Was ist Magnesium?
Magnesium ist nicht nur ein Element und ein Erdalkalimetall, sondern auch ein lebensnotwendiger Mineralstoff für den menschlichen Körper
Da Magnesium nicht selbst hergestellt werden kann, ist eine regelmäßige Aufnahme für den Körper notwendig
Magnesium spielt eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel und ist deshalb besonders wichtig für aktive Menschen
Außerdem ist es an der Erregungsleitung des Nervensystems beteiligt und dadurch für die Muskelarbeit unerlässlich
Magnesium entkrampft nicht nur die Muskulatur, sondern sorgt auch für eine reibungslose Funktion des gesamten Muskelapparats einschließlich des Herz-Kreislauf-Systems
Experten sprechen von einem latenten chronischen Magnesiummangel in den Industrienationen, der vor allem für werdende Mütter, Sportler und Diabetiker Folgen haben kann
Magnesium kommt in Nahrungsmitteln nur gebunden vor, wobei die organischen Verbindungen deutlich besser vom Körper aufgenommen werden können
Die Magnesium Konzentration in vielen Lebensmitteln ist seit Jahren rückläufig und wird durch Waschen und Kochen weiter verringert
Magnesium Wirkung
Immer wenn ein Muskel bewegt wird, ist dazu Magnesium notwendig. Als wichtiger Bestandteil von über 300 Enzymen ist es an nahezu allen Stoffwechselvorgängen der Zelle beteiligt. Neben der Stabilisierung von Zellwänden und Eiweißen wird auch für den Umbau von energiereichen Substanzen wie Glukose Magnesium benötigt. Ohne Magnesium kann keine Energie im Körper bereitgestellt werden. Und auch bei der Reizübertragung zwischen Nerven und Muskeln wird erst durch Magnesium ein reibungsloses Zusammenspiel gewährleistet. In Zähnen und Knochen ist Magnesium außerdem für die Festigkeit unverzichtbar.
Magnesium wird empfohlen bei:
Krämpfen und Verspannungen
Diabetes mellitus
Schwangerschaft und Stillzeit
Vermehrte Magnesiumausscheidung durch Entwässerungs- oder Abführmittel
Stress
Schilddrüsenerkrankungen
Diäten und einseitige, magnesiumarme Ernährung
Sportlichen Aktivitäten
Migräne
Einnahme bestimmter Medikamente wie Kontrazeptiva
Wachstumsphase bei Jugendlichen
Präventiv gegen Thrombose, Herzinfarkt, Nierensteine und einen zu hohen Cholesterinspiegel
In welchen Lebensmitteln ist Magnesium enthalten?
Magnesium findet sich in der Natur praktisch in allen Lebensmitteln, sogar in Wasser. Dabei variiert der Gehalt in den einzelnen Lebensmitteln jedoch stark, sodass Nahrungsergänzungsmittel eine Alternative darstellen. Besonders reichlich ist Magnesium in allen Vollkornprodukten, in Nüssen, Bohnen, Erbsen und allen grünen Blattgemüsen enthalten. Auch Fleisch, Fisch und Milchprodukte stellen Magnesiumlieferanten dar.
Wie äußert sich ein Mangel an Magnesium?
Ein Mangel an diesem für den menschlichen Körper unverzichtbaren Mineral kann sich auf ganz unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Zu den Symptomen gehören:
- Waden- und Muskelkrämpfe
- Unruhe und Nervosität
- Konzentrationsschwäche
- Kopfschmerzen und Migräne
- Herzrasen, Krämpfe der Herzmuskulatur, Herzrhythmusstörungen
- Magen- und Darmprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Krämpfe
- Schwindel
- Vorzeitige Wehen in der Schwangerschaft
- Brüchige Fingernägel, kariöse Zähne
Magnesium Einnahme und Anwendung:
Eigentlich sollte die Deckung des täglichen Bedarfs an Magnesium mit den vielen verschiedenen magnesiumreichen Lebensmitteln kein Problem darstellen. Aber wer isst schon 9 Bananen an einem Tag? Eine ausreichende Versorgung mit der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Dosis von 300 bis 400 mg Magnesium täglich erweist sich manchmal als schwierig. Vor allem bei Sportlern, werdenden Müttern, Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase sowie Diabetikern können die zum Teil noch höheren empfohlenen Dosen nur schwer über die Ernährung aufgenommen werden. Hier bietet die Einnahme von Magnesium über Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Alternative, um einem Magnesiummangel entgegenzuwirken.
Für wen ist Magnesium besonders wichtig?
- Schwangere und stillende Frauen
- Kinder und Jugendliche
- Menschen über 60
- Sportler
- Diabetiker
- Menschen, die aufgrund von Medikamenten, Alkohol oder Stress einen erhöhten Magnesiumbedarf haben
- Personen mit einer Magnesiumaufnahmestörung oder Magnesiumunterversorgung
- Migräne- und Kopfschmerzpatienten
Was Experten über Magnesium sagen:
- Zellen altern schneller
Zu wenig Magnesium lässt einer US-Studie zufolge menschliche Zellen schneller altern. Damit kann ein chronischer Magnesiummangel unter Umständen auch das Risiko altersbedingter Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Osteoporose erhöhen, berichten David Killilea und Bruce Ames von der Universität von Kalifornien in Berkeley.
- Magnesium halbiert Schwangerschaftskrämpfe
Wie die englische "Magpie"-Studie gezeigt hat, kann die regelmäßige Behandlung mit Magnesium während der Schwangerschaft das Risiko einer gefährlichen Eklampsie deutlich senken. Die Ergebnisse der Studie wurden in die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe aufgenommen.