Präzisionsmedizin für Frauen: Warum individuelle Gesundheitsstrategien an Bedeutung gewinnen
Experteninterview mit Dr. med. Simone Koch
Über die Autorin: Die Gynäkologin Dr. med. Simone Koch setzt auf individualisierte Maßnahmen fernab von Standardkonzepten, wenn es um die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Frauen geht. In ihrer Online-Akademie berät sie Ärzte und Gesundheitsexperten, schreibt Fachartikel und tritt regelmäßig als Speakerin auf.
Das unsichtbare Zusammenspiel der Hormone
1. Frau Dr. Koch, in der öffentlichen Wahrnehmung werden Hormone häufig isoliert betrachtet. Warum ist diese Herangehensweise aus Ihrer Sicht zu kurz gegriffen, und wie eng ist dieses hormonelle Netzwerk in Wirklichkeit mit dem Stoffwechsel, dem Nervensystem und der Immunfunktion verknüpft?
Dr. Koch: Wenn ich einen einzelnen Hormonwert vor mir habe, sagt er mir für sich genommen fast nichts. Hormone wirken in einem Regelkreis, in dem jede Größe die anderen mitbestimmt und deshalb führt die isolierte Betrachtung eines einzigen Wertes so oft in die Irre. Ein Beispiel, das ich täglich sehe: Fällt das Östrogen in der Perimenopause, verschlechtert sich die Insulinempfindlichkeit um bis zu vierzig Prozent, die Schilddrüse wandelt weniger aktives freies T3 um und gleichzeitig verschiebt sich die Immunbalance in Richtung der entzündungsfördernden Botenstoffe IL-1, IL-6 und TNF-alpha. Ein einziger sinkender Wert zieht also den Stoffwechsel, das Nervensystem und die Immunabwehr mit hinein.
Auf molekularer Ebene ist diese Verzahnung sogar nachweisbar. Schilddrüsenhormone und Sexualhormone teilen sich gemeinsame Koaktivatoren an der Kernrezeptorfamilie. Sie greifen also auf dieselbe Maschinerie in der Zelle zu. Das Enzym COMT baut Östrogen-Metaboliten und Stresshormone über denselben Methylierungsweg ab, weshalb eine hohe Stressbelastung den Östrogenabbau ausbremst und umgekehrt. Und Östrogen setzt aus Mastzellen Histamin frei, während Progesteron die Mastzellen stabilisiert, was erklärt, warum manche Frauen in der Lebensmitte plötzlich eine Empfindlichkeit gegenüber Histamin entwickeln.
Für mich folgt daraus vor allem der Anspruch, präzise zu bestimmen, an welcher Stelle im Netzwerk der erste Dominostein fällt. Wer das versteht, kann gezielt an dieser Stelle eingreifen und muss nicht jedes Symptom für sich behandeln. Genau deshalb bestimme ich bei einer Frau mit Erschöpfung immer die Schilddrüse, die Sexualhormone, den Eisenstatus und die Entzündungsmarker zusammen und verlasse mich nie auf den TSH allein. Erst dieses Gesamtbild zeigt, wo die Begleitung ansetzen muss.
„Hormone wirken in einem Regelkreis, in dem jede Größe die anderen mitbestimmt [...]. Ein einziger sinkender Wert zieht also den Stoffwechsel, das Nervensystem und die Immunabwehr mit hinein.“
Autoimmunität und das weibliche System
2. Frau Dr. Koch, als Expertin und Bestseller-Autorin für Hashimoto-Thyreoiditis kennen Sie die Statistik: Frauen sind um ein Vielfaches häufiger von autoimmunen Prozessen betroffen als Männer. Welche biologischen Besonderheiten im weiblichen System, auch im Zusammenspiel mit den Hormonen, begünstigen diese Dynamik und welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell in diesem Forschungsbereich besonders aufmerksam?
Dr. Koch: Bei Hashimoto liegt das Verhältnis von Frauen zu Männern je nach Studie zwischen sieben und zehn zu eins, und diese Zahl beschäftigt mich seit Jahren. Die Antwort liegt zu einem großen Teil auf dem X-Chromosom. Frauen haben zwei davon und eines wird in jeder Zelle stillgelegt, damit die Gendosis stimmt. Diese Stilllegung ist aber unvollständig. Zwischen fünfzehn und dreiundzwanzig Prozent der Gene entkommen der Inaktivierung und ausgerechnet mehrere zentrale Immungene liegen darunter, etwa TLR7, CD40L und FoxP3. Frauen bilden diese Immunschalter also in doppelter Dosis, was die Immunantwort empfindlicher und reaktionsfreudiger macht.
Das Östrogen verstärkt diesen Effekt zusätzlich, weil es genau die TLR7-vermittelte Interferonproduktion hochreguliert. Hormonelle Umbruchphasen wie die Pubertät, die Zeit nach einer Geburt und die Perimenopause sind deshalb die typischen Fenster, in denen eine Autoimmunerkrankung erstmals auftritt oder aufflammt. Bei Hashimoto sehe ich das immer wieder rund um Schwangerschaften und in den Wechseljahren.
Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolge ich im Moment die Forschung zum sogenannten Xist-Ribonukleoprotein. Eine Arbeit im Fachjournal Cell hat 2024 gezeigt, dass genau der Molekülkomplex, der die X-Inaktivierung steuert, selbst als Autoantigen wirkt und die weibliche Anfälligkeit für Autoimmunität direkt anschiebt. Als man männlichen Mäusen diesen Komplex experimentell gab, bildeten sie Autoantikörper. Das ist deshalb so spannend, weil es die weibliche Häufung erstmals von den Hormonen entkoppelt und auf einen eigenen genetischen Mechanismus zurückführt. Für die Präzisionsmedizin liegt darin eine große Chance, denn je genauer wir verstehen, welche X-chromosomalen Schalter bei einer einzelnen Patientin aktiv sind, desto gezielter können wir künftig eingreifen.
Side Fact: Das Xist-Ribonukleoprotein und Autoimmunität Die geschlechtsspezifische Häufung von Autoimmunerkrankungen (wie Hashimoto-Thyreoiditis) wird in der genetischen Forschung zunehmend auf die Regulation der X-Chromosomen zurückgeführt. Eine translationale Studie im Fachjournal Cell konnte 2024 zeigen, dass der sogenannte Xist-Ribonukleoprotein-Komplex (RNP), welcher exklusiv in weiblichen Zellen für die Inaktivierung des zweiten X-Chromosoms zuständig ist, selbst als starkes Autoantigen wirken kann. Diese Entdeckung liefert erstmals einen bahnbrechenden genetischen Erklärungsansatz für die weibliche Autoimmun-Prädisposition, der unabhängig von hormonellen Schwankungen existiert. Quelle: Dou DR, Zhao Y, Belk JA, Zhao Y, Casey KM, Chen DC, Li R, Yu B, Srinivasan S, Abe BT, Kraft K, Hellström C, Sjöberg R, Chang S, Feng A, Goldman DW, Shah AA, Petri M, Chung LS, Fiorentino DF, Lundberg EK, Wutz A, Utz PJ, Chang HY. Xist ribonucleoproteins promote female sex-biased autoimmunity. Cell. 2024 Feb 1;187(3):733-749.e16. doi: 10.1016/j.cell.2023.12.037. PMID: 38306984; PMCID: PMC10949934. |
Dem Phänomen 'Brain Fog' auf der Spur
3. Viele Frauen berichten in bestimmten Lebensphasen über sogenannte „Brain-Fog“-Symptome, also verminderte mentale Klarheit, Konzentrationsprobleme oder das Gefühl, nicht mehr so leistungsfähig zu sein wie früher. Welche Faktoren werden in diesem Zusammenhang Ihrer Erfahrung nach häufig unterschätzt?
Dr. Koch: Der Begriff Hirnnebel wird oft vorschnell als psychisch oder als Stress abgetan, dabei steckt fast immer eine messbare körperliche Ursache dahinter. Am meisten unterschätzt wird das Zusammenspiel mehrerer Systeme, die gleichzeitig ins Rutschen geraten.
An erster Stelle steht die Schilddrüse. Ein niedriges freies T3 bei völlig normalem TSH wird regelmäßig übersehen, weil in der Routine meist nur der TSH bestimmt wird. Genau dieses aktive Schilddrüsenhormon versorgt aber das Gehirn und sein Mangel äußert sich als konstantes Wattegefühl.
Bei Frauen in der Lebensmitte kommt die hormonelle Ebene hinzu. Das Östrogen wirkt direkt an Rezeptoren in den Gedächtnisregionen des Gehirns. Sein Abfall macht sich als schwankende, zyklusabhängige Klarheit bemerkbar. Das Progesteron fällt schon Jahre früher und wenn der Schlaf dadurch zerfällt, leidet die Konzentration am nächsten Tag ganz unmittelbar. Der entscheidende Punkt ist, dass sich diese Ursachen unterscheiden lassen. Ein konstantes Wattegefühl deutet eher auf die Schilddrüse, eine im Tagesverlauf und über den Zyklus schwankende Klarheit eher auf die Hormone. Wer diese Muster kennt und die richtigen Werte bestimmt, findet fast immer einen konkreten Ansatzpunkt und muss sich nicht mit dem Etikett „Wechseljahre“ zufriedengeben.
Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist die massive zunehmende Dysregulation der Mastzellen. Dies kann durch verschiedene Mechanismen zu einer Einschränkung des Abbaus von Histamin im Gehirn und damit zu “Hirnnebel” führen. Besonders ausgeprägt ist dies aufgrund des wiederum engen Zusammenspiels von Hormonhaushalt und Immunsystem in der Perimenopause.
„Der Begriff Hirnnebel wird oft vorschnell als psychisch oder als Stress abgetan, dabei steckt fast immer eine messbare körperliche Ursache dahinter. [...] Wer diese Muster kennt und die richtigen Werte bestimmt, findet fast immer einen konkreten Ansatzpunkt [...].“
Magnesium im Kontext weiblicher Gesundheit
4. Wenn es um das individuelle Wohlbefinden der Frau geht, dürfen Aspekte der mentalen Gesundheit nicht außer Acht gelassen werden. Welche Rolle spielt Magnesium für die normale psychische Funktion und das Nervensystem?
Dr. Koch: Magnesium ist im Nervensystem so etwas wie die Bremse. Es sorgt dafür, dass Nervenzellen nicht auf jeden kleinen Reiz sofort feuern. Ist zu wenig davon vorhanden, reagieren sie stärker als nötig. Viele Frauen erleben das, indem sie schwerer zur Ruhe kommen. Wenn es heißt, Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei, ist genau diese Bremswirkung gemeint.
Dazu kommt Stress. Wer unter viel Stress steht, verliert mehr Magnesium über die Niere, weil die Stresshormone die Ausscheidung ankurbeln. Gleichzeitig reagiert ein Körper mit wenig Magnesium empfindlicher auf Stress. Für Frauen kommt eine Besonderheit hinzu: Das frei verfügbare Magnesium im Blut ist in der zweiten Zyklushälfte am niedrigsten, wenn das Progesteron am höchsten steht. Ausgerechnet in den Tagen, an denen viele Frauen dünnhäutiger sind, hat das Nervensystem also am wenigsten Magnesium zur Verfügung. Dass Magnesium zur normalen psychischen Funktion beiträgt, hat für Frauen deshalb ein besonderes Gewicht.
Der dritte Punkt ist die Energie. Jede Zelle gewinnt ihre Energie aus einem Molekül namens ATP, das nur zusammen mit Magnesium arbeiten kann. Das Gehirn verbraucht davon mehr als jedes andere Organ. Wird Magnesium knapp, spürt man das deshalb zuerst im Kopf, als Müdigkeit. Darauf bezieht sich die Aussage, dass Magnesium zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt. Wer die eigene Versorgung kennen möchte, sollte das Magnesium im Vollblut bestimmen lassen, denn der übliche Serumwert bleibt auch bei leeren Speichern lange unauffällig.
Side Fact: Das Enzym COMT und der Östrogenabbau Das Enzym Catechol-O-Methyltransferase (COMT) spielt eine Schlüsselrolle in der Phase-II-Biotransformation von Östrogenen in der Leber. Es ist dafür verantwortlich, potenziell reaktive Östrogen-Metaboliten durch das Anhängen einer Methylgruppe zu neutralisieren, damit sie ausgeschieden werden können. Die molekularbiologische Besonderheit dieses Enzyms liegt in seiner absoluten Co-Faktor-Abhängigkeit: Die katalytische Aktivität der COMT ist strikt an die Anwesenheit von Magnesium-Ionen gebunden, welche das aktive Zentrum des Enzyms stabilisieren. Eine unzureichende Magnesiumversorgung kann somit biochemisch die Umsatzgeschwindigkeit des Östrogenabbaus beeinflussen. Quelle: Männistö PT, Kaakkola S. Catechol-O-methyltransferase (COMT): biochemistry, molecular biology, pharmacology, and clinical efficacy of the new selective COMT inhibitors. Pharmacol Rev. 1999 Dec;51(4):593-628. PMID: 10581325. |
Schilddrüse, Stoffwechsel und individuelle Bedürfnisse
5. Die Schilddrüse beeinflusst als Taktgeber des Stoffwechsels zahlreiche körperliche Funktionen. Welche Rolle spielt eine individuell abgestimmte Betrachtung von Lebensstil, Ernährung und der gezielten Versorgung mit Mikronährstoffen, wenn Frauen ihre Schilddrüsengesundheit und Vitalität langfristig aktiv unterstützen möchten?
Dr. Koch: Die Schilddrüse gibt tatsächlich den Takt für den gesamten Stoffwechsel vor und deshalb rächt sich jede Einstellung nach Schema besonders schnell. Der erste Punkt ist die Bewertung überhaupt. Der konventionelle TSH-Referenzbereich weicht oft von dem ab, was ich mir wünsche.
Bei den Mikronährstoffen kommt es auf das Zusammenspiel an. Die Schilddrüse braucht Jod als Baustein der Hormone, es trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Sie benötigt außerdem Selen für die Umwandlung des Speicherhormons T4 in das aktive T3, womit auch Selen zu einer normalen Schilddrüsenfunktion beiträgt. Diese und weitere Stoffe greifen ineinander, und ein Mangel an einem einzigen bremst die ganze Kette.
Da das Immunsystem und die Schilddrüse eng ineinandergreifen, spielt ein ausbalanciertes Immunsystem eine zentrale Rolle. Entscheidend ist, dass jede Frau unterschiedliche Bedürfnisse hat. Meine Empfehlung ist, relevante Werte im Vollblut bestimmen zu lassen und sie im Zusammenhang mit dem individuellen Befinden einzuordnen und im Anschluss gezielt und bedarfsgerecht zu supplementieren. Genau diese Individualisierung entscheidet darüber, wie nachhaltig eine Frau ihr allgemeines Wohlbefinden im Alltag begleiten kann.
Die Zukunft der Präzisionsmedizin für Frauen
6. Wenn Sie zehn Jahre vorausblicken: Welche Entwicklungen könnten die Frauengesundheit am stärksten verändern und warum wird die Individualisierung medizinischer Entscheidungen dabei eine immer größere Rolle spielen?
Dr. Koch: Wenn ich zehn Jahre vorausdenke, sehe ich die größte Veränderung darin, dass wir uns vom statistischen Durchschnitt lösen und zur einzelnen Frau kommen. Die klassische Medizin hat Referenzbereiche über große Bevölkerungsgruppen gebildet und Frauen dabei lange stark unterrepräsentiert, weil viele Studien vor allem an Männern durchgeführt wurden. Genau das ändert sich gerade.
Der stärkste Hebel ist für mich die Genetik. Und ich betone bewusst, dass ich sie als Chance verstehe. Wenn ich den COMT-Status einer Frau kenne, weiß ich, wie schnell sie Östrogen und Stresshormone abbaut und kann eine Hormontherapie von Anfang an passend dosieren, statt mich über Monate an die richtige Dosis heranzutasten. Varianten wie MTHFR oder die CYP-Enzyme zeigen mir, wo ihre individuellen Schwachstellen im Stoffwechsel liegen. Das ist in meiner Arbeit heute schon Alltag und keine ferne Zukunftsmusik, und es wird in den nächsten Jahren breiter verfügbar und günstiger.
Dazu kommt die neue Forschung zur weiblichen Biologie selbst, etwa zum X-Chromosom und seiner Rolle bei Autoimmunerkrankungen. Je besser wir verstehen, welche genetischen Schalter bei einer einzelnen Frau aktiv sind, desto gezielter lassen sich Autoimmunprozesse früh erkennen und behandeln. Ich erwarte außerdem, dass kontinuierliche Daten aus dem Alltag, etwa zum Zyklus, zum Blutzucker und zum Schlaf, in die Entscheidungen einfließen und das punktuelle Laborbild ergänzen.
Der Grund, warum die Individualisierung dabei immer wichtiger wird, ist einfach. Der weibliche Körper verändert sich über den Zyklus und über die Lebensphasen ständig. Eine Medizin, die diese Bewegung abbilden will, kann nicht mit einem einzigen Sollwert für alle arbeiten. Sie muss den individuellen Optimalbereich jeder Frau bestimmen. Darin liegt für mich die eigentliche Verheißung der Präzisionsmedizin.
„Wenn ich zehn Jahre vorausdenke, sehe ich die größte Veränderung darin, dass wir uns vom statistischen Durchschnitt lösen und zur einzelnen Frau kommen. [...] Eine Medizin, die diese Bewegung abbilden will, kann nicht mit einem einzigen Sollwert für alle arbeiten.“
Hinweis: Dieses Interview dient ausschließlich der allgemeinen Information. Die dargestellten Einschätzungen und Aussagen geben die persönliche wissenschaftliche Meinung sowie die klinische Erfahrung der interviewten Expertin bzw. des interviewten Experten wieder und basieren unter anderem auf deren eigener Forschung.
Die geteilten Informationen spiegeln die persönliche, berufliche Erfahrung des Experten wider und stellen keine offiziellen Aussagen oder Behauptungen von VitaminExpress dar.
Die Inhalte stellen keine im Sinne der EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 zugelassenen Health Claims dar und sind nicht als Aussagen zur Prävention, Behandlung oder Heilung von Krankheiten zu verstehen. Das Interview ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an medizinisches Fachpersonal.
Über die Autor
Dr. med Simone Koch
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