Kalium

Kalium - was Sie darüber wissen sollten!

Kalium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff im Körper. Es ist unter anderem für die Übertragung der Nervenreize in den Muskeln und im Herz unentbehrlich, ist wichtig für einen normalen Blutdrucke und sorgt für ein gesundes Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper.

Normalerweise nimmt man bei einer gesunden Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, ausreichende Mengen an Kalium zu sich. Besonders reich an Kalium sind unter anderem Bananen, Kartoffeln, Orangen, Avocados, Tomatenmark, getrocknete Aprikosen, Rosinen, Datteln, Gemüsesaft, Sojabohnen, Spinat und Pilze.

Kalium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff im Körper, der an zahlreichen Funktionen in jeder Körperzelle beteiligt ist. Mehr als 98% des Kalium im Körper befindet sind direkt in den Zellen.

Kalium ist ein natürlicher Gegenspieler von Natrium. So kann ein Zuviel an Natrium im Körper zu einem Kaliummangel führen und anders herum bewirkt zuviel Kalium im Blut eine vermehrte Ausscheidung von Natrium. Ein Gleichgewicht des Elektrolyhaushalts von Natrium zu Kalium ist Voraussetzung für den korrekten Wassergehalt der Zellen sowie für die Regulation vieler physiologischer Prozesse im Körper.

Welche Funktionen hat Kalium im Körper?

  • trägt zu einer nor­malen Funktion des Nerven­systems bei
  • sorgt für eine korrekte Übertragung der Nervenreize auf die Muskeln
  • ist für die normale Reizbildung und Reizleitung im Herz zuständig
  • wichtig für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks
  • sorgt für ein optimales Säure-Basen-Gleichgewicht
  • beeinflusst die Freisetzung von Hormonen wie z.B. Insulin
  • ist wichtig für den Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel
  • verhindert eine erhöhte Calciumausscheidung über die Niere

Wodurch kann Kaliumverlust entstehen?

  • bei ungenügender Kaliumaufnahme über die Nahrung
  • durch Ausschwemmung von Kalium bei zu hohem Salzkonsum
  • infolge einer Erkrankung oder durch Einnahme von Medikamenten
  • durch übermäßiges Ausschwitzen von Kalium, z.B. bei Leistungssportlern
  • bei Missbrauch von Abführmitteln
  • bei schweren Durchfällen, Erbrechen, Magen-, Darm- und Gallenfisteln
  • bei Leberzirrhose oder Nebennieren-Überfunktion
  • durch exzessiven Konsum von koffeinhaltigen, zuckerhaltigen Getränken

Für wen kann Kalium wichtig sein?

    Die Einnahme von Kalium kann notwendig sein
  • zur Beseitigung als auch zur Vermeidung eines Kaliummangels
  • bei verringertem Kaliumwert im Blut
  • bei Übersäuerung des Blutes
  • bei neuromuskulären Störungen zur Verbesserung der Reizüberleitung von den Nerven auf die Muskeln
  • bei durch Kaliummangel hervorgerufenen Herzrhythmusstörungen
  • bei Herzrhythmusstörungen infolge Einnahme von Digitalispräparaten

Die Einnahme von Kalium sollte vermieden werden

  • bei erhöhten Kaliumwerten im Blut
  • bei gleichzeitiger Einnahme von harntreibenden kalium-sparenden Medikamenten
  • von Dialysepatienten, da die Nierenfunktion eingeschränkt ist
  • bei Erkrankung der Nebennierenrinde (hyporeninämischer Hypoaldosteronismus)
  • bei eingeschränkter Nierenleistung
  • bei stoffwechselbedingtem Säureüberschuss im Blut
  • bei einer unbehandelten Unterfunktion der Nebennieren (Morbus Addison)
  • bei einer Behinderungen der Magen- oder Darmpassage

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Kalium

Grundsätzlich sollte die Einnahme von Kalium immer mit einem Arzt besprochen werden um abzuklären, ob die Einnahme tatsächlich notwendig ist oder ob diese eine Wechselwirkung mit Medikamenten hat. Schwangere und Stillende sollten Kalium ebenfalls nur nach Absprache mit dem Arzt einnehmen.

Besprechen Sie die Einnahme von Kalium mit Ihrem Arzt, wenn Ihre Nierenfunktion herabgesetzt ist oder Sie an einer Erkrankung des Herzens leiden, eine kochsalzarme oder zuckerarme Diät einhalten oder einen Säureüberschuss im Blut haben.

Bestimmte Medikamente können einen Überschuss an Kalium verstärken, wie z.B. bestimmte blutdrucksenkende oder blutverdünnende, Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen, schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente. Auch die gleichzeitige Einnahme mit Medikamenten, die das vegetative Nervensystem beeinflussen, sollte vermieden werden.

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