Vitamin D3 und K2 kombinieren: Wirkung, Dosierung und worauf Sie achten sollten
VitaminExpress Editorial Team
⚠️ Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschliesslich zu Informationszwecken und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und einen gesunden Lebensstil. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder der Einnahme von Medikamenten stets einen Arzt oder Apotheker. |
Vitamin D3 und K2 – warum sie im Team wirken
Wer regelmässig Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, profitiert laut Studien davon, auch ausreichend Vitamin K2 zuzuführen. Vitamin K2 spielt eine wichtige Rolle dabei, Calcium in die Knochen und Zähne einzubauen und unerwünschte Ablagerungen in den Arterien und weichen Geweben zu verringern.
Vitamin D fördert die Bildung von Vitamin K2-abhängigen Proteinen, die Calcium im Körper transportieren. Damit diese Proteine ihre Funktion erfüllen können, wird jedoch Vitamin K2 benötigt.
Nimmt man Vitamin D3 zu sich, steigt demnach der Bedarf an Vitamin K2. Beide Vitamine wirken synergistisch: Sie unterstützen gemeinsam die Knochengesundheit und können zum normalen Calciumstoffwechsel beitragen.
EFSA-bestätigte Funktionen:
- Vitamin D: trägt zur normalen Aufnahme von Calcium und Phosphor bei und unterstützt die normale Knochengesundheit
- Vitamin K: trägt zur normalen Blutgerinnung bei und ist wichtig für die Erhaltung normaler Knochen
Wirkmechanismus
Wenn man genau versteht, wie Vitamin D3 und K2 auf molekularer Ebene zusammenwirken, lässt sich erklären, warum die gleichzeitige Einnahme beider Vitamine effektiver ist als die separate Einnahme.
So wirkt Vitamin D3
- In den Nieren wird Vitamin D3 (Cholecalciferol) in das aktive Hormon Calcitriol (1,25-Dihydroxyvitamin D) umgewandelt.
- Calcitriol bindet an den Vitamin-D-Rezeptor (VDR), einen Kernrezeptor, der in nahezu jeder Zelle vorhanden ist.
- Die Aktivierung des VDR regelt die Expression von Kalzium-Transportproteinen in der Darmwand hoch – hauptsächlich Calbindin-D9k und TRPV6 – und erhöht dadurch die Kalziumaufnahme aus der Nahrung drastisch.
- Calcitriol stimuliert zudem Osteoblasten (knochenbildende Zellen) zur Produktion von Osteocalcin, dem primären Protein der Knochenmatrix, das Kalzium in die Hydroxylapatit-Kristallstruktur des Knochens bindet.
- Darüber hinaus reguliert Calcitriol die Differenzierung von Immunzellen, die Muskelfunktion und die Genexpression bei Hunderten von Zielgenen.
So wirkt Vitamin K2
- Vitamin K2 ist ein essenzieller Cofaktor für das Enzym Gamma-Glutamyl-Carboxylase (GGCX).
- GGCX carboxyliert spezifische Glutamat-(Glu)-Reste an Gla-Proteinen und wandelt sie in Gamma-Carboxyglutamat-(Gca)-Reste um, die Kalziumionen binden können.
- Ohne K2 bleiben diese Proteine in ihrer inaktiven, untercarboxylierten Form (ucOC, ucMGP) und können Kalzium nicht effektiv binden.
Zwei wichtige Gla-Proteine, die für die D3-Synergie relevant sind:
- Osteocalcin (OC): Wird durch K2 aktiviert und baut Kalzium in die Knochenmineralien ein. D3 steigert die OC-Produktion; K2 aktiviert sie. Beide sind erforderlich.
- Matrix-Gla-Protein (MGP): Wird durch K2 aktiviert und hemmt die Gefäßverkalkung, indem es Kalzium in den Arterienwänden chelatisiert und die Kristallkeimbildung verhindert.
Die Synergie im Überblick
D3 + K2: Sich ergänzende Funktionen Vitamin D3 erhöht den Kalziumspiegel im Blut und regt die Produktion von Gla-Proteinen an. Vitamin K2 aktiviert dann diese Proteine, sodass Kalzium dort abgelagert wird, wo es hingehört (Knochen, Zähne), und nicht dort, wo es schädlich ist (Arterien, Nieren, Weichgewebe). D3 ohne K2 kann theoretisch den Kalziumspiegel erhöhen, ohne das Kalzium richtig zu lenken. K2 hat ohne ausreichend D3 weniger Substratproteine, die es aktivieren kann. |
Vitamin K2 – Dosierungshinweise
Da Vitamin K nur in geringen Mengen im Körper gespeichert wird, sind wir auf eine regelmässige Zufuhr über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel angewiesen. Hinweise deuten darauf hin, dass viele Menschen in der westlichen Bevölkerung nicht ausreichend Vitamin K aufnehmen.
Personen über 50 können laut Fachliteratur ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose haben. Gleichzeitig tendieren ältere Menschen dazu, weniger Vitamin K über die Ernährung aufzunehmen.
Der Vitamin-K2-Forscher Prof. Cees Vermeer von der Universität Maastricht hat in mehreren Studien Hinweise darauf gefunden, dass eine Supplementierung mit Vitamin K2 (MK-7) in Dosierungen von 100 bis 200 µg täglich für Erwachsene sinnvoll sein kann – insbesondere für Personen über 50.
⚠️ Hinweis zu blutgerinnungshemmenden Medikamenten |
Vitamin-K2-Formen: MK-4 vs. MK-7
Nicht alle Vitamin-K2-Präparate sind gleich. MK-4 und MK-7 unterscheiden sich in Struktur, Herkunft, Halbwertszeit und Dosierungsanforderungen.
Eigenschaft | MK-4 (Menachinon-4) | MK-7 (Menachinon-7) |
|---|---|---|
Quelle | Tierische Gewebe (Fleisch, Eier) | Fermentierte Lebensmittel (Natto, Käse) |
Halbwertszeit | ~1–2 Stunden | ~48–72 Stunden |
Bioverfügbarkeit | Mittel | Hoch (All-trans-Form) |
Typische Dosis | 1.000–45.000 µg/Tag (Japan) | 100–200 µg/Tag |
Forschungsbasis | Knochenstudien (Japan) | Knochen + Herz-Kreislauf (Europa/USA) |
Beste Eignung | Kurzfristige Gewebeversorgung | Langfristiger täglicher Schutz |
Supplementformen | Synthetisch; Hochdosispräparate | Natürlich (all-trans); bevorzugt in der EU |
Was bedeutet 'All-Trans'?
MK-7 gibt es in zwei Formen: all-trans (biologisch aktiv, natürlich) und cis (inaktiv). Achten Sie auf 'All-Trans-MK-7' auf der Verpackung. Natürliche Fermentationsquellen (Natto) liefern überwiegend All-Trans-MK-7.
Welche Form sollten Sie wählen?
- Für die meisten Erwachsenen: MK-7 all-trans ist die bevorzugte tägliche Form — lange Halbwertszeit, niedrige Dosis, starke Evidenzbasis.
- MK-4 wird in Japan in hochdosierten Verschreibungspräparaten (45 mg/Tag) eingesetzt — nicht typisch für EU-Nahrungsergänzungsmittel.
- Einige Präparate kombinieren MK-4 und MK-7 in niedrigen Dosen, obwohl die Evidenz gegenüber MK-7 allein begrenzt ist.
Warum Vitamin D3 und K2 zusammen einnehmen?
Vitamin D3 regt die Bildung von sogenannten Gla-Proteinen an – insbesondere Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein (MGP). Diese Proteine können jedoch ihre Funktion nur dann erfüllen, wenn ausreichend Vitamin K2 vorhanden ist, das sie aktiviert.
- Unterstützt die Calciumaufnahme aus dem Darm
- Trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei
- Fördert die Knochengesundheit
- Aktiviert Gla-Proteine, die den Calciumhaushalt regulieren
- Unterstützt den Einbau von Calcium in Knochen und Zähne
- Unterstützt zusammen mit Vitamin D3 den normalen Calciumstoffwechsel im Körper
Hinweis: Die Aussage, dass Vitamin K2 Arteriosklerose 'verhindert', ist wissenschaftlich nicht abschliessend belegt. Studien zeigen jedoch Zusammenhänge zwischen Vitamin-K2-Versorgung und Gefässgesundheit.
EFSA-Referenzwerte für Vitamin D und Vitamin K
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Referenzwerte für eine angemessene Nährstoffzufuhr entwickelt. Diese gelten für gesunde Personen und sind keine individuellen Empfehlungen. Der persönliche Bedarf kann je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil abweichen. Holen Sie im Zweifel ärztlichen Rat ein.
Referenzwerte Vitamin K (EFSA, 2023)
Zielgruppe | Angemessene Aufnahme |
|---|---|
Erwachsene ab 18 Jahren | 70 µg / Tag |
Kinder 15–17 Jahre | 65 µg / Tag |
Kinder 7–10 Jahre | 30 µg / Tag |
Kinder 4–6 Jahre | 20 µg / Tag |
Kinder 1–3 Jahre | 12 µg / Tag |
Referenzwerte Vitamin D (EFSA, 2023)
Zielgruppe | Angemessene Aufnahme |
|---|---|
Erwachsene ab 18 Jahren | 15 µg / Tag (600 IE) |
Kinder bis 17 Jahre | 15 µg / Tag (600 IE) |
Quelle: EFSA DRV-Finder (multimedia.efsa.europa.eu/drvs)
Sicherheit & Höchstmengen
Beide Vitamine sind fettlöslich. Im Gegensatz zu wasserlöslichen Vitaminen reichern sich Überschüsse im Körperfett und in der Leber an — daher ist das Bewusstsein für Höchstmengen wichtig, besonders bei Vitamin D3.
Nährstoff | EFSA-Zufuhrempfehlung | Tolerabler Obergrenzwert (UL) | Toxizitätsrisiko |
|---|---|---|---|
Vitamin D3 | 600 IE (15 µg)/Tag – Erwachsene | 4.000 IE (100 µg)/Tag – Erwachsene | Hyperkalzämie bei dauerhafter Überschreitung; Monitoring ab |
Vitamin K2 (MK-7) | 70 µg/Tag (alle K-Formen) | Kein UL von der EFSA festgelegt | Gering bei Supplementierungsdosen; Hauptrisiko: |
Toxizität von Vitamin D3
Eine Vitamin-D-Toxizität (Hypervitaminose D) ist selten, aber klinisch bedeutsam. Sie entsteht nicht durch Sonnenexposition, kann jedoch bei dauerhafter Supplementierung über 4.000 IE/Tag ohne Überwachung auftreten.
- Frühsymptome: Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, übermäßiger Durst, häufiges Wasserlassen.
- Schwere Hyperkalzämie: Verwirrtheit, Herzrhythmusstörungen, Nierensteine, Nierenversagen.
- Die meisten Forscher halten 2.000 IE/Tag für einen sicheren Standardwert für Erwachsene.
Sicherheit von Vitamin K2
Vitamin K2 in Standarddosen (100–200 µg/Tag) hat ein ausgezeichnetes Sicherheitsprofil. Die EFSA hat keinen Tolerablen Obergrenzwert festgelegt, da überschüssiges K2 bei gesunden Personen nicht mit Toxizität verbunden ist.
- K2 erhöht das Blutgerinnungsrisiko bei gesunden Personen in Supplementierungsdosen nicht.
- Das klinisch relevante Sicherheitsproblem ist die Wechselwirkung mit Antikoagulanzien
⚠️ Praktische Sicherheitsregel Wenn Sie Vitamin D3 über 2.000 IE/Tag einnehmen, lassen Sie Ihren 25(OH)D-Spiegel mindestens einmal jährlich messen. Zielbereich: 40–60 ng/ml (100–150 nmol/l). Werte über 100 ng/ml erfordern Dosisreduzierung und ärztliche Überprüfung. |
Altersabhängige Dosierungsempfehlung
Der Bedarf an Vitamin D3 und K2 variiert je nach Lebensphase erheblich. Die Tabelle dient als praktische Referenz; konsultieren Sie stets einen Arzt für eine individuelle Dosierung.
Altersgruppe | D3 (typische Supp.) | K2 MK-7 (typische Supp.) | Besondere Hinweise | Grundlage |
|---|---|---|---|---|
Säuglinge 0–12 Mo. | 400 IE | Keine etablierte Supp.-Dosis* | K1-Tropfen oft verordnet | EFSA / Pädiatrie |
Kinder 1–3 Jahre | 600 IE | 12 µg AI (Ernährung) | Ernährung zuerst; keine Standarddosis | EFSA AI für K |
Kinder 4–17 Jahre | 600 IE | 20–65 µg (Ernährung + Supp.) | Nur bei Ernährungsdefizit supplementieren | EFSA AI für K |
Erwachsene 18–49 | 1.000–2.000 IE | 100–200 µg MK-7 | Allgemeine Erhaltung | Vermeer et al.; Konsens |
Erwachsene 50+ | 1.000–2.000 IE | 180–200 µg MK-7 | Fokus Knochen + Herz-Kreislauf | Universität Maastricht |
Schwanger / Stillend | 600–800 IE (Arzt) | 70 µg AI; nur auf Anraten | Hochdosis D3 erfordert ärztl. Zustimmung | EFSA; nationale Leitlinien |
Senioren (70+) | 800–1.000 IE | 200 µg MK-7 | Sturz-/Frakturrisikoreduktion | EFSA / Geriatrie |
* Säuglinge erhalten in der Regel Vitamin-K1-Injektionen nach der Geburt. Eine K2-Supplementierung bei Säuglingen sollte nur auf ärztlichen Rat erfolgen.
Wichtige Hinweise nach Altersgruppe
- Postmenopause: Studien (Knapen et al., 2013) zeigen, dass 180–200 µg MK-7 mit 1.000–2.000 IE D3 die Knochenmineraldichte bei postmenopausalen Frauen signifikant verbessert.
- Über 70 Jahre: Die Vitamin-D3-Synthese in der Haut ist bei älteren Erwachsenen um ca. 75 % reduziert. Supplementierung ist besonders wichtig; 800–1.000 IE D3 werden empfohlen.
- Sportler: Höherer Knochenumbau und Training in geschlossenen Räumen können den D3- und K2-Bedarf erhöhen. Bluttestgestützte Dosierung empfohlen.
Wie kombiniert man Vitamin D3 mit Vitamin K2?
Wir empfehlen, Vitamin K2 täglich in einer für Sie passenden Menge einzunehmen – unabhängig davon, ob Sie auch Vitamin D3 supplementieren. Die Dosierung von Vitamin D3 sollte idealerweise anhand Ihres persönlichen 25(OH)D-Blutspiegels angepasst werden.
Experten empfehlen generell, den 25(OH)D-Spiegel im Blut im optimalen Bereich zu halten. Lassen Sie Ihren Wert regelmässig ärztlich bestimmen, um die für Sie passende Dosierung zu finden.
💡Praktischer Tipp zur Einnahme Bei regelmässiger Einnahme höherer Vitamin-D3-Mengen empfehlen wir, den 25(OH)D-Wert regelmässig ärztlich bestimmen zu lassen. |
D3:K2-Dosierungsverhältnis: Referenztabelle
Eine weit verbreitete Faustregel, gestützt auf die Arbeiten von Prof. Cees Vermeer: ca. 100 µg K2 MK-7 pro 1.000 IE D3.
| Vitamin-D3-Dosis | Vitamin K2 MK-7 | Zweck | Typischer Anwender |
|---|---|---|---|
| 1.000 IE | 100 µg MK-7 | Erhaltungsdosis / tägliche Auffüllung | Kinder ab 4 Jahren, Erwachsene mit wenig Sonne |
| 2.000 IE | 200 µg MK-7 | Allgemeine Supplementierung | Erwachsene mit moderatem Mangel |
| 3.000 IE | 300 µg MK-7 | Aktive Knochengesundheit | Postmenopause, über 50 Jahre |
| 4.000 IE | 400 µg MK-7 | Korrekturphase (unter Aufsicht) | Bestätigter Vitamin-D-Mangel |
| 5.000 IE+ | 500 µg MK-7+ | Ärztliche Überwachung erforderlich | Nur ärztlich geführt |
Hinweis: Das Verhältnis 100 µg pro 1.000 IE ist eine Praxisempfehlung, keine fixe EFSA-Empfehlung. Der individuelle Bedarf hängt von 25(OH)D-Spiegel, Ernährung, Alter und Gesundheitszustand ab.
Magnesium: Der dritte Partner
Magnesium wird für die Umwandlung von D3 in Calcitriol benötigt. Ohne ausreichend Magnesium (200–400 mg elementares Magnesium/Tag) kann die D3-Supplementierung weniger wirksam sein.
Wie wirkt Vitamin K2?
Die Erforschung von Vitamin K2 hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Insbesondere Studien, die an der Universität Maastricht durchgeführt wurden, haben dazu beigetragen, die Bedeutung von Vitamin K2 für den Calciumstoffwechsel besser zu verstehen.
Vitamin K2 beeinflusst, wie Calcium im Körper verteilt und verwertet wird. Dies geschieht über sogenannte Gla-Proteine (Gamma-Carboxyglutaminsäure-Proteine), die nur mit Hilfe von Vitamin K2 aktiviert werden können.
Wichtige Gla-Proteine:
- Osteocalcin: Dieses Protein spielt eine Rolle beim Einbau von Calcium in die Knochen. Es wird durch Vitamin D3 gebildet, benötigt jedoch Vitamin K2, um aktiviert werden zu können.
- Matrix-Gla-Protein (MGP): MGP ist an der Regulation von Calcium in den Arterienwänden beteiligt. Studien legen nahe, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K2 mit einer gesunden Gefässfunktion in Zusammenhang stehen kann.
Studien deuten darauf hin, dass eine unzureichende Vitamin-K2-Versorgung mit einem erhöhten Risiko für Gefässverkalkung und Knochenverlust in Zusammenhang stehen kann. Die Forschung in diesem Bereich ist noch nicht abgeschlossen.
Aus diesem Grund wird empfohlen, Vitamin D3 zusammen mit ausreichend Vitamin K2 einzunehmen, um eine optimale Wirkung beider Vitamine auf den Calciumstoffwechsel zu unterstützen.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
⚠️ WARFARIN-WARNUNG — Bitte vor der Einnahme von Vitamin K2 lesen Vitamin K2 hebt die gerinnungshemmende Wirkung von Warfarin und anderen Vitamin-K-Antagonisten (VKA) auf. Wenn Sie Warfarin, Acenocoumarol oder Phenprocoumon einnehmen, beginnen Sie NICHT mit K2-Supplementierung ohne ausdrückliche Genehmigung Ihres Gerinnungszentrums. K2 kann Ihren INR-Wert erheblich senken und das Risiko von Blutgerinnseln, Schlaganfall oder TVT erhöhen. |
Neben Warfarin können andere Medikamente durch D3- und K2-Supplementierung beeinflusst werden.
Medikament / Klasse | Wechselwirkung mit | Wirkung | Empfehlung |
|---|---|---|---|
Warfarin (Coumadin) | Vitamin K2 | K2 aktiviert Gerinnungsfaktoren, antagonisiert Warfarin — INR | ⚠️ K2 NICHT ohne Zustimmung des Gerinnungszentrums. Feste Dosis + |
Andere VKA (Acenocoumarol, Phenprocoumon) | Vitamin K2 | Gleicher Mechanismus wie Warfarin | ⚠️ Gleiche Vorsichtsmaßnahmen. Rücksprache mit dem Arzt. |
Orlistat (Abnehmmittel) | Vitamin D3 & K2 | Hemmt Fettabsorption — verminderte Aufnahme fettlöslicher | Supplementierung erwägen; zeitlichen Abstand einhalten. Spiegel |
Kortikosteroide (z.B. Prednisolon) | Vitamin D3 | Langfristig verminderte Calciumabsorption und D3-Metabolismus | Höhere D3-Dosis ggf. nötig; 25(OH)D-Test. |
Thiaziddiuretika | Vitamin D3 | Kombination mit hochdosiertem D3: mögliche Hyperkalzämie | Serumcalcium überwachen bei >2.000 IE/Tag. |
Cholestyramin / Gallensäurebinder | Vitamin D3 & K2 | Beeinträchtigt Absorption fettlöslicher Vitamine | D3 und K2 mindestens 4 Stunden vor oder nach dem Binder. |
Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme
- Informieren Sie Ihren Hausarzt, Apotheker oder Ihr Gerinnungszentrum, bevor Sie D3 oder K2 beginnen.
- Manche Ärzte halten bei Warfarin-Patienten eine feste K2-Tagesdosis für stabilen INR aufrecht — nur unter ärztlicher Überwachung.
- Patienten mit chronischer Nierenerkrankung sollten bei D3 besonders vorsichtig sein.
- Diese Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Konsultieren Sie stets Ihren Arzt.
Quellen & weiterführende Literatur
- EFSA (2017): Dietary Reference Values for Vitamin D. EFSA Journal 2017;15(9):4928. https://www.efsa.europa.eu/en/press/news/161028
- EFSA (2017): Dietary Reference Values for Vitamin K. EFSA Journal 2017;15(5):4780.
https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2017.4780 - Vermeer C. (2012): Vitamin K: the effect on health beyond coagulation – an overview. Food & Nutrition Research, 56. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22489224/
- Holick MF. (2007): Vitamin D Deficiency. New England Journal of Medicine, 357:266-281. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17634462/
- EU Health Claims Register: EC Regulation No 1924/2006 – authorized health claims for Vitamins D and K. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12841469/
- Knapen MH et al. (2013) Osteoporos Int.; EFSA DRV Finder 2023; Vermeer C. (2012) Food & Nutrition Research. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23525894/
Häufig gestellte Fragen zu der Kombination von Vitamin D und Vitamin K
Vitamin D3 fördert die Aufnahme von Calcium und die Bildung von Gla-Proteinen. Damit diese Proteine ihre Funktion erfüllen können – Calcium in Knochen einbauen und aus den Arterien fernhalten – benötigen sie Vitamin K2 als Aktivator. Ohne ausreichend K2 könnte das aufgenommene Calcium nicht optimal verwertet werden.
Vitamin K2 kommt in verschiedenen Formen vor, von denen MK-7 (Menachinon-7) die am besten erforschte ist. MK-7 all-trans hat eine hohe Bioverfügbarkeit und eine lange Halbwertszeit im Blut. Achten Sie beim Kauf auf ein Präparat mit MK-7 all-trans-Form.
Die EFSA gibt für Erwachsene eine angemessene Zufuhr von 70 µg Vitamin K täglich an. Viele Experten empfehlen für Vitamin K2 (MK-7) als Ergänzung Mengen zwischen 100 und 200 µg täglich. Da der individuelle Bedarf variiert, sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker, insbesondere wenn Sie Medikamente einnehmen.
Da beide Vitamine fettlöslich sind, nehmen Sie sie am besten zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit ein. So wird die Aufnahme im Körper verbessert. Viele Menschen nehmen D3 und K2 morgens oder mittags zu den Mahlzeiten ein.
Vitamin D kann in der Haut durch Sonnenlicht gebildet werden, aber in Mitteleuropa ist die Sonnenintensität von Oktober bis März oft zu gering für eine ausreichende Eigenproduktion. Vitamin K2 kommt vor allem in fermentierten Lebensmitteln vor, die in der westlichen Ernährung selten gegessen werden. Daher kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein – sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.
Für gesunde Erwachsene gelten beide Vitamine bei üblichen Supplementierungsmengen als sicher. Wenn Sie Medikamente einnehmen – insbesondere Antikoagulantien – oder an einer Erkrankung leiden, sprechen Sie vor der Einnahme bitte unbedingt mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Ja, das ist empfehlenswert. Ein 25(OH)D-Test zeigt Ihren aktuellen Vitamin-D-Spiegel und hilft Ihnen und Ihrem Arzt, die passende Dosierung zu bestimmen. Vitamin-K-Spiegel können ebenfalls gemessen werden, sind aber in der Praxis weniger verbreitet.
Eine zu hohe Vitamin-D-Zufuhr kann zu einer Hypercalcämie führen, bei der zu viel Calcium im Blut zirkuliert. Symptome können Übelkeit, Schwäche und im schlimmsten Fall Nierenschäden sein. Halten Sie sich an die empfohlenen Mengen und lassen Sie Ihren Spiegel regelmässig kontrollieren.
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