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Interviews

Raus aus der Erschöpfungs-Falle: Wie Sie Ihre Vitalität und Abwehrkraft natürlich unterstützen können

Dr. med. Constanze Lohse

Zuletzt aktualisiert: 2. Sept. 2026
12 Minuten
In stressigen Phasen ist das Risiko für einen anhaltenden Energieverlust mit Erschöpfungssymptomen erhöht; vor allem dann, wenn ausreichende Regenerationsphasen fehlen. Um trotz mentaler Belastungen vital zu bleiben, den Akku wieder aufzuladen und die natürlichen Abwehrkräfte zu unterstützen, lohnt ein kritischer Blick auf den eigenen Lebensstil. Ein besonderes Augenmerk gilt einer ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen, der zellulären Energieversorgung und der Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit).
Raus aus der Erschöpfungs-Falle: Wie Sie Ihre Vitalität und Abwehrkraft natürlich unterstützen können

Erschöpfung im Fokus: Wann Müdigkeit zum Warnsignal wird

1. Frau Dr. Lohse, in unserer leistungsorientierten Gesellschaft ist es fast schon normal geworden, sich „ausgepowert“ zu fühlen. Ab wann ist Erschöpfung aus Ihrer Sicht kein vorübergehendes Tief mehr, sondern ein Signal des Körpers, das eine bewusste Reflexion des Lebensstils erfordert?

Dr. med. C. Lohse: Das stimmt, sich ausgelaugt und ausgepowert zu fühlen, ist für viele meiner Patienten ein Normalzustand geworden. Nicht umsonst zählen Müdigkeit und Erschöpfung heutzutage mit zu den häufigsten Beratungsanlässen in der Hausarztpraxis. 

Dabei ist Müdigkeit zunächst ein ganz normales Signal unseres Körpers und nicht immer gleich krankhaft. Nach intensiven Phasen mit hoher Belastung oder wenig Schlaf ist es physiologisch, dass wir Erholung benötigen. Hören wir auf dieses Signal und gönnen wir uns eine Ruhephase, verschwindet das Symptom Müdigkeit in der Regel wieder. Bildlich gesprochen: der Akku ist wieder zu 100 % aufgeladen. 

Aufpassen sollte man jedoch, wenn die Müdigkeit trotz Ruhepause über längere Zeit bestehen bleibt bzw. sich der Akku nicht mehr voll aufladen lässt und man merkt, dass die eigene Belastbarkeit im Alltag deutlich nachlässt. Dann ist die Erschöpfung manifest bzw. krankhaft. Bei einer chronischen Erschöpfung ist bildlich gesprochen der Akku leer und lässt sich nur noch durch eine längere Ladezeit aufladen. 

Dann lohnt sich ein genauerer Blick auf verschiedene Lebensstilfaktoren: Wie steht es um Schlafqualität, Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Regenerationszeiten? Unser Körper verfügt über viele Regulationsmechanismen, benötigt dafür aber die passenden Rahmenbedingungen. Anhaltende Erschöpfung kann ein Hinweis sein, dass die eigene Balance aus dem Gleichgewicht geraten ist. 

Bei der Extremform, der sogenannten Fatigue, gelingt das Aufladen gar nicht mehr. Dann ist eine ganzheitliche medizinische Abklärung vonnöten.

Grenzen der Diagnostik: Warum das Blutbild oft nur die halbe Wahrheit sagt

2. Viele Patienten berichten, dass sie sich trotz unauffälliger Standard-Laborwerte im Alltag ständig am Limit fühlen. Warum reicht das „große Blutbild“ in der Praxis oft nicht aus, um die tiefergehenden Ursachen für eine anhaltende Müdigkeit und fehlende Vitalität zu identifizieren?

Dr. med. C. Lohse: Das klassische Blutbild ist zwar ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Basisdiagnostik, bildet aber nur einen kleinen Ausschnitt ab. Viele Menschen verbinden mit einem „großen Blutbild“ automatisch eine umfassende Analyse aller relevanten Körperfunktionen. Tatsächlich werden dabei primär nur die Menge des Blutes und die verschiedenen Blutzellen betrachtet. Organwerte wie beispielsweise Leber- und Nierenwerte, Entzündungsmarker, Stoffwechselparameter wie der Langzeitzuckerwert HbA1c und der Insulinresistenz-Marker HOMA-Index gehören nicht dazu, sind bei anhaltender Müdigkeit aber wichtige abzuklärende Parameter. Ebenso ist eine Mikronährstoffanalyse in den meisten Fällen sinnvoll. Für eine erweiterte Abklärung der Störung des individuellen Energiestoffwechsels kann die Bestimmung des Bioenergetischen Gesundheitsindexes (BHI) sinnvoll sein. 

Dabei geht es jedoch nie darum, einzelne Laborwerte isoliert zu betrachten. Entscheidend ist vielmehr, das Zusammenspiel verschiedener Organsysteme zu verstehen und die Laborbefunde gemeinsam mit Anamnese und körperlicher Untersuchung einzuordnen. Erst diese Gesamtschau ermöglicht eine wirklich individuelle und ganzheitliche Diagnostik sowie eine darauf aufbauende, gezielte Therapie.

Wichtig ist außerdem zu wissen, dass für einige Fragestellungen spezielle Laboruntersuchungen erforderlich sind, die in der Regel nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören und daher meist als Selbstzahlerleistungen angeboten werden. Bei der Interpretation dieser Befunde gilt zudem: Ein Wert im Referenzbereich ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer optimalen Versorgung oder Funktion. Gerade die funktionelle Bewertung von Mikronährstoffen und Stoffwechselprozessen spielt im Medizinstudium und in der Facharztweiterbildung bislang nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb erleben viele Patientinnen und Patienten, dass ihre Beschwerden trotz unauffälliger Standardlaborwerte ungeklärt bleiben. In solchen Fällen kann eine ganzheitliche bzw. funktionelle Betrachtungsweise helfen, Zusammenhänge zu erkennen, die über die klassische Basisdiagnostik hinausgehen.

Side Fact: Der Bioenergetische Gesundheitsindex (BHI)

Der Bioenergetische Gesundheitsindex (BHI) stellt einen modernen Ansatz der funktionellen Labordiagnostik dar. Im Gegensatz zu klassischen Blutbildern, die primär die Zellzahl oder Organwerte bestimmen, misst der BHI die mitochondriale Funktion direkt in lebenden Blutzellen (wie Thrombozyten oder Leukozyten). Dabei wird die Sauerstoffverbrauchsrate der Mitochondrien unter verschiedenen physiologischen Bedingungen analysiert. Der Index dient als empfindlicher Marker für den Zustand des zellulären Energiestoffwechsels und kann frühzeitig Hinweise auf eine mitochondriale Dysfunktion (Einschränkung der Zellkraftwerke) liefern.

Quelle: Chacko BK, Kramer PA, Ravi S, Benavides GA, Mitchell T, Dranka BP, Ferrick D, Singal AK, Ballinger SW, Bailey SM, Hardy RW, Zhang J, Zhi D, Darley-Usmar VM. The Bioenergetic Health Index: a new concept in mitochondrial translational research. Clin Sci (Lond). 2014 Sep;127(6):367-73. doi: 10.1042/CS20140101. PMID: 24895057; PMCID: PMC4202728. 

Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24895057/ 

Biochemie der Vitalität: Der Zusammenhang zwischen Energie und Abwehrkraft

3. Aufbauend auf dieser Suche nach den Ursachen: Gibt es aus Ihrer Sicht eine direkte biochemische Verbindung zwischen einem beanspruchten Energielevel und einer damit einhergehenden höheren Anfälligkeit für äußere Einflüsse oder Infekte?

Dr. med. C. Lohse: Ja, zwischen dem zellulären Energiestoffwechsel und der Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems besteht eine enge biochemische Verbindung. Man muss wissen: Jede Immunreaktion ist ein energieintensiver Prozess. Sobald Krankheitserreger erkannt werden, müssen Immunzellen ihre Energieproduktion innerhalb kürzester Zeit hochfahren, um sich zu vermehren, Botenstoffe zu bilden und Krankheitserreger gezielt zu bekämpfen. Diese Energie wird überwiegend in unseren Zellkraftwerken, den Mitochondrien, in Form von ATP bereitgestellt. Gleichzeitig verändern aktivierte Immunzellen ihren Stoffwechsel gezielt. Man nennt diesen Prozess Immunmetabolismus. Funktionieren die Mitochondrien nicht optimal oder fehlen essenzielle Cofaktoren wie Magnesium, B-Vitamine, Eisen, Kupfer oder noch weitere Nährstoffe. kann die Energieproduktion nicht optimal funktionieren. Dadurch kann wiederum auch die Funktion des Immunsystems beeinträchtigt werden.

Hinzu kommt, dass chronischer Schlafmangel, anhaltender psychischer Stress und systemische Entzündungen sowohl den Energiestoffwechsel als auch das Immunsystem gleichzeitig negativ beeinflussen. Das heißt, Erschöpfung und erhöhte Infektanfälligkeit haben häufig die gleichen Ursachen – wie etwa ein Eisenmangel, eine Schilddrüsenfunktionsstörung, eine chronische Entzündung oder eine Mitochondriendysfunktion. 

„Jede Immunreaktion ist ein energieintensiver Prozess. Sobald Krankheitserreger erkannt werden, müssen Immunzellen ihre Energieproduktion innerhalb kürzester Zeit hochfahren [...]. Diese Energie wird überwiegend in unseren Zellkraftwerken, den Mitochondrien, in Form von ATP bereitgestellt.“ 

Stress & Nährstoffverbrauch: Warum Reserven in Belastungsphasen schwinden

4. In Ihrer Praxis spielen Mikronährstoffe eine zentrale Rolle. Wenn wir uns unseren modernen Lebensstil ansehen: Warum verbraucht unser Organismus in stressigen Phasen seine Vitalstoffreserven oft deutlich schneller, als wir es im Alltag wahrnehmen können?

Dr. med. C. Lohse: Unser Körper passt sich ständig an äußere und innere Anforderungen an. In Phasen hoher Belastung laufen zahlreiche biochemische Prozesse intensiver ab. Dafür benötigt der Organismus verschiedene Mikronährstoffe als Cofaktoren – also als kleine Helfer für Enzymsysteme und Stoffwechselwege. Das heißt bei Stress steigt auch der Mikronährstoffverbrauch. Gleichzeitig beeinflussen Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Schlafqualität oder dauerhafte Anspannung, wie gut unser Körper versorgt ist. Deshalb lohnt es sich gerade in fordernden Lebensphasen, die eigenen Grundlagen wie Ernährung, Bewegung und Regeneration bewusst zu gestalten. Problem ist aber, das ist gar nicht so einfach. Viele meiner Patienten befinden sich in einem Teufelskreislauf. Denn in stressigen Zeiten greifen wir häufig zu schnellem Essen wie Fastfood und Fertignahrung, weil wir erstens mehr Lust auf diese Kohlenhydrat- Fett-Mischung haben und zweitens, weil wir wenig Zeit für gesunde Ernährung, selbst kochen und achtsames Essen haben. Problem ist: Dieses Essen besteht in der Regel aus nährstofflosen Kalorien. Dabei bräuchten wir gerade in stressigen Zeiten besonders viele Nährstoffe. Und so beginnt der Teufelskreislauf: Durch die nährstoffarme Ernährung und den erhöhten Nährstoffverbrauch verstärkt sich der Mikronährstoffmangel und wir werden noch stressempfindlicher, anfälliger und erschöpfter. 

Magnesium als Basis: Unterstützung für Nerven und psychische Belastbarkeit

5. In diesem Zusammenhang rückt Magnesium oft als „Allrounder“ in den Mittelpunkt. Warum ist dieser Mineralstoff eine so wichtige Basis, wenn es darum geht, sowohl die psychische Belastbarkeit als auch die normalen Funktionen des Nervensystems zu unterstützen?

Dr. med. C. Lohse: Magnesium ist an über 300 Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Besonders wichtig ist seine Bedeutung für Muskeln, Nervensystem und den Energiestoffwechsel. Auf neurobiologischer Ebene wirkt Magnesium als natürlicher Regulator des sogenannten NMDA-Rezeptors, der für Lernprozesse, Gedächtnis und für die Reizverarbeitung wichtig ist. Ist zu wenig Magnesium verfügbar, kann dieser Rezeptor leichter überaktiviert werden. Die Folge kann eine erhöhte neuronale Erregbarkeit sein, die mit Symptomen wie innerer Unruhe, erhöhter Stressanfälligkeit oder Muskelverspannungen einhergehen kann. Deswegen bezeichne ich Magnesium auch gern als „Salz der inneren Ruhe“. Darüber hinaus beeinflusst Magnesium die Funktion verschiedener Neurotransmittersysteme, darunter GABA (Erklärung: Müssen wir streichen, da für GABA keine zugelassenen Health Claims existieren.) sowie indirekt serotonerge und dopaminerge Signalwege. Deshalb betrachte ich Magnesium als einen wichtigen Baustein einer ganzheitlichen Therapie: Es kann die normale Funktion des Nervensystems unterstützen und die physiologische Stressregulation fördern. 

Side Fact: Magnesium als natürlicher NMDA-Rezeptor-Blocker

Der NMDA-Rezeptor (N-Methyl-D-Aspartat) ist ein Ionenkanal im Gehirn, der durch den erregenden Botenstoff Glutamat aktiviert wird. Unter physiologischen Ruhebedingungen blockieren Magnesium-Ionen das Zentrum dieses Kanals und verhindern so einen unkontrollierten Einstrom von Calcium in die Nervenzelle. Liegt ein extrazellulärer Magnesiummangel vor, fällt diese regulatorische Blockade weg. Der Rezeptor wird überempfindlich gegenüber Glutamat, was zu einer neuronalen Übererregung (Exzitotoxizität) führen kann, die biologisch mit einer gesteigerten Stressempfindlichkeit assoziiert ist.

Quelle: Paoletti P, Bellone C, Zhou Q. NMDA receptor subunit diversity: impact on receptor properties, synaptic plasticity and disease. Nat Rev Neurosci. 2013 Jun;14(6):383-400. doi: 10.1038/nrn3504. PMID: 23686171. 

Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23686171/ 

Der Zell-Aktivator: Magnesiums Beitrag zum normalen Energiestoffwechsel

6. Wenn man diesen Gedanken weiterführt, wird Magnesium oft als „Zündkerze“ der Zellen bezeichnet. Wie trägt dieser Mineralstoff konkret dazu bei, die tägliche Müdigkeit zu verringern und den normalen Energiestoffwechsel physiologisch zu unterstützen? 

Dr. med. C. Lohse: Der Vergleich mit einer „Zündkerze“ ist ein schönes Bild, weil Magnesium an vielen Prozessen beteiligt ist, bei denen Energie im Körper bereitgestellt und genutzt wird. Magnesium ist essenziell für die ATP-Bildung und damit für die Energieversorgung der Nervenzellen. Gerade das Gehirn gehört zu den Organen mit dem höchsten Energiebedarf. Unsere Energiewährung, ATP, liegt biologisch aktiv überwiegend als Magnesium-ATP-Komplex vor. Ohne Magnesium könnten zahlreiche energieabhängige Prozesse nicht optimal ablaufen. 

„Unsere Energiewährung, ATP, liegt biologisch aktiv überwiegend als Magnesium-ATP-Komplex vor. Ohne Magnesium könnten zahlreiche energieabhängige Prozesse nicht optimal ablaufen.“ 

Immunfunktion & Mikronährstoffe: Abwehrkraft unter hoher Belastung

7. Neben der Energie ist die Widerstandskraft ein großes Thema. Wie trägt eine bedarfsgerechte Magnesiumversorgung dazu bei, dass unser Immunsystem auch unter hoher Belastung die normale Funktion aufrechterhalten kann und so zur allgemeinen Vitalität beiträgt?

Dr. med. C. Lohse: Magnesium wird für zahlreiche Prozesse im Immunsystem benötigt. Da, wie schon erwähnt, praktisch jede Immunantwort einen hohen Energiebedarf hat, ist eine ausreichende Magnesiumversorgung eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Immunzellen ihre Funktion aufrechterhalten können. Darüber hinaus beeinflusst Magnesium z.B. auch die Aktivierung und Funktion verschiedener Immunzellen, darunter T-Lymphozyten, B-Lymphozyten und natürliche Killerzellen (NK-Zellen). 

Besonders unter körperlicher oder psychischer Belastung steigt der Magnesiumbedarf häufig an. Stresshormone fördern die Magnesiumausscheidung über die Niere, während gleichzeitig der Energieumsatz und damit auch der Bedarf an magnesiumabhängigen Stoffwechselprozessen zunimmt. Wird ein bestehender Mangel nicht ausgeglichen, kann dies die normale Funktion des Nerven-, Muskel- und Immunsystems beeinträchtigen.

Das Immunsystem ist allerdings ein sehr komplexes Netzwerk, das von vielen Faktoren beeinflusst wird. Neben den Mikronährstoffen spielen auch ausreichend Schlaf, Bewegung, eine ausgewogene Ernährung sowie ein starkes Mikrobiom eine Rolle.

Side Fact: Magnesium und die T-Zell-Aktivierung

Die Rolle von Magnesium im Immunsystem geht weit über die allgemeine Energiebereitstellung hinaus. Molekularbiologische Studien zeigen, dass T-Lymphozyten (spezifische Abwehrzellen) ein Oberflächenprotein namens LFA-1 besitzen, das für die Erkennung und Bekämpfung infizierter Zellen essenziell ist. Dieses Protein kann nur dann seine aktive Konfiguration einnehmen, wenn Magnesium an eine spezifische Bindungsstelle gekoppelt ist. Ein Mangel an Magnesium kann somit direkt die Aktivierungsmechanismen und die normale Funktion dieser spezifischen Abwehrzellen auf zellulärer Ebene einschränken.

Quelle: Lötscher J, Martí I Líndez AA, Kirchhammer N, Cribioli E, Giordano Attianese GMP, Trefny MP, Lenz M, Rothschild SI, Strati P, Künzli M, Lotter C, Schenk SH, Dehio P, Löliger J, Litzler L, Schreiner D, Koch V, Page N, Lee D, Grählert J, Kuzmin D, Burgener AV, Merkler D, Pless M, Balmer ML, Reith W, Huwyler J, Irving M, King CG, Zippelius A, Hess C. Magnesium sensing via LFA-1 regulates CD8+ T cell effector function. Cell. 2022 Feb 17;185(4):585-602.e29. doi: 10.1016/j.cell.2021.12.039. Epub 2022 Jan 19. PMID: 35051368. 

Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35051368/ 

Praxis-Tipp für Resilienz: Ein täglicher Impuls für mehr Vitalität

8. Abschließend gefragt: Wenn Sie unseren Lesern eine einfache, tägliche Routine für mehr Resilienz und Vitalität empfehlen könnten, was wäre Ihr wichtigster Rat aus der ganzheitlichen Praxis?

Dr. med. C. Lohse: Mein wichtigster Rat ist überraschend einfach: Nehmen Sie sich einmal pro Woche – zum Beispiel am Sonntag – etwa 15-30 Minuten Zeit, um Ihre Woche aktiv gesund zu planenSo mache ich es auch. Ich überlege ganz bewusst: Was koche ich in dieser Woche? Wann gehe ich zum Sport? Wann nehme ich meine Nahrungsergänzungsmittel? Wann möchte ich ins Bett gehen und wann aufstehen? Schreiben Sie sich diese Ziele auf und planen Sie sie genauso verbindlich ein wie berufliche Termine. Der Grund dafür ist einfach: Gesundheit entsteht selten durch spontane Entscheidungen. Unter Stress greifen wir meist auf die Gewohnheiten zurück, die am wenigsten Energie kosten – und das sind häufig nicht die gesündesten. Wer seine Woche im Voraus strukturiert, reduziert die Zahl täglicher Entscheidungen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, gesunde Routinen tatsächlich umzusetzen.

Aus meiner Erfahrung in der Praxis ist diese halbe Stunde Planung oft wirkungsvoller als die Suche nach dem nächsten „Wundermittel“. Kleine, konsequent umgesetzte Gewohnheiten – Woche für Woche – haben langfristig den größten Einfluss auf Resilienz, Vitalität und Gesundheit. Probieren Sie es aus!

„Kleine, konsequent umgesetzte Gewohnheiten – Woche für Woche – haben langfristig den größten Einfluss auf Resilienz, Vitalität und Gesundheit.“ 

 

Hinweis: Dieses Interview dient ausschließlich der allgemeinen Information. Die dargestellten Einschätzungen und Aussagen geben die persönliche wissenschaftliche Meinung sowie die klinische Erfahrung der interviewten Expertin bzw. des interviewten Experten wieder und basieren unter anderem auf deren eigener Forschung. 

Die geteilten Informationen spiegeln die persönliche, berufliche Erfahrung des Experten wider und stellen keine offiziellen Aussagen oder Behauptungen von VitaminExpress dar.

Die Inhalte stellen keine im Sinne der EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 zugelassenen Health Claims dar und sind nicht als Aussagen zur Prävention, Behandlung oder Heilung von Krankheiten zu verstehen. Das Interview ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an medizinisches Fachpersonal.

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