Erbsenprotein – eine vegane Proteinquelle
Erbsenprotein ist ein pflanzliches Proteinisolat, das aus gelben Spalterbsen (Pisum sativum) gewonnen wird. Es zählt neben Soja-, Reis- und Hanfprotein zu den gängigen pflanzlichen Proteinquellen und wird vor allem als Alternative zu tierischen Eiweißpulvern wie Molkenprotein (Whey) verwendet, da es von Natur aus laktosefrei, glutenfrei und meist vegan ist.
Kurzüberblick
Merkmal | Angabe |
|---|---|
Rohstoff | Gelbe Spalterbsen (Pisum sativum) |
Proteingehalt (Isolat) | ca. 80–90 g pro 100 g Pulver |
Herkunft | Meist Europa oder Kanada |
Herstellungsverfahren | Trockene oder nasse Extraktion, ohne Chemikalien |
Geeignet für | Vegane, glutenfreie, laktosefreie Ernährung |
Löslichkeit | Gut löslich in Wasser, Pflanzendrinks, Smoothies |
Geschmack (nativ) | Leicht erdig, daher häufig aromatisiert erhältlich |
Wie wird Erbsenprotein hergestellt?
Zur Herstellung werden die Erbsen zunächst zu Mehl vermahlen. Anschließend wird das Protein durch ein Nass- oder Trockenextraktionsverfahren von Stärke und Ballaststoffen getrennt und zu einem konzentrierten Pulver (Konzentrat oder Isolat) weiterverarbeitet. Isolate weisen dabei einen höheren Proteingehalt auf als Konzentrate, da mehr Kohlenhydrate und Fette entfernt wurden.
Zusammensetzung: Aminosäureprofil
Erbsenprotein enthält alle neun essenziellen Aminosäuren. Charakteristisch ist ein vergleichsweise hoher Anteil an Arginin, Lysin und verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA). Der Gehalt an der schwefelhaltigen Aminosäure Methionin ist im Vergleich zu tierischen Proteinquellen niedriger – ein Grund, warum Erbsenprotein in veganer Ernährung häufig mit anderen pflanzlichen Proteinquellen (z. B. Reis- oder Hanfprotein) kombiniert wird, um ein breiteres Aminosäurespektrum abzudecken.
Für wen ist Erbsenprotein eine Option?
Erbsenprotein wird vor allem von folgenden Gruppen nachgefragt:
- Personen mit veganer oder vegetarischer Ernährungsweise
- Personen mit Laktoseintoleranz oder Milcheiweißunverträglichkeit
- Personen mit Glutenunverträglichkeit (Erbsenprotein ist von Natur aus glutenfrei)
- Personen, die aus persönlicher Präferenz auf pflanzliche statt tierische Eiweißquellen umsteigen möchten
Hinweis: Diese Angaben beschreiben allgemeine Ernährungspräferenzen, nicht medizinische Indikationen. Bei gesundheitlichen Fragestellungen empfiehlt sich die Rücksprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft.
Anwendung
Erbsenproteinpulver lässt sich in Wasser, Pflanzendrinks, Smoothies oder Speisen wie Porridge einrühren. Die auf der Verpackung angegebene Verzehrempfehlung des jeweiligen Herstellers ist maßgeblich.
Häufig gestellte Fragen zu Erbsenprotein
Ja, Erbsenprotein wird ausschließlich aus Erbsen gewonnen und ist damit von Natur aus pflanzlich. Bei aromatisierten Produkten lohnt sich ein Blick auf die vollständige Zutatenliste, da manche Aromen oder Zusatzstoffe nicht vegan sein können.
Erbsen enthalten von Natur aus kein Gluten. Bei Unverträglichkeiten empfiehlt sich dennoch ein Blick auf mögliche Verunreinigungen (Cross-Contamination) beim jeweiligen Hersteller.
Whey-Protein wird aus Kuhmilch gewonnen und enthält Laktose sowie Milcheiweiß. Erbsenprotein ist laktose- und milcheiweißfrei und daher eine Option für Personen mit entsprechenden Unverträglichkeiten oder veganer Ernährungsweise.
Konzentrate enthalten in der Regel 55–80 g Protein pro 100 g, Isolate durch ein zusätzliches Reinigungsverfahren meist 80–90 g Protein pro 100 g bei gleichzeitig geringerem Kohlenhydrat- und Fettanteil.
der Praxis wird Erbsenprotein häufig mit Reis-, Hanf- oder Sonnenblumenprotein gemischt, um ein breiteres Aminosäurespektrum zu erzielen.