Vitamin D: Sonne kurbelt körpereigene Synthese an
VitaminExpress Editorial Team
Vitamin D durch Sonnenlicht: Wie geht das?
Vitamin D ist kein essenzielles Vitamin. Der Körper muss es nicht zwangsläufig über die Nahrung aufnehmen. Durch Sonneneinstrahlung stellt die Haut das wichtige Vitamin stattdessen selbst her. Mithilfe der UV-B-Strahlung wird in diesem Prozess eine Vorstufe des Vitamins, das Provitamin D3, zunächst in Prävitamin D3 und schließlich in Vitamin D3 umgewandelt. Auf diese Weise kann der Körper unter optimalen Bedingungen bis zu 90 Prozent des Vitamin-D-Bedarfs decken.
Wie lange sollte die Haut der Sonne ausgesetzt werden?
Für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D genügt es, Hände, Arme und Gesicht etwa dreimal pro Woche der Sonne auszusetzen. Als optimale Dauer gilt in etwa die Hälfte der Zeitspanne, in der die Haut ungeschützt einen Sonnenbrand bekäme. Diese sogenannte minimale erythemwirksame Dosis (MED) ist individuell verschieden. Zudem hängt die Vitamin-D-Synthese durch Sonnenlicht von weiteren Faktoren ab:
- Alter: Mit der Zeit nimmt die körpereigene Vitamin-D-Produktion durch Sonnenlicht ab.
- Hauttyp: Je mehr Melanin die Haut enthält, desto langsamer bildet sie Vitamin D.
- Zeit und Standort: Wieviel Vitamin D die Haut durch das Sonnenlicht bilden kann, hängt von der Intensität der UV-B-Strahlung ab. Diese variiert je nach Tages- und Jahreszeit sowie dem Breitengrad des Aufenthaltsorts.
Die optimale Expositionsdauer schwankt aufgrund dieser Einflussfaktoren zwischen maximal 10 und bis zu 30 Minuten.
Wird die Vitamin-D-Produktion durch Sonnencreme beeinflusst?
Schon ein geringer Lichtschutzfaktor von 8 bis 14 schränkt die Vitamin-D-Synthese stark ein. Aus diesem Grund sollte die Haut der Sonne je nach Hauttyp bis zu 30 Minuten ohne Sonnenschutzmittel ausgesetzt werden. Je gebräunter sie ist, desto länger hält sie ungeschützter Sonneneinstrahlung stand.
Wichtig: Die Sonne sorgt nicht nur für volle Vitamin-D-Speicher. Ein längerer ungeschützter Aufenthalt in der Sonne verursacht ernsthafte Hautschäden. Ein Sonnenbrand sollte unbedingt vermieden werden.
Zu wenig Sonne? Vitamin-D-Supplemente beheben Mangel
Das über die Haut gebildete Vitamin D wird im menschlichen Organismus gespeichert. Im Körper liegt es hauptsächlich in zwei verschiedenen Formen vor: als Calcitriol und als Calcidiol. Während es sich beim Calcitriol um die aktive Form des Sonnenvitamins handelt, bezeichnet Calcidiol (auch Calcifediol) die inaktive Speicherform des Vitamins. Insbesondere in den Sommermonaten füllt der Körper die Vitamin-D-Speicher mithilfe des Sonnenlichts auf.
Bekommt die Haut über einen längeren Zeitraum zu wenig Sonnenlicht, verbraucht der Körper diese Reserven. Der Vitamin-D-Spiegel sinkt langsam ab. Ursächlich können zum Beispiel der tiefe Stand der Wintersonne, großflächige Kleidungsstücke wie Jacken, lange Hosen und Handschuhe oder der überwiegende Aufenthalt in geschlossenen Räumen sein.
Da der Vitamin-D-Bedarf nicht allein über die Nahrung gedeckt werden kann, helfen Nahrungsergänzungsmittel bei einem diagnostizierten Vitamin-D-Mangel, die Speicher wieder aufzufüllen. Sie sind in Form von Tropfen, Kapseln und Lutschtabletten erhältlich.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Vitamin D und Sonne
Vitamin D wird in der Haut gebildet, wenn Sonnenlicht darauf trifft. Die UVB-Strahlen der Sonne aktivieren die Produktion von Vitamin D im Körper.
Etwa 15 bis 30 Minuten Sonne auf Gesicht, Armen und Beinen zwei- bis dreimal pro Woche reichen meist aus. Die genaue Dauer hängt von Hauttyp, Jahreszeit und Standort ab.
Nein. Fensterglas blockiert die UVB-Strahlen, die für die Vitamin-D-Bildung nötig sind. Man muss direktes Sonnenlicht auf der Haut haben.
Zwischen 10 und 15 Uhr ist die UVB-Strahlung am stärksten, und die Vitamin-D-Bildung am effektivsten. In dieser Zeit genügen oft schon kurze Aufenthalte im Freien.
In Mitteleuropa ist die Sonnenstrahlung im Winter meist zu schwach. Der Körper nutzt dann seine Vitamin-D-Reserven, oder man kann über Nahrungsergänzung nachhelfen.
Idealerweise Gesicht, Arme und Beine. Je mehr Hautoberfläche Sonne bekommt, desto mehr Vitamin D kann gebildet werden.
Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor reduziert die UVB-Strahlung auf der Haut deutlich. Bei kurzer Sonnenexposition kann man sie weglassen, um etwas Vitamin D zu bilden – aber nur, ohne Sonnenbrand zu riskieren.
Menschen mit dunkler Haut brauchen längere Sonnenexposition, da mehr Melanin die UVB-Strahlen teilweise blockiert. Deshalb ist das Risiko für Vitamin-D-Mangel bei ihnen etwas höher.
Ein Mangel an Vitamin D kann zu Müdigkeit, Muskelschwäche, Stimmungsschwankungen und langfristig zu Knochenschwäche führen.
Ja, in den dunklen Monaten oder bei geringer Sonnenexposition kann ein Supplement sinnvoll sein. Am besten vorher den Vitamin-D-Spiegel testen lassen.
Empfohlene Produkte:
Über die Autor
VitaminExpress Editorial Team
Sparen Sie 10%, indem Sie sich für unseren Newsletter anmelden.
Brauchen Sie Hilfe bei der Suche nach den richtigen Nahrungsergänzungsmitteln?
Machen Sie unseren Vitamin-TestVerwandte Artikel:
Vitamin D Dosierung: So viel ist wirklich nötig
Vitamin D3 und K2 kombinieren: Wirkung, Dosierung und worauf Sie achten sollten
Der vollständige Ratgeber zu Vitamin D: Wirkung, Mangel, Dosierung und mehr
Vitamin D und Alzheimer
Vitamin D und Calcium
Magnesium und Vitamin D – ein unterschätztes Team
Das Power-Vitamin für Ihre Abwehrkräfte: So unterstützt Vitamin D Ihr Immunsystem
Vitamin D und Osteoporose – warum es für starke Knochen so wichtig ist
Vitamin D und Depression
Warum erhöht Vitamin D Mangel das Risiko für Herzkrankheiten?
Vitamin D in der Schwangerschaft: Das müssen Sie wissen
Vitamin D und die Fruchtbarkeit
Wie wichtig ist Vitamin D für Babys und Kleinkinder?
Vitamin D in Lebensmitteln: Worin ist es enthalten?
Zu viel Vitamin D: Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Vitamin D: Einnahme: Welche Produkte sind geeignet?
So viel Vitamin D brauchen Kinder
Das Solarium und Vitamin D
Wie gefährlich ist Vitamin-D-Mangel?