Was sind B Vitamine?
Vitamin B 1 wird auch Thiamin oder Aneurin genannt.
B 3 wird auch Vitamin P oder Nicotinsäure bzw. Niacin genannt.
Vitamin B 5 heißt auch Pantothensäure.
B 6 heißt auch Pyridoxin, wobei die aktive Form Pyridoxalphosphat genannt wird und das wichtigste Coenzym im Aminosäurestoffwechsel ist.
B 7 ist auch bekannt als Vitamin H oder Biotin.
B 9, auch bezeichnet als Vitamin B 1 oder Vitamin M ist die Folsäure.
B 12 findet sich ausschließlich in tierischen Produkten.
Vitamin B Wirkung
Die Wirkung von der B Vitamine ist durchaus unterschiedlich. B 1 unterstützt die Funktionsfähigkeit des Nervensystems, trägt zur Energiegewinnung bei, stärkt das Herz und unterstützt den Muskelaufbau. B 2 wiederum begünstigt den Abbau von Eiweiß und Fett und wird nicht nur über die Nahrung aufgenommen, sondern auch von Darmbakterien gebildet. Gleichzeitig entgiftet B 2 die Leber und ist an der Bildung der roten Blutkörperchen sowie der Antikörper beteiligt. B 6 ist sehr wichtig für alle Stufen im Eiweiß- und Aminosäurestoffwechsel. Kaum ein anderer Wirkstoff ist an so vielen körperlichen Funktionen beteiligt. B 6 beeinflusst die Funktion des Nervensystems, unterstützt die Immunabwehr und die Bildung von Hämoglobin, dem Sauerstoffträger des Blutes. Ebenso wichtig ist B 12, das die Blutbildung und den Zellaufbau unterstützt sowie an wichtigen Prozessen im Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel beteiligt ist.
B Vitamine werden empfohlen bei
- Menschen mit Resorptionsstörungen
- Magen- und Darmerkrankungen
- erhöhtem Alkoholkonsum
- Schwangerschafts- und Menstruationsbeschwerden
- Einnahme der Antibabypille und Östrogentherapie
- Einnahme von Antidepressiva
- Haarausfall
- Nervosität, erhöhte Reizbarkeit und Schlaflosigkeit
- schlechter Ernährung
- hohem Stress
- regelmäßigem Sport
- Konzentrationsmangel
- Zittern
- für Raucher
In welchen Lebensmitteln sind B Vitamine enthalten?
Tatsächlich sind die B Vitamine keine einheitliche Klasse, denn sie unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung und in ihrer Wirkung. B-Vitamine finden sich in nahezu allen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln, insbesondere in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, in Fleisch und Fisch, Nüssen, Kleien und Sonnenblumenkernen, in Pilzen, Spinat und Broccoli sowie in Bohnen, Erbsen und Möhren. Anders als die anderen B Vitamine kommt B 12 ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor.
Wie äußert sich ein Mangel an Vitamin B?
- Kopfschmerzen (B 1)
- Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen (B 1)
- Störungen der Muskel- und Nervenerregbarkeit (B 1)
- Trockene und entzündete Haut (B 2 und 6)
- Appetitlosigkeit, Durchfälle und Erbrechen (B 6)
- Mangel an roten Blutkörperchen (B 12)
- Schädigung der Mund- und Rachenschleimhäute (B 12)
B-Vitamine Einnahme und Anwendung:
B Vitamine gibt es zumeist als Kombinationspräparat, dem so genannten Vitamin B Komplex, in Form von Tabletten oder Dragees. Der durchschnittliche Tagesbedarf für B 1 liegt zwischen 1 und 2 mg, während bei B 2 die empfohlene Menge 9 bis 15 mg täglich beträgt. Normalerweise ist eine Menge von 1 bis 2 mg täglich an B 6 ausreichend. Die empfohlene Tagesdosis liegt für B12 bei 5 Mikrogramm täglich, was etwa in 150 g Camembert enthalten ist.
Für wen sind B-Vitamine besonders wichtig?
- für Schwangere und stillende Frauen
- für Sportler
- für Menschen, die unter ständiger Müdigkeit leiden
- für Menschen mit Problemen des Haar- und Nägelwachstums
- für Raucher
- für Alkoholiker
- für Menschen, die durch schwere körperliche Arbeit und durch Stress belastet sind
Was Experten über B-Vitamine sagen:
In mehreren Studien konnte bei einer niedrigeren Konzentration an B-Vitaminen ein Zusammenhang mit der Verminderung kognitiver Leistungen nachgewiesen werden. Insbesondere der Folsäure- und der Homocysteinspiegel scheinen in einem möglichen Zusammenhang mit neurodegenerativen Prozessen im Gehirn und einer ernährungsbedingten Rückbildung des Großhirns zu stehen, wie sie beispielsweise bei Morbus Alzheimer beobachtet werden können. Umgekehrt wurde in einer Studie nachgewiesen, dass durch eine hohe Dosis an Vitamin B6 und B12 die altersbedingte Verringerung der Gehirnmasse reduziert werden kann.