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Vitamin D3 und K2 kombinieren: Wirkung, Dosierung und worauf Sie achten sollten

Studien zeigen: D3 und K2 wirken synergistisch – für Knochen, Arterien und ein starkes Immunsystem.
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VitaminExpress Editorial Team

Zuletzt aktualisiert: 20. Mai 2026
5 Minuten
Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass sowohl Vitamin D3 als auch Vitamin K2 eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Knochen und Arterien spielen können. Bei beiden Vitaminen ist eine unzureichende Versorgung in der westlichen Bevölkerung weit verbreitet – weshalb immer mehr Menschen Vitamin D3 und K2 täglich als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.
Wer regelmässig Vitamin D3 supplementiert, sollte nach aktuellem Wissensstand auch Vitamin K2 in ausreichender Menge aufnehmen. In diesem Ratgeber erklären wir, warum das so ist, welche Dosierungen die EFSA empfiehlt und wie Sie beide Vitamine optimal kombinieren können.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschliesslich zu Informationszwecken und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und einen gesunden Lebensstil. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder der Einnahme von Medikamenten stets einen Arzt oder Apotheker.
Vitamin D3 und K2 kombinieren: Wirkung, Dosierung und worauf Sie achten sollten

Vitamin D3 und K2 – warum sie im Team wirken

Wer regelmässig Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, profitiert laut Studien davon, auch ausreichend Vitamin K2 zuzuführen. Vitamin K2 spielt eine wichtige Rolle dabei, Calcium in die Knochen und Zähne einzubauen und unerwünschte Ablagerungen in den Arterien und weichen Geweben zu verringern.

Vitamin D fördert die Bildung von Vitamin K2-abhängigen Proteinen, die Calcium im Körper transportieren. Damit diese Proteine ihre Funktion erfüllen können, wird jedoch Vitamin K2 benötigt.

Nimmt man Vitamin D3 zu sich, steigt demnach der Bedarf an Vitamin K2. Beide Vitamine wirken synergistisch: Sie unterstützen gemeinsam die Knochengesundheit und können zum normalen Calciumstoffwechsel beitragen.

EFSA-bestätigte Funktionen:

  • Vitamin D: trägt zur normalen Aufnahme von Calcium und Phosphor bei und unterstützt die normale Knochengesundheit
  • Vitamin K: trägt zur normalen Blutgerinnung bei und ist wichtig für die Erhaltung normaler Knochen

Vitamin K2 – Dosierungshinweise

Da Vitamin K nur in geringen Mengen im Körper gespeichert wird, sind wir auf eine regelmässige Zufuhr über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel angewiesen. Hinweise deuten darauf hin, dass viele Menschen in der westlichen Bevölkerung nicht ausreichend Vitamin K aufnehmen.

Personen über 50 können laut Fachliteratur ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose haben. Gleichzeitig tendieren ältere Menschen dazu, weniger Vitamin K über die Ernährung aufzunehmen.

Der Vitamin-K2-Forscher Prof. Cees Vermeer von der Universität Maastricht hat in mehreren Studien Hinweise darauf gefunden, dass eine Supplementierung mit Vitamin K2 (MK-7) in Dosierungen von 100 bis 200 µg täglich für Erwachsene sinnvoll sein kann – insbesondere für Personen über 50.

⚠️ Hinweis zu blutgerinnungshemmenden Medikamenten
Falls Sie blutgerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulantien) einnehmen, konsultieren Sie bitte unbedingt Ihren Arzt, bevor Sie Vitamin K2 oder andere Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Ändern Sie niemals Ihre Medikation ohne ärztlichen Rat.

Warum Vitamin D3 und K2 zusammen einnehmen?

Vitamin D3 regt die Bildung von sogenannten Gla-Proteinen an – insbesondere Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein (MGP). Diese Proteine können jedoch ihre Funktion nur dann erfüllen, wenn ausreichend Vitamin K2 vorhanden ist, das sie aktiviert.

Vitamin D3:
  • Unterstützt die Calciumaufnahme aus dem Darm
  • Trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei
  • Fördert die Knochengesundheit
Vitamin K2 (MK-7):
  • Aktiviert Gla-Proteine, die den Calciumhaushalt regulieren
  • Unterstützt den Einbau von Calcium in Knochen und Zähne
  • Kann dazu beitragen, Calcium-Ablagerungen in Arterien und weichem Gewebe zu verringern

Hinweis: Die Aussage, dass Vitamin K2 Arteriosklerose 'verhindert', ist wissenschaftlich nicht abschliessend belegt. Studien zeigen jedoch Zusammenhänge zwischen Vitamin-K2-Versorgung und Gefässgesundheit.

EFSA-Referenzwerte für Vitamin D und Vitamin K

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Referenzwerte für eine angemessene Nährstoffzufuhr entwickelt. Diese gelten für gesunde Personen und sind keine individuellen Empfehlungen. Der persönliche Bedarf kann je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil abweichen. Holen Sie im Zweifel ärztlichen Rat ein.

Referenzwerte Vitamin K (EFSA, 2023)

Zielgruppe

Angemessene Aufnahme

Erwachsene ab 18 Jahren

70 µg / Tag

Kinder 15–17 Jahre

65 µg / Tag

Kinder 7–10 Jahre

30 µg / Tag

Kinder 4–6 Jahre

20 µg / Tag

Kinder 1–3 Jahre

12 µg / Tag

Referenzwerte Vitamin D (EFSA, 2023)

Zielgruppe

Angemessene Aufnahme

Erwachsene ab 18 Jahren

15 µg / Tag (600 IE)

Kinder bis 17 Jahre

15 µg / Tag (600 IE)

Quelle: EFSA DRV-Finder (multimedia.efsa.europa.eu/drvs)

Wie kombiniert man Vitamin D3 mit Vitamin K2?

Wir empfehlen, Vitamin K2 täglich in einer für Sie passenden Menge einzunehmen – unabhängig davon, ob Sie auch Vitamin D3 supplementieren. Die Dosierung von Vitamin D3 sollte idealerweise anhand Ihres persönlichen 25(OH)D-Blutspiegels angepasst werden.

Experten empfehlen generell, den 25(OH)D-Spiegel im Blut im optimalen Bereich zu halten. Lassen Sie Ihren Wert regelmässig ärztlich bestimmen, um die für Sie passende Dosierung zu finden.

💡Praktischer Tipp zur Einnahme
Da Vitamin D3 fettlöslich ist, empfiehlt sich die Einnahme zu einer Mahlzeit mit Fett. Vitamin K2 (MK-7) ist ebenfalls fettlöslich und wird daher am besten zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen. Tropfenpräparate in Öl-Basis erleichtern die gleichzeitige Einnahme beider Vitamine.

Bei regelmässiger Einnahme höherer Vitamin-D3-Mengen empfehlen wir, den 25(OH)D-Wert regelmässig ärztlich bestimmen zu lassen.

Wie wirkt Vitamin K2?

Die Erforschung von Vitamin K2 hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Insbesondere Studien, die an der Universität Maastricht durchgeführt wurden, haben dazu beigetragen, die Bedeutung von Vitamin K2 für den Calciumstoffwechsel besser zu verstehen.

Vitamin K2 beeinflusst, wie Calcium im Körper verteilt und verwertet wird. Dies geschieht über sogenannte Gla-Proteine (Gamma-Carboxyglutaminsäure-Proteine), die nur mit Hilfe von Vitamin K2 aktiviert werden können.

Wichtige Gla-Proteine:

  • Osteocalcin: Dieses Protein spielt eine Rolle beim Einbau von Calcium in die Knochen. Es wird durch Vitamin D3 gebildet, benötigt jedoch Vitamin K2, um aktiviert werden zu können.
  • Matrix-Gla-Protein (MGP): MGP ist an der Regulation von Calcium in den Arterienwänden beteiligt. Studien legen nahe, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K2 mit einer gesunden Gefässfunktion in Zusammenhang stehen kann.

Studien deuten darauf hin, dass eine unzureichende Vitamin-K2-Versorgung mit einem erhöhten Risiko für Gefässverkalkung und Knochenverlust in Zusammenhang stehen kann. Die Forschung in diesem Bereich ist noch nicht abgeschlossen.

Aus diesem Grund wird empfohlen, Vitamin D3 zusammen mit ausreichend Vitamin K2 einzunehmen, um eine optimale Wirkung beider Vitamine auf den Calciumstoffwechsel zu unterstützen.

Quellen & weiterführende Literatur

  • EFSA (2017): Dietary Reference Values for Vitamin D. EFSA Journal 2017;15(9):4928.
  • EFSA (2017): Dietary Reference Values for Vitamin K. EFSA Journal 2017;15(5):4780.
  • Vermeer C. (2012): Vitamin K: the effect on health beyond coagulation – an overview. Food & Nutrition Research, 56.
  • Holick MF. (2007): Vitamin D Deficiency. New England Journal of Medicine, 357:266-281.
  • EU Health Claims Register: EC Regulation No 1924/2006 – authorised health claims for Vitamins D and K.

Häufig gestellte Fragen zu der Kombination von Vitamin D und Vitamin K

Vitamin D3 fördert die Aufnahme von Calcium und die Bildung von Gla-Proteinen. Damit diese Proteine ihre Funktion erfüllen können – Calcium in Knochen einbauen und aus den Arterien fernhalten – benötigen sie Vitamin K2 als Aktivator. Ohne ausreichend K2 könnte das aufgenommene Calcium nicht optimal verwertet werden.

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