Magnesium: Ein umfassender Überblick
VitaminExpress Editorial Team
Was ist Magnesium? Die Zusammenfassung
Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff und gehört zu den sogenannten Mengenelementen. Chemisch handelt es sich um ein Erdalkalimetall mit der Ordnungszahl 12 und einem Atomgewicht von 24,3. Im Körper liegt es überwiegend als zweiwertiges Kation (Mg²⁺) vor. Mit einem Gesamtkörperbestand von etwa 24 bis 25 g ist Magnesium das vierthäufigste Kation im menschlichen Körper.
Der Großteil befindet sich intrazellulär vor allem in Knochen, Muskelgewebe und Weichteilgewebe. Nur ein kleiner Anteil (ca. 0,3%) zirkuliert extrazellulär im Blutserum (Serummagnesium). Magnesium wirkt als Cofaktor für über 600 Enzyme und ist damit zentral für grundlegende Prozesse wie den Energiestoffwechsel (ATP), die Muskelkontraktion und die Nervenreizleitung. Auch für normale Herzfunktion, Blutdruckregulation und den Knochenstoffwechsel spielt Magnesium eine wichtige Rolle.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für die empfohlene Magnesium-Aufnahme über die Ernährung einen Schätzwert von 300 mg pro Tag für Frauen und 350 mg pro Tag für Männer an.
Übersicht Mineralstoff Magnesium
Eigenschaft / Aspekt | Erläuterung |
|---|---|
Essenzieller Mineralstoff | Magnesium ist ein lebensnotwendiger Nährstoff, der über die Nahrung aufgenommen werden muss, da der Körper ihn nicht selbst herstellen kann. |
Mengenelement | Gehört zu jenen Mineralstoffen, die in größeren Mengen im Körper vorkommen (im Gegensatz zu Spurenelementen). |
Chemisches Element | Erdalkalimetall mit der Ordnungszahl 12 und einem Atomgewicht von 24,3. |
Biologisch aktive Form | Liegt im Körper überwiegend als zweiwertiges Kation (Mg²⁺) vor. |
Häufigkeit im Körper | Vierthäufigstes Kation im menschlichen Körper. |
Gesamtkörperbestand | Etwa 24 bis 25 g Magnesium im Körper eines Erwachsenen. |
Verteilung im Körper | Hauptsächlich intrazellulär in Knochen, Muskel- und Weichteilgewebe gespeichert; kleiner Anteil im Blutserum. |
Funktion | Cofaktor für über 600 Enzyme; beteiligt an Energiestoffwechsel (ATP), Muskelfunktion und Nervensystem. |
Aufnahmeempfehlung (nach DGE und EFSA) | Schätzwerte für Erwachsene: ca. 300 mg/Tag für Frauen und 350 mg/Tag für Männer (Werte für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende weichen ab). |
Nahrungsergänzung | Ergänzende Aufnahme möglich. |
Verteilung im Körper: Wo Magnesium im Körper gespeichert wird
Magnesium ist im gesamten Körper verteilt, jedoch sehr ungleichmäßig. Rund 99 % befinden sich intrazellulär, während nur etwa 0,3 % im Blutserum messbar sind. Insgesamt enthält der Körper etwa 24 bis 25 g dieses wichtigen Mengenelements.
Etwa 60% des gesamten Magnesiums sind in den Knochen gespeichert. Diese dienen daher nicht nur als strukturelles Element, sondern auch als eine Art Speicherorgan, das bei Bedarf Magnesium freisetzen kann. Die restlichen 40% verteilen sich auf Muskelgewebe und andere Weichteilgewebe.
Der extrazelluläre Anteil – vor allem im Blutserum – ist vergleichsweise klein, wird aber häufig zur Bewertung des Magnesiumstatus herangezogen. Allerdings ist das Serummagnesium kein zuverlässiger Indikator für die tatsächliche Versorgung, da der Körper durch homöostatische Regulation versucht, konstante Werte im Blut aufrechtzuerhalten.
Das bedeutet: Selbst bei einem latenten Magnesiummangel kann der Serumwert noch im Normbereich liegen, da Magnesium aus den Knochen mobilisiert wird.
Magnesium-Verteilung im Körper |
|---|
Der Großteil des Magnesiums befindet sich intrazellulär in Knochen, Muskeln und Gewebe, während nur ein sehr kleiner Anteil im Serum messbar ist – daher ist das Serummagnesium nur begrenzt aussagekräftig für den Gesamtstatus. |
Funktionen von Magnesium: Warum es unverzichtbar ist
Magnesium ist an einer Vielzahl lebenswichtiger Prozesse beteiligt. Als Cofaktor für über 600 Enzyme beeinflusst es zentrale Stoffwechselwege wie Glykolyse, Citratzyklus und oxidative Phosphorylierung – und damit die Bildung von Adenosintriphosphat (ATP), unserer wichtigsten Energiequelle.
Darüber trägt Magnesium zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, ist wichtig für die Muskelkontraktion, da es als natürlicher Calciumantagonist wirkt und so das Zusammenspiel der Muskeln reguliert. Auch für die Reizübertragung im Nervensystem, die normale Herzfunktion sowie den Elektrolythaushalt spielt es eine Rolle.
Im Knochenstoffwechsel unterstützt Magnesium die Struktur von Hydroxylapatit, was für die Stabilität von Knochen und Zähnen wichtig ist. Weitere Funktionen umfassen die Eiweißsynthese, Zellteilung sowie die Stabilisierung von DNA, RNA und Zellmembranen.
Die Funktionen von Magnesium im menschlichen Körper wurden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wissenschaftlich untersucht und bestätigt.
Übersicht Funktionen von Magnesium im Körper
Wirkbereich | Nachgewiesene Funktion lt. ESFA |
|---|---|
Nervensystem und psychische Gesundheit | Magnesium hilft Ihnen, geistig belastbar und emotional ausgeglichen zu bleiben:
|
Körperliche Leistungsfähigkeit | Magnesium unterstützt die Mobilität, die Regeneration und den Flüssigkeitshaushalt – essenziell für einen aktiven Lebensstil:
|
Energie und Vitalität | Magnesium hilft bei der Umwandlung von Nahrung in Energie und verringert Müdigkeit:
|
Schlaf und Entspannung | Magnesium unterstützt ruhige und erholsame Nächte durch Regulierung des Nervensystems:
|
Knochen- und Zahngesundheit | Magnesium spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Knochen und Zähne:
|
Zelluläre und metabolische Funktion | Magnesium ist auf zellulärer Ebene für Wachstum, Reparatur und Stoffwechselstabilität unerlässlich:
|
Mögliche Ursachen eines Magnesiummangels
Ein Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) kann unterschiedliche Ursachen haben. Neben einem klinisch relevanten Mangel gibt es auch den latenten Magnesiummangel, bei dem die Versorgung suboptimal ist.
Zu den häufigsten Ursachen gehören gastrointestinale Störungen wie Malabsorption, Durchfall oder Erbrechen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Zöliakie können ebenfalls die Aufnahme beeinträchtigen.
Auch eine erhöhte renale Ausscheidung bei bestimmten Nierenerkrankungen kann die Magnesiumbilanz beeinflussen. Bestimmte Medikamente wie Diuretika, Protonenpumpenhemmer (PPI), Antibiotika oder orale Kontrazeptiva können ebenfalls die Versorgung beeinflussen.
Ein erhöhter Bedarf kann auftreten bei Schwangerschaft, Stillzeit, intensiver sportlicher Aktivität oder Stress. Ebenso spielt die Ernährung eine wichtige Rolle: Eine unausgewogene oder einseitige Kost kann zu einer Versorgungslücke führen.
Risikogruppen sind unter anderem ältere Menschen, Schwangere, Stillende oder Personen mit erhöhtem Bedarf. Zur Frage, ob und inwieweit tatsächlich ein Magnesiummangel vorliegt, sollte stets ärztlicher Rat eingeholt werden.
Übersicht zu möglichen Ursachen eines Magnesiummangels
Ursachenkategorie | Beispiele & Einordnung |
|---|---|
Unzureichende Zufuhr | Unausgewogene Ernährung, einseitige Kost, niedrige Magnesiumaufnahme über Lebensmittel |
Erhöhter Bedarf | Schwangerschaft, Stillzeit, intensiver Sport, Leistungssport, starkes Schwitzen, Stress |
Gastrointestinale Störungen | Malabsorption, Durchfall, Erbrechen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Zöliakie |
Erhöhte Ausscheidung über die Nieren | Nierenerkrankungen oder erhöhte renale Magnesiumverluste |
Medikamenteneinfluss | Diuretika, Protonenpumpenhemmer (PPI), Antibiotika, orale Kontrazeptiva |
Verlust durch den Darm | Abführmittel, Laxantienabusus |
Lebensstilfaktoren | Chronischer Alkoholkonsum, anhaltender Stress |
Risikogruppen | Ältere Menschen, Schwangere, Stillende, Sportler, Personen mit erhöhtem Bedarf |
Stoffwechselbedingte Einflüsse | Veränderte Magnesiumverwertung bei bestimmten Stoffwechsellagen (z.B. bei Typ 2 Diabetes beschrieben) |
Mögliche Anzeichen eines Magnesiummangels
Ein niedriger Magnesiumstatus kann sich durch unterschiedliche, oft unspezifische Symptome äußern. Dazu zählen Muskelkrämpfe – insbesondere Wadenkrämpfe – sowie Muskelzucken (Faszikulationen).
Auch neurologische Beschwerden wie Kribbeln, Taubheitsgefühle (Parästhesien), Nervosität oder Konzentrationsstörungen können auftreten. Weitere mögliche Anzeichen sind Müdigkeit, allgemeine Schwäche und Kopfschmerzen.
In ausgeprägteren Fällen kann es zu Herzrhythmusstörungen oder einem unregelmäßigen Herzschlag kommen. Auch Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit sind möglich.
Da diese Symptome unspezifisch sind, ist eine eindeutige Zuordnung schwierig. Ein sehr niedriger Serumwert (z. B. < 0,5 mmol/l) kann auf einen deutlichen Mangel hinweisen. Zudem können sekundäre Elektrolytstörungen wie ein Calciummangel oder Kaliummangel auftreten. Auch in diesem Fall gilt daher: Zur Frage, ob und inwieweit tatsächlich ein Magnesiummangel vorliegt, sollte stets ärztlicher Rat eingeholt werden.
Übersicht zu möglichen Anzeichen eines Magnesiummangels
Symptomgruppe | Beispiele & Einordnung |
|---|---|
Muskuläre Beschwerden | Muskelkrämpfe (z.B. Wadenkrämpfe), Muskelzucken (Faszikulationen) |
Neurologische Symptome | Kribbeln (Parästhesien), Taubheitsgefühle, gesteigerte Reizbarkeit |
Allgemeine Befindlichkeit | Müdigkeit, allgemeine Schwäche, verminderte Leistungsfähigkeit |
Psychische Symptome | Nervosität, innere Unruhe, Konzentrationsstörungen |
Kopfbeschwerden | Kopfschmerzen, Migräne |
Herzbezogene Symptome | Herzrhythmusstörungen, unregelmäßiger Herzschlag |
Schlaf & Erholung | Schlafstörungen, unruhiger Schlaf |
Verdauungssymptome | Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen |
Unspezifische Symptomatik | Kombination verschiedener, schwer zuordenbarer Beschwerden |
Laborwerte & Begleiterscheinungen | Niedriges Serummagnesium (< 0,5 mmol/l), mögliche sekundäre Elektrolytstörungen (Calcium, Kalium) |
Magnesiumbedarf: Wie viel ist sinnvoll?
Der Magnesium-Tagesbedarf hängt von Alter, Geschlecht und anderen individuellen Faktoren ab. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung DGE liegt der Schätzwert für Erwachsene bei:
- 300 mg pro Tag für Frauen
- 350 mg pro Tag für Männer
Für Säuglinge, Kinder und Jugendliche gelten abweichende, altersabhängige Werte.
Individuelle Faktoren wie Sport, starkes Schwitzen, Hitzearbeit oder Stress können den Bedarf erhöhen. Auch bestimmte Lebensphasen wie Schwangerschaft und Stillzeit erfordern eine angepasste Zufuhr.
Die genaue Aufschlüsselung der DGE nach Alter und Geschlecht mit Werten für Kinder, Schwangere und Stillende finden Sie im Internet: DGE Referenzwert Magnesium
Die Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA, die ebenfalls in vielen Publikationen zitiert werden, können von jenen der DGE abweichen, da die zugrunde liegenden Daten und Berechnungen variieren.
Übersicht Magnesiumbedarf laut EFSA
Altersgruppe | Bedarf Frauen (mg/Tag) | Bedarf Männer (mg/Tag) |
|---|---|---|
7 - 11 Monate | 80 mg | 80 mg |
1 - 2 Jahre | 170 mg | 170 mg |
3 - 9 Jahre | 230 mg | 230 mg |
10 - 17 Jahre | 250 mg | 300 mg |
≥ 18 Jahre | 300 mg | 350 mg |
Schwangerschaft | 300 mg | - |
Stillzeit | 300 mg | - |
Quelle: DRV Finder der EFSA
Einordnung der EFSA-Werte
- Die Werte basieren auf durchschnittlichen Beobachtungen der Aufnahme in gesunden Bevölkerungsgruppen und gelten als angemessene Zufuhr (AI). [efsa.europa.eu]
- Für Schwangere und Stillende wird kein erhöhter Bedarf angenommen, weshalb die gleichen Werte wie für erwachsene Frauen gelten. [efsa.europa.eu]
- Der individuelle Bedarf kann je nach Lebensstil, Ernährung oder körperlicher Belastung variieren.
Magnesiumreiche Lebensmittel: Natürliche Quellen
Magnesium kommt in vielen Lebensmitteln vor. Besonders reichhaltig sind pflanzliche Quellen wie Nüsse und Samen (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Mandeln, Sesam), Vollkornprodukte (Haferflocken, brauner Reis, Quinoa) sowie Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen).
Auch grünes Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl liefert Magnesium, ebenso Kakao bzw. Bitterschokolade. Weitere Quellen sind Bananen, Avocados sowie einige Fischarten und Garnelen.
Magnesiumreiche Ernährung |
|---|
Lebensmittel mit besonders hohem Magnesiumgehalt sind vor allem Nüsse, Samen, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte – sie bilden die Grundlage einer magnesiumreichen Ernährung. |
Mineralwasser kann ebenfalls zur Versorgung beitragen – insbesondere magnesiumhaltiges Mineralwasser mit über 50 mg pro Liter oder hartes Leitungswasser.
Die Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 30 bis 50%. Faktoren wie Phytinsäure (Phytat), Ballaststoffe und Verarbeitungsverluste können die Aufnahme beeinflussen. Auch Wechselwirkungen mit Calcium, Eisen oder Zink sind relevant.
Übersicht zu magnesiumreichen Lebensmitteln (Auswahl) nach Lebensmittelkategorien
Lebensmittelkategorie | Lebensmittel - Magnesiumgehalt in mg pro 100 g |
|---|---|
Nüsse & Samen |
|
Vollkorn & Pseudogetreide |
|
Hülsenfrüchte |
|
Gemüse |
|
Obst |
|
Kakaoprodukte |
|
Fisch & Meeresfrüchte |
|
Getränke |
|
Hinweis: Die Werte sind Durchschnittswerte und können je nach Verarbeitung, Herkunft und Zubereitung variieren. Besonders Samen, Nüsse und Vollkornprodukte gelten als „reich an Magnesium“ und leisten einen wichtigen Beitrag zur täglichen Zufuhr.
Magnesium als Nahrungsergänzung: Formen und Verwendung
Magnesiumpräparate unterscheiden sich in Bioverfügbarkeit, Verträglichkeit, chemischer Form und Darreichungsform. Sie sollten entsprechend des tatsächlichen Bedarfs und der individuellen Präferenzen und Voraussetzungen bzw. Einschränkungen (z.B. Schluckbeschwerden, Sensibilität) ausgewählt werden.
Diskrepanz zwischen empfohlener Tageshöchstmenge nach BfR und den Verzehrempfehlungen von Nahrungsergänzungsmitteln |
|---|
Laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung BfR liegt die empfohlene Tageshöchstmenge für Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln bei 250 mg. Die Verzehrempfehlungen von Magnesiumpräparaten enthalten teilweise höhere Dosierungen - die sich an den täglichen Aufnahmeempfehlungen von DGE und EFSA orientieren - da die tatsächliche Aufnahme im Körper (Resorption) niedriger sein kann und individuelle Faktoren wie Bedarf, Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit eine wichtige Rolle spielen. Im Zweifel sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. |
Magnesium ist in vielen verschiedenen Verbindungen erhältlich. Man unterscheidet organische (z.B. Magnesiumcitrat, Magnesiumbisglycinat, Magnesiumlactat) und anorganische Formen (z.B. Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat).
Organische Verbindungen gelten oft als gut bioverfügbar, während anorganische meist einen höheren elementaren Magnesiumanteil besitzen.
Zugelassen zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln sind nur bestimmte Verbindungen gemäß Verordnung (EG) Nr. 1170/2009, Anhang II / EU-Richtlinie 2002/46/EG. Die Verwendung von Magnesiumaspartat ist beispielsweise nicht erlaubt. Neue Formen unterliegen der Novel-Food-Regulierung.
Die Verträglichkeit kann individuell variieren – höhere Mengen können eine abführende Wirkung haben. Auch Wechselwirkungen sind zu beachten, etwa mit Calcium, Eisen, Zink, Kupfer oder Medikamenten wie Diuretika und PPI.
Es gibt verschiedene Darreichungsformen: Kapseln, Tabletten, Pulver oder Brausetabletten. Eine Aufteilung der Tagesdosis kann sinnvoll sein.
Übersicht zugelassener Magnesiumverbindungen in Nahrungsergänzungsmitteln
Magnesiumverbindung | Einordnung, Zusammensetzung & typische Verwendung |
|---|---|
Magnesiumcarbonat | Anorganisch · Verbindung aus Magnesium und Carbonat (MgCO₃) · Wird häufig als Quelle mit hohem elementarem Magnesiumanteil genutzt; oft Bestandteil von Pulvern oder Kautabletten. |
Magnesiumoxid | Anorganisch · Verbindung aus Magnesium und Sauerstoff (MgO) · Sehr hoher Magnesiumanteil; wird häufig zur Ergänzung der Zufuhr in kompakten Dosierungen eingesetzt. |
Magnesiumhydroxid | Anorganisch · Magnesium + Hydroxidgruppen (Mg(OH)₂) · Wird in Nahrungsergänzungsmitteln genutzt; kann in höheren Mengen eine abführende Wirkung haben. |
Magnesiumchlorid | Anorganisch · Magnesium + Chlorid (MgCl₂) · Wasserlöslich; häufig in flüssigen oder transdermalen Anwendungen sowie Trinklösungen. |
Magnesiumsulfat | Anorganisch · Magnesium + Sulfat (MgSO₄), bekannt als Bittersalz · Wird eher für kurzfristige Anwendungen oder Bäder genutzt; weniger typisch für die tägliche Supplementierung. |
Magnesiumcitrat | Organisch · Magnesium + Zitronensäure · Gute Löslichkeit; häufig verwendet für allgemeine Magnesiumergänzung und beliebt in Pulvern und Brausetabletten. |
Magnesiumbisglycinat | Organisch (Chelat) · Magnesium gebunden an zwei Glycin-Moleküle · Bekannt für gute Verträglichkeit; häufig in Kapseln eingesetzt. |
Magnesiummalat | Organisch · Magnesium + Apfelsäure · Bestandteil von Energieprozessen; wird oft im Kontext von aktiven Lebensstilen verwendet. |
Magnesiumgluconat | Organisch · Magnesium + Gluconsäure · Gut löslich; häufig in flüssigen Präparaten oder Brausetabletten. |
Magnesium-L-Lysinat | Organisch · Magnesium gebunden an die Aminosäure L-Lysin · Wird wegen seiner aminosäuregebundenen Form geschätzt. |
Magnesium-L-Pidolat | Organisch · Magnesium + Pyrrolidoncarbonsäure · Häufig in speziellen Formulierungen mit Fokus auf Zellstoffwechsel eingesetzt. |
Magnesiumlactat | Organisch · Magnesium + Milchsäure · Gut verträglich; wird oft für eine kontinuierliche Magnesiumzufuhr genutzt. |
Magnesiumtaurat | Organisch · Magnesium + Taurin (Aminosäure) · Wird häufig in kombinierten Formeln verwendet. |
Magnesiumascorbat | Organisch · Magnesium + Ascorbinsäure (Vitamin C) · Kombination aus Magnesiumquelle und Vitamin-C-Komponente. |
Ebenfalls zugelassen
zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln gemäß Verordnung (EG) Nr. 1170/2009, Anhang II / EU-Richtlinie 2002/46/EG wären außerdem
- Magnesiumacetyltaurat
- Magnesiumsuccinat
- Magnesiumpyruvat
- Magnesiumkaliumcitrat
- Magnesiumsalze der Orthophosphorsäure
- Magnesiumglycerophosphat
- Magnesiumacetat
Hinweise zur Einordnung:
- Organische Verbindungen enthalten Magnesium gebunden an organische Moleküle (z. B. Aminosäuren oder organische Säuren).
- Anorganische Verbindungen bestehen aus Magnesium und anorganischen Verbindungen wie Oxid oder Carbonat.
- Die Auswahl hängt von individuellen Faktoren wie Verträglichkeit, gewünschter Darreichungsform und persönlicher Ernährung ab.
Magnesium-Nahrungsergänzungsmittel bei VitaminExpress
VitaminExpress bietet eine Auswahl von Magnesiumprodukten an. Mit dem Magnesium-Produktfinder erhalten Sie einen Überblick und erfahren, welches dieser Magnesiumprodukte am besten zu Ihren Angaben passt.
Häufig gestellte Fragen zu Magnesium
Ein Magnesiummangel kann sich durch Muskelkrämpfe, Nervosität, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen oder Schlafprobleme zeigen. Auch Konzentrationsschwierigkeiten oder innere Unruhe sind mögliche Anzeichen einer unzureichenden Versorgung. Bei Verdacht auf einen Magnesiummangel sollte ein Arzt konsultiert werden.
Magnesium steckt vor allem in grünem Blattgemüse, Nüssen, Samen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Avocados und Kakao. Es sollten möglichst naturbelassene Lebensmittel bevorzugt werden, da die industrielle Verarbeitung den Magnesiumgehalt reduzieren kann.
Stress, Alkohol, übermäßiger Zuckerkonsum und Schwitzen bei körperlicher Anstrengung oder Hitze können den Magnesiumbedarf erhöhen. Auch bestimmte Medikamente wie Diuretika oder Magensäureblocker können den Magnesiumverlust verstärken. Eine magnesiumreiche Ernährung, gegebenenfalls kombiniert mit einem Magnesiumpräparat, kann helfen, den Bedarf auszugleichen.
Magnesium kann in der Schwangerschaft sinnvoll sein, sollte aber nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Der Grund: Eine zu hohe Dosierung kann unerwünschte Wirkungen haben. Der individuelle Bedarf hängt vom individuellen Ernährungs- und Gesundheitszustand ab.
Mit zunehmendem Alter kann der Magnesiumbedarf steigen, da die Aufnahmefähigkeit des Darms sinkt und einige Medikamente den Magnesiumspiegel negativ beeinflussen. Eine ausgewogene Ernährung und eine gezielte Einnahme eines Magnesiumpräparats können – am besten in ärztlicher Rücksprache – sinnvoll sein.
Ein Zuviel an Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln kann Verdauungsbeschwerden verursachen. Gesunde Nieren scheiden überschüssiges, wasserlösliches Magnesium jedoch in der Regel aus. Bei Nierenproblemen besteht allerdings das Risiko einer Überdosierung. Empfehlungen zur Dosierung und Einnahme eines Magnesiumpräparates sollten entsprechend nicht überschritten werden.
Magnesium ist ein für Sportler wichtiges Elektrolyt, da es die Muskel- und Nervenfunktionen unterstützt. Die Einnahme sollte jedoch an den persönlichen Bedarf angepasst und nicht überdosiert werden.
Ein verlässlicher Magnesiumstatus lässt sich zu Hause kaum exakt über Selbsttests bestimmen, da nur ein kleiner Teil im Blut zirkuliert. Bei Verdacht auf eine Mangelsituation ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Ernährungstagebücher können Hinweise auf eine unzureichende Zufuhr geben.
Empfohlene Produkte:
Über die Autor
VitaminExpress Editorial Team
Sparen Sie 10%, indem Sie sich für unseren Newsletter anmelden.
Brauchen Sie Hilfe bei der Suche nach den richtigen Nahrungsergänzungsmitteln?
Machen Sie unseren Vitamin-TestVerwandte Artikel:
Was sind die Symptome eines Magnesiummangels und wie wird er behandelt?
Magnesium-Tagesbedarf: Was bei der Einnahme beachtet werden sollte
Experteninterview: Wie ernst ist ein Magnesiummangel zu nehmen und welche Folgen kann er haben?
Magnesium & Mikronährstoffe im Alltag – Interview mit Herr Dr. & Frau Schmidt
Experteninterview Prof. Dr. Wienecke: Warum Magnesium für Sportler so wichtig ist?
Magnesium und Vitamin D – ein unterschätztes Team
Experteninterview: Mikronährstoffe im Schatten der Makronährstoffe
Experteninterview mit Uwe Schröder: Nahrungsergänzung für Sportler
Magnesium Testsieger 2026: Die besten Magnesium-Produkte im Experten-Test
Welches Magnesium ist das Beste für mich?
Welche Lebensmittel enthalten Magnesium?