Wissenschaftler erforschen die vielseitigen Wirkungen von L-Glutamin schon seit zirka 1930. Aber erst kürzlich wurde L-Glutamine als besonders wichtiger Nährstoff erkannt. Tatsächlich ist L-Glutamin die am häufigsten in unserem Körper vorkommende Aminosäure. Sie macht mehr als 50% aller in den Muskeln enthaltenen freien Aminosäuren aus. So enthalten die Muskeln doppelt soviel L-Glutamin wie z.B. von der BCAA´s Aminosäure L-Leucin, welche ebenfalls für seinen aufbauenden Effekt bekannt ist.
Welche Vorteile hat L-Glutamin für den Sportler ?L-Glutamin spielt eine große Rolle bei der Proteinsynthese, Zellvoluminisierung und bei der Glycogenspeicherung. Bei intensivem Sport und Muskeltraining verbraucht der Körper große Mengen an L-Glutamin. Erst nach Ausgleich dieses Glutaminverlustes kann der Körper regenerieren und mit dem Aufbau von neuer Muskelsubstanz beginnen. L-Glutamin kann so zu einer Leistungssteigerung sowohl beim Kraft- als auch beim Ausdauersportler führen. Keine andere Aminosäure bietet so viele Vorteile für den leistungsorientierten Sportler.
Glutamin und WachstumshormonNach dem 30. Lebenjahr kommt es beim Menschen zu einem deutlichen Absinken des Wachstumshormonspiegels. Deshalb tendiert die Zusammensetzung des Körpers immer mehr in Richtung weniger Muskel- und mehr Fettgewebe. L-Glutamin kann in dieser Situation sehr nützlich sein, da es die Fähigkeit hat, den Wachstumshormonspiegel und die Proteinsynthese positiv zu beeinflussen.
Das Ergebnis einer neuen L-Glutamin Studie war total spektakulärNeue Forschungsarbeiten am Human Performance Institute von Biotem Cytotechnologies in Californien beweisen:Nehmen Athleten nur 4 Gramm L-Glutamin unmittelbar nach dem Training mit Wasser ein, bewirkt es einen raschen Anstieg des Wachstumshormonspiegels um 400% und eine Steigerung des freien Testosterons um 200% (siehe Grafik). Interessant war auch, daß die Einnahme von 8 Gramm L-Glutamin keine weitere Steigerung bewirkte. Dies bedeutet, daß Athleten mit 4g L-Glutamin optimale Ergebnisse erzielen können.
So wurde die Doppelblindstudie durchgeführtIm Unterschied zu allen bisherigen Glutaminstudien wurde diese ausschließlich mit erfahrenen Kraftsportlern durchgeführt. Dies beweist, daß L-Glutamin sogar bei austrainierten Athleten optimale Resultate erzielt. Eine Doppelblindstudie wird so durchgeführt, daß weder die Versuchspersonen, noch die Versuchsleiter wissen, wer die aktive Substanz und wer ein Placebo (unwirksame Substanz) erhält.
Den Athleten wurde eine Blutprobe entnommen. Danach führten sie ein intensives Beintraining durch. Nach dem Training nahmen die Athleten entweder 2g, 4g oder 8 Gramm L-Glutamin mit 350ml Wasser ein. Jeweils eine Stunde, 2 Stunden und 4 Stunden später wurden weitere Blutproben entnommen.
Freies L-Glutamin oder Glutamin-Peptide ?L-Glutamin sollte man am besten in freier Form zu sich nehmen, da dieses einige Male stärker als Glutaminpeptide wirkt. Auch wurden alle Studien, welche die vielen positiven Wirkungen von Glutamin beweisen, mit freiem L-Glutamin durchgeführt. Es gibt bisher leider noch keine Studie mit Glutaminpeptide.
Der richtige Einnahmezeitpunkt:Die Glutamineinnahme ist am effektivsten nach dem Training oder Sport, weil die Zellen zu diesem Zeitpunkt besonders viele Nährstoffe brauchen und auch bereit sind, diese aufzunehmen. Außerdem erhöht die Einnahme nach dem Training die Produktion von Glycogen und fördert die Synthese von neuem Muskelprotein.

