeuten für die begleitende Behandlung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder entzündlichen Erkrankungen deutlich höhere Dosierungen empfohlen. Hier bieten Omega 3 Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel in Kapseln die Möglichkeit, diesen erhöhten Bedarf auch tatsächlich zu erreichen.

    Wenn Sie Fisch lieben, haben Sie Glück! Wenn Sie mehrmals pro Woche fette Kaltwasserfische essen, stellen Sie sicher, dass Sie jene Menge an Omega 3 zu sich nehmen, die Ihr Körper braucht, um optimal zu funktionieren. Sehr gut eignen sich zum Beispiel Hering, Makrele, Sardinen und Wildlachs.

    Leider enthält die typische westliche Ernährung üblicherweise nur eine Fischmahlzeit in 10 Tagen. Diese Menge ist weniger als das US-amerikanische National Institute of Health empfiehlt.

    Basierend auf den zahlreichen Ergebnissen, die die positive Wirkung von langkettigen Omega 3 Fettsäuren auf die Gesundheit und bei der Krankheitsvorbeugung beleuchten, haben verschiedene Gesundheitsbehörden Empfehlungen zur Einnahme von Fisch oder von Omega 3 Nahrungsergänzungsmitteln abgegeben.

    2008 stellte der Fachausschuss für Nahrungsfette des International Life Sciences Institute North America fest, dass es nun genügend Belege gibt, um eine Richtlinie für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Intake) für EPA und DHA mit einer Einnahmeempfehlung von zwischen 250 und 500 mg/Tag zu erstellen.

    Forschungen zeigen, dass folgende tägliche Einnahme ideal für die Gesundheit wäre:

    • zirka 650 Milligramm EPA und DHA pro Tag für normale, gesunde Erwachsene
    • 1 Gramm im Falle eines erhöhten Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • 2 Gramm, wenn Sie Ihre Triglycerid-Werte senken möchten

    Wenn Sie Ihren Cholesterinspiegel senken möchten, ist es ebenfalls wichtig, eine höhere Omega 3 Dosis einzunehmen. Eine zu niedrige Dosis würde nicht zur gewünschten Reduktion des Cholesterinspiegels führen.

    Omega 3 aus Fisch ist effektiver als aus Pflanzen

    Da nur eine sehr kleine Menge der aus Pflanzen stammenden Omega 3 Alpha-Linolensäuren (ALA) in langkettige Omega 3 Fettsäuren umgewandelt wird, kann die notwendige Menge Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) zum Schutz des Gewebes nur erreicht werden, indem diese Omega 3 Fettsäuren über Fisch oder andere Meeresfrüchte aufgenommen werden.

    Drei wichtige Vorteile, wenn Sie Omega 3 in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen:

    Experten empfehlen die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln als sichere und wirksame Möglichkeit, die tägliche Aufnahme von Omega 3 zu steigern. Dies hat gegenüber dem Verzehr von Fisch drei entscheidende Vorteile:

    • eine höhere, konzentrierte Dosis pro Einnahme
    • konstante tägliche Einnahme einer effektiven Dosis
    • kein Risiko einer Quecksilber- oder PCB-Belastung, wenn das Omega 3 Öl molekular destilliert wurde

    Omega 3 Fettsäuren Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

    In der empfohlenen Dosierung wurden bei Omega 3 Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel keine Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Vitalstoffen gefunden.

    Wenn Sie jedoch Medikamente einnehmen, eine Blutgerinnungsstörung haben, schwanger sind oder stillen, sollten Sie vor der Einnahme von Omega 3 Fettsäuren mit Ihrem Arzt sprechen.

    Omega 3 Studien und Referenzen:


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