Was ist Leucin?
- Essentielle Aminosäure zum Aufbau von Proteinen
- Aminosäure zur Unterstützung der Muskelregeneration
- Stimuliert die Insulinausschüttung
- Hemmt die Freisetzung von Cortisol, dem Stresshormon
- Reguliert die Ausschüttung von Somatotropin
Leucin Wirkung
Leucin wirkt in verschiedenen Teilen des menschlichen Organismus. In erster Linie ist es daran beteiligt, neues Gewebe aufzubauen. Diese Funktion machen sich vor allem Leistungssportler zunutze. Sie setzen Leucin ein, um den Muskelaufbau zu fördern. Der Aufbau der Muskeln erfolgt durch die Proteinsynthese, an der Leucin erheblich beteiligt ist. Neben der Synthese hat die Aminosäure eine weitere Wirkung auf die Proteine, denn es hemmt auch dessen Abbau.
Leucin regt die Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse an und fördert so die Versorgung der Zellen mit Glukose. Leucin hat somit auch einen großen Einfluss auf die körpereigenen Energiespeicher.
Leucin wird empfohlen bei:
- Kraft- und Leistungssportlern
- Patienten mit Muskelschwäche
- Patienten mit Diabetis
- Starkem physischen und psychischen Stress
- Hohem Energiebedarf
In welchen Lebensmitteln ist Leucin enthalten?
Da Leucin eine essentielle Aminosäure ist, ist der Körper auf eine Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Einen besonders hohen Gehalt haben beispielsweise Rinder- oder auch Thunfischfilets. Auch andere Fischarten wie Lachs oder Scholle versorgen den Körper mit Leucin. Neben Fisch und Fleisch sind auch Erbsen, Sojabohnen, Mandeln und Erdnüsse Lieferanten der Aminosäure.
Wie äußert sich ein Mangel an Leucin?
Leucin ist für den Körper lebenswichtig. Liegt ein Mangel vor, können verschiedene Anzeichen darauf hindeuten. Ein anhaltendes Schwächegefühl, starke Müdigkeit und schlaffe Muskeln sind Hinweise darauf, dass nicht ausreichend Leucin im Körper vorhanden ist. Eine erhöhte Infektionsgefahr und ein niedriger Blutdruck können ebenfalls Anzeichen sein. Ein Mangel an Leucin geht häufig mit einem Mangel an dem Vitamin B6 einher. Daher wird eine Behandlung mit beiden Stoffen empfohlen. Ein Arzt kann den Leucinspiegel im Körper überprüfen.
Leucin Einnahme und Anwendung:
Grundsätzlich wird Leucin zur Stärkung der Muskeln angewendet. Dies gilt sowohl bei Sportlern als auch bei Patienten mit einer Muskelschwäche. Etwa 90 Minuten vor der nächsten Mahlzeit wird Leucin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt. So kann es seine Wirkung komplett entfalten. Der Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen liegt bei einer Menge von 12 mg bis 14 mg pro einem Kilo seines Körpergewichts. Besonders Vegetarier und Personen, die eine Diät durchführen, versorgen ihren Körper durch die Nahrung nicht mehr ausreichend mit Leucin. Die Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel wird in diesem Fall empfohlen. Aber auch Sportler und Diabetiker haben einen erhöhten Bedarf.
Für wen ist Leucin besonders wichtig?
- Diabetiker
- Vegetarier
- Patienten mit nachgewiesener Schwäche der Muskeln
- Bei einem erhöhten Bedarf an Energie
- Kraftsportler
- Heranwachsende
Was Experten über Leucin sagen:
Experten haben im Laufe der Jahre immer wieder Studien zur Wirksamkeit von Leucin durchgeführt. Eine dieser Studien beschäftigt sich mit der Wirkung von Leucin auf den Abbau der Muskeln. Es wurde überprüft, ob die Aminosäure den Abbau von Muskeln tatsächlich senkt. Die Studie hat ergeben, dass mit der Einnahme von einer erhöhten Dosis Leucin der Proteinabbau nachweislich gestoppt und die Muskeln dadurch geschützt werden. Desweiteren sind sich Wissenschaftler darüber einig, dass Leucin die Insulinausschüttung anregt und so gegen Unterzuckerung wirkt. Auch die Wirkung auf den Aufbau von Muskelmasse ist bewiesen.