Spirulina - was Sie wissen sollten!

Information, Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen

Spirulina ist ein „Superfood“ und das nahrhafteste und konzentrierteste Vollwertnahrungsmittel, welches zur Zeit bekannt ist. Die Alge kann auf eine reiche, lebhafte Geschichte zurückblicken und nimmt einen faszinierenden biologischen und ökologischen Nischenplatz in der Flora ein.

Was ist Spirulina?

Bei Spirulina handelt es sich um eine spiralförmige, blaugrüne Mikroalge, die frei in der Natur in Süßwasserseen, natürlichen Quellen und in Salzwasserseen wächst. Ihre tiefe blaugrüne Farbe ist es auch, die dem Wasser eine grünliche Färbung verleiht. Spirulina wird weltweit in angelegten Stauseen kultiviert und geerntet.

Schon seit Jahrhunderten haben Zivilisationen überall auf der Welt Spirulina angebaut und die Alge aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Die Azteken entnahmen die Mikroalgen dem in Mexiko gelegenen Texcoco-See. Für die einheimische Bevölkerung im Tschad (Afrika) gehören die Mikroalgen, aufgrund ihres konzentrierten Nährwertgehalts und reichen Wachstums in den reinen Salzwasserseen der Region, zu den Grundnahrungsmitteln.

Spirulina besteht zwischen 55 und 70 Prozent aus Proteinen (dies ist ein größerer Anteil als jenerin Rind- und Hühnerfleisch oder Sojabohnen) und verfügt über alle essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren, sowie hohe Eisenwerte, Beta-Carotin, Mineralien und Vitamine. Dazu zählen auch Vitamin B12 und Phycocyanin, ein nur in blaugrünen Mikroalgen vorhandener Pigment-Protein-Antioxidantienkomplex. Den meisten Diäten mangelt es jedoch an diesen Nährstoffen.

Spirulina versorgt den Menschen mit langanhaltender Energie und stärkt das Immunsystem. Die antioxidativen Kräfte der Alge tragen dazu bei, dass der Körper unter optimalen Bedingungen funktioniert. Auch lassen sich Kinder und andere Menschen, die Gemüse eher abgeneigt sind, auf diese Weise doch noch zum Verzehr von „Grünzeug“ bewegen. Darüber hinaus hilft Spirulina allen vielbeschäftigten Personen, die keine Zeit für regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten haben, sich dennoch angemessen zu ernähren.

Woher kommt Spirulina?

Mikroalgen waren die erste auf unserem Planeten existierende Lebensform. Vor Milliarden von Jahren verwandelten sie die zuvor auf CO2 basierende, in eine sauerstoffhaltige Atmosphäre, in der sich auch andere Formen des Lebens entwickeln konnten.

Die meisten Menschen sind vertraut mit den großen grünen oder roten Algen, die in Seen sowie im Meer wachsen, und gemeinhin als Seetang bezeichnet werden. Im Gegensatz dazu, handelt es sich bei Mikroalgen allerdings um winzig kleine, einzellige Organismen, die je nach ihrem jeweiligen Phytopigment- und Phytonährstoffgehalt in verschiedenen Arten auftreten. Diese Mikroalgen werden aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Vorteile intensiv erforscht.

Von den mehr als 30.000 Arten von Mikroalgen, sind die blaugrünen wie Spirulina die primitivsten. Sie enthalten keinen Nukleus und ihre Zellwände sind im Gegensatz zu denen von anderen Algen, die über harte Zellschichten verfügen, weich und leicht verdaulich. Von allen Mikroalgen hat sich bislang Spirulina als die Wirkungsvollste und Nahrhafteste erwiesen.

Die wichtigsten Nährstoffe in Spirulina

Spirulina ist das allerbeste Beispiel für einen Synergie-Effekt. Obwohl jeder Nährstoff seine eigenen Nährwert und therapeutischen Eigenschaften besitzt, unterstützen sie sich gegenseitig, um Dinge zu erreichen, die sie alleine nicht fertigbringen würden.

Deshalb ist es wichtig, von dem Synergie-Effekt der Alge zu profitieren und Spirulina als Ganzheitsnahrung zu konsumieren, anstatt allein auf einzelne Extrakte zu bauen.

Spirulina besteht sowohl aus fett- als auch aus wasserlöslichen Nährstoffen, die als Einzelextrakte erhältich sind. Werden sie jedoch nicht zusammen eingenommen, bleibt ihre Wirksamkeit beschränkt. Das wässrige Zellinnere benötigt beispielsweise wasserlösliche Nährstoffe wie Phycocyanin, während die lipiden Zellschichten des Gehirns u. a. auf fettlösliche Nährstoffe wie Beta-Carotin angewiesen sind.

Ein Teelöffel Spirulina gibt dem Körper das, was ein bis zwei Portionen Obst und Gemüse ihm liefern würden. Die neun wichtigsten in Spirulina enthaltenen Nährstoffe verleihen der Alge einen Superfood-Status.

1. Beta-Carotin - das Antioxidans für Augen, Haut und Abwehrkräfte

Beta-Carotin ist eines der wichtigsten Antioxidantien für Augen, Haut und Abwehrkräfte. Es gehört zur Gruppe der fettlöslichen Antioxidantien, den sogenannten Carotinoiden, welche als Nährstoffe für die helle orange und gelbe Färbung von Kürbissen, Karotten und Süßkartoffeln verantwortlich sind. Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A.

Zum Oxidationsschutz der Zellen verwandelt der Körper Carotinoide in Vitamin A, das dann im Körper auf die Jagd nach oxidierten Zellen geht. Wenn beispielsweise Hautzellen durch Sonneneinstrahlung oxidieren, kann Vitamin A im Verbund mit anderen in Spirulina vorhandenen Vitaminen und Mineralstoffen sich an solche Zellen andocken und sie vor dem weiteren Verfall schützen.

Außerdem trägt es zur Gesundheit der Haut sowie einem strahlenden Aussehen bei und sorgt zusammen mit anderen Antioxidantien für einen Schutz der Hornhaut der Augen und eine Stärkung des Immunsystems.

Beta-Carotin im Lebensmittelvergleich
  • 9500 IE Spirulina (3 Gramm)
  • 8353 IE Karotte, klein (50 Gramm)
  • 7420 IE Papaya, große (781 Gramm)
  • 9875 IE Kürbis, 1 Tasse roh (116 Gramm)
  • 845 IE Chlorella (3 Gramm)

2. Phycocyanin - die Macht von „Blau“ in blaugrünen Mikroalgen

Phycocyanin (Phyco bedeutet „Algen“ und cyanin „blaugrün“) ist ein leistungsstarkes Molekül, das in Spirulina und einigen anderen blaugrünen Algen vorhanden ist. Es handelt sich dabei um einen wasserlöslichen Pigment-Protein-Antioxidantienkomplex, welcher Spirulina die ausdrucksvolle blaugrüne Farbe verleiht.

Spirulina ist das einzige Vollwertnahrungsmittel, das dieses blaue Antioxidans enthält. Weizengras und Chlorella sind grün aufgrund ihres Chlorophyll-Gehalts, doch ausschließlich Spirulina verfügt über blaue und grüne Antioxidantien.

Phycocyanin, ein wasserlösliches Protein, interagiert mit dem Chlorophyll in Spirulina und wird so zu einem wirksamen Antioxidans. Wissenschaftler haben Phycocyanin wegen seiner vielfachen Gesundheitsvorteile auch als „Wundermolekül“ bezeichnet.

Phycocyanin sorgt nachweislich für:
  • die Aufrechterhaltung einer gesunden Leber- und Nierenfunktion
  • die Unterstützung des Immunsystems
  • den Schutz des Hirngewebes
  • die Förderung der Entgiftung von radioaktiven, im Körper vorhandenen Stoffen und Metallen
  • die Normalisierung des Alterungsprozesses der Haut

3. Zeaxanthin - das Antioxidans für Netzhaut, Linse und Hirngewebe

Zeaxanthin gehört zur Familie der Carotinoide. Wie Beta-Carotin ist es in farbkräftigen Früchten und Gemüse vorhanden und beeinflusst besonders die Netzhaut wie auch die Linse des Auges.

Zeaxanthin schützt die Augen durch die Absorption schädlichen blauen Lichts und Reduzierung von Blendeffekten. Im Laufe der Zeit kann blaues Licht nämlich oxidativen Stress in den Augen verursachen. Die antioxidativen Eigenschaften von Zeaxanthin reduzieren diese schädlichen Auswirkungen auf natürliche Weise.

Zeaxanthin stellte sich als fast 500-mal stärker als Vitamin E heraus. Das einzige Antioxidans, das sich bei der Abwehr von Singulett-Sauerstoff – der äußerst instabilen und für Oxidationsschäden verantwortlichen Sauerstoffart – als noch effektiver erwies, war Astaxanthin.

Die Fähigkeit von Zeaxanthin, die Blut-Hirn-Schranke zur Eindämmung der oxidativen Degeneration des Gehirngewebes zu überschreiten, ist ein weiterer Grund zum Konsum von Zeaxanthin.

Da der Körper Zeaxanthin jedoch nicht auf natürliche Weise produziert, kann es nur über den Umweg von Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln in die Blutbahn gelangen. Jedoch ist es häufig äußerst schwierig, die ausreichende Menge von Zeaxanthin anhand von Nahrungsmitteln zu sich zu nehmen, da dazu viele Portionen bestimmter Obst- und Gemüsesorten erforderlich sind.

Eine 3-Gramm-Portion Spirulina verfügt über mehr Zeaxanthin als eine Schüssel Spinat, einer der reichsten in der Natur vorhandenen Quellen von Zeaxanthin.

4. Eisen für gesundes Blut und mehr Energie

Eisen ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens auf der Erde – vor allem in seiner Rolle als blutbildendes Element. Über 70 Prozent des körpereigenen Eisens befindet sich in den roten Blutkörperchen und Muskelzellen. Rote Blutkörperchen transportieren Sauerstoff von der Lunge zu allen Zellen im Körper und vor allem das Immunsystem ist dabei vom verfügbaren Eisenhaushalt abhängig.[1]

Ferner wird Eisen zur Umwandlung von Blutzucker in Energie benötigt. Metabolische Energie ist entscheidend für Athleten, da sie den Muskeln ermöglicht, während des Trainings oder bei Wettbewerben optimale Leistung zu erbringen.

Vor allem Vegetarier tendieren zu Eisenmangel, weil Fleisch der gängigste Eisenlieferant ist. Da der Körper Spirulina als Nahrung erkennt und Spirulinas Zellschichten absolut verträglich sind, wird das in Spirulina vorhandene Eisen leicht absorbiert. Das macht Spirulina zu einer idealen Eisenquelle: Fünf Milligramm Eisen in einer 3-Gramm-Portion Spirulina machen 30 Prozent der von der US-amerikanischen Food and Drug Administration empfohlenen Tagesration aus.

5. Vitamin B12 für Vegetarier und Veganer

Vitamin B12 spielt eine zentrale Rolle für die normale Funktion des Nervensystems und die Blutproduktion. Aufgrund der Tatsache, dass Vitamin B 12 vor allem in Fleisch und Fleischprodukten zu finden ist, leiden Vegetarier und Veganer häufig an einem Defizit.

Die Nahrungsmittel mit dem höchsten Gehalt an Vitamin B12 sind gekochte Muscheln, Rinderleber und Makrelen. Vegetarier und Veganer müssen daher einen Weg finden, dieses wichtige Vitamin in ihre Ernährung zu integrieren.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Vitamin B12: bioaktives B12, das vom Körper aufnehmen und verwendet werden kann, und inaktives bzw. analoges B12, bei dem das nicht möglich ist. Beide Formen sind in Spirulina vorhanden.

Einer Studie zufolge handelt es sich bei bis zu 80% der in Pflanzen vorhandenem Vitamin B12 um die inaktive Analoge. Weiters kann der B12 Gehalt von Pflanzen, wie z.B. Spirulina, erheblich variieren, was stark vom Nährboden abhängig ist.

Das nicht aktive bzw. analoge B12 beeinflusst jedoch nicht die Aufnahme des wirksamen B12 und keine der beiden Varianten besitzt Nebenwirkungen oder Toxizität.[2]

6. Vitamin K für die Gesundheit von Arterien und Knochen

Während die gesundheitlichen Vorteile der Vitamine A, B, C, D und E weitaus bekannt sind, werden die von Vitamin K noch immer weiter erforscht – und es gibt viele. Der wichtigste ist jedoch, dass dieses fettlösliche Vitamin an der Blutgerinnung beteiligt ist. Tatsächlich stammt das K von dem deutschen Wort Koagulation. Seine besondere chemische Wirksamkeit fördert darüber hinaus die Entkalkung der Arterien. Vitamin K wurde auch auf seine Rolle bei der Erhaltung der Knochendichte – vor allem bei älteren Menschen – untersucht.[3] [4]

Vitamin K verfügt über zwei Hauptformen: K1 und K2. Es wird angenommen, dass K2 die Form von Vitamin K ist, welche die Hauptverantwortung für die Aufrechterhaltung einer gesunden Herz-Kreislauf-Funktion trägt. Ein täglicher Konsum von 3 Gramm Spirulina liefert 50 Prozent der von der US-amerikanischen FDA empfohlenen Tagesdosis an Vitamin K. Um die gleiche Menge über Nahrungsmittel zu erhalten, müsste man dazu eine Unmenge von grünem Gemüse verzehren.

7. GLA - eine essentielle Fettsäure für das Gehirn

Gamma-Linolensäure (GLA) ist eine Omega-6-Fettsäure, die vor allem in schwer auffindbaren Algenölen wie Nachtkerzenöl vorkommt. Im Vergleich mit der Substanz von Nachtkerzenöl, verfügen die in Spirulina vorhandenen Öle über eine dreimal so hohe Konzentration. Omega-6-Fettsäuren gelten als essentielle Fettsäuren: Sie sind für die menschliche Gesundheit notwendig, müssen dem Körper aber über die Nahrungsaufnahme zugeführt werden.

Zusammen mit Omega-3-Fettsäuren haben Omega-6-Fettsäuren eine starke antioxidative Wirkung auf das Hirngewebe und schützen damit das Gehirn vor kognitivem Verfall durch oxidativen Abbau. Diese Antioxidantien sind auch für den Schutz von Arterien, Haut und Knochen, sowie für ihren Beitrag zu Stoffwechsel und Fortpflanzung bekannt.

8. Spurenelemente

Jede Sekunde des Tages verlässt sich der Körper auf Spurenelemente zur Erzeugung von Milliarden winziger elektrischer Impulse. Ohne diese wäre kein einziger Muskel – einschließlich des Herzens – fähig zu funktionieren. Das Gehirn würde nicht arbeiten und die Zellen könnten sich nicht der Osmose zum Ausgleich des Wasserdrucks sowie zur Nährstoffaufnahme bedienen.

Traditionell bestand die primäre Art der Breitbandversorgung mit Mineralien darin, frische, auf nährstoffreichem Boden gewachsene Körner, Früchte und Gemüse zu konsumieren. Leider ist nährstoffreicher natürlicher Boden in der heutigen Welt immer seltener zu finden. Äonen von Algenwuchs und aggressiven modernen Landwirtschaftsmethoden haben viele Erdmineralien an die Oberfläche gebracht, von wo sie in die Ozeane gespült wurden.

Spirulina wird in Teichen, die mit einem kleinen Prozentsatz von aus ca. 609 m Tiefe an die Meeresoberfläche gepumptem Wasser angereichert sind, angebaut. Das ist der Meerestiefenbereich, in dem Spurenelemente wie Eisen, Zink, Kupfer, Jod, Selen, Mangan, Chrom, Fluor und Molybdän anzutreffen sind. Spirulina nimmt diese Mineralien in den zarten Lamellen auf, stellt sie dem menschlichen Körper zur Verfügung und sorgt so für die Schaffung und Wiederherstellung der Gesundheit.

9. Superoxid-Dismutase (SOD)

SOD ist ein Enzym, das im Körper wie ein Antioxidans und Entzündungshemmer wirkt, indem es freie Radikale neutralisiert und im Zusammenhang mit altersbedingter Degeneration zur Zellreparatur beiträgt.

Gesundheitliche Vorteile von Spirulina

Die Kombination von Nährstoffen in Spirulina ist das, was der blaugrünen Mikroalge den Status eines Superfoods verleiht. Schon 3 Gramm genügen, um viele der für eine optimale Gesundheit notwendigen Nährstoffe bereitzustellen.

  1. Nachhaltige Energie
  2. Förderung des Immunsystems
  3. Reduzierung von Schwermetallen und Strahlung
  4. Antioxidative Vorteile
  5. Wichtige Eisenquelle
  6. Versorgung der Gehirnzellen
  7. Unterstützung von Leber und Nieren
  8. Schutz von Herz und Kreislauf

Spirulina für mehr Energie

Die Menschen konsumieren enorme Mengen an Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken, hauptsächlich zu einem einzigen Zweck – um sich selbst einen künstlichen Energiestoß zu verschaffen, um so durch den Tag zu kommen. Eigentlich ist der Körper aber durchaus in der Lage, seinen eigenen Energiebedarf zu decken, solange er optimal funktioniert. Der Konsum zu vieler verarbeiteter Lebensmittel, zu langes Sitzen am Schreibtisch, Schlafmangel und andere gesundheitliche Beeinträchtigungen erschöpfen jedoch die natürlichen Energiereserven des Körpers.

Eine Änderung des Lebensstils kommt für die meisten Menschen nicht in Frage, so dass eine Nahrungsergänzung mit Spirulina eine Art praktische Alternative darstellt. Mit der Synergie von Beta-Carotin, Eisen, Vitaminen, Phycocyanin und anderen Nährstoffen kann Spirulina nachhaltig gleichbleibende Energie verleihen. Da es sich außerdem um ein natürliches Nahrungsmittel handelt, beinhaltet es auch keine Chemikalien, die der Gesundheit entgegenwirken könnten.

Im Jahre 2006 wurde eine kleine doppelblinde, placebokontrollierte Studie an nicht Sport treibenden männlichen und weiblichen Studenten ausgeführt, um ihr Ausdauer- und Energielevel zu testen. Jeder Teilnehmer nahm vor jeder Mahlzeit 2,5 Gramm Spirulina oder ein Placebo ein – insgesamt eine Menge von 7,5 Gramm pro Tag.

Das Blut der Studenten wurde zu Beginn und am Ende der Studie überprüft. Ferner testete man sie auf einem Laufband, um zu sehen, wie lange sie bis zur Erschöpfung brauchen würden. Nach drei Wochen und ohne weitere Veränderungen an ihrer Ernährungsweise oder sportlichen Betätigungen hielten die Studenten, die Spirulina eingenommen hatten, auf dem Laufband 7,3 Prozent mal länger durch. Außerdem gingen die oxidativen Stressparameter im Blut um 25 Prozent zurück.

Eine weitere kleine Studie wurde an neun Männern mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren durchgeführt, doch waren diese relativ sportlich und trainierten regelmäßig. Während der placebokontrollierten Doppelblindstudie nahm die beobachtete Gruppe täglich sechs Gramm Spirulina über vier Wochen hinweg ein.

Wissenschaftler fanden heraus, dass die Spirulina-Benutzer weniger schnell ermüdeten, mehr Fett verbrannten und ihre gesamte antioxidative Kapazität (neben anderen Gesundheitsmarkern) verbesserten. Die Ausdauer dieser relativ sportlichen Männer vergrößerte sich im Vergleich zu den sieben Prozent der ersten Gruppe um ganze 32 Prozent.

Wenn man sich die chemische Zusammensetzung von Spirulina anschaut, ist es nicht verwunderlich, dass Menschen, die sie häufig konsumieren, über eine Fülle von Energie verfügen. Dr. Oz empfiehlt, für einen gesunden Energiestoß 1 Teelöffel Spirulina-Pulver mit 12 ml Limettensaft zu mixen und die Mischung in Eiswürfelbehältern einzufrieren.

Laut Dr. Oz verbessern Spirulina und Limetten die Energieleistung, da sie Zucker aus unseren Zellen freisetzen. Im gefroren Zustand sorgt die Kälte des Eises für eine Steigerung der metabolischen Energie und wirkt wie ein „Weckruf“ für den Körper.[5]

Spirulina fördert das Immunsystem

Wenn der menschliche Körper jeden Tag stark und reaktionsfähig wäre, könnte man das Leben in vollen Zügen genießen, und das Immunsystem würde das ganze Jahr lang über unterstützt. Spirulinas Kombination von Nährstoffen funktioniert wie das Netz eines Akrobaten – sollte das Immunsystem einmal abstürzen, wird es aufgefangen.

Medizinische Forschungen zeigen immer wieder, dass Spirulina zu einem gesunden Immunsystem beiträgt. Tatsächlich führen höhere Abwehrkräfte und gesteigerte Energierereserven die Liste der Spirulina zugeordneten gesundheitlichen Vorteile an.

Viele behaupten, dass nach Beginn der täglichen Einnahme von Spirulina, sich ihr Energiehaushalt verbessert hat und sie sich insgesamt gesünder fühlen. Eine Umfrage von fast 200 Spirulina-Benutzern ergänzt dieses Phänomen noch durch eine Reihe von Einzelberichten. Für die Umfrage wurde eine Vielzahl verschiedenartiger Konsumenten herangezogen, die sich durch die jeweils zu sich genommene Menge, sowie die Häufigkeit des Verzehrs, voneinander unterschieden.

Einige Beispiele:
  • 15 Prozent hatten zum Zeitpunkt der Umfrage Spirulina seit mehr als einem Monat nicht mehr genommen
  • 16 Prozent verwendeten Spirulina erst seit weniger als zwei Monaten
  • 30 Prozent benutzten Spirulina seit weniger als sechs Monaten
  • 31 Prozent nahmen Spirulina nur an ein bis fünf Tagen in der Woche (auf dem Etikett wird zu einer täglichen Einnahme geraten) ein
  • 27 Prozent konsumierten nicht die empfohlene Menge von drei Gramm Spirulina pro Tag

Obwohl diese Probanden sehr unterschiedliche Nutzungsmuster aufwiesen, konstatierten fast 77 Prozent von ihnen mit Beginn des Konsums von Spirulina eine Verbesserung ihres Immunsystem. Ferner gaben 80 Prozent von ihnen an, über mehr Energie zu verfügen. Zwar sind Umfragen, wie diese, einzeln zu betrachten, gleichzeitig signalisieren sie aber auch die positiven Eigenschaften einer Nahrungsergänzung durch Spirulina.

Eric Gershwyn, Arzt und Professor an der University of California, Davis, rief im Jahre 1977 an dieser Hochschule ein Allergie- und klinisches Immunologie-Programm ins Leben. Als Experte für das Immunsystem untersuchte er die Rolle, die Spirulina bei der Stärkung des Immunsystems des Körpers spielt. In einer Studie sah sich Gershwyn das Immunsystem von 40 gesunden über 50-jährigen Männern und Frauen, die nie an einer chronischen Krankheit gelitten hatten, an.

Er verabreichte jedem von ihnen 12 Wochen lang Spirulina Tabletten von 3 Gramm und fand heraus, dass die beiden Immunitäts-Parameter zur Messung der Abwehrkräfte – die Anzahl weißer Blutkörperchen sowie bestimmte Leberenzyme – sich bei der Mehrheit der Probanden erhöht hatten.[6] Dadurch wurde erstmals Spirulinas positive Bedeutung zur Stärkung des Immunsystems aufgezeigt.

Im Jahr 2002 beobachteten Forscher in Mexiko und Russland unabhängig voneinander Spirulinas stärkende Wirkung auf Immunzellen, die unter Laborbedingungen Infektionen ausgesetzt waren.[7] [8] Sie fanden heraus, dass Spirulina antivirale Eigenschaften zeigte, indem Zellen vor der Infektion mit bestimmten Viren geschützt wurden und sich die Reproduktion spezieller Viren verlangsamte.

Gemäß zahlreicher Studien unterstützt Spirulina bei der sogenannten allergischen Rhinitis den Körper, durch eine Reduzierung der durch Stirnhöhlenprobleme hervorgerufenen Entzündung. Im Vergleich mit Placebostudien erweist sich Spirulina als wirksam bei der Reduzierung von Juckreiz, Niesen, Nasenausfluss und -verstopfung.

Spirulina reduziert Schwermetalle und Strahlung

Die faserartigen, weichen Mucopolysaccharid-Schichten, aus denen die blaugrünen Mikroalgen bestehen, reagieren wie Baumwolle in einer wassergefüllten Schale: Sie saugen das Wasser um sie herum auf. Die Fasern, aus denen die Mucopolysaccharide bestehen, haben auch die Fähigkeit, Giftstoffe zu binden – insbesondere Schwermetalle wie Quecksilber und Blei. Spirulina fungiert im Wesentlichen wie winzige Besen, fegt die Giftstoffe hinaus und entsorgt sie sicher.

In vielen Entwicklungsländern enthält das Leitungswasser einen hohen Grad an Schwermetallen und anderen Giftstoffen. Wissenschaftler haben mit Spirulina und Zink experimentiert, um herauszufinden, ob Trinkwassergiften ausgesetzte Menschen, die zuvor diese Mikroalgen-Zink-Kombination verabreicht bekommen hatten, körperlich besser auf die schädlichen Auswirkungen vorbereitet waren.

Nach 16 Wochen konnte eine allgemeine Verringerung der Toxizität beobachtet werden.[9] Studien mit Laborratten unter Einsatz hoher Bleigehalte zeigten ähnliche Ergebnisse. Spirulina half den Ratten bei der Entgiftung des Bleigehalts in ihren Gehirnen.[10] Da Spirulina außerdem voller Antioxidantien ist, zeigte sich das Hirngewebe auch widerstandsfähiger gegenüber oxidativen Schäden.[10] [11] [12] [13]

1986 explodierte ein Kernkraftwerk in Tschernobyl, Ukraine, und setzte die in der Umgebung lebenden Bewohner extrem hohen Strahlenbelastungen aus. Wissenschaftler überprüften die Stärke durch Messung der radioaktiven, in den Urinproben der Anwohner enthaltenen Stoffe. Aufgrund ihrer Kenntnisse über Spirulinas Tendenz, Giftstoffe an die eigenen Mucopolysaccharid-Schichten zu binden, verabreichten Wissenschaftler Kindern der Region fünf Gramm Spirulina. Nach sechs Monaten hatte sich der im Urin der Kinder vorhandene Strahlungsgrad um 50 Prozent reduziert.[14]

Antioxidativer Nutzen von Spirulina

Wie die griechische Sage von Sisyphos, der einen Felsbrocken beständig bergauf rollte, nur um ihn immer wieder nach unten rollen zu sehen, müssen Antioxidantien stark genug bleiben, um die freien Radikale an der Ausbreitung im Körper und der damit verbundenen Zersetzung von Zellen zu hindern.

Die äußeren Anzeichen von Schäden durch freie Radikale zeigen sich beispielsweise durch Linien, Fältchen und trockene Haut. Aber auch intern beeinträchtigen freie Radikale das Gewebe von Muskeln, Herz, Kreislauf, Gehirn und anderen Organen. Auf zellulärer Ebene können freie Radikale DNA-Schäden verursachen, was den Alterungsprozess beschleunigt.

Obwohl Spirulina vor allem grün zu sein scheint, enthält die Alge tatsächlich vier verschiedene Pigmente, von denen jedes für seine antioxidative, auf verschiedene Körperteile wirkende, Kraft bekannt ist. Dabei können diese sich auch schon mal überlappen.

  • Grün: Chlorophyll (zur Entgiftung)
  • Orange: Beta-Carotin (für Augen, Haut und Immunsystem)
  • Gelb: Zeaxanthin (für Augen und Gehirn)
  • Blau: Phycocyanin (für Leber, Nieren, Gehirn und Abwehrkräfte)[15]

Spirulina verfügt ebenfalls über Superoxid-Dismutase oder S.O.D., ein Antioxidans-Enzym, das den natürlichen S.O.D.-Speicher des Körpers wirksam ergänzt.

Viele antioxidative Extrakte sind entweder wasser- oder fettlöslich. Spirulina hingegen verfügt über beide Arten. Die enthaltenen Antioxidantien Beta-Carotin und Zeaxanthin sind fettlöslich, wodurch sie den Vorteil haben, Fettzellmembranen zu durchdringen, während das wasserlösliche Chlorophyll, Phycocyanin und S.O.D. im eher wässrigen Zentrum der Zelle zum Einsatz kommen.

Im Vergleich zu Chlorella, einer anderen gesundheitsfördernden Mikroalge, verfügt Spirulina über die fünffache antioxidative Kraft und eine insgesamt etwa 30 Prozent höhere antioxidative Aktivität. Ferner hat sich unter Laborbedingungen gezeigt, dass Spirulina für menschliche Leberzellen eine stärkere Schutzwirkung als Chlorella besitzt.[16]

Die Algen leisten proinflammatorischen Zytokinen wie TNF Widerstand, unterdrücken den Cyclooxygenase-2/(COX-2)-Ausdruck und verringerten die PGE2-Produktion.

Sie kehren auch die altersbedingte Zunahme proinflammatorischer Zytokine im Gehirn älterer männlicher Ratten um. In einer Studie mit älteren Frauen führte eine wochenlange Einnahme von Spirulina zu einer Senkung der im Blut vorhandenen Zytokine (IL-6) sowie deren Produktion, wodurch sich Spirulinas entzündungshemmende Eigenschaft zeigte.[17]

Darüber hinaus erhöht die Einnahme von Spirulina die natürliche Killerzellenaktivität bezüglich der Fähigkeit, Tumore abzutöten.[17]

Eine Behandlung mit Spirulina schützt die Aktivität der zellulären antioxidativen Enzyme, die eine Rolle bei der oxidativen Zellschädigung spielen.[17] NADPH-Oxidase ist relevant bei vaskulären Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes, neurodegenerativen Störungen, verschiedenen Autoimmunerkrankungen, Allergien, Hautschäden und Osteoarthritis.[18]

Die Algen enthalten PCB, das die Fähigkeit besitzt, dieses Enzym zu hemmen. PCB führt dank antioxidativer Aktivität zur starken Eindämmung von NADPH.[18]

Spirulina als Eisenquelle

Essentielle Mineralstoffe sind solche, die der Körper nicht selbst produzieren kann und deshalb über Nahrungsmittel aufnehmen muss.

Eines der wichtigsten Mineralien im Körper ist Eisen. Ohne Eisen wären Muskel- und Blutzellen (Hämoglobin) nicht dazu fähig, Sauerstoff zu liefern. Spirulina ist eine natürliche Quelle von Eisen. Der Körper ist in der Lage, mehr Eisen aus Spirulina als aus anderen mineralreichen Lebensmitteln wie Rindfleisch zu absorbieren. Forscher in Montpellier, Frankreich, fanden heraus, dass der Verzehr von Spirulina zu einer Bioverfügbarkeit führt, die im Vergleich mit Rindfleischkonsum 6,5-mal höher ist.[19]

Eine Studie in Kalkutta, Indien, verglich zwei zufällig zusammengestellte Gruppen von Frauen: Die eine erhielt nur ein aus Eisen, Folsäure und B12 bestehendes Ergänzungsmittel, während der anderen zusammen mit diesen noch Spirulina verabreicht wurde. Die Studie ergab, dass der Zusatz von Spirulina zum Ergänzungsmittel dazu führte, dass die Frauen einen höheren Hämoglobinspiegel als jene besaßen, die kein Spirulina erhalten hatten.[20]

Ein gesunder Eisenspeicher und die daraus resultierende erhöhte Hämoglobinmenge sind besonders wichtig für schwangere oder stillende Frauen. In einer Studie mit Tieren entdeckten Forscher, dass Spirulina die Hämoglobin- und Eisenspeicherung bei trächtigen oder säugenden Ratten verbesserte. Diese Verbesserung wurde mit einer Ernährung mit angereicherten Eisenquellen verglichen, und zwar Casein und Gluten aus Weizen.[21]

Vitamin C spielt eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Eisenaufnahme im Körper. Selbst bei dem reichen Eisengehalt von Spirulina ist dennoch der Verzehr von Orangen, Erdbeeren, Brokkoli und anderen Vitamin C haltigen Nahrungsmitteln wichtig. Spirulina enthält auch Vitamin B12 und Folsäure, die dem Körper bei der Eisenaufnahme helfen.

Spirulina unterstützt die Gehirnzellen

Warum wird den Blaubeeren alle Aufmerksamkeit geschenkt, wenn es doch daneben noch so viele andere Obst- und Gemüsesorten gibt? Die Antwort lautet: wegen ihres hohen Antioxidantiengehalts.

Allerdings wussten das nicht viele, bis Dr. Paula Bickford, eine Professorin der Abteilung für Neurochirurgie der University of South Florida College of Medicine umfangreiche Forschungen zum gesundheitlichen Nutzen des Verzehrs von Blaubeeren durchführte. Ihre Erkenntnisse wurden so weit verbreitet, dass sich Blaubeeren dank ihr als Superfood etablierten.

Im Anschluss an diese Arbeit wandte Dr. Bickford ihre Aufmerksamkeit Spirulina zu. Bei ihren Forschungen konzentrierte sie sich dabei speziell auf die Auswirkungen auf das Gehirn. In einer Vergleichsstudie über die Auswirkungen von Spirulina, Blaubeeren und Spinat auf die Gesundheit des Gehirns von Laborratten, bekam eine Gruppe der Tiere Spirulina, eine andere Blaubeeren und eine weitere Spinat, während der letzten ein kontrolliertes Nahrungsmittel, das keine von den zuvor genannten Substanzen beinhaltete, verabreicht wurde. Dr. Bickford fand heraus, dass die Ratten, die täglich vier Wochen lang eins der drei antioxidantienreichen Nahrungsmittel gefressen hatten, ein nachhaltiges Niveau gesteigerter Wahrnehmungsfähigkeit aufwiesen. Besonders Spirulina zeigte erheblich positive Auswirkungen bei den Gehirn-Scans der Ratten.[22]

Dr. Bickford untersuchte auch den Effekt von Spirulina auf die Vermehrung von Stammzellen. Laborratten erhielten während eines Zeitraums von 30 Tagen täglich eine Dosis Spirulina. Stammzellen sind für Lernprozesse sowie Gedächtnisfunktionen wichtig und funktionieren im Wesentlichen wie ein Reparatursystem im menschlichen Körper. Sie können sich in eine unbegrenzte Zahl aufspalten, um dann andere Zellen zu regenerieren. Dr. Bickford fand heraus, dass „eine mit Spirulina und anderen Nutrazeutika angereicherte Ernährung helfen kann, die Stamm-/Vorläuferzellen vor Schädigungen zu schützen“.[23]

Das bedeutet, dass Spirulina möglicherweise die Fähigkeit des Gehirns, Abbauerscheinungen standzuhalten, unterstützt. Obwohl diese Ergebnisse noch in klinischen Studien am Menschen nachgewiesen werden müssen, ließ der Verzehr von Spirulina im Rahmen von Tierversuchen stets eine Reihe potenzieller neurologischer Vorteile erkennen. Einfach ausgedrückt, deuten alle Zeichen darauf hin, dass es sich bei Spirulina um eine neuroprotektive Zusatznahrung handelt.

Viele andere Wissenschaftler sind dabei herauszufinden, auf welche Weise genau Spirulina das Gehirn unterstützt. In den Labors stellte sich heraus, dass Spirulina die Bleientgiftung fördert [24], motorische Funktionen verbessert [25] und das Gehirn vor oxidativem Stress schützt.[26] [27] [28] [29] [30]

Neben der neuroprotektiven Wirkung scheint Spirulina auch gegen die Schädigung oder Abtötung von Neuronen durch Überaktivierung von Rezeptoren zu schützen. Bestimmte Dosierungen verringern deutlich dopaminerge Verluste in Reaktion auf Giftstoffe.

Auch erhöht es nicht unwesentlich die neuronale Dichte, was eine Neurogenese bzw. die Bildung neuer Nervenzellen vermuten lässt. Spirulina schützt die Stammzellen im Gehirn vor einer entzündungsbedingten Reduzierung ihres Wachstums.

Ferner besitzt es Mechanismen zur Vermeidung einer Anhäufung von Proteinen und Giftstoffen, welche bei Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen auftreten, und ist in der Lage, entzündliche und toxische Beeinflussung zu verhindern.[31]

Spirulina unterstützt Leber und Nieren

Leber und Nieren sind für die Umwandlung von Nahrung in Energie und eine sichere Entsorgung unerwünschter Nebenprodukte verantwortlich. Die körpereigenen Antioxidantien ermöglichen es den Leber- und Nierenzellen, ihre Arbeit zu verrichten, ohne dabei durch den Kontakt mit freien Radikalen diesen zum Opfer zu fallen.

Als freie Radikale bezeichnet man instabile Sauerstoffmoleküle, die während des normalen Stoffwechsels und der Exposition gegenüber umweltbedingten Stressfaktoren – wie anstrengende körperliche Betätigung, Luft- und Wasserverschmutzung, Chemikalien in Lebensmitteln sowie verschiedene Strahlungsquellen einschließlich des Sonnenlichts – gebildet werden.

Wenn die körpereigenen Antioxidantien der Anzahl der freien Radikale nicht mehr standhalten können, sind Leber und Nieren auch nicht mehr in der Lage, in der erforderlichen Weise zu funktionieren.

Das ist der Punkt, an dem Spirulina ins Spiel kommt. Das antioxidative Spektrum an Vitaminen, Mineralien und Phytonährstoffen von Spirulina werden umgehend in die Bereiche des Körpers, die dabei sind, den Kampf gegen die freien Radikalen zu verlieren, weitergeleitet.

In mehreren internationalen Studien haben Wissenschaftler die Spirulina-Alge auf ihre antioxidative Wirkung hinsichtlich Leber und Nieren geprüft. Dazu wurden Ratten einem bekannten Oxidans ausgesetzt und man beobachtete, ob Spirulina die Fähigkeit von Leber- und Nierenzellen, der Oxidation Widerstand zu leisten, verstärkte.

Die Ergebnisse zeigten eindeutig eine positive Verknüpfung zwischen Spirulina und der Funktion von Leber- und Nierenzellen.[32] [33] [34]

Die in Spirulina gefundenen Vitamine und phenolischen Verbindungen können gemeinsam agieren und zum Schutz der Leber beitragen. Bei Ratten reduzierte die Verabreichung der Nahrungsergänzung die Oxidation von Lipiden, verringerte oxidativen Stress und normalisierte den Leberenzymspiegel. Menschen mit Fettleber, die während eines Zeitraums von sechs Monaten täglich 4,5g Spirulina einnahmen, verzeichneten eine Verbesserung der Leberfunktion.[35]

Spirulina schützt Herz und Kreislauf

Wenn man sagt, ein Nahrungsmittel sei gut für das Herz, bedeutet das in der Regel, dass es gut für das Herz-Kreislauf-System ist. Das Herz ist vielleicht das fleißigste Organ im Körper, aber es arbeitet nicht allein. Um seine Aufgaben zu erfüllen, ist es darauf angewiesen, dass die Arterien nährstoffreiches Blut in alle Bereiche des Körpers transportieren. Die Venen hingegen sind dafür verantwortlich, das verbrauchte Blut zurück zum Herzen zu leiten.

Die in Spirulina vorhandene Konzentration an Antioxidantien – vor allem an Phycocyanin – dient der Unterstützung dieses Systems. Phycocyanin ist bekannt für seine Eigenschaft, die Herzzellen sowie Blutgefäße umgebende Zellen zu schützen. Sein Vorhandensein trägt dazu bei, eine Oxidation der Zellen zu vermeiden.

In einer in Mexiko durchgeführten klinischen Untersuchung am Menschen, verabreichten Wissenschaftler 36 Probanden 4,5 Gramm Spirulina am Tag und maßen verschiedene Herz-Kreislauf-Indikatoren vor und nach der Spirulina-Einnahme.[36] Die Gruppe setzte sich aus einer vielfältigen Mischung von Männern und Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren zusammen.

Gleichzeitig wurde ihnen gesagt, sie sollten ihrem Lebensstil ohne jegliche Nahrungseinschränkungen nachgehen. Nach sechs Wochen der Einnahme von Spirulina fanden Wissenschaftler heraus, dass sich die systolischen und diastolischen Blutdruckwerte der Probanden gesenkt hatten.

In einer anderen klinischen Studie am Menschen, die in Korea an 78 gesunden älteren Männern und Frauen im Alter von 60 bis 87 stattfand, wollten Wissenschaftler Spirulinas nutritive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System untersuchen. Die Männer und Frauen erhielten 16 Wochen lang entweder täglich 8 Gramm Spirulina oder ein Placebo.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Spirulina bei gesunden, älteren Männern und Frauen günstige Auswirkungen auf lipide Profile, Abwehrvariablen und die antioxidative Kapazität zeigt und sich als funktionales Nahrungsmittel eignet.[37] Die Herz-Kreislauf-Funktion wird beeinträchtigt, wenn der Blutfluss sich aufgrund eines ungesunden Lipidspiegels verringert. Durch den Zusatz von Spirulina zu der normalen Ernährungsweise dieser Männer und Frauen, wurde das Zustandekommen optimaler Lipidspiegel gefördert, was sich wiederum vorteilhaft auf die Herz-Kreislauf-Funktion auswirkte.

Sowohl hoher Blutdruck als auch hohe Cholesterinwerte können das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen. Forscher untersuchten die Wirkung einer Spirulina-Intervention an Patienten, die an Diabetes Typ 2 litten. Nach zwölf Wochen ergänzender Einnahme war eine merkliche Senkung des Blutdrucks zu beobachten.[38]

Wurde Mäusen neben einer stark fett- und cholesterinhaltigen Ernährung Spirulina verabreicht, zeigte sich eine bedeutende Senkung des Gesamtcholesterinwertes im Blut.[17]

Bei Studien am Menschen führt die Verwendung dieser Ergänzung bei Frauen zur Verringerung des Gesamt-Cholesterin- sowie LDL-Cholesterinspiegels. Das Gesamtcholesterin und LDL erhöht sich im Alter, was eventuell die Ursache für Herzkrankheiten ist.[17]

Die Einnahme von Spirulina senkt hingegen deutlich die Cholesterin- und LDL-Werte bei älteren Menschen. Bei Ratten zeigte sich auch, dass diese Nahrungsergänzung die Herzzellen vor Oxidation und Zellschäden schützt.[39]

Spirulina gegen Candida

Nach Ansicht der Forscher „gehören die Candida-Arten zu den normalen Mikrobiota der menschlichen, in Mundhöhle, Magen-Darm-Trakt und Vagina angesiedelten Schleimhaut“.[40] Dies bedeutet, dass ohne ein gesundes Gleichgewicht der Mikroflora der Körpers viel anfälliger ist für Störungen und Krankheiten.

Tatsächlich sind das Leaky-Gut-Syndrom und Verdauungsprobleme mit einem Ungleichgewicht der Mikroflora verbunden. Die übermäßige Zunahme an Candida ist auch ein typisches Symptom für einen Großteil der Autoimmunerkrankungen.[41]

Aufgrund unserer Umstellung auf eine zuckerhaltige Ernährung mit vielen unnatürlichen Bestandteilen, Antibiotikaresistenz und unwirksamen Antimykotika (Medikamente für Pilzerkrankungen) ist seit den 80er Jahren ein deutlicher Anstieg bei den Pilzinfektionen zu beobachten.

Glücklicherweise kann Spirulina hier helfen. Eine Reihe von Untersuchungen an Tieren haben gezeigt, dass Spirulina als wirksames antibakterielles Mittel, insbesondere auch bei Candida eingesetzt werden kann.[42] [43] [44]

Die Vorteile von Spirulina haben sich speziell bei der Förderung des Wachstums einer gesunden Darmflora, die wiederum die Entwicklung von Candida verhindert, als nützlich erwiesen. Darüber hinaus unterstützen die Abwehrkräfte stärkenden Eigenschaften von Spirulina den Körper bei der Eliminierung von Candida-Zellen.[45]

Spirulina und HIV/AIDS

Bis vor Kurzem waren die Epidemiologen verwirrt darüber, dass die Menschen in Japan, Korea und im Tschad relativ niedrige HIV/AIDS-Raten aufwiesen, und versuchten das zu verstehen. Eine mögliche und 2012 im Journal of Applied Phycology veröffentlichte Erklärung besteht eventuell darin, dass die Menschen in diesen Regionen regelmäßig eine gewisse Menge an Algen konsumieren.

Forscher nahmen 11 HIV-Patienten, die nie zuvor antiretrovirale Medikamente eingenommen hatten, und teilten die Teilnehmer in drei Gruppen ein: eine musste jeden Tag 5 g braunen Seetang essen, die zweite 5g Spirulina zu sich nehmen und die dritte eine Kombination von beiden verzehren.[46]

Nach Abschluss der dreimonatigen Testphase gelangte man zu zwei zentralen Erkenntnissen:
  1. Weder von den Seetangsorten, noch der Kombination gingen irgendwelche spürbaren Nebenwirkungen aus.

  2. Sowohl die CD4-Zellen (weiße T-Helfer-Blutzellen, die Infektionen bekämpfen und zur Eindämmung von HIV verwendet werden), als auch die HIV-1-Viruslast (HIV-Biomarker) blieben stabil.

Die Ergebnisse waren so vielversprechend, dass ein Teilnehmer sich freiwillig dazu bereit erklärte, die Studie weitere 10 Monate fortzusetzen, und danach auch tatsächlich von der klinisch maßgeblichen Verbesserung der CD4-Zellen und Verringerung der HIV-Viruslast profitierte.

Spirulina und Krebsvorsorge

Laut der University of Maryland Medical Center deuten eine Reihe von Tier- und Reagenzglasstudien darauf hin, dass Spirulina für eine erhöhte Produktion von Antikörpern, infektionsbekämpfenden Proteinen und anderen Zellen zur Verbesserung der Immunität und Abwehr von Infektionen und chronischen Krankheiten, wie Krebs sorgt.[47]

Dies überrascht nicht, da bereits in der wissenschaftlichen Literatur mehr als 70 Fachartikel zur Bewertung von Spirulinas Wirksamkeit beim Einsatz gegen Krebszellen veröffentlicht wurden.[48]

In einem in der Tschechischen Republik veröffentlichten Artikel verweisen Wissenschaftler darauf, dass Spirulina zusätzlich zu der Fähigkeit, den Cholesterinspiegel im Blut zu kontrollieren, auch reich an eng mit dem Bilirubinmolekül - einem starken Antioxidans und antiproliferativem Wirkstoff - verwandten Tetrapyrrolkomponenten ist.[49]

Bei Tests mit menschlichen Bauchspeicheldrüsenzellen, entdeckten diese Forscher, dass „experimentelle Therapeutik im Vergleich zu unbehandelten Zellen das Wachstum der menschlichen Zelllinien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs in vitro und in dosisabhängiger Weise deutlich verringerte“. Im Wesentlichen beweist das, dass der Verzehr von Spirulina die Entwicklung verschiedener Krebsarten verhindern kann!

Es hat sich gezeigt, dass sich bei Mäusen, die mit Lebertumorzellen injiziert worden waren, die Überlebensrate durch die Verabreichung von Spirulina erhöhte. Auch steigerte sich bei diesen Mäusen die Lymphozytenaktivität deutlich über das Normalmaß, was Spirulinas Auswirkungen auf das Immunsystem entspricht. Die tägliche Einnahme dieser Nahrungsergänzung hält oder beschleunigt die normale Zellfunktion, um Krebs zu verhindern oder dessen Wachstum zu hemmen.

Spirulina senkt den Blutdruck

Wissenschaftler haben festgestellt, dass das in Spirulina enthaltene Pigment Phycocyanin antihypertensive (blutdrucksenkende) Wirkung besitzt.[50] Japanische Forscher behaupten, dass der Grund dafür ist, dass der Konsum der blaugrünen Algen endotheliale Dysfunktion im metabolischen Syndrom umkehrt.

Für die Amerikaner klingt das sehr vielversprechend, da das metabolische Syndrom mittlerweile rasch zu einer der Hauptursachen für vermeidbare Krankheit geworden ist und das Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes und Schlaganfalls ansteigen lässt.

Spirulina senkt Cholesterin

Analog dazu haben die Eigenschaften von Spirulina auch gezeigt, dass sie Arteriosklerose verhindern und den Cholesterinspiegel im Blut senken können.

Für eine kürzlich an Tieren durchgeführte und im Journal of Nutritional Science and Vitaminology veröffentlichte Untersuchung nahm man Kaninchen, gab ihnen eine Cholesterin-reiche Nahrung (HCD) mit 0,5 % Cholesterin über einen Zeitraum von vier Wochen und anschließend eine HCD mit 1% oder 5% Spirulina für weitere acht Wochen.[51]

Nach Abschluss der achtwöchigen Studie waren die LDL-Werte in der Gruppe mit einem Spirulina-Verzehr von 1% um 26 % und in der Gruppe mit einem Spirulina-Verzehr von 5% Spirulina um 41% gesunken. Das lässt deutlich darauf schließen, dass der Nutzen umso größer ist, je mehr Spirulina man konsumiert. Serum-Triglyzeride sowie das Gesamtcholesterin wurden ebenfalls maßgeblich reduziert.

Spirulina reduziert das Risiko eines Infarkts

In der vorangegangenen Studie fanden die Forscher auch heraus, dass eine Nahrungsergänzung mit Spirulina die innere Schicht der Aorta um 33 % bis 48 % verringerte, was darauf hindeutet, dass sich damit Arteriosklerose und nachfolgende Schlaganfälle verhindern lassen.[51]

Dabei sollte allerdings auf keinen Fall vergessen werden, dass diese klinische Studie an weiterhin HCD-versorgten Tieren vorgenommen wurde. Allerdings unterstreicht sie aber, dass ein regelmäßiger Spirulina-Verzehr die durch eine schlechte Ernährung hervorgerufenen Schäden wortwörtlich umkehren kann. Es ist kaum vorstellbar, welchen gesundheitlichen Nutzen das Herz davon hat, wenn ein Mensch sich ausgewogen ernährt.

Spirulina beschleunigt die Gewichtsabnahme

Eine Ernährung voller nährstoff- und proteinreicher Nahrungsmittel wie Spirulina fördert den Gewichtsverlust und eine fettarme Energiespeicherung im Zuge einer Vielzahl von Mechanismen. Da für die Metabolisierung mehr Energie erforderlich ist, hilft z. B. der Proteinverzehr dabei, fettarmes Gewebe zu erhalten und die Fettverbrennung zu fördern.

Auf diese Weise lässt sich auch das Hungergefühl lindern. Übergewichtige Menschen scheinen dabei am Meisten davon profitieren.[52] Zur optimalen Nutzung dieser vorteilhaften Eigenschaft sollte man versuchen, die proteinhaltige Spirulina statt nachts am Morgen oder während der Mittagszeit zu sich zu nehmen.

Spirulina und Diabetes

Studien deuten darauf hin, dass Spirulina den Blutzuckerspiegel bei Menschen reduzieren kann. In einer Studie mit 25 Patienten mit Diabetes Typ 2 führte die Einnahme von 2g täglich für 2 Monate zu einer beeindruckenden Reduzierung des Blutzuckerspiegels.[53] HbA1c, ein Parameter für eine langfristige Blutzuckerregulierung, verringerte sind von 9% auf 8%, was beeindruckend ist. Studien vermuten, dass eine 1% Reduzierung dieses Parameters das Risiko für einen Diabetes-bedingten Todesfall um 21% verringern kann.[54] Weiters Studien in diesem Bereich sind notwendig. Studien mit Tieren zeigen, dass Spirulina den Blutzuckerspiegel signifikant verringern kann. In einigen Studien hat es sogar Metformin in seiner Wirkung übertroffen, einem Medikament, das oft bei Diabetes eingesetzt wird.[55] [56]

Wer sollte Spirulina einnehmen?

Heutzutage, da die Menschen länger leben, ist der Wunsch, kraftvoll und gesund zu bleiben, stärker denn je. Da aber ein Großteil der Menschen ein hektisches Leben führt, werden Mahlzeiten letztendlich häufig rasch zubereitet und schnell verzehrt. Zwar möchten die meisten gesund essen, gleichzeitig wollen sie aber keine lange Zeit für die Zubereitung verwenden.

Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention empfehlen einen täglichen Konsum von fünf bis sechs Portionen Obst und Gemüse.[57] Selbst für diejenigen, die versuchen sich gesund zu ernähren, stellt das jedoch eine ziemliche Herausforderung dar.

Spirulina ist eine für alle Altersgruppen geeignete Nahrungsergänzung. Es empfiehlt sich für Vertreter der älteren Generation, die eher als jüngere Menschen an bestimmten Nährstoffdefiziten gelitten haben und deren Körper Nährstoffe eventuell nicht effizient genug absorbieren, verwenden oder speichern kann. Viele ältere Menschen nehmen außerdem über einen längeren Zeitraum Medikamente ein, was deren Nährstoffhaushalt beeinträchtigen kann.

Da es für sie möglicherweise nicht so einfach ist, ihren Nährstoffbedarf über die Nahrungsaufnahme zu decken, bietet sich Spirulina als ideale Ergänzung an – eine, die der Körper leicht verdauen und verwenden kann. Spirulina ist eine energiereiche Nahrungsquelle und aufgrund der weichen Zellschichten vollständig bioverfügbar.

Wenn keine Zeit zum Einkaufen oder Kochen bleibt, ersetzt die Einnahme von Spirulina den „Grünzeug“-Konsum. Dies bedeutet nicht, dass Spirulina die All-Round-Lösung für eine Junkfood-Ernährung darstellt. Zum Erhalt optimaler Gesundheitsvorteile sollte Spirulina begleitend zu einer nahrhaften Ernährung und einem aktiven Lebensstil eingenommen werden.

Kinder mit einer Abneigung gegenüber Gemüse, sowie nicht daheim lebende Studenten, sind prädestinierte Zielgruppen, da sie häufig zu viel verarbeitete Lebensmittel konsumieren und deshalb Spirulina ihrem Ernährungsplan hinzufügen sollten.

Dosierung Spirulina

Forschungsergebnisse unterstützen für die allgemeine Gesundheit Erwachsener die Einnahme von drei Gramm Spirulina pro Tag. Kinder hingegen benötigen je nach Körpergewicht nur ein bis zwei Gramm pro Tag.

Klinische Versuche haben gezeigt, dass eine Spirulina-Dosierung von täglich bis zu 10 Gramm keine Nebenwirkungen hervorruft, wobei viele aktive Menschen sogar eine größere Menge bevorzugen. Spirulina kann man in Tabletten- oder Pulverform zu sich nehmen, da beides gleichermaßen vorteilhaft ist.

Die Einnahme kann entweder mit oder ohne Nahrung und einmal oder mehrmals am Tag erfolgen. Bei den meisten Menschen führt Spirulina zu einer Energiesteigerung, weshalb es am besten vier Stunden vor der Schlafenszeit eingenommen werden sollte.

Haustiere und Algen

Spirulina erweist sich aber nicht nur vorteilhaft für Menschen, da auch Tiere und Pflanzen davon profitieren können. Tierärzte empfehlen Spirulina nämlich für Ausdauer und allgemeine Kräftigung.

Preisgekrönte Koi-Karpfen erhalten Spirulina zur Verbesserung ihrer Farbe und Gesundheit. Vogelzüchter reichern das Vogelfutter mit Spirulina an, um so dem Gefieder mehr Farbenpracht und Glanz zu verleihen.

Spirulina wird auch intensiv von Aquakulturbetrieben zur Förderung einer größeren Krankheitsresistenz verschiedener Fische und Krustentiere, sowie zur Steigerung ihrer allgemeinen Qualität und Farbgebung eingesetzt.[58]

Gärtner können Spirulina als rundum wirksame Algennahrung verwenden. Für Haus und Wohnung wird empfohlen, eine kleine Menge Spirulina in die Blumentöpfe zu geben. Sie werden bemerken, was für einen Unterschied das macht. Für ökologisch wirtschaftende Landwirte bietet sich Spirulina darüber hinaus als natürlicher Dünger an.

Spirulina im Vergleich zu Chlorella

Weil die beiden Mikroalgen ähnlichen Arten angehören, kann man leicht verstehen, wie die Wissenschaftler damals in den 1940er Jahren Spirulina mit Chlorella verwechseln konnten. Trotz der starken Gegensätze werden die beiden auch heute noch durcheinandergebracht.

Hier sind die vier wichtigsten Unterschiede:
  • Form

    Erstens handelt es sich bei Spirulina um eine spiralförmige, vielzellige Alge ohne echtem Zellkern. Sie hat einen blaugrünen Farbton und kann bis zu 100-mal größer als Chlorella werden. Im Vergleich dazu ist Chlorella ein sphärisch geformter einzelliger Mikroorganismus mit Zellkern und einer kompakten grünen Farbe.

  • Anbau

    Zweitens unterscheiden sich die Wachstumsbedingungen erheblich. Spirulina wächst am Besten unter leicht alkalischen Bedingungen – insbesondere in Teichen und Flüssen. Die Alge benötigt außerdem sehr viel Sonnenschein und milde Temperaturen.

    Chlorella wächst ebenfalls in Süßwasser, in dem in der Regel auch andere Organismen zu Hause sind, weshalb eine Ernte komplizierter ist.

  • Herstellung

    Drittens unterscheiden sich Spirulina und Chlorella auch sehr in der Art ihres Verzehrs. Aufgrund seiner harten, unverdaulichen Zelluloseschicht, muss Chlorella zum Beispiel mechanisch verarbeitet werden, damit es sich für den menschlichen Verzehr eignet. Anderenfalls ist der Körper nicht in der Lage, die Nährstoffe freizusetzen und diese zu verwerten.

    Dieser Prozess ist kostspielig, weshalb Chlorella in der Regel teurer ist als Spirulina. Demgegenüber verfügt Spirulina über eine vollständig verdauliche Zelluloseschicht, kann sofort verzehrt und einfacher im Körper verarbeitet werden.

  • Nährstoffgehalt

    Spirulina und Chlorella unterscheiden sich auch bezüglich ihres Nährstoff- und Vitalstoffgehalts, obgleich beide als Superfood gelten. Spirulina enthält mehr essentielle Aminosäuren, Eisen, Eiweiß, B-Vitamine sowie die Vitamine C, D und E.

    Chlorella hat natürlich ebenfalls eine Fülle von Vorteilen für die Gesundheit.

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