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Magnesium: Ein umfassender Überblick

Information, Wirkung, Mangel, Bedarf, Dosierung
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VitaminExpress Editorial Team

21. Mai 2026
13 Minuten
Der Begriff Magnesium bezeichnet einerseits das chemische Element (ein silbrig glänzendes Erdalkalimetall), andererseits den essenziellen Mineralstoff, den unser Körper täglich benötigt. Der Unterschied liegt also darin, dass das Element die chemische Grundlage ist, während der Mineralstoff die ernährungsphysiologisch relevante Form beschreibt.
In diesem Beitrag betrachten wir Magnesium gezielt aus der Perspektive des Mineralstoffs, also seine Bedeutung für den menschlichen Körper, seine Funktionen, mögliche Quellen und eine sinnvolle Versorgung im Alltag: Was genau macht diesen Mineralstoff so wichtig? Wie können wir eine ausreichende Aufnahme sicherstellen? Welche Erkenntnisse gibt es zu Bedarf und Versorgung?
Magnesium: Ein umfassender Überblick

Was ist Magnesium? Die Zusammenfassung

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff und gehört zu den sogenannten Mengenelementen. Chemisch handelt es sich um ein Erdalkalimetall mit der Ordnungszahl 12 und einem Atomgewicht von 24,3. Im Körper liegt es überwiegend als zweiwertiges Kation (Mg²⁺) vor. Mit einem Gesamtkörperbestand von etwa 24 bis 25 g ist Magnesium das vierthäufigste Kation im menschlichen Körper.

Der Großteil befindet sich intrazellulär vor allem in Knochen, Muskelgewebe und Weichteilgewebe. Nur ein kleiner Anteil (ca. 0,3%) zirkuliert extrazellulär im Blutserum (Serummagnesium). Magnesium wirkt als Cofaktor für über 600 Enzyme und ist damit zentral für grundlegende Prozesse wie den Energiestoffwechsel (ATP), die Muskelkontraktion und die Nervenreizleitung. Auch für normale Herzfunktion, Blutdruckregulation und den Knochenstoffwechsel spielt Magnesium eine wichtige Rolle.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt für die empfohlene Magnesium-Aufnahme über die Ernährung einen Schätzwert von 300 mg pro Tag für Frauen und 350 mg pro Tag für Männer an.

Übersicht Mineralstoff Magnesium

Eigenschaft / Aspekt

Erläuterung

Essenzieller Mineralstoff

Magnesium ist ein lebensnotwendiger Nährstoff, der über die Nahrung aufgenommen werden muss, da der Körper ihn nicht selbst herstellen kann.

Mengenelement

Gehört zu jenen Mineralstoffen, die in größeren Mengen im Körper vorkommen (im Gegensatz zu Spurenelementen).

Chemisches Element

Erdalkalimetall mit der Ordnungszahl 12 und einem Atomgewicht von 24,3.

Biologisch aktive Form

Liegt im Körper überwiegend als zweiwertiges Kation (Mg²⁺) vor.

Häufigkeit im Körper

Vierthäufigstes Kation im menschlichen Körper.

Gesamtkörperbestand

Etwa 24 bis 25 g Magnesium im Körper eines Erwachsenen.

Verteilung im Körper

Hauptsächlich intrazellulär in Knochen, Muskel- und Weichteilgewebe gespeichert; kleiner Anteil im Blutserum.

Funktion

Cofaktor für über 600 Enzyme; beteiligt an Energiestoffwechsel (ATP), Muskelfunktion und Nervensystem.

Aufnahmeempfehlung (nach DGE und EFSA)

Schätzwerte für Erwachsene: ca. 300 mg/Tag für Frauen und 350 mg/Tag für Männer (Werte für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende weichen ab).

Nahrungsergänzung

Ergänzende Aufnahme möglich.

 

Verteilung im Körper: Wo Magnesium im Körper gespeichert wird

Magnesium ist im gesamten Körper verteilt, jedoch sehr ungleichmäßig. Rund 99 % befinden sich intrazellulär, während nur etwa 0,3 % im Blutserum messbar sind. Insgesamt enthält der Körper etwa 24 bis 25 g dieses wichtigen Mengenelements.

Etwa 60% des gesamten Magnesiums sind in den Knochen gespeichert. Diese dienen daher nicht nur als strukturelles Element, sondern auch als eine Art Speicherorgan, das bei Bedarf Magnesium freisetzen kann. Die restlichen 40% verteilen sich auf Muskelgewebe und andere Weichteilgewebe.

Der extrazelluläre Anteil – vor allem im Blutserum – ist vergleichsweise klein, wird aber häufig zur Bewertung des Magnesiumstatus herangezogen. Allerdings ist das Serummagnesium kein zuverlässiger Indikator für die tatsächliche Versorgung, da der Körper durch homöostatische Regulation versucht, konstante Werte im Blut aufrechtzuerhalten.

Das bedeutet: Selbst bei einem latenten Magnesiummangel kann der Serumwert noch im Normbereich liegen, da Magnesium aus den Knochen mobilisiert wird.

Magnesium-Verteilung im Körper

Der Großteil des Magnesiums befindet sich intrazellulär in Knochen, Muskeln und Gewebe, während nur ein sehr kleiner Anteil im Serum messbar ist – daher ist das Serummagnesium nur begrenzt aussagekräftig für den Gesamtstatus.

 

Funktionen von Magnesium: Warum es unverzichtbar ist

Magnesium ist an einer Vielzahl lebenswichtiger Prozesse beteiligt. Als Cofaktor für über 600 Enzyme beeinflusst es zentrale Stoffwechselwege wie Glykolyse, Citratzyklus und oxidative Phosphorylierung – und damit die Bildung von Adenosintriphosphat (ATP), unserer wichtigsten Energiequelle.

Darüber trägt Magnesium zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, ist wichtig für die Muskelkontraktion, da es als natürlicher Calciumantagonist wirkt und so das Zusammenspiel der Muskeln reguliert. Auch für die Reizübertragung im Nervensystem, die normale Herzfunktion sowie den Elektrolythaushalt spielt es eine Rolle.

Im Knochenstoffwechsel unterstützt Magnesium die Struktur von Hydroxylapatit, was für die Stabilität von Knochen und Zähnen wichtig ist. Weitere Funktionen umfassen die Eiweißsynthese, Zellteilung sowie die Stabilisierung von DNA, RNA und Zellmembranen.

Die Funktionen von Magnesium im menschlichen Körper wurden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wissenschaftlich untersucht und bestätigt.  

Übersicht Funktionen von Magnesium im Körper

Wirkbereich

Nachgewiesene Funktion lt. ESFA

Nervensystem und psychische Gesundheit

Magnesium hilft Ihnen, geistig belastbar und emotional ausgeglichen zu bleiben:

  • Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • Magnesium trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei

Körperliche Leistungsfähigkeit

Magnesium unterstützt die Mobilität, die Regeneration und den Flüssigkeitshaushalt – essenziell für einen aktiven Lebensstil:

  • Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
  • Magnesium trägt zu einer normalen Proteinsynthese bei
  • Magnesium trägt zu einem Elektrolythaushalt bei

Energie und Vitalität

Magnesium hilft bei der Umwandlung von Nahrung in Energie und verringert Müdigkeit:

  • Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
  • Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei

Schlaf und Entspannung

Magnesium unterstützt ruhige und erholsame Nächte durch Regulierung des Nervensystems:

  • Magnesium trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei
  • Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei

Knochen- und Zahngesundheit

Magnesium spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Knochen und Zähne:

  • Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei
  • Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei

Zelluläre und metabolische Funktion

Magnesium ist auf zellulärer Ebene für Wachstum, Reparatur und Stoffwechselstabilität unerlässlich:

  • Magnesium hat eine Funktion bei der Zellteilung
  • Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • Magnesium trägt zu einer normalen Proteinsynthese bei

 

Mögliche Ursachen eines Magnesiummangels

Ein Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) kann unterschiedliche Ursachen haben. Neben einem klinisch relevanten Mangel gibt es auch den latenten Magnesiummangel, bei dem die Versorgung suboptimal ist.

Zu den häufigsten Ursachen gehören gastrointestinale Störungen wie Malabsorption, Durchfall oder Erbrechen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Zöliakie können ebenfalls die Aufnahme beeinträchtigen.

Auch eine erhöhte renale Ausscheidung bei bestimmten Nierenerkrankungen kann die Magnesiumbilanz beeinflussen. Bestimmte Medikamente wie Diuretika, Protonenpumpenhemmer (PPI), Antibiotika oder orale Kontrazeptiva können ebenfalls die Versorgung beeinflussen.

Ein erhöhter Bedarf kann auftreten bei Schwangerschaft, Stillzeit, intensiver sportlicher Aktivität oder Stress. Ebenso spielt die Ernährung eine wichtige Rolle: Eine unausgewogene oder einseitige Kost kann zu einer Versorgungslücke führen.

Risikogruppen sind unter anderem ältere Menschen, Schwangere, Stillende oder Personen mit erhöhtem Bedarf. Zur Frage, ob und inwieweit tatsächlich ein Magnesiummangel vorliegt, sollte stets ärztlicher Rat eingeholt werden.

Übersicht zu möglichen Ursachen eines Magnesiummangels

Ursachenkategorie

Beispiele & Einordnung

Unzureichende Zufuhr

Unausgewogene Ernährung, einseitige Kost, niedrige Magnesiumaufnahme über Lebensmittel

Erhöhter Bedarf

Schwangerschaft, Stillzeit, intensiver Sport, Leistungssport, starkes Schwitzen, Stress

Gastrointestinale Störungen

Malabsorption, Durchfall, Erbrechen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Zöliakie

Erhöhte Ausscheidung über die Nieren

Nierenerkrankungen oder erhöhte renale Magnesiumverluste

Medikamenteneinfluss

Diuretika, Protonenpumpenhemmer (PPI), Antibiotika, orale Kontrazeptiva

Verlust durch den Darm

Abführmittel, Laxantienabusus

Lebensstilfaktoren

Chronischer Alkoholkonsum, anhaltender Stress

Risikogruppen

Ältere Menschen, Schwangere, Stillende, Sportler, Personen mit erhöhtem Bedarf

Stoffwechselbedingte Einflüsse

Veränderte Magnesiumverwertung bei bestimmten Stoffwechsellagen (z.B. bei Typ 2 Diabetes beschrieben)

 

Mögliche Anzeichen eines Magnesiummangels

Ein niedriger Magnesiumstatus kann sich durch unterschiedliche, oft unspezifische Symptome äußern. Dazu zählen Muskelkrämpfe – insbesondere Wadenkrämpfe – sowie Muskelzucken (Faszikulationen).

Auch neurologische Beschwerden wie Kribbeln, Taubheitsgefühle (Parästhesien), Nervosität oder Konzentrationsstörungen können auftreten. Weitere mögliche Anzeichen sind Müdigkeit, allgemeine Schwäche und Kopfschmerzen.

In ausgeprägteren Fällen kann es zu Herzrhythmusstörungen oder einem unregelmäßigen Herzschlag kommen. Auch Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit sind möglich.

Da diese Symptome unspezifisch sind, ist eine eindeutige Zuordnung schwierig. Ein sehr niedriger Serumwert (z. B. < 0,5 mmol/l) kann auf einen deutlichen Mangel hinweisen. Zudem können sekundäre Elektrolytstörungen wie ein Calciummangel oder Kaliummangel auftreten. Auch in diesem Fall gilt daher: Zur Frage, ob und inwieweit tatsächlich ein Magnesiummangel vorliegt, sollte stets ärztlicher Rat eingeholt werden.

Übersicht zu möglichen Anzeichen eines Magnesiummangels

Symptomgruppe

Beispiele & Einordnung

Muskuläre Beschwerden

Muskelkrämpfe (z.B. Wadenkrämpfe), Muskelzucken (Faszikulationen)

Neurologische Symptome

Kribbeln (Parästhesien), Taubheitsgefühle, gesteigerte Reizbarkeit

Allgemeine Befindlichkeit

Müdigkeit, allgemeine Schwäche, verminderte Leistungsfähigkeit

Psychische Symptome

Nervosität, innere Unruhe, Konzentrationsstörungen

Kopfbeschwerden

Kopfschmerzen, Migräne

Herzbezogene Symptome

Herzrhythmusstörungen, unregelmäßiger Herzschlag

Schlaf & Erholung

Schlafstörungen, unruhiger Schlaf

Verdauungssymptome

Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen

Unspezifische Symptomatik

Kombination verschiedener, schwer zuordenbarer Beschwerden

Laborwerte & Begleiterscheinungen

Niedriges Serummagnesium (< 0,5 mmol/l), mögliche sekundäre Elektrolytstörungen (Calcium, Kalium)

 

Magnesiumbedarf: Wie viel ist sinnvoll?

Der Magnesium-Tagesbedarf hängt von Alter, Geschlecht und anderen individuellen Faktoren ab. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung DGE liegt der Schätzwert für Erwachsene bei:

  • 300 mg pro Tag für Frauen
  • 350 mg pro Tag für Männer

Für Säuglinge, Kinder und Jugendliche gelten abweichende, altersabhängige Werte.

Individuelle Faktoren wie Sport, starkes Schwitzen, Hitzearbeit oder Stress können den Bedarf erhöhen. Auch bestimmte Lebensphasen wie Schwangerschaft und Stillzeit erfordern eine angepasste Zufuhr.

Die genaue Aufschlüsselung der DGE nach Alter und Geschlecht mit Werten für Kinder, Schwangere und Stillende finden Sie im Internet: DGE Referenzwert Magnesium

Die Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA, die ebenfalls in vielen Publikationen zitiert werden, können von jenen der DGE abweichen, da die zugrunde liegenden Daten und Berechnungen variieren.

Übersicht Magnesiumbedarf laut EFSA

Altersgruppe

Bedarf Frauen (mg/Tag)

Bedarf Männer (mg/Tag)

7 - 11 Monate

80 mg

80 mg

1 - 2 Jahre

170 mg

170 mg

3 - 9 Jahre

230 mg

230 mg

10 - 17 Jahre

250 mg

300 mg

≥ 18 Jahre

300 mg

350 mg

Schwangerschaft

300 mg

-

Stillzeit

300 mg

-

Quelle: DRV Finder der EFSA 

Einordnung der EFSA-Werte

  • Die Werte basieren auf durchschnittlichen Beobachtungen der Aufnahme in gesunden Bevölkerungsgruppen und gelten als angemessene Zufuhr (AI). [efsa.europa.eu]
  • Für Schwangere und Stillende wird kein erhöhter Bedarf angenommen, weshalb die gleichen Werte wie für erwachsene Frauen gelten. [efsa.europa.eu]
  • Der individuelle Bedarf kann je nach Lebensstil, Ernährung oder körperlicher Belastung variieren.

Magnesiumreiche Lebensmittel: Natürliche Quellen

Magnesium kommt in vielen Lebensmitteln vor. Besonders reichhaltig sind pflanzliche Quellen wie Nüsse und Samen (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Mandeln, Sesam), Vollkornprodukte (Haferflocken, brauner Reis, Quinoa) sowie Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen).

Auch grünes Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl liefert Magnesium, ebenso Kakao bzw. Bitterschokolade. Weitere Quellen sind Bananen, Avocados sowie einige Fischarten und Garnelen.

Magnesiumreiche Ernährung

Lebensmittel mit besonders hohem Magnesiumgehalt sind vor allem Nüsse, Samen, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte – sie bilden die Grundlage einer magnesiumreichen Ernährung.

Mineralwasser kann ebenfalls zur Versorgung beitragen – insbesondere magnesiumhaltiges Mineralwasser mit über 50 mg pro Liter oder hartes Leitungswasser.

Die Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 30 bis 50%. Faktoren wie Phytinsäure (Phytat), Ballaststoffe und Verarbeitungsverluste können die Aufnahme beeinflussen. Auch Wechselwirkungen mit Calcium, Eisen oder Zink sind relevant.

Übersicht zu magnesiumreichen Lebensmitteln (Auswahl) nach Lebensmittelkategorien

Lebensmittelkategorie

Lebensmittel - Magnesiumgehalt in mg pro 100 g

Nüsse & Samen

  • Kürbiskerne ca. 400 - 530 mg
  • Sonnenblumenkerne ca. 330 - 390 mg
  • Mandeln ca. 250 - 270 mg
  • Leinsamen ca. 300 - 350 mg
  • Sesam ca. 330 - 350 mg

Vollkorn & Pseudogetreide

  • Haferflocken ca. 120 - 140 mg
  • Vollkornbrot ca. 70 - 90 mg
  • Brauner Reis ca. 110 - 130 mg
  • Quinoa ca. 150 - 200 mg
  • Buchweizen ca. 200 - 230 mg

Hülsenfrüchte

  • Linsen (getrocknet) ca. 120 - 150 mg
  • Kichererbsen (getrocknet) ca. 120 - 160 mg
  • Weiße Bohnen ca. 120 - 140 mg

Gemüse

  • Spinat ca. 50 - 80 mg
  • Mangold ca. 70 - 90 mg
  • Grünkohl ca. 30 - 50 mg

Obst

  • Banane ca. 30 - 35 mg
  • Avocado ca. 25 - 35 mg

Kakaoprodukte

  • Bitterschokolade (70 - 85 %) ca. 200 - 300 mg

Fisch & Meeresfrüchte

  • Dorsch (Kabeljau) ca. 25 - 35 mg
  • Garnelen ca. 30 - 50 mg

Getränke

  • Magnesiumreiches Mineralwasser ca. 5 - 50 mg (je nach Quelle)

Hinweis: Die Werte sind Durchschnittswerte und können je nach Verarbeitung, Herkunft und Zubereitung variieren. Besonders Samen, Nüsse und Vollkornprodukte gelten als „reich an Magnesium“ und leisten einen wichtigen Beitrag zur täglichen Zufuhr.

Magnesium als Nahrungsergänzung: Formen und Verwendung

Magnesiumpräparate unterscheiden sich in Bioverfügbarkeit, Verträglichkeit, chemischer Form und Darreichungsform. Sie sollten entsprechend des tatsächlichen Bedarfs und der individuellen Präferenzen und Voraussetzungen bzw. Einschränkungen (z.B. Schluckbeschwerden, Sensibilität) ausgewählt werden.

Diskrepanz zwischen empfohlener Tageshöchstmenge nach BfR und den Verzehrempfehlungen von Nahrungsergänzungsmitteln

Laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung BfR liegt die empfohlene Tageshöchstmenge für Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln bei 250 mg. Die Verzehrempfehlungen von Magnesiumpräparaten enthalten teilweise höhere Dosierungen - die sich an den täglichen Aufnahmeempfehlungen von DGE und EFSA orientieren - da die tatsächliche Aufnahme im Körper (Resorption) niedriger sein kann und individuelle Faktoren wie Bedarf, Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit eine wichtige Rolle spielen. Im Zweifel sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Magnesium ist in vielen verschiedenen Verbindungen erhältlich. Man unterscheidet organische (z.B. Magnesiumcitrat, Magnesiumbisglycinat, Magnesiumlactat) und anorganische Formen (z.B. Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat).

Organische Verbindungen gelten oft als gut bioverfügbar, während anorganische meist einen höheren elementaren Magnesiumanteil besitzen.

Zugelassen zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln sind nur bestimmte Verbindungen gemäß Verordnung (EG) Nr. 1170/2009, Anhang II / EU-Richtlinie 2002/46/EG. Die Verwendung von Magnesiumaspartat ist beispielsweise nicht erlaubt. Neue Formen unterliegen der Novel-Food-Regulierung.

Die Verträglichkeit kann individuell variieren – höhere Mengen können eine abführende Wirkung haben. Auch Wechselwirkungen sind zu beachten, etwa mit Calcium, Eisen, Zink, Kupfer oder Medikamenten wie Diuretika und PPI.

Es gibt verschiedene Darreichungsformen: Kapseln, Tabletten, Pulver oder Brausetabletten. Eine Aufteilung der Tagesdosis kann sinnvoll sein.

Übersicht zugelassener Magnesiumverbindungen in Nahrungsergänzungsmitteln

Magnesiumverbindung

Einordnung, Zusammensetzung & typische Verwendung

Magnesiumcarbonat

Anorganisch · Verbindung aus Magnesium und Carbonat (MgCO₃) · Wird häufig als Quelle mit hohem elementarem Magnesiumanteil genutzt; oft Bestandteil von Pulvern oder Kautabletten.

Magnesiumoxid

Anorganisch · Verbindung aus Magnesium und Sauerstoff (MgO) · Sehr hoher Magnesiumanteil; wird häufig zur Ergänzung der Zufuhr in kompakten Dosierungen eingesetzt.

Magnesiumhydroxid

Anorganisch · Magnesium + Hydroxidgruppen (Mg(OH)₂) · Wird in Nahrungsergänzungsmitteln genutzt; kann in höheren Mengen eine abführende Wirkung haben.

Magnesiumchlorid

Anorganisch · Magnesium + Chlorid (MgCl₂) · Wasserlöslich; häufig in flüssigen oder transdermalen Anwendungen sowie Trinklösungen.

Magnesiumsulfat

Anorganisch · Magnesium + Sulfat (MgSO₄), bekannt als Bittersalz · Wird eher für kurzfristige Anwendungen oder Bäder genutzt; weniger typisch für die tägliche Supplementierung.

Magnesiumcitrat

Organisch · Magnesium + Zitronensäure · Gute Löslichkeit; häufig verwendet für allgemeine Magnesiumergänzung und beliebt in Pulvern und Brausetabletten.

Magnesiumbisglycinat

Organisch (Chelat) · Magnesium gebunden an zwei Glycin-Moleküle · Bekannt für gute Verträglichkeit; häufig in Kapseln eingesetzt.

Magnesiummalat

Organisch · Magnesium + Apfelsäure · Bestandteil von Energieprozessen; wird oft im Kontext von aktiven Lebensstilen verwendet.

Magnesiumgluconat

Organisch · Magnesium + Gluconsäure · Gut löslich; häufig in flüssigen Präparaten oder Brausetabletten.

Magnesium-L-Lysinat

Organisch · Magnesium gebunden an die Aminosäure L-Lysin · Wird wegen seiner aminosäuregebundenen Form geschätzt.

Magnesium-L-Pidolat

Organisch · Magnesium + Pyrrolidoncarbonsäure · Häufig in speziellen Formulierungen mit Fokus auf Zellstoffwechsel eingesetzt.

Magnesiumlactat

Organisch · Magnesium + Milchsäure · Gut verträglich; wird oft für eine kontinuierliche Magnesiumzufuhr genutzt.

Magnesiumtaurat

Organisch · Magnesium + Taurin (Aminosäure) · Wird häufig in kombinierten Formeln verwendet.

Magnesiumascorbat

Organisch · Magnesium + Ascorbinsäure (Vitamin C) · Kombination aus Magnesiumquelle und Vitamin-C-Komponente.

Ebenfalls zugelassen

zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln gemäß Verordnung (EG) Nr. 1170/2009, Anhang II / EU-Richtlinie 2002/46/EG wären außerdem

  • Magnesiumacetyltaurat
  • Magnesiumsuccinat
  • Magnesiumpyruvat
  • Magnesiumkaliumcitrat
  • Magnesiumsalze der Orthophosphorsäure
  • Magnesiumglycerophosphat
  • Magnesiumacetat

Hinweise zur Einordnung:

  • Organische Verbindungen enthalten Magnesium gebunden an organische Moleküle (z. B. Aminosäuren oder organische Säuren).
  • Anorganische Verbindungen bestehen aus Magnesium und anorganischen Verbindungen wie Oxid oder Carbonat.
  • Die Auswahl hängt von individuellen Faktoren wie Verträglichkeit, gewünschter Darreichungsform und persönlicher Ernährung ab.

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Häufig gestellte Fragen zu Magnesium

Ein Magnesiummangel kann sich durch Muskelkrämpfe, Nervosität, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen oder Schlafprobleme zeigen. Auch Konzentrationsschwierigkeiten oder innere Unruhe sind mögliche Anzeichen einer unzureichenden Versorgung. Bei Verdacht auf einen Magnesiummangel sollte ein Arzt konsultiert werden.

Magnesium steckt vor allem in grünem Blattgemüse, Nüssen, Samen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Avocados und Kakao. Es sollten möglichst naturbelassene Lebensmittel bevorzugt werden, da die industrielle Verarbeitung den Magnesiumgehalt reduzieren kann.

Stress, Alkohol, übermäßiger Zuckerkonsum und Schwitzen bei körperlicher Anstrengung oder Hitze können den Magnesiumbedarf erhöhen. Auch bestimmte Medikamente wie Diuretika oder Magensäureblocker können den Magnesiumverlust verstärken. Eine magnesiumreiche Ernährung, gegebenenfalls kombiniert mit einem Magnesiumpräparat, kann helfen, den Bedarf auszugleichen.

Magnesium kann in der Schwangerschaft sinnvoll sein, sollte aber nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Der Grund: Eine zu hohe Dosierung kann unerwünschte Wirkungen haben. Der individuelle Bedarf hängt vom individuellen Ernährungs- und Gesundheitszustand ab.

Mit zunehmendem Alter kann der Magnesiumbedarf steigen, da die Aufnahmefähigkeit des Darms sinkt und einige Medikamente den Magnesiumspiegel negativ beeinflussen. Eine ausgewogene Ernährung und eine gezielte Einnahme eines Magnesiumpräparats können – am besten in ärztlicher Rücksprache – sinnvoll sein.

Ein Zuviel an Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln kann Verdauungsbeschwerden verursachen. Gesunde Nieren scheiden überschüssiges, wasserlösliches Magnesium jedoch in der Regel aus. Bei Nierenproblemen besteht allerdings das Risiko einer Überdosierung. Empfehlungen zur Dosierung und Einnahme eines Magnesiumpräparates sollten entsprechend nicht überschritten werden.

Magnesium ist ein für Sportler wichtiges Elektrolyt, da es die Muskel- und Nervenfunktionen unterstützt. Die Einnahme sollte jedoch an den persönlichen Bedarf angepasst und nicht überdosiert werden.

Ein verlässlicher Magnesiumstatus lässt sich zu Hause kaum exakt über Selbsttests bestimmen, da nur ein kleiner Teil im Blut zirkuliert. Bei Verdacht auf eine Mangelsituation ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Ernährungstagebücher können Hinweise auf eine unzureichende Zufuhr geben.

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