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Interviews

Longevity und Ästhetik: Ärztliche Perspektiven auf ein erweitertes Schönheitsverständnis

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Dr. med. univ. Mag. pharm. Karin Braun de Praun

11. März 2026
8 Minuten
Der Wunsch nach einem jugendlichen Aussehen mit 40 plus ist so präsent wie nie. An dieser Stelle kommen individuelle Longevity-Strategien ins Spiel, die eine gesunde, antientzündliche Ernährung und minimal-invasive Therapien mit einer gezielten Supplementation von Mikronährstoffen und Injektionen kombinieren.

Longevity trifft Ästhetik: Wie verändert diese Fusion die Schönheitsmedizin?

1. Sie vereinen Beauty-Medizin mit Longevity-Ansätzen wie Genetik, Hormonprofilen und Lifestyle-Faktoren. Welche neuen Möglichkeiten entstehen dadurch, wenn es darum geht, die natürlichen körperlichen Funktionen zu unterstützen und altersbedingte Veränderungen proaktiv zu begleiten – statt erst später zu korrigieren?

Dr. Braun de Praun: Langlebigkeit und Vitalität sind der Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Für mich hört Jugendlichkeit nicht bei äußerer Schönheit auf – denn die natürliche, einzigartige Ausstrahlung und Vitalität eines Menschen basiert auf einer individuellen Balance von gesundheitlichem Wohlbefinden, einem hormonellen Gleichgewicht und einem an die persönliche Genetik orientierten Lifestyle. Ich unterstütze meine Patienten auf ihrer Longevity-Reise mit regenerativen Verfahren wie Stammzell- und Exosomentherapien (minimal-invasive Behandlung zur Hautverjüngung) oder mit Peptidkuren (Injektionen von Aminosäureketten), basierend auf ihrer persönlichen Genetik und ihrem biologischen Alter. Nach dem Motto: „Gib deinem Leben nicht mehr Jahre, sondern Deinen Jahren mehr Leben und Lebensfreude!“

„Für mich hört Jugendlichkeit nicht bei äußerer Schönheit auf – denn die natürliche, einzigartige Ausstrahlung und Vitalität eines Menschen basiert auf einer individuellen Balance von gesundheitlichem Wohlbefinden, einem hormonellen Gleichgewicht und einem an die persönliche Genetik orientierten Lifestyle.“

Genetische Einzigartigkeit als Ausgangspunkt: Wie personalisiert ist Beauty Aging heute?

2. Sie arbeiten mit genetischen Profilen, um individuelle Unterschiede in Hautstruktur, Stoffwechsel oder Bindegewebseigenschaften zu verstehen. Welche Erkenntnisse sind für Sie besonders wertvoll, wenn es darum geht, maßgeschneiderte Präventionsstrategien zu entwickeln, die innere Vitalität und äußere Ausstrahlung unterstützen können?

Dr. Braun de Praun: Genetische Informationen eröffnen wertvolle Einblicke in individuelle Unterschiede, etwa der Hautbeschaffenheit, im Stoffwechsel oder in der Reaktion auf äußere Einflüsse. Dieses Wissen unterstützt eine personalisierte Herangehensweise und hilft, realistische und sinnvolle Erwartungen zu entwickeln. Genetische Profile können Hinweise auf familiär bedingte Risikofaktoren geben, beispielsweise im Hinblick auf Hautalterung oder entzündliche Prozesse. Sie ermöglichen eine gezielte Auswahl von Lebensmitteln, die genetisch besser verträglich für den Körper sind und ein geringes entzündungsförderndes Potential besitzen. Da chronische Entzündungen eine zentrale Rolle bei vorzeitiger Alterung spielen, kann eine darauf abgestimmte Ernährung dazu beitragen, Alterungsprozesse positiv zu beeinflussen.

Side Fact: Entzündung und Hautalterung 

Chronisch-niedriggradige Entzündungen (auch als „Inflammaging“ bezeichnet) stehen in engem Zusammenhang mit beschleunigten Alterungsprozessen der Haut. Sie können den Abbau von Kollagen begünstigen, die Regenerationsfähigkeit der Zellen reduzieren und eine verminderte Hautelastizität zur Folge haben. Ernährung, Lebensstil und Stoffwechselprozesse beeinflussen diese Entzündungsaktivität maßgeblich.

Quelle: „Chronische Entzündungen nicht immer ein Zeichen von Altern“, Deutsches Ärzteblatt (2019). https://www.aerzteblatt.de/news/chronische-entzundungen-nicht-immer-ein-zeichen-von-altern-c0029fc6-2264-48eb-96ee-1d783d808247 

Hormonbalance & Ausstrahlung: Was können wir aus der Longevity-Medizin lernen?

3. Viele Menschen spüren, wie sich hormonelle Veränderungen auf Energie, Stimmung oder Wohlbefinden auswirken können. Wie kann ein fundiertes Verständnis der hormonellen Balance dazu beitragen, sich langfristig vital zu fühlen — und welche Rolle spielt diese Balance im ästhetischen Kontext Ihrer Arbeit?

Dr. Braun de Praun: Hormone steuern zahlreiche körperliche Funktionen, die wir subjektiv als Energie, Wohlbefinden und auch im äußeren Erscheinungsbild wahrnehmen. Ein medizinisches Verständnis dieser Zusammenhänge hilft dabei, Veränderungen richtig einzuordnen und den eigenen Lebensstil bewusst und achtsam anzupassen. Spätestens ab dem 40. Lebensjahr spielt die Bestimmung der Hormonwerte eine entscheidende Rolle, um der Hautalterung präventiv entgegenzuwirken. Denn bevor eine Falte sichtbar wird, besteht oft schon lange zuvor ein hormonelles Ungleichgewicht. Wird dieses frühzeitig erkannt und wieder in Balance gebracht, kann sich das positiv auf das äußere Erscheinungsbild auswirken und ein langanhaltend frisches Aussehen unterstützen. Dabei ist jedoch die individuell abgestimmte Dosierung essentiell, begleitet und überwacht durch einen erfahrenen Hormonexperten.

„Denn bevor eine Falte sichtbar wird, besteht oft schon lange zuvor ein hormonelles Ungleichgewicht. Wird dieses frühzeitig erkannt und wieder in Balance gebracht, kann sich das positiv auf das äußere Erscheinungsbild auswirken und ein langanhaltend frisches Aussehen unterstützen.“

Schönheit beginnt von innen: Welche biologischen Prozesse beeinflussen unser äußeres Erscheinungsbild?

4. Aus Sicht der Longevity-Medizin: Welche inneren Faktoren wie Zellregeneration, Energiestoffwechsel oder Bindegewebe spielen eine Rolle dafür, wie frisch, vital oder ausgeglichen wir wirken — und wie können Menschen diese Prozesse über ihren Alltag positiv begleiten?

Dr. Braun de Praun: Innere Prozesse wie Energiestoffwechsel, Zellumsatz, Entgiftung und Kollagenbildung prägen maßgeblich, wie ausgeglichen, vital und strahlend ein Mensch wirkt. Sie bilden die Grundlage für innere Stabilität und äußere Ausstrahlung. Alltägliche Faktoren wie erholsamer Schlaf, regelmäßige Bewegung, ein bewusster Umgang mit Stress sowie der Einfluss von Sonnenlicht spielen dabei eine zentrale Rolle. 

Side Fact: Hormone und Hautgesundheit

Östrogene beeinflussen maßgeblich die Hautdicke, den Kollagengehalt, die Durchblutung sowie die Feuchtigkeitsbalance. Mit zunehmendem Alter und dem damit verbundenen Sinken des Östrogenspiegels können sich diese Parameter verändern. Dies wirkt sich direkt auf die Elastizität, Festigkeit und die natürliche Regenerationsfähigkeit der Haut aus.

Quelle: Stevenson, S., & Thornton, J. (2007). Effect of estrogens on skin aging and the biology of human skin. Endocrine, 32(3), 261–275.

Link: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2685269/ 

Mikronährstoffe im Beauty-Longevity-Kontext: Wie ordnen Sie sie ein?

5. Viele Menschen interessieren sich dafür, welche Vitamine oder Mineralstoffe im Rahmen ihrer zugelassenen Wirkungen normale Funktionen wie Energiestoffwechsel, Kollagenbildung oder den Schutz vor oxidativem Stress unterstützen können. Wie integrieren Sie solche Erkenntnisse in Ihre Arbeit als Ärztin?

Dr. Braun de Praun: Mikronährstoffe leisten im Rahmen ihrer zugelassenen Wirkungen einen wichtigen Beitrag zu normalen Körperfunktionen, etwa zum Energiestoffwechsel, zur Zellregeneration oder zur Kollagenbildung. In der ärztlichen Praxis stehen sie jedoch nicht als isolierte Lösung im Vordergrund, sondern dienen vor allem der medizinischen Einordnung, Aufklärung und gezielten Unterstützung individueller Bedürfnisse. Entscheidend ist dabei die Bioverfügbarkeit, also der Anteil eines Mikronährstoffs, der tatsächlich aufgenommen wird und auf zellulärer Ebene wirksam ist. Erst durch diese differenzierte Betrachtung lassen sich Mikronährstoffe sinnvoll in ein ganzheitliches medizinisches und präventives Konzept integrieren.

„Mikronährstoffe leisten im Rahmen ihrer zugelassenen Wirkungen einen wichtigen Beitrag zu normalen Körperfunktionen […]. Entscheidend ist dabei die Bioverfügbarkeit, also der Anteil eines Mikronährstoffs, der tatsächlich aufgenommen wird und auf zellulärer Ebene wirksam ist.“

Moderne Technologien in der Ästhetik: Orientierung statt Optimierungsdruck

6. Sie arbeiten mit hochmodernen Verfahren, die in den USA längst etabliert sind. Welche Rolle spielen Technologien bei der Einschätzung von Hautzustand, Gewebe oder biologischen Prozessen — und worauf sollten Menschen achten, um solche Tools als Orientierung und nicht als Perfektionsanspruch zu nutzen?

⁠Dr. Braun de Praun: 
Moderne Technologien helfen, den Zustand von Haut und Gewebe objektiver zu erfassen und dienen als Orientierung, nicht als Instrument zur Selbstdiagnose oder Optimierung. Sie ermöglichen ein besseres Verständnis individueller Alterungsprozesse. DNA-Analysen können erklären, warum Haut unterschiedlich altert. Regenerative Ansätze wie Stammzellen aus Nabelschnurblut, Exosomentherapien als zelluläre Signalsysteme sowie Peptide beeinflussen gezielt Prozesse, die für Hautqualität und Ästhetik relevant sind. In Kombination schaffen sie eine fundierte und ganzheitliche Grundlage für moderne ästhetische Medizin.

Side Fact: Mikronährstoffe und Hautfunktion

Bestimmte Mikronährstoffe tragen im Rahmen ihrer zugelassenen Wirkungen zur Erhaltung normaler Hautfunktionen bei. Dazu zählen beispielsweise Vitamin C (trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei), Zink (trägt zur Erhaltung normaler Haut bei) sowie Vitamin E (trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen).

Quelle: Pullar, J. M., et al. (2017). The Roles of Vitamin C in Skin Health. MDPI Nutrients, 9(8), 866. https://www.mdpi.com/2072-6643/9/8/866 

Mentale Perspektive auf Schönheit: Wie beeinflusst Mindset unsere Wahrnehmung von uns selbst?

7. In der ästhetischen Medizin geht es nicht nur um das Außen. Welche Rolle spielen Selbstbild, Körpersignale und emotionales Wohlbefinden, wenn Menschen einen Zustand erreichen möchten, in dem sie sich vital, authentisch und „bei sich selbst“ fühlen?

Dr. Braun de Praun: Jeder Mensch ist einzigartig und empfindet Schönheit anders. Natürlich ist das Streben nach dem Ideal sehr groß – das eigene Selbstbild und die Wahrnehmung von Körpersignalen beeinflussen stark, wie sich Menschen fühlen. Ästhetische Medizin sollte daher immer auch das emotionale Wohlbefinden und die individuelle Lebenssituation berücksichtigen. Entscheidend ist auch das Wissen darüber, welche Erkrankungen familiär vorliegen und wie genetische Anlagen durch Lebensstil und Umweltfaktoren positiv beeinflusst werden können. Ergänzend kann eine Mikrobiomanalyse (Bestimmung der individuellen Darmflora) zeigen, wie gut Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel vom Körper aufgenommen und verwertet werden. 

Die Zukunft von Beauty Aging: Was wird in den nächsten Jahren entscheidend sein?

8. Welche Entwicklungen in der Longevity- und Beauty-Medizin sehen Sie als besonders spannend — und welche Rolle wird dabei die Verbindung aus Genetik, personalisierten Präventionsstrategien und ganzheitlicher Ästhetik spielen?

Dr. Braun de Praun: Viele moderne Wirkstoffe, etwa im Bereich der Peptide, müssen heute nicht mehr über Jahrzehnte hinweg getestet werden wie klassische Arzneimittel früher. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz lässt sich dieser Prozess kürzer abwickeln. Vorreiter wie Bryan Johnson, der seinen eigenen Körper konsequent in den Dienst der Wissenschaft stellt, liefern bereits wertvolle Hinweise darauf, wie Zellen auf neue Verjüngungs- und Regenerationstechnologien reagieren können. Mein Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, informierte und stimmige Entscheidungen für sich selbst zu treffen und mithilfe moderner Trackingmethoden einen klaren Überblick über ihren gesamten Gesundheitszustand zu erhalten.

Hinweis: Dieses Interview dient ausschließlich der allgemeinen Information. Die dargestellten Einschätzungen und Aussagen geben die persönliche wissenschaftliche Meinung sowie die klinische Erfahrung der interviewten Expertin bzw. des interviewten Experten wieder und basieren unter anderem auf deren eigener Forschung.

Die Inhalte stellen keine im Sinne der EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 zugelassenen Health Claims dar und sind nicht als Aussagen zur Prävention, Behandlung oder Heilung von Krankheiten zu verstehen.

Das Interview ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an medizinisches Fachpersonal.

Über die Autor

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Dr. med. univ. Mag. pharm. Karin Braun de Praun

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