Schützen Sie Ihre Prostata

Jeder zweite Mann wird im Laufe seines Lebens gesundheitliche Probleme mit seiner Prostata bekommen. Lycopin - ein natürlicher Vitalstoff aus Tomaten - hat in vielen Studien gezeigt, dass es die Prostata schützen kann.

 

Was ist die Prostata?

Die Prostata, auch als Vorsteherdrüse bezeichnet, ist zwar nur kastaniengroß, doch erfüllt sie wichtige Funktionen bei der männlichen Fortpflanzung.

Sie liefert nicht nur die Nährlösung für die männlichen Samenzellen, sondern sorgt auch für ihre Beweglichkeit. Dabei umschließt die Prostata ringförmig die Harnsamenröhre an der Stelle, wo sie die Blase verlässt und die Samenleiter einmünden.

Gerade diese Lage verursacht jedoch häufig Probleme, da es mit zunehmendem Alter bei vielen Männern zu einer Prostatavergrößerung kommt, die unbehandelt die Harnsamenröhre einengen und zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen führen kann.

Aber nicht nur die gutartige Vergrößerung der Prostata, sondern auch Prostatakrebs oder eine Prostataentzündung, können Auslöser von Beschwerden sein.

Ursachen: Wieso kommt es im Alter zu einem Wachstum der Prostata?

Obwohl die genauen Ursachen noch nicht ausreichend bekannt sind, scheint die übermäßige, aber meist gutartige Wucherung des Prostatagewebes im Alter hauptsächlich auf hormonelle Veränderungen im männlichen Organismus zurückzugehen.

So sinkt während der Wechseljahre beim Mann der Testosteronspiegel und bewirkt eine Umstrukturierung des Gewebes. Es kommt sowohl zu einer Zunahme des Bindegewebes als auch des Drüsengewebes in der Prostata, die dadurch langsam aber stetig größer wird und die Harnsamenröhre einengt.

Symptome: Wie äußert sich eine vergrößerte Prostata?

Bis zum Auftreten erster Beschwerden vergehen meist viele Jahre. Zu den ersten Symptomen gehören Startschwierigkeiten beim Wasserlassen sowie nächtlicher Harndrang. Im weiteren Verlauf vermindert sich die Stärke des Harnstrahls zunehmend und die Blasenentleerung ist nur noch mithilfe der Bauchmuskulatur möglich.

Mit zunehmender Größe der Prostata kommt es außerdem zu Schmerzen, Brennen und einem Ziehen beim Wasserlassen. Wenn die Prostata die Blasenfunktion so weit beeinflusst, dass eine vollständige Entleerung nicht mehr möglich ist, können Harnwegsinfekte sowie die Bildung von Harn- oder Nierensteinen durch den Urinstau die Folge sein.

Im weiteren Verlauf auftretende Symptome wie Durst, Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit und Gewichtsverlust können auf eine beginnende Niereninsuffizienz hinweisen. Außerdem kann es in jedem Stadium zu einem plötzlichen Harnverhalt kommen, bei dem die Blase nicht mehr entleert werden kann.

Diagnose: Wie lässt sich eine vergrößerte Prostata erkennen?

Meist reicht für eine Anfangsdiagnose bereits die Schilderung der Probleme beim Wasserlassen. Zusätzlich kann der Urologe die Prostata durch den Enddarm abtasten und so eine Vergrößerung feststellen. Genaue Größenbestimmungen sind mittels Ultraschall möglich.

Zusätzlich geben die Harnabflussgeschwindigkeit und der Resturin Aufschluss über mögliche Behinderungen bei der Blasenentleerung. Bei einer erwiesenen Vergrößerung der Prostata sollte außerdem das Blut auf den für Prostatakrebs typischen Tumormarker PSA untersucht werden, um eine Krebserkrankung auszuschließen.

Therapie: Was hilft bei einer vergrößerten Prostata?

Ob eine medikamentöse Behandlung der Prostata ausreicht oder aber ein operativer Eingriff erforderlich ist, hängt von der Ausprägung der Beschwerden ab. Zunächst wird versucht, mit Medikamenten die Prostatamuskulatur zu entspannen und so den Widerstand am Blasenausgang zu verringern.

Außerdem kann mit sogenannten 5-alpha-Reduktase-Hemmern das Wachstum der Prostata verzögert werden. Ist die Vergrößerung jedoch sehr weit fortgeschritten, bleibt meist nur die operative Entfernung von Prostatagewebe. Dabei kommen neben klassischen Verfahren auch Laser und Mikrowellen zum Einsatz.

Natürliche Hilfe gegen Prostatabeschwerden

Gerade bei einer nur leicht vergrößerten Prostata helfen häufig bereits pflanzliche Präparate, die Beschwerden zu lindern. Das wohl bekannteste Heilmittel ist der Kürbissamen, der nicht nur häufigen Harndrang lindert, sondern auch bei einer Reizblase oder einer Prostataentzündung angewendet werden kann.

Aber auch Sägepalme, Brennnesselwurzel und Roggenpollen sind bei Prostatabeschwerden hilfreich. Daneben lindert Phytosterol, ein aus verschiedenen Pflanzen isoliertes Wirkstoffgemisch nicht nur Prostatabeschwerden, sondern führt sogar zu einem Rückgang von Entzündungen und Schwellungen der Prostata und hemmt damit möglicherweise langfristig sogar das Wachstum der Prostata.

In Studien wurde nachgewiesen, dass Lycopin das Entstehungsrisiko für Prostatakrebs reduzieren kann. Lycopin ist ein Carotinoid und gleichzeitig ein kraftvoller Radikalfänger. Es kommt vor allem in reifen Tomaten und sonstigen Tomatenprodukten vor.

Da Lycopin nicht vom Körper selbst gebildet werden kann und man nicht jeden Tag Tomatenprodukte isst, ist die Einnahme von Lycopin als Nahrungsergänzung in diesem Fall sinnvoll. Weiters kann Lycopin als Antioxidans vor freien Radikalen und UV-Strahlen schützen und den Alterungsprozess verzögern.

Vorbeugen: Kann eine Vergrößerung der Prostata vermieden werden?

Da die genauen Ursachen, die zu einer Vergrößerung der Prostata führen noch nicht ausreichend bekannt sind, ist auch das Vorbeugen schwierig. Wichtig scheint jedoch in diesem Zusammenhang eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung.

Möglicherweise können Nahrungsmittel mit reichlich Phytoöstrogenen wie Linsen, Bohnen, Soja, Haferflocken, Weizenkleie oder schwarzem Tee einer Vergrößerung der Prostata entgegenwirken, zumal in asiatischen Ländern, in denen diese Ernährungsweise üblich ist, deutlich weniger Prostataerkrankungen auftreten.

Tipps zur Prostata: Was Sie sonst noch wissen sollten

  • Je früher eine Prostatavergrößerung behandelt wird, desto länger lässt sich eine Operation hinausschieben.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, sowohl eine gutartig vergrößerte Prostata als auch Prostatakrebs rechtzeitig zu erkennen.
  • Bei bestehenden Beschwerden sollte auf einen regelmäßigen Stuhlgang sowie eine ausreichende, über den Tag verteilte Trinkmenge geachtet werden. Außerdem sollte langes Sitzen genauso wie ein Unterdrücken des Harndranges vermieden werden